Ein GRÜNER Abend vom Feinsten: "Der Zug nach Europa"

12.Mai 2019 in GRÜN, interessant, wichtig !!!

Am vergangenen Donnerstag, 9. Mai, dem Europatag, hatten wir in der Mödlinger Stadtgalerie zu einer Diskussion geladen: der Titel war „Der Zug nach Europa“ und am Posium saßen Doron Rabinovici, Historiker und Schriftsteller und Werner Kogler, der Spitzenkandidat der GRÜNEN für die Wahl zum EU-Parlament. Moderiert wurde die Diskussion von Ulrike Lunacek – lange Jahre Mitglied des Europäischen Parlaments.

Für mich war es eine typisch GRÜNE Veranstaltung: eine sehr gehaltvolle, unaufgeregte Diskussion, viele Überlegungen zu den wichtigen und aktuellen Themen – und ganz einfach: gescheite Leute am Podium.

Der Abend war – jedenfalls für mich – Motivation pur: wie kann man überhaupt nur daran denken, etwas anderes zu wählen, als die GRÜNEN!?

Das Impulsstatement hielt Doron Rabinovici. Wer sich für das Manustript interessiert: hier ist es.

Es gibt einen Video-Mitschnitt der gesamten Veranstaltung. Ich glaube, es zahlt sich aus, sich die Zeit zu nehmen…

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Fliegenspitz - so gut wie fertig

6.Mai 2019 in erfreulich, konkret

Baustellen werden auch fertig!

Obwohl: das neue Begegnungsplatz´l am Fliegenspitz hat leider deutlich länger gedauert, als angenommen.

Aber jetzt ist es so gut wie fertig: heute wurden die Baustellengitter entfernt (es bleiben nur einige am Rand zur Grutschgasse stehen: dorthin kommt noch ein dauerhafter Zaun).

Insgesamt find ich das Platz´l aber sehr gelungen.

Hier fehlt noch das Wasser
Auch das Denkmal für die Gefallenen der Franzisko-Josefinums steht wieder – und ist freigestellt und damit besser sichtbar

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Baustellen in Mödling: erledigt

1.Mai 2019 in erfreulich

Schwerpunkt im Baustellensommer des vergangenen Jahres war die Park+Ride-Anlage entlang der Tamussinostraße.

Der Parkplatz war wochenlang komplett gesperrt und die Arbeiten waren aufwändig und haben viel Lärm und Staub verursacht.

Heute, ein halbes Jahr nach der Eröffnung lohnt sich ein Blick auf das vorher – nachher:

So hat der südliche Teil der Park-Ride-Anlage bis vor einem Jahr ausgesehen: eine Staubwüste…
Die Zufahrt war mehr als provisorisch, die Parkplätze nicht markiert – und der Platz war voller Löcher.
Die Ein-/Ausfahrt neben dem Stadtverkehrsmuseum war vor allem sicherheitsmäßig bedenklich, weil man Fußgänger- und RadfahrerInnen durch das Gebäude erst spät gesehen hat.

Die Zu-/Abfahrt wurde ein Stück weit nach Süden verlegt, wo die Sichten für alle Beteiligten nun ausreichend sind.

Der Fuß-/Radweg wurde an den östlichen Rand des Parkplatzes verlegt, weshalb die Querung der Fußgänger- / RadfahrerInnen mit dem Autoverkehr nicht mehr nötig ist.
In Summe wurden am Platz 29 Bäume neu gesetzt. Sie sind noch klein, aber es sind Sorten, die möglichst optimal auf die aktuellen Klimabedingungen eingestellt sind.
Entlang des Zauns zum Gleiskörper wurde eine lange Reihe von Büschen gesetzt – auch die werden den Platz in der Zukunft optisch prägen.

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Baustellen in Mödling (Stand 25. April 2019)

25.April 2019 in interessant

Während über Details des Baustellenverkehrs zum/vom Gymnasium in der Keimgasse noch verhandelt wird, stehen bei zwei weiteren Baustellen erste Maßnahmen unmittelbar bevor:

1.) Guntramsdorferstraße:
Die Arbeiten haben ja schon vor Wochen begonnen – bisher allerdings erst in den Randbereichen. So ist der Parkplatz vom Friedhof schon fast fertiggestellt (mit u.a. 3 zusätzlichen Bäumen, was mich sehr freut).

