Baustellen in Mödling: Update 19. Juni 2019

19.Juni 2019 in konkret

Aktualisierung betr. BG Keimgasse

Jetzt geht´s also los.

Ab 18. Juni (Dienstag) haben im westlichen Bereich des Schulgeländes (Sport-Freiplatz) die vorgeschriebenen archäologischischen Grabungen begonnen. Dazu wird einiges Erdreich abtransportiert (geschätzt werden 30 LKW-Fuhren in 2 Wochen). Diese LKWs fahren (zwischen 8.30 und 12.00h) von der Baustelle über die östliche Hälfte der Achsenaugasse und weiter über die Viechtlgasse und die Schillerstraße zur Wiener Straße und weiter zur B17.

Falls im Bereich der geplanten Arbeiten archäologisch Wertvolles gefunden wird, steht die Baustelle aus unabsehbare Zeit.

Falls sich nichts Wertvolles zu Tage gefördert wird, beginnt voraussichtlich Anfang Juli der Aushub für den geplanten – unterirdischen – Turnsaal.
Dann wird die Frequenz der LKW-Fahrten deutlich steigen.
Weil der östliche Abschnitt der Achsenaugasse Teil einer sehr stark befahrenen Radroute ist, werden für die Zeit, in der der LKW-Verkehr zugelassen ist (während der Schulferien 8.30 bis 16.00h), zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen: sowohl bei der Viechtl-Brücke, als auch unmittelbar bei der Baustellenausfahrt werden sog. „Einweiser“ stehen, also Mitarbeiter der Baufirma, die darauf zu achten haben, dass die LKW-Transporte gefahrlos für die übrigen Verkehrsteilnehmer durch die Achsenaugasse fahren können.

Vorschau: voraussichtlich Ende August / Anfang September muss auch die Toni-Berg-Promenade für rd. 4 Wochen gesperrt werden. Die Umleitung für Radfahrer- und FußgängerInnen wird dann über die Eisentorgasse führen.

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Baustellen in Mödling: 14. Juni

14.Juni 2019 in herausfordernd, interessant, konkret

Heutes Aktuelles zu den Baustellen in Mödling – mit Auswirkung auf den Verkehr:

Guntramsdorferstraße

Die Arbeiten am Tunnel unter der Südbahn gehen voran, und zwar schneller als gedacht.

Grund für die Beschleunigung ist eine Änderung in der Vorgehensweise: während lange vorgesehen war, das neue Tragwerk außerhalb zusammenzusetzen und dann in einer (Wahnsinns-)Aktion in den Bahndamm einzuschieben, hat man letztlich auf eine andere Lösung umgesetzt: in einer einmaligen (Wahnsinns-)Aktion wurde ein mehr als 30m langes Tragwerk auf 18m hohe, vorher eingerammte Stützen gesetzt. Das war eine Arbeit von eine Nacht (!) anfangs Juni. Dafür wurde die Südbahn für 5 Stunden umgeleitet. [Ich bin von solchen Arbeiten schon ziemlich fasziniert: exakteste Planung, unfassbare Geräte und konsequente Umsetzung. Man muss es einfach sagen: Spitze!].

Dadurch liegen die Gleise nun nicht mehr am Bahndamm auf und man kann „ungestört“ alles unter dem Tragwerk ab- und neu bauen.

Die beiden Fotos hab ich 2 Tage nach dem Einsetzen des Tragwerks gemacht: es sieht noch so aus, als wenn der Gleiskörper auf dem Bahndamm liegen würde.
Ein paar Tage später sieht man deutlich, wie vorgegangen wird.
Ein paar Tage später …
Und so sah es heute zu Mittag aus: vom alten Tunnel ist nur mehr ein Rest übrig, während der Regionalzug ungestört über die Baustelle fährt.

An sich war ja geplant, bis etwa Ende September / Anfang Oktober an der neuen Durchfahrt zu arbeiten. Vielleicht kann der Fertigstellungstermin vorverlegt werden? Für solche Versprechungen ist´s im Moment aber noch zu früh.

Die Planung sieht – wie gehabt – vor, dass ab Nachmittag des 28. Juni (Freitag) der Bereich der Baustelle für jeglichen Verkehr (auch Fußgänger- und RadfahrerInnen!) gesperrt wird. Und das voraussichtlich bis zumindest Ende August.

Umbau des BG Keimgasse
ACHTUNG: Änderung!

