Das war der 17. Autofreie Tag in Mödling

18.September 2016 in erfreulich

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Es war eine wirklich heikle Geschichte mit dem Wetter heuer: nachdem es 2 Wochen traumhaftes Spätsommerwetter gab, war der Wetterbericht ausgerechnet für den Samstag eher katastrophal – und je näher der Autofreie Tag kam, desto schlechter wurde er.

Am Samstag früh hat´s dann tatsächlich zu regnen begonnen und die Veranstaltung stand auf Messers Schneide. Wir haben vorerst – trotz des Regens – nicht abgesagt, erstens weil auch zum Thema Mobilität grenzenloser Optimismus gehört :-), aber zweitens auch, weil wir ja heuer eine Kooperation mit dem Stadtspaziergang von “NÖ gestalten” hatten und dieser Teil der Veranstaltung jedenfalls stattgefunden hätte.

Unsere Hoffnung wurde letztlich belohnt: gegen 9.00h hat der Regen aufgehört und ist – trotz bedrohlich dunkler Wolken – bis etwa 16.00h nicht wieder gekommen. (Und auch am Nachmittag gab´s eigentlich nur ein paar “Spritzer” vom Himmel.)

So war der Autofreie Tag (vlg. “street event”), heuer gemeinsam mit dem Stadtspaziergang wieder ein sehr, sehr feines Fest.

Einige Standler hatten den Tag aufgrund des Wetters zwar abgeschrieben und waren – leider (für sie) – nicht gekommen. Aber die, die da waren haben zu Gelingen beigetragen. Die Gastomeile hat sich nun zum 2. Mal als wirklicher “Bringer” erwiesen: die Gastronomen (Mautwirtshaus, Kanzlei, Weltladen, Förderungsverein) haben die vielen BesucherInnen buchstäblich verwöhnt, dazu noch die Sektbar der Stadtgalerie, die Saftbar und Mr. Beans mit seinen feinen Kaffees. Die Logistik für die Versorgung der Gastronomiestände erfolgte ausschließlich mit Transporträdern, aber auch das ist ja bei einem Autofreien Tag selbstverständlich…

Die Bigband der Beethoven-Musikschule hat den ganzen Tag über ganz feine Stimmung gemacht (ein großes Danke!).

Die Modeschau des Weltladens war wieder einer der ganz großen Highlights des Tages (auch Euch ein ganz großes Danke!).

Und auch das Kinderprogramm wurde von den vielen Kleinen dankbar angenommen. Danke Didi Pflug!

Daneben gab´s viel Infos (u.a. von der Stadtplanung mit den aktuellen Verkehrsprojekten) und die jährliche Radreparatur.

Die Kooperation mit dem Stadtspeziergang war die Besonderheit des Tages: viele BesucherInnen haben die Gelegenheit wahrgenommen und haben die architektonischen “Schmankerln” der Stadt besucht – viele davon mit den bereit gestellten Fahrradtaxis, die so den Spiril des Autofreien Tages deutlich sichtbar in die restliche Stadt gebracht haben.

Es war ein sehr schönes Stadtfest und immer wieder der Beweis, das man die Straßen der Stadt auch für anderes als Parken / Autofahren nutzen kann: einen ganzen Tag lang die Hauptstraße ausschließlich für Menschen! Das war Grund genug, zu feiern.

 

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17. September: Autofreier Tag in Mödling

15.September 2016 in interessant

Plakat_A4_2016_3.7.2016Wie jedes Jahr seit 2000, also heuer zum 17. Mal beteiligt sich Mödling an der Europäischen Mobilitätswoche mit dem Autofreien Tag am Sa., 17. September.

Die Hauptstraße ist für den PKW-Verkehr gesperrt und steht Fußgänger- und RadfahrerInnen zum Flanieren, zum sich-mit-Freunden-Treffen und zum Genießen zur Verfügung. Dazu gibt es viel Information, gratis-Radservice, interessante (Bio-)Angebote, besonders für Kinder Möglichkeiten zur körperlichen Betätigung und die Mödlinger Puppenbühne, sowie – wie auch schon 2015 – den mit 200m Längsten Frühstückstisch, der von den bekannstesten Mödlinger GastronomInnen “versorgt” wird.

Heuer ist aber ein ganz besonderer Autofreier Tag: wir haben uns mit der Architekturplattform “NÖ gestalten” zusammen getan. Am 17.9. findet gleichzeitig der jedes Jahr in einer Stadt in Niederösterreich organisierte “Stadtspaziergang” in Mödling statt. Vom Deutschplatz (Museum) aus können Sie die wichtigsten architektonischen Highlights der Stadt auf einem Rundkurs besuchen. Und wie es sich für den Autofreien Tag gehört am besten zu Fuß oder mit einem der zur Verfügung stehenden Leihräder. Oder Sie lassen sich von einem Fahrradtaxi entlang des “Stadtspaziergangs” führen.

