Achsenaugasse & Mölkergasse in neuem Kleid (und mit neuer Bestimmung!)

13.September 2017 in erfreulich, herausfordernd, konkret

IMG_9893kAm vergangenen Samstag (9. September) wurde die neue, die zweite Begegnungszone – nach der Klostergasse – in Mödling eröffnet.

IMG-20170909-WA0000Sie umfasst die beiden „Straßen“ Achsenau- und Mölkergasse zur Gänze, sowie das Ende der Eisentorgasse vom Kindergarten bis zur Achsenaugasse.

In den Monaten davor wurde der Kanal und auch die Wasserleitung, sowie die Viechtlbrücke von Grund auf saniert. Erst, als alle Vorarbeiten abgeschlossen waren, wurde die Oberfläche in den Zustand gebracht, wie wir ihn jetzt vorfinden.

Die neue Begegnungszone ist eine Entsprechung für die in der Klostergasse, die als erste in Niederösterreich im Frühjahr 2013 eröffnet worden war. Somit wird die Hauptstraße als Ost-West-Verkehrsachse an beiden Seiten flankiert von verkehrsberuhigten Zonen.

Begegnungszone bedeutet vor alle ein Nebeneinander der verschiedenen VerkehrsteilnehmerInnen: Fußgänger-, Radfahrer-, AutofahrerInnen und ist damit eine deutliche Ansage der Verkehrspolitik der Stadt.

Wie bei jedem größeren Straßenbauvorhaben der Stadt haben wir die Gelegenheit genutzt, den öffentlichen Raum zu gestalten: sei es durch Vorziehung der Gehsteige bei den Kreuzungen, um die Querung für Zu-Fuß-Gehende zu erleichtern, sei es durch Abschrägungen der Gehsteige, sei es durch mehr Platz für Bäume und Sträucher.

IMG_9892

IMG_9889

Auch die Kreuzung Achsenau- / Vechtlgasse wurde geordnet. Bäume und Büsche kommen noch!

IMG_9888

Auch der Weg entlang des Bachs wurde plniert. Er sollte den FußgängerInnen vorbehalten sein.

IMG_9886

Die Kreuzung Viechtlgasse / Achsenaugasse ist nun übersichtlich und klar strukturiert.

20170902_180334

Die Parkplatzsituation bei der Einfahrt in die Eisentorgasse ist nun klar geregelt.

20170902_180243

Die große Platane hat nun mehr Platz

20170911_154739

„Bruder & Schwester“: ein Symbol für das friedliche Nebeneinander …

20170911_154942

Die Eisentorgassen-Engstelle darf jetzt mit dem Rad in beide Richtungen befahren werden.

20170911_155036

Die Eisentorgassen-Engstelle darf jetzt mit dem Rad in beide Richtungen befahren werden.

 

 

2 Kommentare Kommentieren

...gerettet? (Noch nicht ganz)

3.September 2017 in interessant, konkret

20170903_093421Heute gab es wieder einmal Betrieb auf der Kaltenleutgebner Bahn: ein Sonderzug fuhr von Meidling über Liesing und Perchtoldsdorf nach Kaltenleutgeben (besser gesagt: zur Waldmühle).

Tatsächlich gibt es seit Jahren aufopferungsvolle Bemühungen eines Vereins www.kaltenleutgebnerbahn.at, die alte Trasse der 2013 auch für den Güterverkehr eingestellten Zugsverbindung wieder – diesmal für den Personenverkehr – in Betrieb zu nehmen.

Die Verbindung von Kaltenleutgeben in Richtung Wien (Liesing) ist eine wichtige und besonders heikle, weil enge (jedenfalls, was die Straße betrifft). Dennoch wurden und werden weiter große Wohnbauprojekte auf beiden Seiten des engen Tals umgesetzt – ohne entsprechende Vorkehrungen, wie die Leute nach Wien zu ihren Arbeitsplätzen kommen können.

Das Auto ist dafür eine denkbar schlechte Lösung, weil sich alles beim Nadelöhr im Kreuzungsbereich mit der Ketzergasse staut. Eine gescheite ÖV-Anbindung wäre hier wirklich sinnvoll. Die Gleise liegen ja und die Einbindung beim Bahnhof Liesing ist intakt.

Also geht´s bei der Kaltenleutgebner Bahn um mehr als um Nostalgie – nämlich um eine adäquate Mobilitätslösung für die Region.

Im heurigen Frühjahr hat Perchtoldsdorf die Strecke von den ÖBB gekauft. Ein wichtiger Schritt, weil die Gleise nun nicht mehr ohne Zustimmung der betroffenen Gemeinde(n) abgebaut werden können.

20170903_091607

20170903_091527

Heute wurde vielen BesucherInnen, die trotz grausigen Wetters gekommen waren, deutlich gemacht, dass die Verbindung möglich ist. Gefahren wurde mit einer Diesellok und mit Waggons aus den 60er-Jahren: letzteres hat dann doch Erinnerungen bei vielen Älteren hervorgerufen. (Aber Diesellok sollte in einem Regelbetrieb nicht fahren: bis dahin wird wohl eine umweltfreundlichere Lösung gefunden werden).

20170903_111238_001

Wer erinnert sich noch an diese „Heizungs-„Steuerung

 

20170903_095802

20170903_095750

20170903_095736

Noch keine Kommentare Kommentieren

Radweg - eingefärbt

25.August 2017 in heikel, konkret

20170825_131057

In den vergangenen Tagen wurde – auf meine Veranlassung – ein Teil der Radfahranlagen entlang der Hauptstraße rot eingefärbt.

Rote Farbe wird auf Straßen und Wegen zur Kennzeichnung sicherheitsmäßig heikler Bereiche verwendet – meist bei Fußgängerübergängen oder Radwegen, um besondere Aufmerksamkeit zu erzeugen.

In Mödling wurden in der Vergangenheit bereits mehrere solche Bereiche rot eingefärbt: die Mehrzweckstreifen entlang des Beginns der Enzersdorferstraße etwa, weil die Straße dort eng ist. Oder auch die Mehrzweckstreifen entlang der Schillerstraße vor dem Schranken, weil der Mehrzweckstreifen dort insbesondere von LKWs signifikant oft missachtet wurde.

Auch im Bereich der Hauptstraße haben wir schon früher einzelne Bereiche rot markiert: etwa vor dem LIBRO und dessen Parkplatzausfahrt.

Der Abschnitt zwischen dem Deutschplatz und der Thomastraße auf der südlichen Seite der Hauptstraße ist jedoch eine Strecke, die insgesamt besondere Aufmerksamkeit verdient:

Der Radweg verläuft gegen die Einbahnrichtung der Haupt-Fahrbahn und jedes Ausweichmanöver führt unweigerlich auf die Fahrbahn, auf der ein Fahrzeug entgegen kommt – hoffentlich nicht zu schnell und hoffentlich aufmerksam.

Und Gründe, auszuweichen, gibt es viele: Autos, die am Radweg stehen; FußgängerInnen, die zwischen zwei parkenden Autos plötzlich am Radweg auftauchen; ausparkende Autos und – nicht zuletzt – plötzlich geöffnete Autotüren.

20170726_082816Es gab seit der Eröffnung der Hauptstraße 2012 eine ganze Reihe von Unfällen durch Ausweichmanöver.

