Moedling is in South-Africa

27.Juni 2014 in erfreulich

Es ist eine Schule für sie

Es ist eine Schule für sie

Die ersten Tage Arbeit sind vorüber (und der Beobachter ist schon wieder in Mödling): ein Teil der Arbeit ist gemacht, aber zumindest hat sich jedeR schon auf die Gegebenheten eingestellt, sodass die “restliche” Arbeit sicher unproblematisch über die Bühne gehen wird.

18 SchülerInnen bauen unter Anleitung von zwei Lehrern (Erhard Halmer und Michael Sinawehl) nach dem Plan des Architekten (und des “guten Geistes von Ithuba”), Elias Rubin, ein Klassenzimmer für die primary school. Gut zu wissen ist, dass in diesem Projekt ein Klassenraum gleich ein (kleines) Gebäude ist.

Das neue Gebäude wird auf einer Betonplatte mit Wänden aus Lehm errichtet: das ist ein billiges und traditionelles Baumaterial (auch in Europa wurde vor Jahrhunderten viel mit Lehm gearbeitet, heute nur noch von besonders ökologisch arbeitenden Architekten).

Das Ithuba Skills College Montic südöstlich von Johannesburg, in Mitten einer unübersehbaren Anzahl von “Townships”, also einfachsten Hüttensiedlungen für den armen Teil der Bevölkerung, ist der Versuch, jungen Menschen durch eine gute und leistbare Ausbildung die Möglichkeit zu geben, aus der Spirale “mangelnde Qualifikation-Arbeitslosigkeit-Armut” auszubrechen.

Das College wird stufenweise seit 2008 errichtet, wobei jeweils StudentInnen / SchülerInnen aus Österreich, aber auch aus Deutschland, der Schweiz und Slowenien die Gebäude planen und dann in Form eines Praktikums gemeinsam mit einheimischen Arbeitern errichten. Das Material wird von Sponsoren bereit gestellt, während die Ausführenden die Fahrt und den Aufenthalt selbst beitragen.

Ende eines langen Arbeitstags am anderen Ende der Erde

Ende eines langen Arbeitstags am anderen Ende der Erde

GewinnerInnen sind alle: den SchülerInnen, die eine kostenlose Ausbildungsstätte vorfinden, aber auch den EuropäerInnen, die ein ganz anderes Land, andere Gebräuche abseits von Folklore-Kitsch kennen lernen und einen kleinen Eindruck von den Lebensbedingungen anderswo erhalten.

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Ein ganz, ganz beeindruckendes Projekt. Und die Mödlinger HTL ist dabei.

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Mödling goes to South-Africa

19.Juni 2014 in erfreulich, herausfordernd, konkret

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Liebe Freundinnen und Freunde,

übermorgen geht´s los – für SchülerInnen der HTL, ihre Lehrer und auch für mich: wir fliegen nach Johannesburg, wo die SchülerInnen im Rahmen des Schulprojekts Ithuba einen Klassenraum bauen werden, den sie während des Schuljahres geplant haben.

Die HTL arbeitet schon seit vielen Jahren an Bau-Projekten für Länder des Südens: die Liste der Projekte aus den vergangenen Jahren ist sehr beeindruckend. Es ist ein bewußter Schritt der Schule als Hilfe zur Selbsthilfe für Länder und Menschen, die Unterstützung brauchen. Und es ist gleichzeitig eine Möglichkeit für SchülerInnen, nicht nur fremde Länder kennen zu lernen, sondern dort auch zu erfahren, wie die Menschen in Arbeitsprozessen denken und handeln. Die Grundsätze des Vereins “EZA HTL Mödling” sind wirklich lesens- (und unterstützens-) wert.

Heuer wird ein Projekt im südlichen Afrika durchgeführt. In einem township von Johannesburg wird seit 2008, organisiert von einem österreichischen Verein und mit finanzieller Hilfe österreichischer Unternehmen, im Rahmen des Projekts “ITHUBA” eine Schule gebaut. “Ziel der Initiative ist es, den Kindern in den Townships eine gute Bildung zukommen zu lassen und ihnen so einen Ausweg aus dem Kreislauf von Armut und Gewalt zu öffnen.” Tatsächlich errichtet werden die Gebäude am Areal der Schule von Architekturklassen aus Österreich, Deutschland und Slowenien: StudentInnen planen unter Verwendung von lokalen Materialien und fahren schließlich selbst nach Johannesburg, um ihr Gebäude – gemeinsam mit lokalen Arbeitskräften – zu errichten. Heuer kommt nicht eine Gruppen von ArchitekturstudenInnen, sondern eine Klasse von SchülerInnen der Abteilung Hochbau der HTL Mödling. Abgesehen davon, dass ich das Projekt und die Arbeit des Vereins an sich sehr, sehr beeindruckend find´: aber es ist auch eine kleine Anerkennung der Wertigkeit der Ausbildung in unserer HTL, denn die bisherigen Arbeiten für Ihuba stammen sämtlich von StudentInnen Technischer Universitäten.