Beginn des heurigen Autofreien Tags ist um 10.30h und dauern wird die Veranstaltung bis Abend.

Schauen Sie einfach vorbei! (Und vorher bitte fest Daumendrücken für ein gutes Wetter :-/).

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Die Route des Stadtspaziergangs können Sie unter stadtspaziergang2016 herunterladen.

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Baustellensommer - Die Mödlinger "Sharrows"

14.September 2016 in vermischt

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Bei der Suche nach optimalen Rahmenbedingungen für das Radfahren stößt man immer wieder auf Straßenabschnitte, wo auf Grund der Enge der Fahrbahn die Errichtung eines Radwegs und nicht einmal die Markierung von Mehrzweckstreifen möglich ist. Oft sollen aber gerade dort Radrouten durchgeführt werden.

Nach Lösungen dafür wird von VerkehrsplanerInnen überall gesucht.

Eine Lösungsmöglichkeit sind sog. “Sharrows”: Markierungen für Strassen im Mischverkehr, die sowohl den Auto- als auch den RadfahrerInnen sagen, dass hier ein stärkerer Radverkehr stattfindet. Diese Markierung hat keine rechtliche Wirkung, d.h., die RadfahrerInnen haben dadurch keinen Vorrang gegenüber den PKWs. Die Markierungen erfolgen aber bewußt in deutlichem Abstand zu den Parkstreifen, weil die RadfahrerInnen animiert werden sollen, einen ausreichenden Abstand zu den Autos – und ihren Türen (!) – zu halten.

Das Wort “Sharrows” ist zusammengesetzt aus den Begriffen “shared” (also “gemeinsam genutzt”) und “arrow” (also “Pfeil”).

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Sharrows in Toronto. c Dylan Passmore, Toronto, Canada

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Sharrows in Santa Monica (USA). c Streetsblog, New York City

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Sharrows in Brookline (MA, USA) c National Association of City Transportation Officials (NACTO)

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Sharrows in Leizig (D). c ADFC Leipzig

In Mödling haben wir eine solche Situation: die HTL und auch das in Entwicklung befindliche Areal der ehem. Gendarmeriezentralschule, also das ganze Neusiedlerviertel, sind vom Bahnhof her mit dem Rad nicht optimal erreichbar: die Weißes-Kreuzgasse ist zu schmal für einen 2-Richtung-Radweg (fast alle nutzen den vorhandenen Radweg in beide Richtungen – rechtlich gilt am Radweg aber die Einbahn in Richtung Schillerstraße) und sonst gibt es zu wenig Platz für einen abgesetzten Radweg; nicht einmal für Mehrzweckstreifen (wie in der Neusiedlerstraße) ist Platz.

Wir wollen den Radverkehr also über das niederrangige Straßennetz führen: vom Bahnhof über die Goethegasse – Schubertgasse – Kürnbergergasse und dann über Bad- und Guntramsdorferstraße in das neue GZS-Areal. Der Beginn und das Ende dieser Route fehlen zwar noch, auch weil bisher die baulichen Voraussetzungen fehlen: geplant ist, den Radweg beim Bahnhof nicht mehr über die Tamussinostraße zu führen, sondern so nahe wie möglich entlang der Gleise über den Parkplatz (dann wäre die Anknüpfung an die Goethegasse gegeben); die Querung über die Bad- und Guntramsdorferstraße auf Höhe der Kürnbergergasse ist im Plan schon fast fertig (die Umsetzung kann aber erst beginnen, wenn das Grundstück westlich der Guntramsdorferstraße erschlossen sein wird: dann wird es dort eine Querung für Fußgänger- und RadfahrerInnen geben).

Der Abschnitt zwischen der Kürnbergergasse und der Weißes-Kreuzgasse steht aber schon zur Verfügung und deshalb wurden dort im Sommer die “Mödlinger Sharrows” aufgemalt. Die hier verwendeten Symbole sind Ergebnis eines längeren Diskussionsprozesses mit VertrterInnen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, den Sachverständigen des Landes und weiteren Verkehrsplanern. Gefragt ist ein Symbol, das nicht leicht mit StVO-relevanten Markierungen verwechselt werden kann, aber doch das Wesentliche aussagt. Zur Zeit wird in österreichweiten Gremien darüber diskutiert, “Sharrows” österreichweit zu normieren und da ist Mödling mit seinen Symbolen ein Pilotversuch. (Der Einsatz der “Sharrows” in Mödling wird vom KfV im Rahmen eines Forschungsprojekts beobachtet).