Viele Benützer der Hauptstraße – Fußgänger- / Radfahrer- / AutofahrerInnen – kennen die Situation und stellen sich vorausschauend auf die Bedingungen ein. Aber es kommen natürlich auch Menschen nach Mödling, die die Situation nicht kennen. Die rote Farbe soll alle VerkehrsteilnehmerInnen zu besonderer Achtsamkeit bewegen.

Wir haben vereinbart, die Wirkung der Farbe in der Hauptstraße vorerst für etwa ein halbes Jahr zu evaluieren und haben auch die Polizei ersucht, die Entwicklung zu beobachten.

Ich denke, dass die Maßnahme gerechtfertigt ist, wenn die Sicherheit für alle VerkehrsteilnehmerInnen verbessert wird.

Ein Kommentar Kommentieren

Elektrisch nach Berlin - ein (kleines, aber CO2-freies) Abenteuer

6.August 2017 in heikel, herausfordernd, konkret, persönlich

Ja, ich weiß: man/frau kommt ganz easy elektrisch mit der Bahn nach Berlin. Soweit es die ÖBB betrifft, würde man sogar mit nachhaltig erzeugtem Strom fahren, weil unsere Bahn mit Energie aus Speicherkraftwerken fährt. Bei den Tschechischen Staatsbahnen will ich’s – glaub ich – nicht genau wissen (Temelin). Und in Deutschland bin ich mir auch nicht sicher, wo der Strom herkommt (Kohle?).

Ja, ich weiß auch, dass elektrisch betriebene Autos zwar keine Emissionen über den Auspuff abgeben, aber genauso viel Platz verbrauchen, wie ihre Brüder mit Verbrennungsmotoren, auch Stau verursachen, auch Feinstaub durch Reifenabrieb und Nutzung der Bremsen erzeugen. Und, ja: die Produktion auch eines elektrisch betriebenen Autos kostet Energie und Rohstoffe und die Herstellung der Batterien speziell. (Obwohl ich die Einwürfe aus der Richtung der konservativen Teile der Autoindustrie gegen die eMobilität mehr dem Prinzip „haltet den Dieb!“ zuordne).

Nein, es ist nicht wirklich logisch, mit einem Elektroauto nach Berlin zu fahren.

Ich fahr trotzdem am Montag, 7. August – alleine – mit meinem KIA SOUL ev nach Berlin-Köpenick und besuche meine Schwester.

Es ist eine Art „Selbstversuch“, auch, weil mir das Gejammere wegen der geringen Reichweiten der eAutos auf die Nerven geht. Aber ich seh es tatsächlich als einen kleines Abenteuer, denn so ganz sicher bin ich mir ja nicht, wie einfach das wirklich ist.

20151211_103036Denn: ich fahr‘ nicht mit einem TESLA, sondern eben mit dem SOUL ev, Baujahr 2015. Und das bedeutet 27KWh Batteriekapazität. Ich bin mit diesem Auto bisher rd. 19.000 km gefahren, vorzugsweise in Wien und Umgebung. Ein paar Mal ins Waldviertel, im Schnitt einmal im Monat nach St. Pölten und als weitestes Ziel bisher der Grundlsee (320 km, 3x nachladen). An meiner privaten Wallbox voll geladen zeigt mein SOUL ev im Sommer ca. 175 km Reichweite an. Im Stadtverkehr + Südost-Tangente + Bezirk Mödling sind das dann realistisch 200+ km. Die Klimaanlage / Heizung kostet rd. 10km Reichweite. Auf 100km brauch ich im Schnitt 13KWh. Auf der Autobahn mit 130km/h schaut das aber anders aus, schon wegen der praktisch nicht genutzten Rekuperation: Viel mehr als 130 km gehen sich da nicht aus.

Auf längeren Strecken ist man/frau auf Schnelllader angewiesen: Ladesäulen mit an die 50KWh Ladeleistung. Meine 27KW wären dort rein rechnerisch in wenig mehr als 30min. wieder voll. Allerdings laden diese „Tankstellen“ die Batterie aus Sicherheitsgründen nur zu 80% voll. Das dauert zwar entsprechend kürzer, allerdings ist dann auch die Reichweite nicht so, wie wenn man/frau wirklich voll lädt: rechnerisch also etwa 145km. Und das bedeutet auf der Autobahn realistisch 110+ km.

Dazu kommt, dass es aktuell 3 Steckertypen zum Schnellladen gibt. Mein SOUL ev „kennt“ eines, das japanische System CHADEMO. Die üblichen Schnellladestationen haben von jedem Steckertyp genau einen Anschluss, u.a. CHADEMO. Wenn der besetzt ist, heisst es warten. (Und wenn er defekt ist, auf den nächsten ausweichen – wenn man/frau’s noch schafft…).

Ich fahr trotzdem sehr gern mit (m)einem eAuto. Es ist ein unvergleichliches Fahrgefühl: ruhig, gleichmäßig, stetig. Durch die Rekuperation bremst man/frau deutlich seltener und man merkt, wie Energie wiedergewonnen wird. Man weiß, dass man keine Abgase produziert (und weil man Ökostrom tankt, gibt auch anderswo keine). Man/frau fährt wesentlich (!) bewußter – schon wegen der Reichweite. (Das ist ja ein wichtiger Nebeneffekt der eMobilität: die Wahl der jeweils optimalen Art, von A nach B zu kommen. Nicht immer nur – gedankenlos – mit dem Auto zu fahren).
Und man hat das Gefühl, Teil eines Fortschritts zu sein, das auch…

Aber nun zu meinem „Abenteuer“: Ich werde nicht die kürzere Strecke über Tschechien nehmen. Es gibt dort zwar einige Schnellladestationen, aber von unterschiedlichen Providern, von denen kein einziger eine englische WEB-Site hat. Für alle bräuchte man eigene Berechtigungskarten, aber auch, wenn man sich die besorgt: wie verständigt man sich bei Problemen bei einer Hotline, wenn man sich – wie ich – auf Tschechisch mit Mühe und Not in einem Lokal ein Bier bestellen könnte? Das wär mir dann doch zu viel Abenteuer…

Ich fahr die gute alte Transitstrecke über Hof in Bayern. Lt. Michelin 884 km.

Zum Tanken braucht man/frau letztlich die entsprechenden Berechtigungen, meist RFID-Karten im Scheckkartenformat. Ich hab Karten von WienEnergie/EVN, ELLA, SMATRICS (für Österreich) und newmotion (Deutschland) mit. Die Deutsche Raststättenkette Tank&Rast lässt (hoffentlich wirklich) gratis tanken. Das mit den unterschiedlichen Ladekarten ist natürlich auch blöd, aber das ist das geringste Problem, weil die Karten liegen im Auto und stören keinen.

—————————–

Hier beginnt meine Chronologie (in chronologischer Reihenfolge):

*** 7.8.2017, 9.30h Es geht los.

Bissl später, als geplant, aber nach einem feinen Frühstück bei Mr. Beans in der Mödlinger Hauptstraße 🙂
Wetter optimal und Auto blatt´lvoll (errechnete 174km).

20170807_0907231. Ziel: Ybbs (Autobahnstation). 102km. (Kein Problem).

