Scheffergasse: Geh-/Radweg eröffnet

13.Dezember 2019 in erfreulich, interessant, konkret

Es hat ziemlich lange gedauert, aber heute haben wir den Geh-/Radweg in der Scheffergasse für die Benutzung frei gegeben.

Das ist der Weg – ungeräumt… – in Blickrichtung Süden
Und so sieht der Weg in Richtung Norden aus

Die Scheffergasse war seit vielen Jahrzehnten auf ca. 40m unterbrochen. Die Anrainer*innen hatten zwar – zum Teil vor mehr als 100 Jahren – die Flächen in das öffentliche Gut abgetreten, aber weiter privat genutzt. Das war nicht illegal und auch nicht unüblich. Allerdings kann die Stadt auf derartige Flächen zurück greifen, wenn der Bedarf gegeben ist.

Und so hat´s vorher ausgesehen: von der Bernhardgasse kommend war bald Schluss…

Und die Stadt wollte nun einen Weg, zumindest für zu-Fuß-Gehende und für Radfahrer*innen. Ich versteh´ schon, dass das für die Anrainer*innen ein bissl hart war, einen Teil des von ihnen seit Ewigkeiten genutzten Grundes herzugeben. Aber ich möchte mich bei diesen Anrainer*innen hier für die letztlich positive Zusammenarbeit bei der Realisierung des Projekts bedanken.

„Eröffnung“ heute früh gemeinsam mit Bürgermeister Hans Stefan Hintner, Herrn Geissler (Fa. ABO), und links die beiden evangelischen Pfarrer Heinz Lintner und Anne Tikkanen-Lippl.

Tatsächlich ist es ein neuer „kurzer Weg“ in unserer Stadt, während man vom Neusiedlerviertel (also aus der Umgebung von Zwillinggasse, Quellenstraße und den neuen Reihenhäusern entlang der Grutschgasse) am Weg in´s Stadtzentrum (oder zur evangelischen Kirche) bisher Umwege über die Rieger- oder die Neusiedlerstraße in Kauf nehmen musste.

Ich freu mich wirklich!

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Baustellen in Mödling: update 6. Dezember

6.Dezember 2019 in interessant, konkret

Nur zur Orientierung: an sich hatten wir am Bauamt des Ziel, mit Jahreswechsel mit allen Straßenbau-Baustellen in der Stadt fertig zu sein. Es ist sich nicht ganz ausgegangen…

Grenzgasse / Gabrielerstraße

Diese Kreuzung ist erst relativ spät zur Umsetzung angestanden. Ende Juni gab´s die ersten Besprechungen, nachdem die Kreuzung – zum wiederholten Mal – als Unfallhäufungsschwerpunkt ausgewiesen wurde.

Am 5. Dezember war die neue Lösung dann – nach ca. 2 Wochen Bauzeit – fertig.

Natürlich wurde der neue Kreisverkehr entsprechend eröffnet: Vize Stöhr aus Ma. Enzersdorf, BM Hintner aus Mödling, Vize Haidvogel (Ma. Enzersdorf), Vize Wannenmacher (Mödling), Ing. Grill (Infrastruktur Ma. Enzersdorf)
Zur Sicherheit wurde die Krezung nun als Mini-Kreisverkehr ausgeführt: in der Mitte ist eine runde Fläche etwas pombiert, sodass LKWs und Busse sie überfahren können.
Ein bissl ungewohnt ist, dass alle 4 Zufahrtsstraße zu dem Kreisverkehr STOP haben. Das soll die heikle Situation unterstreichen. (In den USA hat jede ungeregelte Kreuzung 4 STOPs…).

Sr. Maria Restitutagasse

Auch die Resitutagasse ist uns im Herbst noch „hereingeschneit“. Wir hatten nicht erwartet, dass das Krankenhaus noch heuer fertig werden würde…

Entlang der gesamten Restitutagasse und damit vor dem Haupteingang wurden ein Geh- und ein Radweg geschaffen. Unmittelbar vis-a-vis des Haupteingangs kommt eine Bushaltestelle.
In der Weyprechtgasse war heute eine Baustelle des Wasserwerks, die aber am Montag fertig sein wird.

Danach wird die Einbahn, die für den LKW-Verkehr erlassen worden war, wieder aufgehoben.

Hauptstraße

Viele fragen sich, wozu 2 Betonplatten am Parkstreifen westlich der Thomastraße errichtet wurden.