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Sharrows in Mödling

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Sharrows in Mödling

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Sharrows in Mödling

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Sharrows in Mödling

Entscheidender Vorteil in Mödling: die Strassen, die für die Radroute ausgewählt wurden, haben durchwegs 30km/h-Beschränkungen. (Das unterscheidet uns deutlich von den ersten Einsätzen von Sharrows, v.a. in USA und Kanada, wo Sharrows in “normalen” Strassen aufgebracht wurden und die Erfahrungen dort aus diesem Grund z.T. nicht sehr gut waren).

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Der Baustellensommer geht dem Ende entgegen – Teil 2

28.August 2016 in erfreulich

20160825_163450Ein – gegenüber der Schillerstraße – kleineres, aber dennoch wichtiges Vorhaben war die Neugestaltung des Platzes vor der Volksschule in der Babenbergergasse.

Das war in der Vergangenheit ein heikler Bereich: eng (sowieso), aber von mehreren Seiten schlecht einsehbar und nicht für alle als Gefahrenbereich erkennbar.

20160825_163511Rechtzeitig vor Schulbeginn wurde der Platz nun neu gestaltet: der Schutzweg ist deutlich erkennbar, davor gibt´s eine Warnung auf der Strasse, aber vor allem: wir haben den Bereich übersichtlicher gemacht.

20160825_163526Es gibt nun 2 Kiss&Ride-Plätze um Kinder aussteigen zu lassen, wobei man den Weg vom Auto in die Schule deutlich einsehen kann. Dazu wurde der bis dahin störende Teil der Müllinsel verlegt. Ein ohnehin nicht legaler, aber ständig genutzter Parkplatz wurde entfernt – auch die Parkenden dort haben die Sicht auf den Schutzweg beeinträchtigt.

Jetzt warten wir auf den Schulbeginn. Aber ich glaub´, dass wir den Schulweg für eine große Zahl von Mödlinger Volksschulkindern sicherer machen konnten :-)

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Der Baustellensommer geht dem Ende entgegen - Teil 1

24.August 2016 in konkret

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Jasomirgottgasse – seit 24.8., 15.00h wieder Einbahn in Richtung Babenbergergasse

Heute Nachmittag wurden die Einbahnschilder entlang der Jasomirgottgasse umgedreht: ein erster Schritt in Richtung Normalität im Bereich Schillerstraße.

Diesen Sommer wurden in Mödling nach monatelanger Planung einige größere – und ein paar kleinere – Vorhaben umgesetzt. Es waren in jedem Fall massive Behinderungen für alle VerkehrsteilnehmerInnen: Fußgänger-, Radfahrer-, AutofahrerInnen und Busgäste. Aber bei der engen Strassensituation “gehen” größere Baustellen nur in der Ferienzeit und müssen ohne Spielraum vor dem ersten Schultag abgeschlossen sein.

Das größte Vorhaben war die Sanierung der Schillerstraße zwischen der Neusiedler- und der Badstraße. In diesem Bereich wurde nicht nur die Oberfläche erneuert, sondern wurden auch so gut wie sämtliche Leitungen unter der Oberfläche erneuert. Es gab nicht viel Spielraum für Änderungen, aber es wurden einige, speziell für FußgängerInnen relevante Verbesserungen vorgenommen:

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Die Auftrittsfläche an der Kreuzung Bad-/Schillerstraße vis-a-vis der Post konnte um ca. 1m in der Tiefe verbreitert werden, zudem wurde der Ampel-Mast zurück versetzt. (Das ist leicht geschrieben, war aber eine ganze Menge Arbeit – u.a. musste der zusätzliche Platz vom Eigentümer erworben werden).

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Die Ausfahrt aus dem großen Parkplatz wurde in Richtung Osten verlegt. Damit ist die Sicht insbes. auf den Gehsteig nun wesentlich verbessert – liegt nicht mehr direkt neben der Mauer des angrenzenden Grundstücks.

Bereits zum Ferienbeginn wurde die Kreuzung Grenzgasse / Gabrielerstraße – in Kooperation mit der Gemeinde Ma. Enzersdorf – umgestaltet. Dieser Bereich war in den vergangenen Monaten Schauplatz einiger größerer Unfälle und ist nun – hoffentlich – sicherer:

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Solche Bilder wird es nun hoffentlich nicht mehr geben (können).