*** 11.30h Ybbs

Na ja, tatsächlich los gekommen bin ich erst um 10h…
Viel los auf der Autobahn. Ich hab den Tempomat auf 120km/h eingestellt, aber meistens waren´s weniger.
Aber ich bin in die erste Falle gelaufen: obwohl mich eine eAutofahrerin (Danke, Monika, wenn Du das liest) gewarnt hat, dass ich nicht nur die Autobahnstationen im Auge haben soll, sondern auch auf welcher Seite der Autobahn die Ladestation liegt, bin ich in Ybbs reingefallen: es gibt nur auf einer Richtungsfahrbahn die SMATRICS-Ladestation – und zwar an der Richtungsfahrbahn nach Wien. Also 7km weiter, von der Autobahn runter und in der Gegenrichtung zur „richtigen“ Raststätte 🙁

Ich hab aber eh Puffer gehabt, also war das nicht das erste existenzielle Problem…

Hier ist die Ladesäule zum Glück frei und mein KIA wird grad geladen. Durchschnittlicher Verbrauch bisher 16,7KWh/100km. (Das wären rein von der Energie her 2l Benzin). Damit bin ich zufrieden.

Nächster Halt ist beim MERKUR in Wels (94km). Wird auch (?) kein Problem sein…

*** 12.55h Wels

War tatsächlich kein Problem. Ich bin in Ybbs um 11.55h losgefahren und mit 40km Reserve in Wels beim MERKUR angekommen.

20170807_112507

stilgerecht …

Ich glaub, ich geh mir jetzt im MERKUR eine Wurstsemmel holen.

20170807_132050

Nächstes Ziel ist schon in Deutschland: Passau, Autobahnraststätte Donautal Ost (die Fahrtrichtung hab ich gecheckt…). 88km Entfernung. Die werden wir schnupfen 🙂

Ich bin aber gespannt, wie das mit dem Tanken dort funktioniert: die Ladestation, die ich jetzt ansteuere, ist angeblich gratis…

*** 14.40h Passau

20170807_142304

Das war die Ursache für den Stau. Was wohl in den Luftballons abgeht…?

Das war jetzt eher ungut: 10km hinter der Grenze ein Mega-Stau wegen einer Grenzkontrolle – hat mich ca. 30 Minuten gekostet.

Jetzt bin ich aber bei der Raststätte und hab mich angeschlossen: es funktioniert!

Beim letzten Abschnitt sind mir 55km Reichweite übrig geblieben – ob ich zu vorsichtig bin? Regensburg sind 110km. Eigentlich hatte ich eine Ladung dazwischen geplant, aber wenn das so gut geht, probier ich es in einem. In Regenburg gibts wieder einen anderen Provider (allegro). Ich hab eine Tankkarte, die bei allegro passen sollte und ich gehe davon aus, dass sie funktioniert.

*** 16.20h: Regensburg

Ja, funktioniert!
Das waren jetzt 107km und mir sind (wieder) 41km „übrig geblieben“. Und das trotz Klimaanlage. Ich hab mich jetzt für Wernberg als nächstes Ziel entschieden. Das sind zwar nur 74km, aber danach gibts eine gute Distanz von rd. 130km zum nächsten vernünftigen Ladepunkt an der A93.

Ich bin jetzt insgesamt 410km gefahren und war 4:50 Std. „in Bewegung“.

Also, wenn das alles weiter so funktioniert, dann ist das garnicht so ungut zu fahren: jede Stunde 20 min. Pause sind auszuhalten. Und dazwischen mit Tempomat versuchen, gleichmäßig und möglichst angenehm zu fahren.

20170807_165737

Mit vollen Hosen ist leicht stinken!

*** 17.45: Wernberg-Köblitz

Die Ladesäule (allegro) geht – schon wieder. Ich hab eine NewMotion-Karte und die funktioniert tatsächlich bei diesen „Tankstellen“.
Ich hab jetzt ca. die Hälfte am Weg nach Berlin. Jetzt wird es immer angenehmer zu fahren: kühler und weniger Verkehr:-)

OK: mit einem Verbrenner wäre mein Ausflug nicht der Rede wert (weiß ich schon). Aber, was mir noch auffällt: ich werd nicht müde beim Fahren. Das ständige Schauen auf den Verbrauch und die vielen Pausen machen so eine (normalerweise öde) Fahrt echt abwechslungsreich 🙂

20170807_164123_016

Der Berichterstatter an seinem Arbeitsplatz

*** 21.00: Hirschberg (Thüringen, knapp hinter der ehem. DDR-Grenze)

Zwischen dem letzten dokumentierten Halt und dem Platz hier, wo ich ein Hotel für heute Nacht gefunden hab (und von wo ich morgen weniger als 300km nach Berlin hab) lagen zwei Lerneinheiten:

Nach den guten Reichweiteerfahrungen bisher hab ich mir eine 128km-Etappe vorgenommen. Und das war dann doch zu viel (möglicherweise, weil die Strecke ziemlich bergig war, hab ich mehr „Sprit“ gebraucht. Ich hab´s mit weniger Tempo versucht, aber das ist erstens fad und war außerdem nicht so erfolgreich, dass ich hoffen durfte, das Ziel zu erreichen. Also bin ich zum letzten Ladepunkt zurückgefahren (an dem ich vorher vorbeigefahren war, als ich noch hoffte). 10km zurück – ist nicht die Welt, aber eine „Investition“ in Sicherheit. Also voll laden (problemlos, aber das schreib ich jetzt nicht mehr dazu) und noch eine ganze Etappe in Angriff genommen. Mittlerweile war ich dann an der bayrisch-thüringischen Grenze (neben der Autobahn steht noch ein Stück Mauer). Dort wäre ich dann gern geblieben, aber bei der Raststation gab´s zwar Strom, aber kein Hotel. (Noch etwas, an das man denken muss). Also noch ein Stück weiter – und da bin ich jetzt.

Ein bißl´ müde, aber zufrieden, dass es den ganzen Tag kein Problem gab, außer der eigenen Blödheit (und das beruhigt!).

Insgesamt bin ich 665km gefahren, hab 6 x nachgeladen und einen Stromverbrauch von im Schnitt 16,6KWh/100km.

——————————–

Guten Morgen!

Tag 2 meiner kleinen „Abenteuerfahrt“.

Zuerst geht´s einen Restabschnitt von ca. 50km bis zum nächsten Vollladen.

20170808_080627

So viel Zeit muss sein!

*** 9:45: Hersdorf (bei Gera)

Die Fahrt hierhin war ja easy: wenig Verkehr, schöne Autobahn (wie überall in der ex-DDR).

Mein Ziel war eine Raststätte – auf der anderen Richtungsfahrbahn. Und das ganze knapp vor einem riesen Autobahnkreuz. Also ich vorher runter von der Autobahn und versucht, die Raststätte hinten herum zu erreichen. Nach 20 Minuten hab ich aufgegeben, weil mich das Navi des Autos ständig auf Wege lotsen wollte, die Fahrverbot sind (Radwege! Auf denen wollen wir ja nicht – noch dazu nicht illegal – fahren). Zum Glück gibt´s McDonalds (in einem eAuto sitzend stimmt das wirklich!). Also in der Nähe gibt´s einen McD und zu dem hab ich mich dann durchgeschlagen.

20170808_100502

*** 11.20h: Raststation Köckern

Wieder ein McD!

Und das erste Mal ein Zusammentreffen mit einem anderen Elektrischen – aber ich war um 2 Minuten schneller als der LEAF aus Malmö.

Der Kollege war mit seiner Familie plus Hund auf Urlaub in Kroatien und ist jetzt wieder auf der Heimfahrt.

20170808_111028

Man sieht extrem wenige eAutos unterwegs. Dafür gibts eigentlich eh ziemlich viele Lademöglichkeiten.