Und auch der südseitige Gehsteig im oberen Bereich der Guntramsdorferstraße wird in den nächsten Tagen fertig sein – ausgelegt mit Rasengittersteinen, die das Versickern von Oberflächenwässern möglich machen.
Diese Arbeiten entlang der Guntramsdorferstraße gehen nun sukzessive weiter: vorerst am südlichen Rand der Guntramsdorferstraße.
Nun steht aber auch der Beginn der Arbeiten am Tunnel (Brückenbauwerk) unmittelbar bevor: ab 6. Mai wird die Durchfahrt unter der Südbahn von 21.00h bis 5.00h früh gesperrt – und zwar jede Nacht (auch am Wochenende).
Tagsüber wir der Verkehr in diesem Bereich einspurig geführt (Ampelregelung). Mit Zeitverzögerungen gerade während der Spitzenzeiten muss gerechnet werden!
Von Mödling aus ist die Zufahrt bis zur Ortsgrenze mit Guntramsdorf – also bis knapp vor dem Tunnel – allerdings immer frei.
Weitere Informationen stehen auf der WEB-Site der Stadt.

Der neu gestaltete Parkplatz vor dem Friedhof: ein weiterer Baum kommt noch in die Ecke, die dem Eingang gegenüber liegt. Wichtig ist aber auch, dass die Ein-/Ausfahrt durch das Rabatt´l sauber gelöst ist (es gibt eine (!) Einfahrt und eine (!) Ausfahrt. Die Ein-/Ausfahrt direkt aus den Parkplätzen war ein Sicherheitsrisiko.
Die neuen Parkstreifen sind im Werden: sie werden mit Rasengittersteinen ausgelegt.

2.) Ebenfalls am 6. Mai beginnen Arbeiten in der Gabrielerstraße zwischen der Wiener Straße und der Managettagasse. Begonnen wird mit der Erneuerung des Kanals, in Folge wird die Straße erneuert – und verbreitert. So wird es vor der Kreuzung mit der Wiener Straße eine zusätzliche Abbiegespur geben und werden Mehrzweckstreifen an beiden Seiten der Gabrielerstraße geschaffen. Während der Arbeiten, die voraussichtlich 2 Monate dauern werden, ist die Gabrielerstraße in diesem Bereich nur einspurig befahrbar. Es wird eine Einbahn von der Managettagasse in Richtung zur Wiener Straße eingerichtet. Gleichzeitig wird die Payergasse Einbahn von der Wiener Straße weg in Richtung Norden bis zur Managettagasse.

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Der Baustellensommer beginnt: BG Keimgasse

16.April 2019 in interessant, vermischt

Einige Baustellen haben schon begonnen, wie auch entlang der Guntramsdorferstraße oder an der Kreuzung Wienerstraße / Gabrielerstraße. Ich hab´mir vorgenommen, über die Baustellen, ihre Entwicklung und die Auswirkungen auf die Menschen in der Umgebung in den kommenden Monaten regelmäßig in meinem Blog zu berichten.

Heute geht es um kein Straßenprojekt, sondern eine Hochbau-Baustelle, von der außerdem noch nichts zu sehen ist. Aber sie wird bald sehr deutlich sichtbar werden: es geht um den Um-/Zubau des Gymnasiums in der Keimgasse.

Nach langen Verhandlungen über die Baugenehmigung, Diskussionen mit dem Denkmalamt und technischen Details scheint es jetzt loszugehen.

Geplant ist der Abbruch des bisherigen Turnsaals und dessen Neubau, etwa dort, wo sich jetzt der Fußballplatz befindet. Und dann wird auch noch das Hauptgebäude erweitert.

Begonnen wird mit dem Aushub für den neuen Turnsaal, der nämlich fast vollständig unter Niveau errichtet werden wird. Und dazu ist ein ziemlich umfangreicher Aushub erorderlich.

Vor kurzem gab es ein Gespräch mit dem Bauherrn (der BIG) und den Architekten betreffend den Baustellenverkehr.

Und der wird folgendermaßen ablaufen:

Während einer Phase von Juli bis September wird der Baustellenverkehr über die Schillerstraße – Viechtlgasse – Achsenaugasse erfolgen. Es werden etwa 10 LKWs am Tag fahren. Die Zufahrt zur Baustelle erfolgt neben dem Caritas-Gebäude.