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Durch einen Verschwenk des nach Westen (zum Bahnschranken) führenden Teils der Grenzgasse konnte die Haltelinie der “neuen” Gabrielerstraße weiter in die Krezung vorgezogen werden, sodass nun ausreichend Sicht gegeben sein sollte. Zudem wurden die Verkehrszeichen auch auf den Asphalt gemalt…

 

Aber es konnten auch einige kleinere Vorhaben umgesetzt werden:

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Die Krezung der Nebenfahrbahn am Bahnhofsplatz mit der Bachgasse wurde von der Oberfläche her saniert, aber auch farblich so gekennzeichnet, dass nun für Fußgänger- und RadfahrerInnen Klarheit darüber besteht, was Gehsteig und was Radweg ist.

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Die Gärtnergasse kann nun mit Rädern auch gegen die Einbahn befahren werden.

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Auch die Kurze Gasse und In den Krautgärten wurden für Radfahrende gegen die Einbahn geöffnet.

 

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Übrigens: das Radfahren gegen die EInbahn ist nach langjährigen Beobachtungen und Auswertungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit weniger gefährlich als das Fahren in der Einbahnrichtung. Grund ist, dass sich beide – Autofahrer in Einbahnrichtung und Radfahrer gegen die Einbahnrichtung – direkt in die Augen schauen, also sehen.

 

 

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Rechtsstaat

9.August 2016 in herausfordernd

Vor ein paar Tagen haben offenbar Betrunkene Frauen in Mödling sexuell belästigt.

Die üblichen Medien haben die Täter identifiziert (Flüchtlinge aus Afghanistan) und waschen ihre Schmutzwäsche mit Genuss, das heisst, sie hetzen. Und in Zeiten wie diesen fallen die “Enthüllungen” auf fruchtbaren Boden und in den sozialen Medien übertreffen sich brave Bürger mit immer ungustiöseren “Lösungsvorschlägen”.

Ich selbst kann zur Aufklärung nichts beitragen, weil ich – wie viele andere – gerade auf Urlaub bin.

Mir scheint es aber wichtig, folgendes festzuhalten:

  • Sexuell motivierte Belästigungen von Frauen sind ein absolutes no-go. Wir haben entsprechende Gesetze und es ist Sache der Polizei, die Täter auszuforschen und die Angelegenheit so abzuhandeln, wie es diese Gesetze vorsehen. Es kann und darf keine Ausnahmen oder Milderungsgründe geben: solche Übergriffe sind zu ahnden – ohne Ausnahme.
  • Aufgabe der politisch Verantwortlichen ist, nach Möglichkeit zur Aufklärung beizutragen und dem Recht zum Durchbruch zu verhelfen. Gleichzeitig ist es auch Aufgabe der für das Gemeinwesen Verantwotlichen, mit Ruhe und Bedacht vorzugehen und insbesondere auf ihre Wortwahl zu achten. Das gilt im übrigen ganz besonders auch für die Presse, der eine ganz besondere Verantwortung zukommt.
  • Verallgemeinerungen jeder Art gibts unter Alkoholeinfluss am Stammtisch genug: VertreterInnen öffentlicher Einrichtungen sollten diese nicht noch weiter mit “Vorschlägen” anheizen, die im Gegensatz zu unserer Rechtsordnung stehen.
  • Als Rechtsstaat und im Sinn einer europäischen politischen Kultur, derer wir uns – zu Recht – rühmen, hat Österreich auch Flüchtlinge aus arabischen Ländern aufgenommen. In korrekten Verfahren wurden ihre Fluchtgründe auf Basis der Menschenrechtskonvention bewertet und vielen von ihnen ein Bleiberecht zugesprochen. Damit genießen sie die gleichen Rechte wie Menschen, die schon ewig in Österreich leben. So ist der Rechtsstaat. Das bedeutet auch, dass sie für Verbrechen/Vergehen zu bestrafen sind. Das bedeutet aber auch, dass sie als unschuldig zu gelten haben, so lange ihre Schuld nicht bewiesen ist. Und die Frage von Schuld oder Unschuld ist immer individuell nachzuweisen und abzuhandeln.

Im übrigen kann die freiwillige Arbeit vieler BürgerInnen auch in Mödling nicht hoch genug bewertet werden, die mit den Flüchtlingen arbeiten und ihnen neben der Sprache auch die Kultur und die erwarteten Verhaltensweisen in Österreich näher bringen. Das ist der einzige Weg, ein gedeihliches Zusammenleben mit Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft und individueller Sozialisation zu gewährleisten.

Andere tun nichts – und warten, bis etwas passiert, um dann ihr schmutziges politisches Geschäft zu betreiben.

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Eine feine Schule 2

25.Juli 2016 in erfreulich, herausfordernd, interessant

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Zufahrts”straße” zum Dorf

In diesem Blog-Eintrag gibt´s (fast) nur Fotos, um einen Eindruck von dem Projekt, aber auch vom Umfeld zu geben, in dem die Schule des Ithuba Community College agesiedelt ist.