*** 13.35h: Beelitz (Spargelstadt)

Jetzt ist es passiert: das letzte Ziel war (mit viel Reserve) Linthe – wieder ein McD. Dort steht eine feine Schnellladestation, die mein eAuto – so wie bisher auf der ganzen Strecke – in ca. 20 min. zu 80% füllen sollte. Das erste Problem war, dass der Zugang zu dieser Ladesäule (das erste Mal auf meiner Berlin-Reise) zugeparkt war. Aber das war noch nicht das Schlimmste: die Ladesäule war defekt. Es war zwar eine hotline angegeben, aber nicht zu lesen, weil zugespayed (wie fast die ganze Anlage, die übrigens von innogy eRoaming betrieben wird).

Ich hatte noch 50km Reserve, aber in dieser Entfernung war keine andere Schnellladestation. Also hab ich mir die nächste mittelschnelle Ladesäule gesucht und dabei einige Dörfer im Süden von Berlin passiert. Und so bin ich in Beelitz gelandet. Statt mit 50KW „ziehe“ ich jetzt Strom mit 6,6KW…

20170808_143455

Rathaus von Beelitz (im September gibt´s Bundestagswahlen in Deutschland)

Aber ich brauch eh nur mehr Strom für 60km für den letzten Rest der Strecke nach Berlin.

20170808_134752

Das ist eine nicht so schnelle Ladestation.

*** 15.35h: Berlin !

20170808_154955

Es war ganz zuletzt doch noch spannend…

Ja, das passiert Dir mit einem Verbrennungsmotor nicht. Aber eigentlich war ich von den 900km davor verwöhnt: bis dahin keine Ladestation besetzt oder verparkt oder nicht zu finden oder nicht benutzbar.

Wenn man Zeit hat, macht auch das weit-Fahren mit dem eAuto Spass (wenn nicht, nicht). Und es hat schon etwas von einer Expedition an sich…

In Summe bin ich 954km gefahren und hab über alles 16,2KWh/100km gebraucht. 9 x nachgeladen. Gekostet hat der „Spass“ rein an Strom in Summe ca. €78,- Bei den Ladesäulen mit Verrechnung kostet die KWh in etwa €0,65, zu Hause €0,20. 3x hab ich unterwegs gratis geladen.

20170809_131241

Beweisfoto 1: Dorotheenstädtischer Friedhof

20170809_134707

Beweisfoto 2: Kuppel der Neuen Synagoge

*******************************************

10.8.2017: wieder am Weg nach Mödling.

*** 14:50h Start in Berlin-Köpenick

Aufgeladen an der Schuko-Steckdose von Schwesters Garage und also 152km rechnerische Reichweite.

*** 15:35h Linthe
Das ist der Ladepunkt, bei dem ich bei der Hinfahrt Schwierigkeiten hatte (keine Lademöglichkeit, aber wenige Alternativen auf diesem Streckenabschnitt, deshalb ziemlich wichtig)

Ich wollte diesen Punkt wieder anfahren und hab in den 2 Tagen in Berlin den Betreiber (innogy eRoaming) im WEB ausfindig gemacht, die App eCharge installiert und studiert, woran es vielleicht gelegen, war, das ich dort nicht laden konnte. Sicherheitshalber hab ich noch beim Betreiber angerufen (sehr freundlich) und mich versichert, dass ich 1. alles richtig gemacht hab und 2. die Ladesäule auch tatsächlich in Betrieb ist.

Erst danach hab ich mich getraut, Linthe wieder anzufahren. Allerdings hatte ich mir zwei Alternativen überlegt (1. Dessau, allerdings ca. 140km von Berlin: das könnte knapp werden. Und 2. ein Rasthaus von Tank&Rast 2km hinter Linthe: dort war auf der WEB-Site des Rasthausbetreibers tank.rast.de eine Ladestation eingetragen, nicht aber in der App „wattfinder“ von goingelectric.de – verdächtig!).

Dort (Linthe) angekommen, App gestartet, alles angegeben (inkl. VISA-Konto): das System hat alle Angaben akzeptiert und die Ladung vorbereitet. Die Vorbereitung hat aber kein Ende genommen (Endlosschleife). Also an der Privat-Handynummer des Mitarbeiters des Betreibers angerufen. Der hat 30min herumgebastelt, 2x das System im Ladepunkt wieder hochgefahren, aber ohne Erfolg. Letztlich hat auch ihm das System gemeldet, dass der Ladepunkt „ready“ sei, aber noch kein Auto angeschlossen ist (war aber natürlich doch…). Also wieder kein Erfolg 🙁

Somit waren die beiden Alternativen gefragt.
Die erste war die unsichere: der größte Betreiber von Raststationen in Deutschland ist Tank&Rast. Auf deren Plätzen gibt es eine große Zahl von Schnellladesäulen – noch dazu (noch?) gratis. Ich hab einige Male bei Tank&Rast geladen. Auf deren WEB-Site tank.rast.de gibt es ein Verzeichnis von Ladestationen. In diesem Verzeichnis ist eine Lasestation bei der Raststation Fläming West angegeben. Und die war 2km weiter als Linthe. Nur: im wattfinder war dieser Platz nicht verzeichnet – und normalerweise ist diese App top verlässlich. Aber, was weiß ich: vielleicht haben sie eine Ladesäule bei sich nicht eingetragen… Ich also hin zu der Raststation. Aber – wie befürchtet – war da tatsächlich keine Ladestation. Wenn man sich nun die Zeit nimmt und auf der WEB-Site von Tank&Rast weiter „forscht“, gibt es irgendwo ein pdf-File zum Download, wo der Ausbauplan der Firma dokumentiert ist. Und dort (!) findet man dann die Erklärung für die Malaise: die Ladesäule Fläming West ist „in Planung“…

Also Alternative 2: Dessau war aktuell 58km entfernt und ich hatte noch 70km rechnerische Reserve. Da hatte ich schon ein bißl ungutes Gefühl…
Auf der Autobahn gab´s dann auch noch einen Mega-Stau. Der gab mir allerdings Gelegenheit, zu checken, wieviel das Auto „frisst“, wenn es 10km lang mit 5 – 8 km/h weiter geht. Ohne Klimaanlage braucht das eAuto mit nur geringer Bewegung fast keine Energie.

Dieser Stau war also eine Art von Energiesparhelfer und ich bin nach fast 140km beim neuen Ziel angekommen: Dessau.

20170810_175756

Die 125km sind der Ladestand beim aktuellen Laden. Aber die 139,6km sind die letzte Etappe!

*** 17.35h Dessau

Dort gibt´s bei einem BMW-Händler wieder eine funktionierende Säule. 20min geladen und mit 127 rechnerischer Reserve weiter.

20170810_173422

*** 18.55h Stößen (Autobahnraststation)

98km waren es bis hierher – kein Stress.

Bei den großen Raststationen in Deutschland sind die Lasesäulen nicht immer leicht zu finden. Jetzt hab ich´s aber – glaub ich – gecheckt:

Immer im Restaurant-Bereich (nicht bei der Tankstelle) und immer ein Stück hinter dem Haupteingang. Die hier ist – wieder einmal – gratis…

Nächster Halt: Selbitz (wieder in Bayern). 98km weit entfernt. An sich kein Problem, wenn – ja, wenn – man nicht während eines massiven Gewitters, wenn man fast nichts sieht und mit Ach und Krach mit 50km/h weiter kommt, an diesem Autohof vorbei fährt! Und gerade, wenn man sich auf anderes konzentriert, kommt man erst bei der übernächsten Ausfahrt drauf, dass man schon zu weit ist. Und dann wird´s doch eng.