Es sind Ersatz-Bus-„Bahn“steige. Wegen der Baustelle vis-a-vis vom LIBRO kann die bisherige Bus-Haltestelle nicht (voll) genutzt werden

Die Haltestelle ist für 2 Busse ausgelegt. Das geht sich neben der Baustelle nicht mehr aus…


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Energiebericht 2018

1.Dezember 2019 in interessant, konkret

Mödling bezieht seit Jahren zertifizierten Ökostrom mit Umweltzeichen UZ46

Seit kurzem liegt der Energiebericht der Stadtgemeinde für das Jahr 2018 vor.

Energieberichte gibt es in Mödling erst seit kurzem – wie überhaupt die Befassung mit dem Thema „Energie“ bis vor kurzem sehr unterbelichtet war. Im Fokus standen ggf. einzelne Projekte, wie neue PV-Anlagen oder die Öffentliche Beleuchtung. Aber niemand hat sich um die Details des Netzes und auch nicht um den Energieverbrauch gekümmert.

Das ist nun anders.

In sehr detaillierter Form wird der Energieverbrauch (Strom & Wärme) für alle Objekte der Stadtgemeinde dargestellt.

In Summe zeigt sich, dass der gesamte Stromverbrauch im Vergleich der vergangenen 5 Jahre mit 8.800 MWh praktisch konstant geblieben ist.
Die größten Verbraucher sind mit Abstand Stadtbad und Kläranlage mit in Summe rd. 4.500 MWh.

Erfreulich, wenn auch ausbaufähig ist der Ertrag der PV-Anlagen: 390 MWh und damit so viel wie rd. 4,5% des Stromverbrauchs.

Der Wärmeverbauch lag 2018 bei 7.400 MWh, wobei die Jahreswerte stark schwanken. Größter Verbraucher ist hier das Stadtbad alleine mit 2.400 MWh.

Im Energiebericht werden auch die CO2-Emissionen ausgewiesen: 2018 waren es 1.270t. Interessant ist die hypothetische Berechnung, wie die CO2-Emissionen aussehen würden, wenn die Maßnahmen der letzten Jahre (Umstellung auf Ökostrom und Einsatz der Fernwärme in den meisten Gebäuden) nicht erfolgt wären: Mödling hätte im Vorjahr 4.800 t emittiert – also genau doppelt so viel.

Im Energiebericht 2018 ist erstmals auch ein Vergleich des Energieverbrauchs von Schulen und Kindergärten, aber auch von Verwaltungsgebäuden mit ähnlichen Gebäuden in anderen Städten in Niederösterreich ausgewiesen. Durch die Einführung der Energiebuchhaltung in beinahe sämtlichen Gemeinden in NÖ wird dieser Vergleich möglich.

Die Daten des Energieberichts sind eine gute Grundlage, Entscheidungen zu treffen. Wir wissen jetzt genau, wo wir dringend ansetzen müssen, nämlich wo die Effizienz in der Energienutzung besonders schlecht ist. Der vorliegende Bericht ist Ergebnis professioneller Befassung mit den Energiefragen der Stadt.

Schauen Sie ihn sich an: er ist sehr interessant.

Viele Dächer der Stadt liefern bereits Strom – wie hier das Dach der VS Babenbergergasse

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Gemeinderatsprotokolle - seit 20 Jahren

28.November 2019 in GRÜN, interessant

Seit wenigen Tagen steht wieder das Protokoll der letzten Gemeinderatssitzung – 22. November 2019 – auf der WEB-Site der Mödlinger GRÜNEN.

Seit nun 20 Jahren bieten wir auf diesem Wege Einblick in die Entscheidungen des Stadtparlaments: kurz nach jeder Sitzung, mit den Abstimmungsergebnissen und mit unseren Erläuterungen.

Lesen Sie nach, worum es gegangen ist, was entschieden wurde und wer wie abgestimmt hat.

Das Protokoll ist ein kleiner Beitrag zu einer lokalen politischen Transparenz.

P.S.: die offiziellen Protokolle der Stadt gibt es erst seit 2010 und jeweils erst nach der nächsten Sitzung (weil das Protokoll in der folgenden Sitzung beschlossen und erst damit „offiziell“ wird).