Zufahrt zur Baustelle für die Phase während des Aushubs

Um diese Zufahrt zu ermöglichen, werden einige flankierende Maßnahmen ergriffen: es werden rd. 20 Parkplätze entlang der Viechtl- und Achsenaugasse entfernt.
Die LKW-Fahrten dürfen erst um 8.30h beginnen, um die Radroute zum Bahnhof nicht zu beeinträchtigen und müssen um spätenstens 16.00h enden (aus dem gleichen Grund). Während der Zeit, in der LKWs fahren dürfen, wird der Fußgänger- und Radverkehr über die Eisentorgasse umgeleitet. Aus dem Grund wird die Engstelle in der Eisentorgasse für die Zeit der Baumaßnahmen für den PKW-Verkehr gesperrt.
Die LKWs dürfen max. 12m lang sein (keine Sattelschlepper).
Die Kreuzung über die Viechtlbrücke wird mit Betonleitwänden gesichert (deutliche Trennung der Füßgänger-/Radfahrer-Bereiche von der Straße).

Wahrscheinlich im September/Oktober werden am Baufeld für den neuen Turnsaal Spundwände entlang des Radwegs neben dem Mödlingbach eingeschlagen (Kommentar: das wird wahrscheinlich laut…).
Während dieser Zeit kann die Toni-Berg-Promenade – zumindest wochentags – garnicht befahren werden (Umleitung über die Eisentorgasse – Bachgasse).

Damit ist dann – voraussichtlich ab November – die Baustellenzufahrt über die Achsenaugasse Geschichte. Nicht ganz: im Frühjahr 2020 werden die Spundwände wieder entfernt (Kommentar: das wird nicht sehr laut). Dann wird der Radweg nochmals für 2 Wochen wochentags komplett gesperrt.

Sukzessive verlagert sich das Geschehen (die Baustellenzufahrt) dann zur Demelgasse. Dort wird das Haus, das an der Ecke Demelgasse/Keimgasse steht (#14, hinter der jetzigen KISS&GO-Zone) im Juni abgerissen und genau dort wird sich ab September die Baustellenzufahrt bis zum Bauende (April/Mai 2020) befinden.

In der Demelgasse wird deshalb eine große Zahl von Parkplätzen während der Baudauer nicht zur Verfügung stehen. (Abfahren werden die LKWs über die Schillerstraße und den Bahnhofsplatz zur Wiener Straße und weiter zur B17.)

cBauherr ist die BIG (BundesimmobiliengesmbH, Grundeigentümer u.a. aller Bundeschulen). Die BIG ist auch Antragsteller für die Baustellenzufahrt. Die Stadt hat das Bauansuchen zu prüfen. Wenn es den Anforderungen von NÖ Bauordnung und dem städtischen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan entspricht, darf gebaut werden. Dann muss einem (jedem) Bauherren auch eine Zufahrt zu seiner Baustelle ermöglicht werden. Tatsächlich wird das aber im Detail zwischen Bauträger und der Stadt verhandelt, denn der Bauträger kann sich die Zufahrt nicht aussuchen. Und damit bin ich als Verkehrs-Stadtrat im Spiel…

Was ich hier beschrieben habe, ist der aktuelle Stand der Verhandlungen. (Allerdings wird es da keine großen Überraschungen mehr geben).

Vereinbart ist, dass rechtzeitig vor Beginn der Arbeiten und nach Klärung sämtlicher Details eine ausführliche Information an alle AnrainerInnen ergehen wird und ich wünsche mir auch einen einen Baustellenombudsman, der für Anfragen und Beschwerden zuständig sein soll.

So viel zu dieser Baustelle…

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Demonstration für Solidarität, Demokratie und Menschenrechte - Mödling am 17. März 2019

18.März 2019 in erfreulich, wichtig !!!

Auch in unserer beschaulichen, kleinen Stadt fand angesichts der durch die Regierung vorangetriebenen und für die Bürgerrechte bedenklichen Entwicklungen eine Demo statt.

Gekommen sind an einem sonnigen Sonntag im März rund 300 Leute – eine schöne Zahl!