*** 20.45h Autohof Selbitz

Zum Beachten: in Deutschland gibts Raststationen und Autohöfe. Raststationen liegen direkt an der Autobahn und haben eine eigene Ausfahrt. Raststationn haben Tankstellen (brauch ich nicht), Restaurants, etliche auch Hotels und – manche – auch Stromladesäulen. Aber Achtung: hier spielt die Richtungsfahrbahn eine Rolle. Zumeist gibt es keine Verbindung zwischen den Raststationen auf den beiden Seiten der Autobahn. Die Ladesäulen sind von Tank&Rast und zur Zeit (noch) gratis und auch ohne Berechtigungskarte zu nutzen.

Autohöfe wiederum liegen ein bißchen abseits, sind über eine „normale“ Ausfahrt zu erreichen (meist dann in einigen hundert Meter Entfernung), sind meist nicht so vielseitig ausgestattet (keine Hotels) – aber durch die Erreichbarkeit über die normalen Ausfahrten unabhängig von der Richtungsfahrbahn. Die Ladesäulen hier werden meist von allegro betrieben und die NewMotion-Karte funktioniert (die Ladung kostet aber).

*** 21.45h Autohof Thiersheim

*** 22.45h Autohof Wernberg-Köblitz

Dort war ich schon bei der Hinfahrt. Die Ladesäule steht unmittelbar neben einem Tesla-Supercharger. Wenn man in der App nicht tief genug zoomt, sieht man in der App nur den Supercharger (und den kann man mit „normalen“ eAutos nicht brauchen).

*** 0.00h Regenburg

Die Suche nach einem Hotel ist ein anderes Thema und hat nicht mit eMobilität zu tun. (Ist aber auch spannend).

————————–

11.8.2017, 2. Tag der Rückreise

*** 10.30h Start in Regensburg

Geladen am Autohof am östlichen Stadtrand (wieder ein Standort neben TESLA).

*** 12.00h Passau (Autobahnraststätte Donautal)

Achtung, Wunder!

Die App wattfinder zeigt eine Ladesäule bei der Raststation in Richtung Westen an („Donautal Ost“). Bei der hab ich auch bei der Hinfahrt geladen. Wenn man in der „falschen“ Richtung unterwegs ist, muss man also ein Stück bis zur nächsten Ausfahrt weiter fahren und quasi umdrehen. (Und das ganze natürlich noch einmal, um wieder in die passende Richtung fahren zu können).

Ich wollte aber aus Neugier doch auf die gegenüberliegende Raststation schauen. Vielleicht gibt es ja doch Ladesäulen, die im wattfinder nicht eingetragen sind (und nicht nur solche, die eingetragen, aber nicht vorhanden sind, s. oben).

Und siehe da:

20170811_122728

Das ist die den eAutofahrerInnen verheimlichte Ladestation am Rastplatz Donautal West 🙂

*** 14:50h Wels (MERKUR)

*** 16:10h Ybbs

Diesmal war die Ladestation ja auf der richtigen Seite der Autobahn …

*** 17:30 Mödling

20170811_173711_001

Die Rückfahrt war mit 920km kürzer (weniger Fehler des Fahrers) und trotz viel Verkehrs (!) angenehmer und an sich völlig problemlos. Durchschnittsverbrauch 16,3KWh/100km. Wie bei der Hinfahrt insgesamt 9 x nachgeladen.

Fazit:

Ja, es war ein bißl von einem Abenteuer. Aber es hat eigentlich alles geklappt. (Dennoch: das nächste Mal fahr ich mit dem Zug).

  • Gelernt hab ich, das Tempo und damit den Stromverbrauch gut an die Entfernung anzupassen – das hat bei der Rückfahrt besser geklappt. Auf der Autobahn ist 110 – 115km/h offenbar ideal: dann ist die Reichweite tatsächlich so, wie vom Autocomputer nach der Ladung errechnet. Bei 130km/h kann man 10% von der Reichweite abrechnen.
    Man muss lernen, wie man die Angaben am Bordcomputer zu interpretieren hat. Im regionalen Bereich ist das egal – auf weiten Strecken nicht.
  • Ohne Navi und Smartphone geht so eine Fahrt garnicht! Es gibt zwar ausreichend Ladestationen, aber man muss die Fahrt exakt planen und die Ladepunkte genau anvisieren, sonst bleibt man unweigerlich hängen.
  • Ich bin mit der App „wattfinder“ gefahren. Ich hab immer wieder auch andere Apps angeschaut, aber da fehlen dann oft einzelne Standorte. wattfinder ist – fast – fehlerfrei und überdies ausreichend informativ, was die Eigenschaften der einzelnen Ladepunkte betrifft.
  • Das Tanken bei den Raststationen von Tank&Rast sind natürlich optimal – weil gratis.
    Die NewMotion-Ladekarte war aber unersätzlich: das Tanken mit dieser Karte ist nicht billig, funktioniert aber problemlos. (Zu bestellen bei de.chargemap.com). Die Karte kostet nichts und kommt nach ein paar Tagen per Post ins Haus: sie ist (am PC) frei zu schalten, wobei man insbes. seine Bankverbindung angeben muss. Mit dieser Karte – übrigens in NewMotion ein niederländisches Konsortium – kann man Ladestationen einiger unterschiedlicher Betreiber nutzen. (Die App wattfinder zeigt an, welche Karte für das Laden bei jeder Ladestation erforderlich ist).
  • In Österreich ist SMATRICS mit Schnellladestationen gut vertreten (3 Verrechnungsmodelle, eines davon ebenfalls ohne laufende Kosten); danaben gibt es einige Ladepunkte des Windkraftpioniers W.E.T, der Ladestationen unter dem Label ELLA betreibt. Der Rest in Österreich sind einzelnde versprengte Ladepunkte unterschiedlicher Betreiber.
  • Man muss immer damit rechnen, dass die Ladestationen nicht direkt an einer Schnellstraße/Autobahn liegen, sondern – wenn auch meist nur wenig – daneben. In Ländern ohne Autobahnmaut geht das, wenn man´s weiß. (In Italien oder Frankreich stell ich mir das schwieriger vor, weil die Abstände der Ausfahrten dort oft sehr groß sind).
  • Die Schnellladestationen laden die Batterien aus Sicherheitsgründen nie zu 100% voll. Beim meinem KIA ist bei 80% Schluß, beim LEAF kann man die Grenze angeblich selbst festlegen. Die Reichweite ist also in keinem Fall so hoch, wie wenn man zu Hause – langsam – lädt!
  • Und letztlich die Erfahrung: wenn man langsamer und gleichmäßiger fährt, kommt man weiter! Am Steuer eines eAutos ist das keine Allerweltsweisheit, sondern Realität. Und man lernt, dieses Fahren zu genießen!

13 Kommentare Kommentieren

2 Tage Kinofest vom feinsten

23.Juli 2017 in GRÜN

IMG_9705Es waren wieder zwei wunderschöne Tage: das GRÜNE Wanderkino in Mödling im Museumspark, zwei feine Filme mit musikalischem Rahmenprogramm, am Samstag davor PARK-LIFE-Fest mit Klettern, Puppentheater, Radlsalon. Viele Stand´ln, die optimal dazu gepasst haben. Alles hat funktioniert – auch das Wetter!