Und weil das ein so positives Vorhaben ist, hab ich mich entschlossen, mich der Gruppe anzuschließen. Ich werde die Fahrt nach Johannesburg mitmachen und eine Woche auf der Baustelle bleiben (dann muss ich zurück, denn am 27. Juni ist Gemeinderatssitzung). A propos Gemeinderat: die Stadt unterstützt das Projekt großzügig, indem die Kosten für die Möbel für den zu errichtenden Klassenraum zur Verfügung gestellt wurden.

Ich werde von unserer Fahrt und der Arbeit in meinem Blog berichten.

Ich bin schon sehr gespannt!

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Mödlinger Sonnensparbücher: BürgerInnenbeteiligung für Photovoltaik

18.Juni 2014 in erfreulich

2. Auflage 2014

2. Auflage 2014

Auch heuer gibt´s wieder Sonnensparbücher!

Wie auch 2013 errichtet die Stadt heuer zwei Photovoltailanlagen: eine am Dach der Stinglschule und eine am Dach des alten Teils der Europa-Hauptschule. Mit einer Leistung von zusammen knapp 50 KWp.

Die Errichtungskosten von ein bißchen mehr als €100.000,- wurden durch ein Darlehen der SpK Baden aufgebracht. BürgerInnen können nun an der Errichtung der Anlage Anteil nehmen, indem sie Bausteine bei der SpK Baden zeichnen – in Summe in der Höhe des Darlehens.

Konkret ist ein Baustein ein Kapitalsparbuch mit einer Fixverzinsung von 2,5% und einer Laufzeit von 10 Jahren. Genau das sind die Konditionen des Darlehens, das der Stadt zur Verfügung gestellt wird.

Den Strom verkauft die Stadt an die Fa. naturkraft, unseren Öko-Stromversorger. Mit den Erlösen des Stromverkaufs zahlt die Stadt das Darlehen zurück. Das sollte sich – entsprechenden Sonnenschein vorausgesetzt – in der Laufzeit des Darlehens ausgehen.

Jede Person kann Anteile in einer Stückelung von €500,- bis zu max. €2.500,- erwerben.

Anträge bitte per Mail an energie@moedling.at. (Sie bekommen eine “Zuteilung”, so lange das Kontingent nicht ausgeschöpft ist. Mit dieser Verständigung können Sie dann bei der SpK Baden die Einlage tätigen).

Es sind 2 Fliegen mit einem Schlag: Anteil an einer energiepoltisch sinnvollen Maßnahme und eine – konventionelle, aber – gute Geldanlage. Für jedeN, der kein eigenes / geeignetes Dach besitzt eine Möglichkeit, an der Energiewende teilzuhaben.

Wenn es Sie interessiert, beeilen Sie sich bitte: im vergangenen Jahr waren die Anteile bald vergeben.

Die PV-Anlage auf der Babenbergerschule: ein Projekt aus der BürgerInnenbeteiligungsaktion 2013

Die PV-Anlage auf der Babenbergerschule: ein Projekt aus der BürgerInnenbeteiligungsaktion 2013

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GRÜNER Ausflug Frühjahr 2014: ein schöner Tag in Tschechien

15.Juni 2014 in erfreulich

Wir vor dem Schloß Valtice

Wir vor dem Schloß Valtice

Gestern haben wir – einer schon langen Tradition folgend – einen GRÜNEN Ausflug gemacht: 19 waren wir letztlich.

Wir sind mit dem Zug von Mödling nach Breclav gefahren und von dort mit Leihrädern zu den beiden Liechtenstein-Schlössern Lednice und Valtice gefahren.

Diese beiden Anlagen und auch die Parks und Wälder dazwischen sind beeindruckend und mit Fahrrädern sehr gut zu erkunden. Das ist sicher auch der Grund, weshalb wir an diesem Tag – insgesamt bei herrlichem Wetter, nachdem es beim Losfahren noch geregnet hatte – hunderten anderen RadlerInnen begegnet sind.

Auf den ersten Blick skurril: Mittagessen an der österreichischen Grenze - mitten in Tschechien. (Erklärung: bis 1920 war die Grenze tatsächlich dort).

Auf den ersten Blick skurril: Mittagessen an der österreichischen Grenze - mitten in Tschechien. (Erklärung: bis 1920 war die Grenze tatsächlich dort).

Es war wieder ein schöner, kommunikativer, interessanter und insgesamt feiner Tag.

Ich freu mich auf den nächsten GRÜNEN Ausflug.

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Service für RadfahrerInnen: die Sicherheitsbox

4.Juni 2014 in erfreulich, konkret

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Vor zwei Jahren hat das Verkehrsreferat der Stadt eine Projekt mit Fahrradeinkaufskörben durchgeführt: mit jeweils 6 Stempeln über Einkäufe bei Mödlinger Geschäften konnte man / frau gratis einen Fahrradkorb bekommen.