Der Demonstrationszug führte die Elisabethstraße entlang zum Schrannenplatz und wurde von einer Samba-Gruppe akustisch begleitet.

Bei der Kundgebung vor dem Rathaus geredet haben Franz Helm von den Steyler Missionaren, ich selbst, StR Stefan Schimanowa, LAbg. Indra Collini (NEOS NÖ), Markus Lintner von der ev. Pfarre in Mödling, Prof. Heinz Nussbaumer aus der Hinterbrühl und Susanne Scholl von den Omas gegen Rechts.

Die Veranstaltung wurde von Friedl Hans für youtube gefilmt.

Hier meine Rede:
Willkommen in Mödling!
Diese Demonstration steht in einer Linie mit den 15 Wochen Mahnwachen vor der Kirche in St. Gabriel während der vergangenen Wochen.
Unmittelbarer Anlass war die Behandlung der 20 unbegleiteten und geflüchteten Burschen.
Dem Vernehmen nach sind es „schwierige“ Jugendliche, aber seit wir in Österreich Sozialpolitik betreiben – also seit rund 150 Jahren – ist es selbstverständlich, dass „schwierige“ junge Menschen betreut und begleitet werden. Die 20 erfuhren aber keinerlei Betreuung, sondern wurden und werden nur drangsaliert und eingeschüchtert – und aus St. Gabriel wieder wegverleg (obwohl sich Caritas und Freiwillige dort um sie gekümmert hatten).
Die für die Flüchtlinge in Bund und Land Zuständigen reden von Sicherheit der Bevölkerung: aber auch wenn Schreckliches geschehen ist – diese Sorge ist nur vorgeschoben!
Denn auch 400 Lehrlinge bangen um ihren Aufenthalt! Und ständig werden Menschen abgeschoben, die sich sehr bemühen, Deutsch zu lernen und einen Platz in der Gesellschaft zu finden.
Und unabhängig davon, wie sie sich verhalten, wird die Mindestsicherung auf ein Maß reduziert, mit dem man hier nicht leben kann. Es geht Kickl & Co. nicht um die Sicherheit!
Deren Ziel ist es, eine Gruppe von Menschen zu entrechten / schikanieren / letztlich zu vertreiben. Und dafür zu sorgen, dass niemals wieder Menschen bei uns Schutz suchen.
Das
rührt aber an den Grundlagen dieses Staates: die menschenwürdige Behandlung aller, auch von Schwachen / auch von Flüchtlingen!
Keine Demagogie gegen Menschengruppen!
Und in jedem Fall Geltung des Rechts und nicht des „gesunden Volksempfindens“.
Ic h bin glücklich und stolz in einer Stadt / Umgebung leben zu dürfen, die seit 70 Jahren immer den Geist der Menschlichkeit und Gastfreundschaft – auch und bes. gegenüber Geflüchteten – hoch gehalten hat:
1956, als Hunderte aus Ungarn geflüchtete Menschen im Schloss Liechtenstein untergekommen sind, in den 70er-Jahren Flüchtlinge aus Chile und anderen Ländern, die sich in der Jägerhausgasse auf ein Leben in der neuen Heimat vorbereitet haben, in den 90er-Jahre die Flüchtlinge aus Bosnien, die 2 Jahre lang in der Sporthalle Unterkunft fanden und auch die Geflüchteten des Jahres 2015, die von vielen Menschen aus Mödling im Rahmen des Netzwerks von connect Mödling vorbildlich betreut wurden.
Aber das Vertreiben der Geflüchteten wird nicht das Ende sein: es geht diesen Politikern um das Zurückdrängen von Bürgerrechten und sie beginnen damit bei den Schwächsten. Es geht ihnen letztlich um autoritärere Verhältnisse im Land.
Dagegen müssen alle gemeinsam auftreten / über alle Partei- und Konfessionsgrenzen hinweg. In dieser Frage muss Einigkeit herrschen!
Möge der heutige Tag in dieser Richtung Wirkung zeigen.

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Rechnungsabschluss 2018

10.März 2019 in interessant

Bei der Sitzung des Gemeinderats am 8. März wurde der Rechnungsabschluss beschlossen.