Danke an die vielen HelferInnen. Danke auch an die BesucherInnen, die uns wirklich toll geholfen haben und ihre Sessel nach dem Ende des Films zurück gebracht haben und die so gut wie keine Papier´ln (oder anderes) liegen lassen haben. (Das Wanderkino war in Mödling heuer ein „sauberhaftes Fest“, also mit ganz besonderem Anspruch auf verantwortungvolle Abfallbehandlung).

Wir freuen uns schon auf unser Wanderkino 2018!

Fotos von den beiden Tagen gibt´s auf www.moedling.gruene.at und ein paar weitere Impressionen auch hier:

IMG_9602

IMG_9621

IMG_9651

IMG_9658

IMG_9672

IMG_9710

IMG_9768

IMG_9783

IMG_9518

IMG_9792

IMG_9802

 

IMG_9832

IMG_9475

IMG_9841  IMG_9453

IMG_9461

IMG_9470

IMG_9731

IMG_9609

IMG_9494

IMG_9504

IMG_9526

IMG_9552

IMG_9853

Ein Kommentar Kommentieren

Es muss einen Weg aus dem Dilemma geben!

2.Juli 2017 in GRÜN, herausfordernd

Im letzten Blog habe ich meine Stimmung zum Ausdruck gebracht. Und die ist im Moment nicht so gut…

Aber natürlich kann die Antwort jetzt nicht sein, in Verzweiflung zu verfallen.

Wir haben auf allen Ebenen und nicht nur in den Parlamenten viele wichtige Aufgaben:

Klimawandel, Gendergerechtigkeit, Europa, Bildungspolitik, Energiewende, Naturschutz, sanfte Mobilität, Finanzkrise, Staatsverschuldung, Integration, Gesundheitswesen, kulturelle Vielfalt, Einkommensverteilung, Artenschutz, Friedenspolitik, Wirtschaftswachstum, Wahrung der Menschenrechte, Finanzmarkt, Pflege im Alter, Umweltschutz, Finanzierung der Sozialversicherung, Verteilung der Arbeit, Plastikmüll, Entwicklungszusammenarbeit…

Für Lösungen in all diesen Fragen stehen wir GRÜNE und engagieren uns – ob in bezahlten Funktionen oder ehrenamtlich, öffentlich und privat.

Wir sind die, die sich fragen, wie die Welt unserer Enkel aussehen wird! Ohne die Umweltbewegung der vergangenen Jahrzehnte wäre die Welt heute schlechter als sie ist…

Wir haben im Moment eine Krise. Aber wir sollten versuchen, durch die Krise stärker zu werden:

  • Wir sollten lernen, wieder mehr Debatten zu führen und unterschiedliche Meinungen zuzulassen – intern. Aber wir sollten auch offener mit den BürgerInnen diskutieren;
  • Wir sollten vielleicht auch mehr bereit sein, eigene Dogmen zu hinterfragen;
  • Wir sollten daran denken, Politik nicht nur als Abgeordnete in einem Parlament oder als Teil einer Regierung zu sehen;
  • Wir sollten politische Taktik nicht übertreiben, sondern ehrlich unsere Meinungen formulieren.

Wahrscheinlich wird es zwei „grüne“ Parteien im nächsten Nationalrat geben. Es wäre schön, wenn wir uns ergänzen würden.
Vielleicht gibt es noch andere Gruppierungen im Parlament und möglicherweise wird Politik dadurch wieder spannender. Ich würde mir wünschen, dass wir Neues als Bereicherung und nicht (nur) als Konkurrenz sehen und wenn wir mit allen – auch den Neuen – nach Gemeinsamkeiten suchen.

Wenn es uns gelingt, aus den Ereignissen zu lernen, werden wir für die Zukunft besser aufgestellt sein.

Das und vieles mehr geht mir durch den Kopf. Es entspricht nicht ganz meiner momentanen Stimmung, aber wir müssen weiter machen. Es steht zu viel auf dem Spiel..

Ein Kommentar Kommentieren

GRÜNE Sorgen - und kein Ausweg ?

2.Juli 2017 in GRÜN, heikel, persönlich, sehr ärgerlich

GRÜN in Bewegung

GRÜN in Bewegung

Jetzt ist gerade eine Woche seit dem GRÜNEN Bundeskongress vergangen und es ist Zeit, die Gedanken ein bißl zu sortieren.

Vorweg: ich bin sehr traugig und irritiert über die Entwicklungen und Entscheidungen bei den GRÜNEN auf Bundes- und Landesebene seit einigen Monaten. Nach der Wahl zum Bundespräsidenten, in der wir gezeigt haben, dass wir Bewegungen initiieren und in weiten Bereichen der Bevölkerung Wirkung erzielen können, sind bei manchen vielleicht die Bäume schon in den Himmel gewachsen und sie haben GRÜNE als fixen Teil einer neuen Bundesregierung gesehen. Aber nicht nur ist es nicht gelungen, die Dynamik der VdB-Wahlbewegung mitzunehmen – im Gegenteil. Das ganze Jahr 2017 ist für uns GRÜNE eine einzige Katastrophe. Und alles, was es an Positivem zu berichten gäbe, geht völlig unter: Ökostromnovelle, zB; Bildungsreform; U-Ausschuss zum Eurofighter (wenn etwas heraus kommt). Und nicht zu vergessen, was in vielen Bereichen lokal und regional erarbeitet und erreicht wird. Ich glaub´, dass wir hier in Mödling nach wie vor eine gute Arbeit machen und viel Zuspruch haben, aber natürlich macht uns die allgemeine Stimmung sehr zu schaffen: ich werde in Mödling ununterbrochen auf Peter Pilz angesprochen.

Was sich in allen heiklen Fragen dieses Jahres zeigt, dem Konflikt mit der Jugendorganisation und der Erstellung der Wahllisten auf Bundesebene, aber auch zu Jahresbeginn bei uns in NÖ, ist die Tatsache, dass die Auswirkungen der Entscheidungen auf die politische Stimmung völlig verkannt – unterschätzt – werden.

Auch aus einer Distanz zu den Gesprächen meine ich doch, dass die Art und Weise der Trennung von der GRÜNEN Jugend nicht in der maximal schädlichen Art und Weise erfolgen hätte müssen. Und auch die Abwahl von wichtigen Parlaments-Abgeordneten hätte anders gemanagt werden müssen (wenn die Strategen der Partei irgendwie ihrem Namen gerecht werden wollten). Dabei geht´s nicht nur um Peter Pilz (OK, der Konflikt mit ihm hat den größtmöglichen Schaden angerichtet); mir persönlich tut es um Bruno Rossmann noch mehr leid, einen ganz exzellenten Budgetexperten, der auch nicht mehr im Nationalrat vertreten sein wird.

Mehrere Entscheidungen der vergangenen Monate – und da gehört die Wahl der NÖ Landesliste dazu – erwecken den Eindruck, dass die GRÜNEN nicht (mehr) in der Lage oder willens sind, „schwierige“ Menschen in ihren Reihen auszuhalten und dazu neigen, KandidatInnen zu bevorzugen, die in erster Linie loyal und unkompliziert sind. Wenn das stimmt, ist es ein bedenkliches Zeichen, denn ich glaube, dass die GRÜNEN eine so weit wie möglich offene Partei sein sollten, die – auch interne – Diskussion nicht nur zulassen, sondern im Gegenteil fördern sollten. Noch vor Jahren waren an der Erstellung von KandidatInnen-Listen auch Nicht-Parteimitglieder stimmberechtigt. Ob das immer optimal war, sei dahin gestellt, aber wir haben den Dialog auch mit Bürgerinitiativen gesucht – und natürlich auch in unseren Reihen NonkonformistInnen gehabt. Ich glaube, dass das Widerstreiten ein unverzichtbarer Teil der Identität der GRÜNEN ist!