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Baustellen in Mödling: update 16. November

17.November 2019 in erfreulich, interessant

Einige Baustellen gehen – langsam – zu Ende. Allerdings werden einzelne Baustellen auch erst begonnen.

Ein kleiner Überblick:

Sr. Maria Restitutagasse

Die Arbeiten am Krankenhaus nähern sich – nach fast 7 Jahren – num dem Ende zu: der Parkplatz vor und der Haupteingang selbst sind schon fast fertig. Und es wurden doch mehr Bäume gesetzt, als er zuerst den Anschein hatte.

Die Restitutagasse ist auch knapp vor der Fertigstellung.

Ich hoffe, dass Ende November die Baumaschinen abziehen.

Kreuzung Gabrielerstraße / Grenzgasse

Auf Grund von immer noch regelmäßigen Unfällen muss die Kreuzung erneut geändert werden. Es wird nun ein Mini-Kreisverkehr errichtet, wobei – selten in Österreich – alle 4 Zufahrten mit STOP-Tafeln versehen werden.

Der Umbau der Kreuzung wird vom 18.11. bis voraussichtlich 6.12. dauern.

Eine Umleitungsregelung wurde beschlossen und ist auf der – neuen! – WEB-Site der Stadt unter folgendem Link einsehbar.

Sokol-Promenade

Die Sokolpromenade (Verbindung zwischen der Grutschgasse und der Zwillinggasse im Neusiedlerviertel) ist so gut wie fertig. Es fehlt nur noch die öffentliche Beleuchtung.

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Deutlich zu sehen ist der neue Belag für den Geh-/Radweg-Teil der Sokolpromenade. Wir verwenden hier erstmals in Mödling einen sog. „terraway“-Belag, der zu 100% wasserdurchlässig und zudem hell ist. Ich hoffe, dass sich diese Technik bewährt und wir sie in Hinkunft verstärkt nutzen können: sie hilft, die Bodenqualität zu erhöhen und ist eine Alternative zur Versiegelung durch Asphalt oder Beton. Zudem ist die helle Farbe ein Schritt gegen die thermische Abstrahlung.

Gleichzeitig mit der Sokol-Promenade ist ein ganz neuer Weg entstanden: In Verlängerung der Promenade in Richtung Osten – also zur Badstraße – wurde über das noch unbenutzte Baufeld ein provisorischer Geh-/Radweg errichtet.

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Auf den Bildern sieht man den Weg von der Badstraße aus bzw. aus dem Blickwinkel von der Sokol-Promenade.

Scheffergasse

Der Geh-/Radweg ist schon fast fertig.

Blick von der Seite der ev. Kirche

Zur Zeit warten wir auf noch einen wärmeren Tag: dann können wir auch hier den „terraway“-Belag legen lassen. (Wenn es sich heuer nicht mehr ausgeht, machen wir einen provisorischen Asphalt-Überzug und ersetzen diesen im Frühjahr durch einen Belag, so wie dem in der Sokol-Promenade).

Guntramsdorferstraße

Die Guntramsdorferstraße ist zwar an sich schon fertig, aber nun können – endlich – auch die Bäume gesetzt werden.

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Gedenken an das Novemberpogrom

10.November 2019 in dramatisch, gestern & heute, persönlich

Am Abend des 9. November fanden sich Verantwortliche der Stadt und viele Bürger*innen, darunter eine größere Gruppe von Konfirmant*innen der evangelischen Pfarre beim Denkmal der ehemaligen Synagoge zu einem Gedenken ein.

c Willy Kraus
Neben mir StR Schimanova, GR Wildeis, GR.in Mayer, GR.in Drechsler, Alt-Bürgermeister Burg
c Willy Kraus

Hier mein Beitrag:

Bürger*innen – wir – treffen sich jedes Jahr am selben Tag – heute – im Gedenken an den 9. November 1938. Heute vor 81 Jahren brannte die Synagoge auch in Mödling als Symbol jüdischen Lebens auch in dieser Stadt.

Die Führung der Nazi-Partei inszenierte das Novemberpogrom als Test für die Bevölkerung: wie weit sie das Drangsalieren / Bestehlen der jüdischen Nachbarn mit zu tragen bereit und sogar für mehr „zu haben“ ist, für die Vernichtung / Ermordung der Juden im Land.