Der Rechnungsabschluss (RA) ist der Jahresabschluss, die Zusammenfassung der Einnahmen und Ausgaben, die zum großen Teil während des Jahres in den verschiedenen Gremien gesondert beschlossen worden waren. Insofern ist die Beratung über den RA keine Gelegenheit für eine politische Weichenstellung, sondern eigentlich nur ein Zur-Kenntnis-Nehmen und eine gesammelte Rückschau.

Dennoch: der RA bietet die Gelegenheit, die finanzielle Situation der Stadt zu reflektieren und die Finanzpolitik der Regierung zu bewerten.

Das Wichtigste: der RA zeigt nicht nur einen Ausgleich der EInnahmen und Ausgaben, sondern einen Überschuss von rd. €816.000,- und das ist ein gutes Ergebnis, das nicht alle Städte und Gemeinden in Österreich vorwiesen können. Der Überschuss zeigt aber auch, dass bei der Budgeterstellung ausreichend vorsichtig vorgegangen wurde: die Ausgaben wurden eher hoch und die Einnahmen niedrig angenommen. Die Realität hat sich besser dargestellt, sodass der Saldo positiv ist.

Neben diesem guten Gesamtergebnis ist der RA aber ein gter Zeitpunkt die Situation differenziert zu analysieren:

Der wichtigste Parameter für die finanzielle Leistungsfähigkeit ist das „öffentliche Sparen“, also der Salso aus den laufenden Einnahmen und Ausgaben. Dieser Betrag steht – grob – für Investitionen und Tilgungen zur Verfügung. Im RA 2018 sind hier mit €5,4 etwa €0,5 Mio mehr ausgewiesen als in den beiden Vorjahren. Das ist zwar immer noch nicht sehr viel und die Bewertungsmatrix des KDZ, des Kommunalwissenschaftlichen Dokumentationszentrum des Städtebunds weist dafür nur die (Schul-)Note 4 aus. Aber es sind immerhin 8% mehr als im RA 2017.

Der „cash flow“, soweit man diese Bewertung in der Kammeralistik heranziehen kann (also Saldo minus der Tilgungen) ist mit €1,8Mio immerhin um 19% besser als im RA 2017.

Auch andere Kennzahlen weisen eine positive Entwicklung aus:

*) Pro EinwohnerIn konnten mit €350,- so viele Investitionen in die Infrastruktur getätigt werden, wie niemals zuvor.
*) Die Finanzerung der außerordentlichen, (d.h. der Groß-)Projekte erfolgte zu 33,5% im Rahmen des laufenden Betriebs und nur zu 45% aus Darlehen. Der Anteil der Darlehen zur Finanzierung der Projekte lag in den Vorjahren meist knapp über 50%).
Während der schwarz-roten Stadtregierung war der Eigenfinanzierungsbetrag deutlich niedriger: 2010 0%; 2009 7%; 2008 8%. Für den Rest wurden Darlehen aufgenommen, die heute und noch viele Jahre lang zu bedienen sein werden.
*) Der Gesamtstand an Verbindlichkeiten konnte moderat um €383.000,- auf €52,7 Mio reduziert werden. Dieser „Schuldendeckel“ ist ein wesentliches Zeil der schwarz-grünen Stadtregierung, die seit 2010 im Amt ist. Während dieser Zeit wurde der Schuldenstand um rd. €2 Mio reduziert.


Betrachtet man die Relation des Darlehensstands zum Budgetvolumen, ist der Verschuldungsgrad gar um 20% gesunken.
(Dennoch: im Vergleich der – 54 – größten Städte in Österreich, ausgenommen die Landeshauptstädte – liegt Mödling was die Verschuldung betrifft immer noch auf Platz 9, war allerdings im Jahr 2000 sogar auf dem unrühmlichen 3. Platz!)
*) In vielen Bereichen konnten in den vergangenen Jahren die Kosten gesankt werden: Wärme mit €512.000,- auf den niedrigsten Stand ever, Telefon mit €50.000,- um €30.000,- weniger als 2010, Strom mit €818.000,- um 30% unter 2010 (obwohl die Stadt seit 2013 reinen Ökostrom bezieht – anders als in der Zeit davor).