Die GRÜNEN auf Disziplin zu trimmen und so zu glauben, Erfolg bei Wahlen zu haben, ist ein Irrglaube!
Denn es geht beim Werben um unsere Ideen in erster Linie um Authentizität, um Glaubwürdigkeit, darum, für die eigene Meinung einzustehen – und nicht nur um Taktieren um Regierungsbeteiligungen (und die damit verbundenen Jobs). Diese offensichtliche Taktiererei ist ja das, was den Menschen auch in Österreich so unendlich auf die Nerven geht: dieses gegenseitige Belauern, das Einbetonieren am Justament-Standpunkt, dieser „Kampf“ um Zehntel-Prozente bei der nächsten Sonntags-Frage. Und ja: das Aufkündigen von Regierungsbündnissen, weil man sich kurzfristig Vorteile verspricht. Dieses Einengen auf eine Linie und deren taktische Verfolgung hat jetzt auch bei uns GRÜNEN Einzug gehalten – gerade zur Unzeit.

In Landes- und Bundeskongressen haben FunktionärInnen und Delegierte abgestimmt. Da gibt es natürlich unterschiedliche Informationsstände und da gibt es Vorschläge für Abstimmungsverhalten und natürlich – Absprachen. Dass jetzt einige meinen, diese Kongresse seien Ausdruck der Basis, die unvoreingenommen die Bewerbung der einzelnen KandidatInnen bewertet, ist eine Beleidigung der Intelligenz der EmpfängerInnen solcher Botschaften. Natürlich gibt´s eine Strategie auf solchen Versammlungen. Und die war sicher – nicht zum ersten Mal, nebenbei – Peter Pilz abzuwählen.

Ja: Peter Pilz ist ein ziemlicher Einzelkämpfer. Ja: er ist eine Diva und ich kenne niemand, der enger mit ihm zusammen gearbeitet hat, der ihn persönlich „aushält“. Und ich glaube auch, dass er seine Abwahl provoziert hat. Aber sein Name steht für vieles, wofür die GRÜNEN als Ganzes stehen. Er ist einer der profiliertesten Politiker Österreichs und er repäsentiert wie kein anderer die Bekämpfung der Korruption – eines unser „heiligen“ Ziele. Er war mit seiner Art auch erfolgreich – wenn auch nicht immer so erfolgreich, wie er es verkauft hat. Aber auch, wenn das Geld für die Eurofighter noch nicht wieder an Österreich zurück geflossen ist (wie er es vor Jahren angekündigt hat): seine Recherchen und die entsprechende PR haben die Öffentlichkeit sensibel und hellhörig gemacht. Und alleine dafür gebührt ihm uneingeschränktes Lob.

Er ist ein Mensch, der mit unheimlicher Energie seine Positionen vertritt; der uneingeschränkt für seine „Message“ steht; der glaubwürdig Politik als das vertritt, was sie ist: das Überzeugen von Menschen und für den genau diese Art von Politik offensichtlich auch Spaß macht. In diese Sinn war (und ist) Peter Pilz Vorbild für viele, vielleicht nicht nur bei den GRÜNEN.

Für uns in Mödling waren seine Beiträge meistens ein Ansporn und motivierend. (Zu) selten durften wir ihn in Mödling begrüßen, haben seine Besuche aber als politische Highlights immer sehr genossen.

Ob das sympathisch ist, was er jetzt andenkt, selbst und außerhalb der GRÜNEN zu kandidieren? Die StrategInnen der Partei hätten eine solche Reaktion jedenfalls vorher sehen müssen. Und auch den Schaden für die GRÜNEN. Das haben sie nicht getan, sondern ihre Linie durchgezogen. Der Eindruck in der Öffentlichkeit ist – 3 Monate vor der Wahl – verheerend. Und die GRÜNEN vor Ort – zum Beispiel in Mödling – sehen sich ratlos, obwohl sie sich eigentlich auf eine Wahlwerbung vorbereiten sollten. Aber zur Zeit steht der Motivationsbarometer ganz auf „Tief“.

_MG_2315

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Prost …

IMG_0928

Dieter Brosz und Peter Pilz in Mödling.

Ein Kommentar Kommentieren

Stadttheater: Ehrungung = Verleihung des Stadttheaterdrachen

25.Juni 2017 in interessant, konkret

20170624_225524_001

Übergabe des Stadttheaterdrachen an Christina Saginth, die „interessanteste Darstellerin“ der vergangenen Saison

Samstag, 24. Juni fand im Anschluss an die letzte Aufführung dieser Saison die jährliche Verleihung der Stadttheaterdrachen statt.

Gewählt haben die Abonnenten (90%) und das Ensemble (10%) in den Kategorien interessanteste Leistung einer Darstellerin / eines Darstellers, interessanteste Aufführung der Saison, interessanteste Ausstattung und bestes Debut.

Zur besten Darstellerin wurde Christina Saginth, zum besten Darsteller Georg Kusztrich und zur interessantesten Aufführung „Jacobowsky und der Oberst“ gewählt. Der beste Debuttant ist Max Fischnaller, die beste Ausstattung beim Herren der Zwiebelringe (Bruno Max himself).

Die Preisverleihung war traditionell ein entspanntes come-together von vielen Mitgliedern des Ensembles mit den treuesten BesucherInnen und würdiger Abschluss der Saison. Und er bot Gelegenheit, sich bei allen, die beim Stadttheater mitwirken zu bedanken: unser (!) Stadttheater hat viel Spirit in die Stadt gebracht, unser Stadttheater gehört zu Mödling und den Menschen, die hier und in der Umgebung wohnen. Wir haben ein großes Glück gehabt, dieses Theater nach Mödling gebracht zu haben und haben allen Grund, es zu feiern. (Am Freitag wurde der Vertrag mit dem Theater zum Fürchten um weitere 3 Jahre verlängert).

Danke Bruno Max und seinen vielen SchauspielerInnen und allen, die die Produktionen unterstützen bzw. erst ermöglichen! Wir freuen uns heute schon auf die kommende Saison…

Noch keine Kommentare Kommentieren

The Freedom of Cycling: VELOCITY 2017

18.Juni 2017 in interessant, konkret, wichtig !!!

Vom 13. bis 16. Juni 2017 fand in der Region Arnhem – Nijmegen in den Niederlanden der jährliche Weltkongress des Radfahrens statt (letztes Jahr war die VELOCITY in Taiwan, 2015 in Nantes und 2013 war Wien Tagungsort gewesen).

20170615_0944574 Tage voll mit Information, Diskussion, Anregungen – und guter Stimmung, weil alle dort im wesentlichen das gleiche Ziel haben. Auch wenn die Rahmen- und die Ausgangsbedingungen nicht unterschiedlicher sein können. Die Niederlande stehen da an dem einen Ende der Skala: das Land mit dem höchsten Radfahranteil weltweit.

Es gab Plenarvorträge, Workshops, Diskussionsveranstaltungen und Exkursionen.

20170614_121457In einem der Workshops fanden auch die Sharrows aus Mödling Beachtung: wir sind da – in einem kleinen Aspekt – durchaus auch herzeigbar.