Der neue Sanitärtrakt (Trocken-WCs und Waschplatz) wurde geplant vom Projektleiter der beiden Ithuba Community Colleges, Elias Rubin und errichtet heuer von Schüler- und LehrerInnen der HTL Mödling. (Ein bißl durfte ein Vertreter der Stadt mitarbeiten :-)).

Alle Teilnehmer aus Österreich haben sich Fahrt und Aufenthalt selbst bezahlt. Das Baumaterial und der Lohn der lokalen Arbeitskräfte werden aus Spenden – überwiegend – aus Österreich bezahlt, wie auch der laufende Betrieb der Schule. Einen kleinen Teil der Spenden trägt die Stadtgemeinde Mödling bei, der größere kommt von der Bank Austria, der Stadt Wien, von der Republik Österreich und Privatfirmen.

Die Schule soll Kindern aus dieser extrem armen Gegend eine Schulbildung ermöglichen, mit der sie die Chance bekommen, den Kreislauf aus Nicht-Wissen und Armut zu durchbrechen. (Es gibt staatliche Schulen in Südafrika, auch für Kinder in Gegenden wie dieser: mit 80 – 90 Kindern je Klassen in Containern. Eine “wirkliche” Ausbildung gibt es normalerweise nur in Privatschulen, oder eben im Rahmen von Projekten, die von reicheren Staaten finanziert werden. Wie die beiden Schulen des Ithuba Community College).

Weiter Infos zu dem Projekt unter www.ithuba.org/

 

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Spielplatz im Projekt

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Arbeit einer Klasse

 

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Basketballkorb ohne Rückwand…

 

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Einer der beiden Baucontainer

 

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Arbeit einer weiteren Klasse

 

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Klassenraum während der Ferien

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Kinder im Projekt (während der Ferien)

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Ventilation der Trocken-WCs

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Mittagessen auf der Baustelle

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Eines der Klassengebäude

 

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Klassengebäude größer

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Ein anderes Klassengebäude

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Und noch eine Klasse

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Jede Klasse hat ihren eigenen kleinen Garten

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Ferien…

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Ferien…

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Hof bei einem Klassengebäude

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Verputzen des Sanitärraums

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Arbeiten am Boden des neuen Waschraums

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vorne die Loschsteine zur (passiven) Beleuchtung der Sanitärräume

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Maurer aus dem Ort – auch auf der Baustelle

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Verschalung einer Stiege

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Betonieren mit Mütze, weil Winter…

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Betonieren der Stiege

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Der Schlußstein wird gesetzt :-)

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Die Baucontainer

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Die Küche (der neue Sanitärraum wurde hinter der Küche errichtet)

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!!!

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Der eckige Rundbau gehört dem Nachbarn. Im Hintergrund der Indische Ozean.

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Das Baustellenfahrzeug

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Schneiden der Bodenplatten für den Waschraum

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Der (zukünftige) Waschraum

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“Arbeitsschutz Spezialist”

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Mittagspause

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Betonmischplatz

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Wassertank, Betonmischpatz, Baustellenfahrzeug, Mittagspause

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Spuren aus Österreich

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Küche mit angrenzendem (neuem) Sanitärtrakt

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Mödling verewigt sich :-)

 

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Eine feine Schule an der Wild Coast

17.Juli 2016 in erfreulich, konkret

20160713081037Seit 2010 gibt es an der “Wild Coast”, 190 km südlich von Durban in der ärmsten Provinz Südafrikas – Eastern Cape – eine besondere Schule: in einer Gegend größter Armut und Hoffnungslosigkeit hat eine österreichische Initiative begonnen, eine Schule zu errichten, die den Kindern Lernen wie in den – guten – Privatschulen Südafrikas ermöglicht und ihnen damit Perspektiven für ihr Leben eröffnet, die ihnen sonst verschlossen blieben.

Wie auch in der ersten “Ithuba”-Schule bei Johannesburg wird auch die Schule an der Wild Coast Stück für Stück, also Klasse für Klasse von StudentInnen verschiedener Architekturfakultäten in Österreich und Deutschland geplant und dann gemeinsam mit lokalen Arbeitskräften vor Ort errichtet. Alle Student- und LehrerInnen kommen für Fahrt und Aufenthalt selbst auf.