Wir müssen mit Scham erkennen, dass große Teile der Bevölkerung – auch in unserer Stadt – diesen Test mit Bravour bestanden haben: die Synagoge brannte unter Johlen + Klatschen von Menschen, unseren Ur-Großeltern.

Wenn wir uns in den vergangenen Jahren hier beim 2003 errichteten Denkmal für die Synagoge trafen, so taten wir das immer in der Verpflichtung der Erinnerung an die Opfer, uns unserer Geschichte stellen müssen, uns an die unfassbaren Verbrechen erinnern zu müssen, die vor 3 Generationen auch hier an dieser Stelle an Mitmenschen begangen wurden.

Wir schlossen immer wieder mit dem Appell „NIEMALS WIEDER“. Aber seien wir ehrlich: wir taten das mit einem Gefühl, wie „ja eh“. Natürlich. Aber mit dem Gefühl: das Kapitel ist geschlossen.

Heute müssen wir fassungslos erkennen, dass der Antisemitismus wieder eine aktuelle und reale Bedrohung darstellt: Anschläge in Halle, in Pittsburgh, in Frankreich gegen Jüdinnen und Juden; immer dreisterer Hass im Netz. In unserem Land singen erwachsene – und meist akademisch gebildete Männer – Lieder zum Lob für Adolf Hitler und mit Schmähungen und Verhöhnungen gegen „die Juden“ und bleiben im Amt und Würden.

Das „World Jewish Council“ hat unlängst eine Studie veröffentlicht, nach der 27% der Deutschen für Antisemitismus empfänglich sind. Und das wird bei uns bestensfalls nicht anders sein.

Wir müssen erkennen, dass der Antisemitismus nie weg war – er war nur aus schlechtem Gewissen versteckt. Und dieses Gewissen scheint zu verschwinden. In einer Zeit, in der es nicht allen Menschen gut geht, aber doch unvergleichlich besser als in den 30er-Jahren. Der Gedanke, was wäre, wenn heute in Deutschland – wie 1932 – 5,6 Mio. arbeitslos wären und die noch dazu zum großen Teil ausgesteuert, lässt einen erschrecken.

Ich muss gestehen, mich machen diese Entwicklungen fassungslos. Ich bin aufgewachsen und habe bisher gelebt in dem festen Glauben, dass die Verbrechen in der Zeit des NSso ungeheuerlich waren und das Wissen darüber so allgegenwärtig, dass sich diese Form von Denken für immer selbst disqualifiziert hat.

Ich glaube, wir müssen uns darüber klar werden, dass wir an Tagen wie dem 9. November nicht nur über Geschichte reden, sondern dass es HEUTE wieder um die Art und Weise des Zusammenlebens in unserem / unseren Ländern geht. Wir brauchen Mut und Konsequenz. Und wir brauchen sie „rechtzeitig“ (VdB). Wir sind gefordert, antisemitischem Denken und Reden überall entgegen zu treten. Im Wirtshaus, wenn im Suff „Treue als Ehre“ gepriesen wird – so lange man für eine Kritik nur eine blöde Antwort zu gewärtigen hat. Auch auf der politischen Ebene: bitte versucht nicht, mit solchen Leuten einen Teil des Weges gemeinsam zu gehen.

Ich versuch den Appell wieder mit einer aktuellen Betonung: „NIEMALS WIEDER!“

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Koalitionsverhandlungen

10.November 2019 in GRÜN, herausfordernd, interessant

Die GRÜNEN haben heute, Sonntag, 10.11.2019, beschlossen, in Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP einzutreten.

Als Vizebürgermeister einer Kleinstadt, der seit nun fast 10 Jahren mit der ÖVP koaliert, bin ich froh über diese Entscheidung.

Ja: es ist riskant, in die Zusammenarbeit mit einer Partei zu gehen, die nichts dabei gefunden hat, die vergangenen beiden Jahre mit Rechtsextremen eine Regierung zu bilden.

Ja: es ist riskant, in eine Koalition zu gehen, wenn man 2 Jahre nicht im Parlament vertreten war, viele Abgeordnete und fast alle Mitarbeiter*innen und damit enorm viel Erfahrung, sowie praktisch die gesamte Infrastruktur verloren hat.

Ja: es ist einfacher, Opposition zu machen und bequem gegen eine Regierung Stimmung zu machen.

Ja: die ÖVP ist nicht „einfach“. Selbstgefällig, total machtorientiert, durchaus inhomogen (bis zerstritten) und ohne wirklichen Gestaltungswillen.