Auch wenn viele Parameter dem Finanzstadtrat (KR Rubel) und mit ihm der schwarz-grünen Stadtregierung eine vernünftige, vorsichtige und vorausschauende Finanzpolitik bescheinigen, ist die Gesamtsituation natürlich nicht uneingeschränkt „rosig“:
*) die positiven Tendenzen für die Stadt hängen unmittelbar mit den wirtschaftlichen Entwicklungen österreichweit zusammen (ziemlich genau 1/3 der Einnahmen des Gesamtbudgets von €76 Mio – knapp €24 Mio – sind Ertragsanteile vom Bunds um stammen damit hauptsächlich aus der Umsatzsteuer): gegenüber dem RA 2017 waren es im vergangenen Jahr 5% (rd. €1 Mio) mehr.
*) Die vom Land einbehaltenen sog. „Transfers“ (für den Spitalsbetrieb, die Sozialhilf, die Jugendfürsorge etc.) stagnieren – nach Jahren laufender Erhöhungen.
*) Und letztlich hilft das aktuelle Zinsniveau massiv: nur noch €328.000,- wurden 2018 für Zinsen gezahlt (2010 waren es noch €704.000,- und im Jahr 2000 fast €1,8 Mio!).

Ein wesentlicher Problembereich in den Finanzen der Stadt ist der Bereich der Betriebe (Wasserersorgung, Müllentsorgung, Kanal, Gärtnerei, Straßenreinigung, aber auch das Statdbad): €20 Mio EInhamne stehen 2018 fast €28Mio Ausgaben gegenüber. Der Abgang im Freizeitzentrum (Stadtbad + Eislaufplatz) betrug alleine €1,5 Mio.

Insgesamt besteht natürlich weiterhin ein strukturelles Problem, was die Finanzen der Stadt betrifft: nur wenige Betriebe leisten einen Betrag zu den kommunalen Steuereinnahmen, während viele öffentlich-rechtliche „Arbeitgeber“ (Krankenhaus, Schulen, Bezirkshauptamnnschaft, Krankenkasse…) zwar Infrastruktur benötigen, jedoch keine Kommunalsteuer bezahlen müssen.

So besteht eine hohe Abhängigkeit von den Einnahmen im Form der Ertragsanteile aus den Bundessteuern.

Insgesamt glaube ich, dass sich die Finanzpolitik der Stadt gut darstellt. Und ich glaube auch, dass man die GRÜNE Handschrift erkennen kann – obwohl hauptverantwortlich der ÖVP-Finanzstadtrat ist: wir investieren nicht auf Teufel-komm-raus, sondern setzen Prioritäten, sodass langfristig eine solide finanzielle Basis gewahrt bleibt. Der Spielraum für negative Entwicklungen ist nicht sehr groß, wird aber langsam besser. (Einmalige, massive Reduktionen des Schuldenstands wären mit großen Auswirkungen für die Infrastruktur in der Stadt verbunden: ein solcher Weg wäre kaum zu vertreten).

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Mö Mö !

3.März 2019 in persönlich

Mit freundlicher Unterstützung von „Blumen Christine“, Mödling

OK. Wir GRÜNE hatten nicht immer ein ungetrübtes Verhältnis zum Mödlinger Fasching.

Das organisierte Lustigsein ist das eine, aber da waren auch viele Jahre ziemlich „tiefe“ Events mit Witzen, für die der Begriff „politisch unkorrekt“ erst erfunden werden musste. Und jahrelang wurde beim Faschingsumzug von den Traktoranhängern Wein (oder etwas ähnliches) aus Schläuchen in die Menge gespritzt: total lustig…

Aber ich muss ehrlich sagen: zum einen ist das Niveau deutlich gestiegen, bemühen sich die Verantwortlichen im Mödlinger Förderungsverein wirklich und – mit den Jahren lernt man auch viele Leute kennen, die beim Fasching mitwirken. Und man beginnt, ihre Arbeit zu schätzen.

Ein gewisses Maß an Prominenz ist selbstverständlich beim Mödlinger Fasching: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Hans Stefan Hintner und LH-StV. Franz Schnabl (c Mayer-Cech).

Und letztlich geht es mit zunehmender Verantwortung in der und für die Stadt nicht mehr leicht, sich von Veranstaltungen fern zu halten, die für viele BürgerInnen unserer Stadt wichtig sind.