Heuer – und zwar gerade jetzt im Juli – sind Schüler- und LehrerInnen aus der Mödlinger HTL vor Ort und sind dabei, einen dringend erforderlichen Sanitärtrakt zu bauen. Und weil die Arbeit optimal ablief, blieb auch noch Zeit für den Rohbau von zwei weiteren Klassengebäuden. Gebaut wird unter für österreichische Verhältnisse ungewöhnlichen Bedingungen: Wasser gibt es in begrenzter Menge aus Tanks, der Strom fällt öfter einmal aus und das Baumaterial muss über abenteuerliche Wege von weit her transportiert werden. Das erfordert ein hohes Maß an Improvisation – und gibt den Beteiligten die Chace, unbezahlbare Erfahrungen zu sammeln. Auf der Baustelle wird mit Arbeitern aus der Umgebung alles geteilt: die Aufgabe, das Material – und die Verpflegung (das Essen auf der Baustelle wird von Frauen aus dem Dorf für alle gekocht).

Ich durfte heuer eine Woche bei der Arbeit mithelfen: ein wirkliches Erlebnis! Und bevor ich vergesse, darauf hinzuweisen: ich bin stolz darauf, dass unser Land solche Projekte hervorbringt und bin besonders stolz darauf, dass “unsere” HTL sich in einer beeindruckenden Weise auf Baustellen am anderen Ende der Welt bewährt; SchülerInnen und LehrerInnen, die freiwillig, dafür aber mit großem Einsatz mitwirken, dass das Projekt, die Schule an der Wild Coast in Südafrika weiter wächst und Kindern die Chance  auf eine gute Ausbildung und damit bessere Perspektiven ermöglicht.

In Zeiten wie diesen eine seltene, sehr positive Geschichte!

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Nur ein Erkenntnis ... ?

2.Juli 2016 in dramatisch, herausfordernd

Der VfGH hat gesprochen und in einem Rechtsstaat ist damit eine Entscheidung getroffen worden, die es zu respektieren gilt.

(Heute nutzt der VfGH den Rechtsaußen. Sie zögern aber nicht, diese oberste politische Gerichtsbarkeit anzugreifen, wenn es ihnen nicht in den Kram passt, siehe Ungarn und Polen. Und wehe, der VfGH hätte gestern anders entschieden: dann wäre auch er zur Zielscheibe der Polemik von Rechtsaußen geworden).

Die Wahl wird also annuliert und wir werden erneut für Alexander Van der Bellen antreten.

Ein paar Gedanken seien aber doch erlaubt:

  • Was da jetzt als Schlamperei bei der Wahl beschrieben wurde und Grund der Anfechtung war, ist gelebte Praxis seit Jahrzehnten. Die FPÖ weiß darüber so gut Bescheid wie alle anderen Parteien. Wenn es irgend jemand (zB auch der FPÖ) ein Anliegen gewesen wäre, diese Vorgänge abzustellen, hätten sie das seit immer zum Thema machen können – und mit ihren Vertrauensleuten in den Kommissionen jeweils darauf hinweisen können. Aber nein: sie haben es – mit Krokodilstränen – aus der Schublade geholt, um eine Wahl umzudrehen, die sie verloren haben. Sie haben damit Österreich als ganzem großen Schaden zugefügt, das Vertrauen in die Institutionen und die politische Stabilität in diesem Land wieder ein bißchen untergraben. (Dass internationale Wahlbeobachter nach Österreich kommen werden, ist ja wohl eine Schande erster Güte!).
  • Worüber so großes Entsetzen herrscht, sind formale Abläufe. Es wurde keine einzige Manipulation gefunden – sie wurde nicht einmal behauptet. Dass Kuverts zu früh geöffnet wurden, ist doch wohl kein echtes Problem (wenn es vor Zeugen erfolgt ist). Dass in einem Dorf in Niederösterreich Minderjährige wählen durften, ist schon absurd. Aber kann man die Wahlkommission dafür nicht belangen, ohne eine Wahl aufheben zu müssen?
  • Dass (wie schon immer) zu früh weiter gegebene Wahlergebnisse ein Problem seien, dass aber jede Form von “Umfrage-“Ergebnissen bis knapp vor der Wahl keine Beeinflussung der WählerInnen sei, ist meiner Meinung nach ein bißl sehr weltfremd.
  • Was zu einer Volkswahl dazu gehört, wie das gleiche und geheime Wahlrecht, ist die Durchführung der Wahl meist durch ganz normale BürgerInnen als Mitglieder von Wahlkommissionen: Leute, die sich für wenig/kein Geld einen Sonntag lang (und in den Bezirkswahlbehörden auch am Montag) in die Wahllokale setzen und bei der Administration und Auszählung mithelfen. Da kann schon einmal etwas passieren, was sich Juristen nicht vorstellen können oder wollen.
    Noch einmal: es darf niemals auch nur der Eindruck entstehen, dass tatsächlich das Wahlergebnis beeinflußt wird! Das war aber bei der BP-Wahl ohnehin nie Thema.
    Anders als bei einer Gemeinderatswahl in Niederösterreich: dort werden von KandidatInnen persönliche Stimmzettel ausgeteilt und manche BürgerInnen kommen mit diesen Zetteln ins Wahllokal. Sie bekommen dort aber natürlich auch einen offiziellen Stimmzettel mit in die Wahlzelle. Manche Leute stecken dann sowohl den offiziellen, als auch den vorgedruckten, persönlichen Stimmzettel in das Kuvert. Dann sind zwei Stimmzettel in einem Kuvert. Beim Öffnen der Kuverts müssen solche doppelten Stimmen sofort zusammengeheftet werden. Aber in x Fällen funktioniert das nicht (weil die Klammerlmaschine leer ist, weil jemand – hoffentlich nur unbeabsichtigt – daneben klammerlt oder weshalb immer. In solchen Fällen wird aus einer Stimme zwei! Das ist eine wirkliche Verfälschung des Wahlergebnisses!
    (Übrigens: wir GRÜNE verwenden keine privaten Wahlzettel).

