die Mödlinger Handwerkstatt: eine vorbildliche Initiative

30.Januar 2016 in erfreulich, vermischt

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Ein paar Besucher im Repair Café: Lukas Brunbauer, Organisator der Handwerkstatt, Dani Jordan, unermüdliche Abfallberaterin im Abfallverband, Karin Wessely, Kultur-Stadträtin, Teresa Voboril, GRÜNE Gemeinderätin und Harald Stopfer, Besucher aus Ma. Enzersdorf.

Die Handwerkstatt in der Mödlinger Haßlingerstraße #3 feierte heute – wieder :-) – ein Repair Café.
In allen Werkstatt-Räumen war high life: Elektronik wurde wieder in Stand gesetzt, Räder repariert, Kleider geflickt. Und das bei Kaffee und Kuchen und vielen netten (und hier besonders hilfreichen) Gesprächen.

Die hand.werk.statt ist in kurzer Zeit zu einer Institution geworden und zu mehr als einem Fingerzeig in die richtige Richtung: Wiederinstandsetzen statt Wegschmeissen.

Was in der Handwerkstatt und auch wann möglich ist, kann man auf ihrer homepage nachlesen.
…ab sofort gibt es keine Ausreden mehr :-/

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Darauf können wir nicht stolz sein...

23.Januar 2016 in ärgerlich, jenseits

tmp_27517-FB_IMG_14535426213821095765769Dieses Plakat hing Ende der vergangenen Woche im Mödlinger Stadtbad – und hat zu Recht für große öffentliche  Irritation gesorgt. Es war offenbar eine eigenmächtige Aktion des Direktors des Bads und – bei positivster Betrachtung – ein Ausdruck der Hilflosigkeit. Diese Hilflosigkeit allerdings in der Art und Weise zu formulieren, ist mehr als bedenklich. (Und da rede ich noch nicht vom Gebrauch der deutschen Sprache).

Ja, es gibt Probleme im Zusammenleben mit Menschen, die ihnen vertraute kulturelle, gesellschaftlche und politische Verhältnisse bei ihrer Flucht hinter sich gelassen haben und hier eine Gesellschaft vorfinden, die sie kennen lernen müssen. Das ist im Miteinander der Geschlechter besonders heikel. Nicht umsonst kulminieren die Beschwerden bei Schwimmbädern und Saunen. Und selbstredend haben insbesondere Frauen jedes Recht auf eine sichere und respektvolle Umgebung – überall.

Ich glaube aber, dass es andere Strategien braucht, dem Ziel näher zu kommen, als den Griff in die unterste Schublade der Stammtischrhetorik.

Eine Möglichkeit wäre (gewesen), Kontakt mit den Menschen zu suchen, die sich freiwillig oder beruflich, aber jedenfalls professionell in der Betreuung der Flüchtlinge engagieren und die Zusammenarbeit mit den Organisationen zu suchen, die Erfahrung in der Flüchtlingsbetreuung haben. Zumindest sollten die Regeln, deren Einhaltung zu Recht verlangt wird, für die Flüchtlinge lesbar sein, also übersetzt werden. Aber wahrscheinlich wäre auch sinnvoll, einen Mitarbeiter mit entsprechenden Sprachkenntnissen zu engagieren. Tatsächlich gibt es viel zu tun und eine große Verantwortung für die öffentliche Verwaltung.

Was nicht geht, ist als Stadt wegschauen, so tun, als ob einen das alles (das Zusammenleben mit Flüchtlingen) nichts angeht und dann, wenn man nicht weiter weiß, fremdenfeindlich um sich zu schlagen. Auch, wenn dieses Plakat nicht so gemeint war: diese Aktion muss Konsequenzen haben – am besten wäre, wenn auch Maßnahmen getroffen würden, die langfristig helfen. Denn wir werden mit Menschen leben und umgehen lernen müssen, die zu uns fliehen.

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Solarenergie für alle!

10.Januar 2016 in erfreulich, konkret

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Spatenstich vor den Bauarbeiten.

 

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Das ist das Kraftwerk, das ausschließlich mit der Kraft der Sonne betieben wird – auf dem Foto schon fast fertig.

Was macht man/frau, wenn man/frau die Energiewende wichtig ist, wenn man/frau inbesondere die Photovoltaik sympatisch findet, wenn aber kein geeignetes Dach vorhanden ist, um dort Solarpanele anzubringen? Oder auch nur, wenn man das nötige Kleingeld dafür nicht hat?

Dann gibt es die Möglichkeit, sich an Bürgerbeteiligungs-Kraftwerken zu beteiligen.

Die Stadtgemeinde Mödling errichtet gerade jetzt ein solches Solar-Kraftwerk auf einem Teil des Geländes der Kläranlage am Gemeindegebiet von Wr. Neudorf gemeinsam mit WienEnergie. Die Anlage ist auf eine Maximalleistung von 185 KWp ausgelegt und wird im Jahr ca. 210MWh Elektrizität liefern – ausschließlich, indem sie Sonnenstrahlen auffängt. Ohne Abgase zu erzeugen. Ohne Lärm zu machen. Ohne Rohstoffen zu verbrauchen.

Die Energieausbeute ist in etwa der Jahres-Stromverbrauch von 75 Familien. Der Strom “unserer” neuen Anlage bleibt aber auf der Kläranlage und wird einen Teil ihres Strombedarfs abdecken.