Und so haben wir uns zunehmend beim Fasching gezeigt – und in unterschiedlicher Weise eingebracht. Ich habe vor Jahren mit Christine Katzenberger („Blumen Christine“) in der Mödlinger FuZo diskutiert, ob ein „grünes“ Kostüm möglich wäre – also mit Affinität zu uns GRÜNEN (und ein bißchen etwas Besonderes).

Es war ihre Idee, einen groben Jutestoff als Umhang zu verwenden und ihn mit Grünem zu behängen. Und so machen wir das jetzt schon viele Jahre: jedes Jahr Unikate mit echten Pflanzen. Auch so etwas wie eine Message gegen Polyesther-Gewänder…

Ich find es nett, gemeinsam und irgendwie speziell aufzutreten

Heuer war das Wetter optimal: warm und wenig Wind. Und so war der heurige Faschingsumzug eine insgesamt sehr nette und angenehme Veranstaltung. Wer dabei war, kann das – sicher – bestätigen!

In Summe werden wohl wieder an die 50.000 Menschen den Faschingsumzug besucht haben.

Eines möchte ich noch besonders betonen:

Nach einem solchen Massenevent bleibt eine Unmenge Müll auf der Straße zurück 🙁

Aber die Mödlinger Straßenreinigung ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz und schon kurz nach dem letzten Teilnehmer ist alles wieder sauber. Vielen Dank an die KollegInnen vom Wirtschaftshof!

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Traum von Geschwindigkeit und Unabhängigkeit - das Fahrrad

24.Februar 2019 in gestern & heute, interessant

„bike-around“ um 1900 (c Walter Ulreich)

Vom 22. Februar bis zum 30. Juni ist im Museum Mödling am Deutschplatz eine Ausstellung zur Geschichte des Radfahrens – speziell in unserer Region – zu sehen.

Das Fahrrad: vor 150 Jahren wichtiges Mittel der Frauenemanzipation
(c Walter Ulreich)

Die Ausstellung kuratiert hat der Hinterbrühler Walter Ulreich, ein hochdekorierter Radhistoriker (für seine Bücher zur Geschichte des Radfahrens hat er 2017 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik bekommen).
Zu sehen sind einige – auch sehr alte – Fahrräder und Komponenten, vor allem aber viel über Radfahren in Mödling, über Radfahrvereine und auch über die Mödlinger Radrennbahn, die vor gut 130 Jahren am Gelände der heutigen Fleischmanngründe stand und die Massen anzog.

Ein ganz besonderer Aspekt ist aber auch den Rad fahrende Frauen gewidmet: vor dem Beginn des motorisierten Zeitalters und der Selbstverständlichkeit, dass auch Frauen mit dem Auto fahren, war das Rad ganz besonders wichtig für die Mobilität von Frauen. Entsprechend wurden Frauen am Rad von der konservativen (männerdominierten) Umgebung belächelt bis angefeindet. (Und auch medizinische „Argumente“ gegen das Radfahren von Frauen waren schnell geschrieben.)
Übrigens: in den rückschrittlichsten Teilen der arabischen Welt ist das Fahrrad auch heute (noch) ein Element der Frauenemanzipation…

Es ist interessant, sich mit einer Zeit auseinanderzusetzen, in der das Fahrrad wichtiger Träger der Mobilität der Menschen war: entsprechend nah lagen Wohnen / Arbeit / Versorgung beisammen; die Zersiedelung kam erst mit dem Auto…

Auch für aktuelle Radweg-Vorhaben der Stadt ist Platz in der Ausstellung

Und weil beim Thema Radfahren oft Vergleiche mit Amsterdam oder Kopenhagen angestellt werden: in den 50er-Jahren hatte Wien bezüglich des Radfahrens den gleichen Modal-Split-Anteil wie Amsterdam: weit über 50% der Wege wurden mit dem Rad zurück gelegt. (Kaum zu glauben).

Ein Bahnrad aus den Zwanzigerjahren

Es ist eine sehr interessante Ausstellung im Museum der Stadt Mödling und wert, sich – mit dem Rad (!) – auf den Weg zu machen!

Das Museum hat geöffnet von MO bis DO, 9.00 – 13.00h, am SA von 10.00 – 14.00h und am SO (+Feiertag) von 14.00 – 18.00h.
(Am Karfreitag weiß ich nicht, was gilt…).