Aber die ÖVP wurde bei der Wahl zur stärksten Partei gewählt – wie auch in Mödling.

Und wenn wir das, was uns wichtig ist, umsetzen wollen, müssen wir mit denen zusammengehen, mit denen das möglich ist.

Ja: mit zu regieren ist ein Wagnis.Wir sind in Mödling 2010 das Wagnis eingegangen und ich bin auch nach fast 10 Jahren froh darüber. Ich denke, meine Stadt hat sich in vielerlei Hinsicht zum Positiven geändert. Mobilität ist ein zentrales Thema und sowohl beim ÖV, als auch beim Radfahren ist viel weiter gegangen. Bei der Stadtplanung wird Mödling mittlerweile landesweit geachtet. Seit 10 Jahren gibt es keine schlechte Nachrede wegen zweifelhafter Baugenehmigungen mehr. Die Budgetpolitik ist verantwortungsvoll. Vieles in der Verwaltung ist heute professioneller und weniger beliebig. Insgesamt wurde Mödling auf vielen Gebieten mehr und mehr zu einem Ort, auf den auch die anderen Gemeinden schauen; wir sind „moderner“ geworden und hinken nicht hinter anderen her. In einigen wichtigen Punkten sind wir Vorbild.

Aber natürlich kostet das: in erster Linie Nerven. Oft anstrengende Abstimmprozesse. Loyalität und Verlässlichkeit in den eigenen Reihen.
Und Glaubwürdigkeit. Als Regierungspartner trägt man Entscheidungen mit, die einem selbst – wäre man alleine auf der Welt – so nie und nimmer einfallen würden. Und die durchaus auch weh tun. (Wobei auf kommunaler Ebene sicher viel weniger kritische Themen gegeben sind: Menschenrechte und Migration sind in einer Gemeinde fast nur Indikatoren allgemein politischer Einstellungen – aber auch da gilt es, viel runter zu schlucken…).

Ich wünsche Werner Kogler und seiner Mann-/Frauschaft viel Erfolg bei den Koalitionsverhandlungen und erst recht eine gute Hand, einen Teil der Geschicke des Landes mit zu verantworten.

Und ich bin stolz, dass GRÜNE mit zu den Gestaltern unseres Landes zählen. So wie ich stolz bin, in meiner Stadt gestalten zu dürfen…

Pflanzung eines Baums anlässlich der Angelobung der ersten schwarz-grünen Stadtregierung 
… und Nauauflage 2015 (die Äpfel stammen nicht vom 2010 gesetzten Baum!)

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Baustellen in Mödling: update 24. Oktober

24.Oktober 2019 in interessant

Nur noch eine große und zwei kleinere Baustellen lohnen heute einen Bericht:

Resitutagasse

Ein größeres Straßenbauvorhaben kennzeichnet gleichzeitig das nahende Ende einer Riesen-Dauer-Baustelle: vor wenigen Tagen wurde mit der Resitutagasse begonnen, nachdem das Krankenhaus jetzt fast fertig ist (und überraschenderweise ein paar Tage vor der Gemeinderatswahl im Jänner eröffnet werden wird).

Die Restitutagasse vor dem Haupteingang des neuen Krankenhauses gerade im Bau: Die Fahrbahn wird zum größten Teil als Einbahn zur Peyergasse geführt, neben der Straße führt ein Radweg und getrennt davon ein Gehsteig am Krankenhaus entlang.
Heute wurde die Restitutagasse probeweise mit dem Citybus befahren: der Citybus wird ab Dezember eine Haltestelle direkt beim Haupteingang bekommen.
Auch den Haupteingang kann man schon erahnen. Leider ist die Fläche davor asphaltiert und für Autos vorgesehen (ursprünglich sollte das eine Grünfläche werden, während die Autos in einer Tiefgarage verschwunden wären…)

Sokolpromenade

Die Reihenhäuser entlang der Grutschgasse werden voraussichtlich in der zweiten Novemberhälfte an die neuen Eigentümer*innen übergeben. Nun geht´s auch in der näheren Umgebung an´s Fertigstellen.

Die Sokolpromenade zwischen der Grutschgasse und der Zwillinggasse wurde Anfangs dieser Woche asphaltiert – jedenfalls die Zufahrten zur Tiefgarage und zu den Grundstücken. Der Geh- und Radweg in der Mitte wird Anfang November mit einem wasserdurchlässigen Belag („terraway“) überzogen.