IMG_9009Ein Nachmittag war einem Ausflug nach Amsterdam gewidmet: 3 Stunden war Zeit, eine Stadt mit 40% Radanteil „live“ kennen zu lernen.

IMG_8992Anfangs ist das durchaus respekteinflößend, sich gemeinsam mit großen Mengen von RadlerInnen durch eine Stadt zu bewegen, in der es schon auch noch Autos und Mopeds und Straßenbahnen und Zufußgehende gibt.

IMG_8985Aber insgesamt ist es einfach faszinierend, wie problemlos die Mobilität auch in großen Rudeln funktioniert.

Interessant war, am Tag danach einen Vortrag eines Amsterdamer Verkehrsplaners zu hören: die Stadt nimmt tatsächlich Regelungen sukzessive zurück (weil sich 1. eh niemand daran hält und 2. zu wenig Platz zB für klar definierte Aufstellflächen vorhanden ist). Die Stadt verlässt sich immer mehr auf sog. „Schwarmintelligenz“ – und es funktioniert! Dort, wo Regulierungen, Begrenzungslinien und Vorschriften zurück genommen wurden, ist die Anzahl der Unfälle signifikant gesunken.

(OK: diese Erfahrung ist vielleicht nicht überall hin zu übertragen, denn die Menschen in Amsterdam haben lange Erfahrung mit dem Radfahren und (!) Autos stehen in der (Verkehrs-)Hackordnung – zumindest in der Stadt – ganz unten, fahren also völlig defensiv).

IMG_8971So „friedlich“ ist´s nur an wenigen Plätzen…

IMG_8996Absolut „wahnsinnig“ sind aber die Radabstellanlagen bei Bahnhöfen: hier Amsterdam.IMG_8997Es ist völlig chancenlos, die Massen von Rädern auf ein Foto zu bekommen.IMG_9041Hier kann man mit Mühe erkennen, dass diese Anlage über 3 Ebenen verfügt…

IMG_9080Ja: so geht Radfahren in den Niederlanden! Ich hoffe, es braucht keine Übersetzung für dieses Verkehrszeichen, das eine Radverkehrsstraße in einem beruhigten Wohngebiet kennzeichnet.IMG_9111Natürlich fahren die RadlerInnen auch nebeneinander und natürlich fährt das Auto hinter den 3 RadlerInnen her – am Foto sieht man nicht, wie lange schon. (Tatsächlich die ganze Strecke lang).

IMG_9117Zum Radlerparadies gehören auch die entsprechenden Wegweiser…

20170616_124036Im Rahmen der VELOCITY stellen viele Firmen ihre Produkte aus. Ich hab mir unter vielem anderen auch eine neue Generation von nextbikes angesehen: mit Elektromotor und Gepäcksfach vorne. Diese Räder sind heute schon in den Niederlanden, aber auch in England in Verwendung.

20170615_101652Aber es gibt auch andere Innovationen: eine französische Firma bietet einen Lastenvorbau für jedes ganz normale Fahrrad an. Man nimmt das Vorderrad aus der Gabel und ersetzt es durch diesen Vorbau. Ich bin mit diesem Rad gefahren – es fährt sich ganz normal und man kann zB 2 Kisten Bier transportieren.20170616_130640Räder wie dieses werden in großer Zahl ausgestellt. Wobei: Lastenräder scheinen weltweit ganz besonders zu boomen…

IMG_9155

Am vorletzten Tag gibt´s traditionell bei der VELOCITY eine Mass-Bike-Parade, zu der auch Menschen eingeladen sind, die nicht am Kongress teilnehmen. Stundenlang sind tausende RadlerInnen auf gesperrten Straßen durch Nijmegen unterwegs. Ein besonderes Erlebnis.IMG_9153

IMG_9157

IMG_9229Österreich war auf der VELOCITY 2017 durchaus „sichtbar“: mit Firmen, Initiativen und Organisationen.

Die VELOCITY-Konferenz war insgesamt beeindruckend (no na, könnte man sagen: in den Niederlanden). Aber gerade auch viele Gespräche mit PlanerInnen aus Ländern, die ähnliche oder noch schlechtere Bedingungen für das Radfahren haben, wie wir in Öserreich waren wichtig. JedeR versucht weiter zu kommen, manche mit ähnlichen, andere mit ganz unterschiedlichen Methoden; in manchen Ländern ist Geld offenbar kein Problem und werden Mega-Lösungen angegangen (Südkorea etwa), in manchen Ländern gibt es so gut wie keine Akzeptanz (in vielen Ländern in Südamerika, etwa – obwohl gerade diese Länder mit ihren Mega-Cities hoffnungslos im (Auto-)Verkehr ersticken). Eine Großveranstaltung, wie die VELOCITY kann aber sicher auch lokal die Einstellungen beeinflussen (deshalb findet die VELOCITY 2018 in Rio statt).

Für mich war die Konferenz der vergangenen Tage eine wichtige Bereicherung. Auch wenn das meiste Gesehene / Gehörte nicht (kurzfristig) umsetzbar ist. Aber ich habe viele realistisch umsetzbare Anregungen mitgenommen und zusätzlich die Gewissheit, dass viele auf allen Kontinenten an der Intensivierung des Radfahrens und damit ganz konkret am Klima-, am Umweltschutz, an der Gesundheit der Menschen, am sozialen Ausgleich und an lebenswerten Städten und Landschaften arbeiten.

P.S.: Österreich ist im Verkehr ein besonderer Klimasünder. Mit 2.515 kg / Person und Jahr liegt Österreich in Europa an 3. Stelle nach Luxemburg und Slowenien. In Österreich sind die CO2-Emissionen seit 1990 viereinhalb mal so stark gestiegen, wie im EU-Durchschnitt. Ein km am Fahrrad spart im statistischen Schnitt 138g CO2.
Die Niederlande liegen bei 1.990 kg CO2-Emissionen per Kopf und Jahr.

Ein Kommentar Kommentieren

GRÜNER Ausflug Fj ´17 zur Mödlinger Hütte

30.Mai 2017 in erfreulich, konkret

IMG_2956

Am letzten Wochenende im Mai machten wir den GRÜNEN Ausflug von Mödling aus (wieder einmal) auf die Mödlinger Hütte am Rand des Gesäuses.IMG_2905

Wir hatten mit dem Wetter Glück: und zwar unbeschreibliches…IMG_2937

Die Treffener Alm am Fuß des Admonter Reichensteins.

IMG_2940Ein guter Platz für eine ganz feine Hütte!

IMG_2998

IMG_3045

IMG_3057Gemeinsam mit dem neuen Pächter-Paar Alfred und Annabell Stieg hissten wir die neue Mödling-Fahne.

IMG_3062http://www.moedlingerhuette.at/index2.html

IMG_3093

IMG_3118Am Sonntag gingen wir über fantastischen den Johnsbacher Höhenweg und stiegen nach Johnsbach ab.

IMG_3140

IMG_3150

IMG_3175Es ist eine wunderschöne Gegend und herrlich zum Wandern (und Bergsteigen – wer mag).

Und überdies ist die Mödlinger Hütte als lediglich eine von 5 Hütten in Österreich mit dem Umweltzeichen des Lebensministeriums ausgezeichnet für vorbildliche Ausrüstung und Betrieb. Auch darauf sind wir ein bißl stolz – und fahren immer wieder gern hin.

Noch keine Kommentare Kommentieren