(c Walter Ulreich)

Und ganz speziell:
Für uns GRÜNE gibt´s eine Spezial-Führung am SA., 27. April um 9:30 h. Wer sich an dem Tag von Walter Ulreich durch die Ausstellung führen lassen möchte, ist herzlich eingeladen.

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Keine LKW-Durchfahrt!

14.Februar 2019 in interessant, wichtig !!!

Im heurigen Sommer wird bekanntlich der Tunnel unter der Südbahn im Zug der Guntramsdorferstraße nicht nur saniert, sondern in Breite und Höhe (!) vergrößert. Aktuelles unter www.moedling.at/guntramsdorferstrasse.

Schön ist, dss wir damit einen sicheren Geh- und Radweg unter der Südbhn bekommen.

Heikel ist, dass durch den größeren Tunnel dann auch sehr große LKWs passen werden. Wir alle wissen, dass unmittelbar hinter dem Tunnel (von Mödling aus gesehen) das Logistikzentrum der DHL liegt.

Es besteht die begründete Befürchtung, dass – wenn die natürlich Barriere wegfällt – mehr und noch dazu ganz schwere Brummer ihren Weg durch das Stadtgebiet von Mödling suchen werden.

Nun gibt es seit 2006 für die Guntramsdorferstraße ein LKW-Fahrverbot >3,5to, das seinerzeit gegen die Mautflucht erlassen wurde. Aber diese Fahrverbot nimmt Fahrten von Adressen in Guntramsdorf aus – und das wäre zB die Fa. DHL. Bei der bestehenden Rechtslage könnte ein 45to-Lastzug dann von der DHL über Mödlinger (und Hinterbrühler) Ortsgebiet zur A21 fahren.

Eine ziemlich schlecht verständliche Zusatztafel

Aus dem Grund hat die Stadtgemeinde Mödling bei der BH einen Antrag auf Änderung des LKW-Fahrverbots gestellt: ausgenommen sollten in Hinkunft nur Fahrten mit Ziel/Quelle „Stadt Mödling“ sein.

Dazu gab es vor ein paar Tagen eine erste Besprechung auf der BH.

Ergebnis: unser Wunsch wurde zwar – eher aus formalen Gründen – nicht sehr positiv aufgenommen, aber es entstand eine neue Idee, die ich persönlich für noch besser halte, als unseren ursprünglichen Vorschlag.

Die Situation in der Region ist gekennzeichnet durch zwei Autobahnen (die A2 im Osten und die A21 im Norden). Das Dreieck wird geschlossen durch die Verbindung B11 vom Autobahnanschluss Hinterbrühl, in Mödling durch die Neusiedler- und dann die Guntramsdorferstraße, sowie über die Guntramsdorfer Viaduktstraße zur B17

In diesem Dreieck liegen die Gemeinden Perchtoldsdorf, Brunn/Geb., Ma. Enzersdorf, Mödling, Hinterbrühl und ein Teil von Giesshübl.

Alle Gemeinden haben das selbe Problem mit dem LKW-Durchzugsverkehr, denn die Zufahrt zu Betriebsgebieten – wenn die Gemeinden solche haben – erfolgt ausschließlich von Osten her, also über die B17/A2.

Und es gibt in den Gemeinden tatsächlich bereits jetzt teilweise Fahrverbote für LKWs unterschiedlichen Größe und zu unterschiedlichen Zeiten. Dieses Wirrwar macht es für die LKW-FahrerInnen schwer, die Vorschriften einzuhalten und macht es der Polizei noch schwerer, die Vorschriften zu kontrollieren.

Die Idee ist nun, das ganze Dreieck mit einem zeitlich unbeschränkten Durchfahrtverbot für LKW >3,5to zu versehen. LKWs dürfen nur in das Dreieck einfahren, wenn ihr Ziel in diesem Dreieck liegt.

Damit hätten wir eine einheitliche Lösung, die verständlich und exekutierbar wäre – und hätten das akute Problem mit dem befürchteten LKW-Verkehr über die Guntramsdorferstraße gelöst.

Zur Zeit arbeitet eine Abteilung des Landes einen Vorschlag für die genaue Abgrenzung des Dreiecks aus. Und dann wird der Vorschlag verhandelt und – so hoffe ich – beschlossen.

Es wäre eine gute Lösung für diesen Teil des Bezirks und auch für Mödling.

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