Links die Fahrbahn, rechts der Geh- und Radweg.
Auf Höhe der Sokolpromenade gibt´s einen Fahrbahnteiler über die Grutschgasse, der das Überqueren der Straße erleichtern soll.
Von der Sokolpromenade aus in Richtung Osten gesehen ist das Baufeld IV des GZS-Areals, auf dem allerdings voraussichtlich nicht vor 2022 gebaut werden wird. Zur Verbindung von der Sokolpromenade zur Badstraße wird in den nächsten Wochen eine provisorische Geh- und Radverbindung über dieses Grundstück errichtet.

Scheffergasse

Nach jahrelangen „Bemühungen“ und Verhandlungen konnte nun endlich mit dem Bau des Geh- und Radwegs in der Scheffergasse begonnen werden.

Die Scheffergasse wird damit durchgehend von der Höflergasse bis zur Goldenen Stiege zu Fuß begehbar oder mit dem Rad befahrbar sein.

Vom neuen Weg ist noch nichts zu sehen – aber die Arbeiten haben begonnen!

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fairTeiler in Mödling

13.Oktober 2019 in einfach nur schön

Eine großartige Initiative feierte gestern, 12. Oktober ihren 16. Geburtstag: die fairteiler in Mödling.

Eine Privatinitiative brachte und bringt eine Menge an Freiwilligen zusammen, die einmal im Jahr Gewand, Schuhe, aber auch elektronische und Haushaltsgeräte, Bücher, Spiele und und und sammeln und bei einem riesigen Flohmarkt am Schrannenplatz in Mödling anbieten.

Der Erlös – nämlich 100% aller Einnahmen inkl. Spenden – kommt jedes Jahr einem Sozialprojekt zu Gute.

Heuer wurden €4.235,60 eingenommen und an Amber-Med überwiesen. (Es war übrigens das beste Ergebnis der 16 Flohmärkte, bei denen insgesamt mehr als €40.000,- eingenommen und weitergegeben wurden).

Amber-Med ist eine Einrichtung zur ambulant-medizinischen Versorgung, sozialen Beratung und Medikamentenhilfe für Menschen ohne Versicherungsschutz.

Tatsächlich, das gibt es in Östereich: Menschen ohne Krankenschein! Zwar nehmen Spitäler und Ambulanzen Menschen mit akuten medizinischen Problemen (Verletzungen, Schmerzen) auf und kümmern sich um sie, behandeln aber keine z.B. chronischen Leiden und geben keine Medikamente (außer im Rahmen der stationären Behandlung).
Eine stationäre Behandlung wird diesen Patient*innen übrigens in Rechnung gestellt.

Lt. Armutskonferenz sind aktuell rd. 100.000 Menschen in Österreich nicht krankenversichert.

Amber-Med ist eine Einrichtung der Diakonie, dem Sozialverband der evangelischen Kirchen und leistet auf diesem Weg einen Beitrag zur Armutsbekämpfung in Österreich.

Es ist schlimm, dass es Einrichtungen wie Amber-Med bedarf, aber beeindruckend, dass es sie gibt. Der Flohmarkt der fairTeiler in Mödling hat Amber-Med ein kleines Stück weitergeholfen.

Danke allen, die in den vergangenen Tagen in Mödling dabei waren und mitgeholfen haben, dass das großartige Ergebnis zustande gekommen ist!

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Guntramsdorferstraße: fertig!

10.Oktober 2019 in erfreulich, konkret

So fing es an: Pressefoto im am 3. Dezember 2013 mit dem damaligen Vize-Bgm. Robert Weber aus Guntramsdorf

Die Entscheidung und dann vor allem die Planung haben ein paar Jahre gedauert. Der Bau selbst war dann nach 5 Monaten fertig und heute wurde der Tunnel unter der Südbahn im Zug der Guntramsdorfer-/Viaduktstraße offiziell eröffnet.

Als Symbol fuhren Schüler*innen der HTL durch das Eröffnungband (c Willy Kraus)
So hat´s vorher ausgesehen…

Es waren ziemlich umfangreiche und – auch technisch – herausfordernde Arbeiten. Aber der Terminplan wurde beinahe eingehalten.

Danke den Planer*innen und den ausführenden Firmen!

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