Insgesamt wurden 500 Körbe unter das radfahrende Volk gebracht – ein voller Erfolg. Seither sieht man viele MödlingerInnen mit dem Rad beim Einkaufen. Denn Einkaufen mit dem Radl geht, und zwar sehr gut! Und Parkplatz auch unmittelbar vor einem Geschäft hab ich mit meinem Fahrrad eigentlich noch nie suchen müssen…

Heuer haben wir uns etwas anderes einfallen lassen, die “Sicherheitsbox”.

Es ist erfreulich, wie viele Menschen in unserer Stadt bereits mit dem Rad fahren. Aber je mehr es sind, desto mehr stellen sich Fragen der Sicherheit: ein entscheidender Faktor für die Sicherheit am Fahrrad ist, ob und wie gut man von den AutofahrerInnen gesehen wird. Und so haben wir uns vorgenommen, mit einer ähnlichen Aktion wie vor 2 Jahren das Gesehenwerden der RadfahrerInnen zu verbessern.

Es gibt heuer also eine Sicherheitsbox in Mödling: für – wieder – 6 Einkaufsstempel von verschiedenen Geschäften bekommt man gratis eine solche Box, wobei es eine für Erwachsene und eine für Kinder gibt. Enthalten ist ein gelber (gelbes?) Collar, also ein stark reflektierendes “Umhängelätzchen”, das man auch gut zum Laufen nehmen kann, ein Klackband, Speichenreflektoren, eine reflektierende Folie zum Selbst-Zuschneiden, einen Gutschein für eine Preisermäßigung beim Kauf eines Helms und eines Radschlosses, eine kostenlose Fahrradversicherung und Infos zum Radfahren.

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Die Stempelkarten und auch die Einkaufsstempel selbst gibts bei vielen Geschäften in Mödling: die Liste steht im Projektfolder. Die Boxen bekommt man gegen Abgabe des Sammelpasses bei den 3 Mödlinger Radhändlern.

Also: in Mödling einkaufen und sicher Rad fahren :-)))

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100 Jahre Mödlinger Hütte

1.Juni 2014 in gestern & heute, konkret

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Enzian mit Mödlinger Geburtstagshütte

Am 31. Mai 1914, wenige Wochen vor Beginn des Völkergemetzels wurde die Mödlinger Hütte auf der Treffener Alm am südlichen Rand des Gesäuses eingeweiht. 10 Jahre dauerten Bauvorbereitung und Bau, betrieben und finanziert von der Sektion Mödling des Alpenvereins. In den 100 Jahren ihres Bestehens haben viele MödlingerInnen Anteil am Schicksal der Hütte genommen – und einige entscheidende Schritte zu ihrer Entwicklung gesetzt. Zuletzt war die Mödlinger Hütte wegen diverser Mängel akut von der Schließung bedroht. Aber durch Initiative von Ex-Bürgermeister Werner Burg und mit doch massiver Unterstützung durch die Stadt, aber auch mit privaten Spenden wurde eine Sanierung in Angriff genommen, die bis heute Schritt für Schritt ihre Fortsetzung findet:

Die Hütte ist als eine von insgesamt 4 (!) Hütten in Österreich mit dem Umweltzeichen für Tourismus des Umweltministeriums ausgezeichnet (darauf sind wir natürlich besonders stolz): es gibt eine biologische Kläranlage bei der Hütte, eine Photovoltaikanlage und – als Herzstück – ein Blockheizkraftwerk, das mit Rapsöl aus der Region betrieben wird und den Strom *und* die Wärme für Zentralheizung und Warmwasser erzeugt. Wirkungsgrad insgesamt 90%.

Unnötig hinzuzufügen, dass die Küche “bio” ist und nur Mehrweggebinde für Getränke verwendet werden. Die Pächter, Helga und Hans Traxler führen die Hütte seit nun 23 Jahren und ganz einfach vorbildlich.

...bei einer spannenden Rede :-/ zum Geburtstag - mit dem Geschenk des Bürgermeisters (das wir zu Fuß auf die Hütte getragen haben)

...bei einer spannenden Rede :-/ zum Geburtstag - mit dem Geschenk des Bürgermeisters (das wir zu Fuß auf die Hütte getragen haben)

Heuer wird die Hütte um einen Zubau erweitert, der einige 2-Bett-Zimmer als Ergänzung zu den bestehenden Bettenlagern und den Mehrbettzimmern bieten wird.

Zur Feier des 100. Geburtstags waren als Vertreter der Stadt 5 GRÜNE und Werner Burg gekommen. Es war ein verregnetes (zum Teil verschneites(!)), aber wie immer sehr nettes Wochenende auf der Mödlinger Hütte.

Vielen Dank der Sektion Mödling des ÖAV und insbesondere dem Hüttenverantwortlichen, DI Hubert Janku, dass die Stadt auf seinen Außenposten im Gebirge mit Recht stolz sein kann!

Die Mödlinger "Delegation" vor der Hütte

Die Mödlinger "Delegation" vor der Hütte

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