WienEnergie baut in Mödling die 22. Anlage mit BürgerInnenbeteiligung.

Das bringt den Interessierten zwei Vorteile: einmal unterstützt man ein zukunftsweisendes Energieprojekt und andererseits ist es eine vernünftige Geldanlage, denn 2,25% jährlich an Ertrag werden von WienEnergie garantiert.

Für alle, die das Projekt und auch die Beteiligung interessiert, gibt es am Fr., 15. Jänner eine Informationsveranstaltung im evangelischen Lichthaus in der Scheffergasse 8. Beginn ist um 18.30h. Bei dieser Veranstaltung können Sie auch direkt Anteile zeichnen. (Anmerkung: nach der Veranstaltung wird WienEnergie die Beteiligung im Internet anbieten und bei den letzten Projekten waren die Anteile innerhalb weniger Minuten ausverkauft).

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Radfahren im Winter

6.Januar 2016 in konkret

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Malerisch – aber nicht ideal…

Es gibt keine Jahreszeit zum Radfahren: man/frau kann sich immer mit dem Rad fortbewegen. Auch bei Kälte und Schnee ist das Radfahren angesagt. Gesundheitsmäßig wär´s sogar besonders angesagt, gerade in dieser Jahreszeit Bewegung in der frischen Luft zu machen.

Man sollte aber auf ein paar Details achten:

  • Die richtige Kleidung: Jacke und Hose sollten Wärme spenden und wasserabweisend sein. Schuhe warm und wasserabweisend. Mütze nicht vergessen! (Wenn man mit Helm unterwegs ist: es gibt ganz dünne, aber sehr wärmende Hauben, die man unter dem Helm tragen kann). Schals für den Hals. Und: gute Handschuhe!
  • Gesehen werden: Reflektoren an allen Stellen, wo das möglich ist. Und eine gute Lichtanlage: Nabendynamos sind bei Schnee von Vorteil und eine Standlichtfunktion hilft auch. Achtung bei Lichtern, die über Akkus betrieben werden: Batterien verlieren bei Kälte stark an Leistung!
  • Beim Fahrrad selbst zu beachten: Reifen mit gutem Grip. (Manche RadfahrerInnen haben extra Mäntel für den Winter – warum sollte das nur beim Auto normal sein?). Schutzbleche / Kotschützer sind im Schnee-/Salzmatsch besonders angesagt.
  • Wartung und Reinigung: regelmäßig mit warmem Wasser säubern, um insbes. das Salz los zu werden; bewegliche Teile mit – wenig – Öl versorgen. Achtung beim Fahrradschloß: die Öffnung des Schlosses sollte im Freien nach unten zeigen. Sonst friert das Schloss leicht ein :-(

Übrigens: wenn ein Radweg nicht oder nur unzufreichend gesäubert ist, fällt die Benützungspflicht weg.

Mehr Infos gibts bei ARGUS  bzw. der RADLOBBY und dem bmvit.

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Ein gutes Neues Jahr uns allen!

1.Januar 2016 in vermischt

20151231_125257Ich wünsche Euch / Ihnen ein gutes, weil gesundes, friedliches, interessantes, erfolgreiches und insgesamt jedenfalls zufriedenstellendes Neues Jahr.

Insgesamt wäre es schön, wenn wir heute in einem Jahr sagen könnten, dass Europa wieder ein bißchen mehr zusammen gefunden hat und sich auf eine humane Vorgehensweise im Umgang mit Menschen geeinigt hat, die aus ihrer jeweiligen Heimat flüchten mussten; dass – im Gespräch zwischen allen Beteiligten – Wege gefunden wurden, die Kriege im arabischen Raum zu beenden oder zumindest zu reduzieren; dass der Klimagipfel in Paris auch in der politischen Praxis – sogar in Österreich – Niederschlag gefunden hat; dass uns größere Katastrophen – Kraftwerksunfälle, Terror, Unwetter – erspart geblieben sind; die Beschäftigungslage besonders für junge Menschen sich in ganz Europa gebessert hat – und Österreich einen Bundespräsidenten oder eine Bundespräsidentin gewählt hat, auf den / die wir auch im Ausland stolz sein können.

OK, das alles ist ein bißl viel und bei den meisten Phantasien weiß ich, dass sie nicht sehr realistisch sind. Also werden wir uns auf die realistischeren, weil für die Einzelnen erreichbaren Ziele konzentrieren. Dass das Engagement Einzelner Auswirkungen auf einer globalen Ebene haben kann, zeigt die Arbeit der vielen Tausenden in vielen Ländern in Europa, die in der Betreuung der Flüchtlinge die Regierungen beschämen und ein unüberhörbares Signal in eine richtige, weil menschliche Richtung weisen. Wahrscheinlich birgt dieses Engagement “der Zivilgesellschaft” den Keim für eine positive Entwicklung auch auf anderen Gebieten. Und da läuft ja schon sehr viel. Vielleicht sollten wir die unzähligen Initiativen mehr vor den Vorhang holen, das würde Mut machen – z.B. die Initiative für eine Bank für Gemeinwohl oder die Plattform respekt.net oder …

Insgesamt gibt es viel mehr Grund zu Optimismus als zur Resignation!

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