Das Leben geht weiter!

25.Mai 2016 in erfreulich, konkret

In den Tagen vor der – letztlich sehr erfreulichen – Wahl des Bundespräsidenten wurden endlich die neuen Radständer für den Bahnhofsvorplatz geliefert und montiert.

20160523_121307Es sind 33 Anlehnbügel (“Wiener Bügel”), die sowohl vom Standpunkt der Sicherheit als auch der Handhabung die beste Lösung sind. Die 33 Bügel bieten somit 66 Rädern Platz unter dem Dach in den Bereichen, wo bis vor ein paar Monaten die Waggons gestanden sind. Wir haben uns bemüht, die Radständer so aufzustellen, dass sie den auf Busse Wartenden nicht im Weg sind – ich hoffe, das ist so gelungen. Wir werden die nächsten Wochen hindurch beobachten, ob die alten und eigentlich unbrauchbaren Radständer noch genutzt werden; wenn nicht, werden wir diese Relikte aus einer fahrradfeindlichen Zeit abbauen.

20160523_121248Mödling und sein Bahnhof sind einer der wenigen Teilnehmer bei einem Pilot-Projekt “Bahnhof 2.0″, bei dem es um die fußläufige und radfreundliche Ausstattung von Bahnhöfen geht. Im Zug dieses Projekts werden in den nächsten Monaten konkrete Vorschläge für Fahrradboxen, Schließfächer (für Helme etc.) und auch für kostenpflichtige, aber speziell abgesicherte Stellplätze ausgearbeitet werden. Es soll für alle Bedürfnisse vorgesorgt werden.

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Danke uns allen!

24.Mai 2016 in dramatisch, erfreulich

VdBDie letzen beiden Tage werden vielen lange in Erinnerung bleiben: weil es unheimlich spannend war (gerade die Auszählung der Briefwahlstimmen war im WEB live zu verfolgen – bis das Internet am Montag Nachmittag zeitweise zusammen gebrochen ist). Aber eigentlich auch, weil mit Alexander Van der Bellen letztlich der Kandidat  gewonnen hat, den viele sehr schätzen (zum Beispiel ich selbst), der für viele andere ein Garant für die Kontinuität des (im Grunde guten) politischen Klimas in unserem Land ist, der für wieder andere nur in der Konfrontation mit einem “Rechtspopulisten” wählbar war – der aber gefühlsmäßig und nach dem Ergebnis des ersten Wahlgangs ziemlich krasser Aussenseiter war.

Offenbar sahen auch alle Umfragen den FPÖ-Kandidaten lange Zeit weit vorne, bis eine Bewegung in Fahrt kam, die es in dieser Form in Österreich schon lange nicht mehr gegeben hat und die mich ein bißchen an die AKW-Volksabstimmung 1978 erinnert hat (das Ergebnis war diesmal noch knapper!): auch damals waren natürlich nicht die inhaltlich bewußten AktivistInnen entscheidend für den Wahlausgang, auch damals war viel Taktik im Spiel, aber diese “grassroots”-Bewegung hat das ganze Land erfasst und trotz weit geringerer Mittel den Erfolg durch viel Laufarbeit, ganz viele Gespräche und unheimlich viel Überzeugungsarbeit ermöglicht. Niemals seit 1978 haben sich so viele Menschen an der Wahlbewegung beteiligt, Leute, die man vorher noch nie in einem politischen Zusammenhang gesehen hat, die gefragt haben, wie und wo sie mithelfen können und dann mit uns auf der Strasse gestanden sind – und in ihren Familien für VdB geworben haben und sich im Personen-Komitee oder im Facebook geoutet haben. Und zum Teil war auch eine parteienübergreifende Übereinstimmung in dem einen Ziel zu sehen, Alexander Van der Bellen und nicht einen deutschnationalen, europaskeptischen Kandidaten zum Bundespräsidenten zu wählen. Es waren aufregende und schöne Tage – OK: natürlich nur retrospektiv im Wissen um das Ergebnis des Engagements.

Das Wahlergebnis ist insgesamt ein deutliches (wenn auch hauchdünnes) Votum für ein aufgeschlossenes, tolerantes, weltoffenes, berechenbares (!) und fest in Europa eingebundenes Österreich.

Es ist kein Wahlsieg der GRÜNEN. (Wir alleine hätten Hofer nicht verhindern können). Unser Anteil an diesem Votum war, den richtigen Kandidaten unterstützt zu haben und für ihn gelaufen zu sein, wie selten zuvor in irgendeiner Wahl gelaufen wurde. Aber natürlich: wir GRÜNE freuen uns unheimlich. Denn wir kennen “Sascha” gut, schätzen seine ruhige und besonnene Art und seine Fähigkeit, integrativ zu wirken. (Für alle, die ihn nicht kennen: er hatte gerade mit dieser Art nicht nur Freunde bei den GRÜNEN; manchen Ungeduldigen war er zu pragmatisch und konziliant). Ich denke, gerade diese seine besonderen Fähigkeiten sind eine gute Voraussetzung, dass Alexander Van der Bellen ein guter Bundespräsident für Österreich werden wird.