Mit dieser Entscheidung zur Aufhebung der Stichwahl sind die Verfassungsjuristen auf der sicheren Seite: niemand kann ihnen vorwerfen, ein Auge zuzudrücken. Und ja: das ist das Gute an diesem Erkenntnis.

Aber wie wird sich die Nachwahl politisch auswirken?

Voraussichtlich wird die Wahlbeteiligung niedriger sein. Wie sieht es mit der politischen Legitimation eines Bundespräsidenten aus, der dann mit weniger Stimmen gewählt wurde, als bei der aufgehobenen Stichwahl? Oder was ist, wenn es auch bei dieser Wahl wieder “Hoppalas” gibt? Und was ist mit allen kommenden Wahlen: werden wir so lange wählen, bis zu keinem Ergebnis in keinem Sprengel mehr irgend ein Haar in der Suppe gefunden werden kann (erheblich oder unerheblich)?

Dient das der Demokratie oder macht es die Demokratie in Konsequenz lächerlich?
Und gibt es möglicherweise eine Strategie einer politische Formation, für die zweiteres durchaus gewünscht ist?

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Die neuen VOR-Tarife

19.Juni 2016 in konkret, vermischt

IMG_8171Lange wurde gemutmaßt, wurde gemunkelt, vermutet. Man wußte, dass der VOR an einer Tarifreform arbeitet. (Und man wußte, dass die bisherige Kernzonenregelung nicht optimal war). Lange war eine “Wabenlösung” in Diskussion, die kleinere Zellen zur Berechnung der Fahrpreise vorsehen würde. Wir GRÜNE haben in diesen Debatten immer eine Lösung forciert – so einfach wie möglich – die den ÖV attraktiver machen sollte: ab besten wäre es (gewesen) die 1. Außenzone in die Wiener Kernzone einzugliedern. Das wäre ein deutliches Angebot an die PendlerInnen gewesen, auf die Öffis umzusteigen.

OK. Jetzt liegt die Tarifreform am Tisch und wird überdies schon am 7. Juli in Kraft treten. Keine lange Zeit, sich umzustellen. Aber, was das wichtigste (und traurigste) ist: ich sehe keine Einladung an die Menschen der Region, in Zukunft mehr mit den Öffis zu fahren.

Die Details der neuen Regelung finden Sie unter www.vor.at.

Das neue System ist “einfach”, fair”, “flexibel”, “praktisch” und “bewährt” – schreibt der VOR. Tatsächlich zahlt man/frau in Hinkunft nach der tatsächlich gefahrenen Strecke. Das bedeutet, dass man/frau bei jedem Kauf einer Fahrkarte (egal ob für eine Einzelfahrt, ein Tagesticket, eine Wochen-/Monats- oder Jahreskarte) die Strecke angeben muss. Ich hoffe, dass das praktisch machbar ist…
Aber Achtung: mit einer Fahrkarte kann man ein sogenanntes “Persönliches Netz” nutzen, also eine Reihe von Bus- und Bahnlinien zwischen den angegebenen Zielen. Achten Sie darauf, welches “persönliche Netz” Ihnen vorgeschlagen wird. (Beispiel: wenn Sie “Wien bis Laxenburg” angeben, haben Sie einen deutlich geringeren Spielraum, als wenn Sie “Wien nach Mödling” angeben, obwohl beide Varianten gleich viel kosten und Sie mit beiden nach Laxenburg kommen). Es zahlt sich aus, ein bißchen zu probieren!

Über die publizierten Infos hinaus gibt es ein paar “Geheimnisse”, die für die Öffi-FahrerInnen wichtig sein könnten. Inbesondere das Nebeneinander der Wiener Kernzone und des restlichen VOR-Gebietes macht die richtigen Entscheidungen für die Fahrgäste nicht einfacher.