Danke allen, die es ermöglicht haben!

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Es ist eine der wichtigsten Wahlen ...

16.Mai 2016 in dramatisch

IMG_3471Es wird immer deutlicher: diese Wahl ist nicht nur die wichtigste Wahl eines Bundespräsidenten, sondern die wichtigste Wahl überhaupt seit vielen Jahrzehnten (und da schließe ich jetzt fast schon die AKW-Volksabstimmung 1978 mit ein).
Zur Wahl steht eine konstruktive, weltoffene, tolerante, dialogorientierte, aufgeklärte und moderne Sicht auf die Probleme Österreichs (und Europas) gegen eine polemische, aufhussende und in Konsequenz wahrscheinlich autoritäre Politik.
Wer sich ein bisschen mit der Geschichte auch unseres Landes befasst hat, weiß, dass es solche Weichenstellungen dann und wann gibt, die die Zukunft eines Landes in die eine oder andere Richtung entscheiden. Ich glaube, das ist so eine.
Und zwar nicht (nur), weil VdB selbst den Vormarsch der Rechten aufhalten könnte, sondern weil es diesmal – auch auf Grund der Konstellation – eine Art von Sammlung der besonnenen und aufgeschlossenen Kräfte in dem Land gibt. Und die Frage ist, ob die demokratische Kultur in diesem Land ausreichend stark ist, sich einem deutlichen Schwenk des Landes weit nach Rechts entgegen zu stellen.
Ja: VdB steht in der politischen Kontinuität der 2. Republik (mit all ihren Unzulänglichkeiten). Ja: rot und schwarz haben sich das Land in unzulässiger Weise aufgeteilt und keine ausreichenden Perspektiven für die Zukunft gewiesen. Aber in Österreich wurden immer die demokratischen Grundsätze respektiert und Konflikte durch Dialog und Verhandeln (OK: auch “Packeln”) gelöst. Und Österreich ist gut gefahren damit. Änderungen im politischen System sind notwendig, aber nicht an der Grundlage des demokratischen Gemeinwesens.
Hofer wirft VdB vor, für dieses “System” zu stehen, das “das Land an die Wand gefahren hat”.
Hallo! Österreich wurde nicht an die Wand gefahren! Es gibt Probleme, die zu lösen sind, aber sie sind zu lösen. Wir leben in einem der reichsten und sichersten und tolerantesten Länder der Erde. Wir haben ein Problem, die 18-Milliarden-Katastrophe in Kärnten auszubügeln, die die FPÖ verursacht hat. Aber auch das werden wir schaffen.
Und dieses Hinhauen auf “das System”: das hat Tradition und eint die Kornblumenträger seit jeher! (Bei den Nazis waren die Sozialdemokraten und die Christlich-Sozialen immer “die Systemparteien”).
P.S.: “weiß” wählen ist nicht nur feig, sondern unbeschreiblich blöd.
P.P.S.: ich fürchte, es gibt einige, die hoffen, dass “wir” den Hofer verhindern, aber sich nicht deklarieren, um sich die Hände nicht schmutzig machen zu müssen / um sich zukünftige Koalitionsoptionen nicht zu verbauen / aus Faulheit oder weshalb immer. Das wäre dann echt unglaublich…

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eCarsharing: ab heute eine praktische Alternative zum eigenen Auto in Mödling

3.Mai 2016 in vermischt

DSC_0531Seit 1. Mai steht ein elektrisch betriebener GOLF als Carsharing-Fahrzeug zur Verfügung. “Nutzen statt besitzen” ist das Motto.

Der “Gag” beim Carsharing ist die effizientere Nutzung von Fahrzeugen und die Entlastung des öffentlichen Raums von “Stehzeugen”. Das Auto, das in Mödling verwendet werden kann, hat einen elektrischen Motor und ist so ökologisch – so weit das geht – optimal. Der Stützpunkt für das Mödlinger Auto ist die ehem. 360er-Endstation in der Spronglgasse (ein Zentrum der Elektromobilität – seit Jahrzehnten!).

Probieren Sie!

Anmeldungen unter www.ecarregio.at. Die Kosten sind gering: entweder €10,- fix monatlich und €3,- / Stunde oder €20,- fix monatlich und €2,- / Stunde. Die gefahrene Strecke wird nicht verrechnet.

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