Hier ein paar Tips aus dem Blickwinkel eines Mödlinger Fahrgastes:

  • Für sämtliche Busse im Stadtbereich – nicht nur den Citybus! – gibt es seit Jahren einen Ortstarif (€1,10 pro Fahrt, €2,20 für die Tageskarte). Im neuen VOR-Tarifsystem gibt es den Ortstarif weiter. Aber für Senioren und Menschen mit Behinderungen ist die Eizelkarte (€1,-) und auch die Tageskarte (€2,-) billiger als mit dem Ortstarif! [besser als bisher]
  • Für die Fahrt nach Wien brauchen Sie eine Karte von Mödling bis zur Stadtgrenze und dann eine Karte für die Kernzone. Die Karte bis zur Stadtgrenze hat bisher €415,- gekostet; die wird nun €418,- kosten. Das ginge noch. In dem neuen “persönlichen Netz” kann man mit dieser Karte praktisch die ganze bisherige 260-Zone befahren – u.z. inkl. der Busse [besser als bisher].
    Tip: wenn Sie nach Liesing fahren wollen (oder nach Wien und für die Kernzone eine Karte haben), geben Sie von Mödling als Ziel besser “Wien Kernzonengrenze” statt “Liesing” ein, dann erweitert sich Ihr Spielraum in der “Außenzone” beträchtlich: Sie können mit einer solchen (z.B. Jahres-)Karte auch nach Schwechat oder Purkersdorf fahren. [besser als bisher]
  • Für die Fahrt nach Wien haben viele die Überlappungsbereiche genutzt (mit einer Karte für die Zone 260 konnte man bis zum Hauptbahnhof fahren). Die Überlappungsbreiche gibt es nicht mehr [schlechter als bisher]. Wenn Sie aber keine Straßen-/U-Bahn und auch keinen Bus in Wien, also keine Leistung der Wiener Linien in Anspruch nehmen wollen, sondern am Netz der ÖBB bleiben (Regionalzug, S-Bahn) brauchen Sie keine Kernzone für Wien zu bezahlen, sondern können WIEN REGIONAL buchen. Das ist zwar um €120,- für die Jahreskarte teurer als bisher (260+Überlappung) [schlechter als bisher], aber dafür können Sie mit WIEN REGIONAL das gesamte ÖBB-Netz in Wien nutzen (zB bis zum Praterstern oder Floridsdorf).
  • Eine wesentliche Einschränkung ist das Wegfallen der Streifen- und Vorverkaufskarten außerhalb von Wien [viel schlechter als bisher] (Achtung: in Wien gibt es nach wie vor sowohl Streifen- als auch Vorverkaufskarten!). Einzelfahrten gelten am Tag des Kaufs oder an dem Tag, der beim Kauf angegeben wurde. Die Entwerter werden zum Jahresende 2016 außerhalb von Wien sämtlich abgebaut! Streifenkarten können noch bis Ende 2016 genutzt werden.
    Achtung: für Menschen, die selten fahren, bedeutet es, dass am Tag der Fahrt ein Fahrschein gekauft werden muss. Das geht zwar auch im Internet, aber wer keinen Zugang zum WEB hat oder sich damit schwer tut, muss zu einem Automaten oder zum Kassenschalter [viel schlechter als bisher].
  • Unklar ist, wo eine Streifenkarte der Wiener Linien entwertet werden muss, wenn man aus Mödling nach Wien fährt: von Mödling bis zur Kernzonengrenze hat man sich eine Fahrkarte am Bahnhof gekauft, für Wien hat man aber die (praktische) Streifenkarte. Im Zug gibt es keine Entwerter und man wird doch wohl nicht in Liesing aus dem Zug springen und die Streifen entwerten… (Das wurde vom VOR offensichtlich nicht bedacht).
  • Das Land NÖ hat versprochen, “Härten” aufzugleichen. Es geht um Verteuerungen im Vergleich zu bisher um mehr als €120,- bei der Jahreskarte. Ein entsprechender Antrag ist beim VOR einzubringen.

Insgesamt scheint das neue System natürlich gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man einmal seine Jahreskarte gekauft hat, hat man wohl keine Probleme. (Für NutzerInnen der bisherigen Überlappungsbereiche wird´s allerdings teurer). Ein echtes Problem sind aber die fehlenden Vorverkaufsfahrkarten: das bewirkt, dass man jede einzelne Fahrkarte gesondert kaufen muss. Das ist ein echtes Problem, v.a. für ältere Menschen.

Und schade ist, dass eine Gelegenheit vertan wurde, das System wirklich einladender zu machen: das €365-Jahresticket in Wien hat Hunderttausende zu den Öffis gebracht. Das wäre auch bei dieser VOR-Reform möglich gewesen…

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