Jetzt geht´s also los.

Mit 18. Juni (Dienstag) beginnen im westlichen Bereich des Schulgeländes (Sport-Freiplatz) die vorgeschriebenen archäologischischen Grabungen. Dazu wird einiges Erdreich abtransportiert (geschätzt werden 30 LKW-Fuhren in 2 Wochen). Diese LKWs werden (zwischen 8.30 und 12.h) von der Baustelle über die östliche Hälfte der Achsenaugasse und weiter über die Viechtlgasse und die Schillerstraße zur Wiener Straße und weiter zur B17 fahren.

Falls im Bereich der geplanten Arbeiten archäologisch Wertvolles gefunden wird, steht die Baustelle aus unabsehbare Zeit.

Falls sich nichts Wertvolles zeigt beginnt voraussichtlich Anfang Juli der Aushub für den geplanten – unterirdischen – Turnsaal.
Dann wird die Frequenz der LKW-Fahrten deutlich steigen.
Weil der östliche Abschnitt der Achsenaugasse Teil einer sehr stark befahrenen Radroute ist, wird für die Zeit, in der der LKW-Verkehr zugelassen ist (8.30 bis 16.00h),

der Baustellenverkehr vom Radverkehr getrennt. In dieser Zeit ist das Radfahren in der Achsenaugasse zwischen der Viechtlbrücke und der Baustelle verboten. Die Umleitung fürht über den jetzigen Gehweg entlang des Mödlingbachs.
Außerhalb der Zeiten, also vor 8.30 und nach 16.00h können RadfahrerInnen die Achsenaugasse nutzen. Allerdings muss man bei der Eisentorgasse doch auf den Gehsteig ausweichen – um dann gerade aus die Toni-Berg-Promenade weiter nutzen zu können. (Die Baustellenzufahrt ist gesondert ab Höhe der Eisentorgasse absperrt).

Die Skizze ist Teil einer AnrainerInnen-Info, die in den nächsten Tagen verteilt werden wird.

Am Dienstag, den 25. Juni gibt es ab 16.00h (bis 20.00h) eine Informationsschau zum Bauvorhaben und den Auswirkungen auf den Verkehr in der Umgebung im Gymnasium Keimgasse.

Neben den Regelungen für den Radverkehr werden für den Baustellenverkehr insgesamt 19 PKW-Stellplätze, hauptsächlich in der Viechtlgasse entfernt. Und außerdem wird für die Zeit der Baustellenzufahrt über die Achsenaugasse die Eisentorgasse für den PKW-Durchzugsverkehr gesperrt. (Damit wird der „Abschneider“ von der Hauptstraße zur Schillerstraße gekappt, der sonst den Baustellenverkehr queren würde). Die Zufahrt zu den Kindergärten ist dann nur über die Schillerstraße möglich.

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Lange Wanderung nach Mariazell

3.Juni 2019 in interessant

Die vergangenen vier Tage war ich von Mödling aus zu Fuß nach Mariazell unterwegs.

Um ehrlich zu sein: der Weg war 8 km kürzer, denn am Donnerstag früh hat´s in Mödling geregnet. Der Wetterbericht hat uns allerdings gegen Mittag besseres Wetter angekündigt, sodass wir bis Mayerling mit dem Bus gefahren sind.

Wir, das war Fritz, ein Wanderfreund aus Mödling und ich. Zusammen haben wir 145 Jahre „auf die Waage“ gebracht…

Blick vom Peilstein

Warum ich mich auf den Weg nach Mariazell gemacht hab´? Als – sag´ma – Ungläubiger? Also erstens ist Mariazell für Menschen in der Gegend, die gern wandern, ein viel diskutiertes Ziel (ein bißl wie der Glockner bei jugendlichen RadfahrerInnen). Und ich weiß: eine Menge Leute geht den Weg ohne religiöse Absichten. Also, ein Teil meiner Motivation war das auch für mich: eine körperliche Herausforderung mit der Verlockung, sich am Ziel über die Leistung zu freuen.

Immer wieder unfassbar schöne Wiesen
In der Gegend natürlich auch ein paar Relike aus der Zeit der Industrialisierung
…oft sogar schon revitalisiert (hier in Weissenbach)

Aber der Weg nach M. hat für mich auch etwas Besonderes, das über das km- und Höhenmeter-Sammeln hinausgeht. Wenn man sich ein bißchen mit der Geschichte des Wallfahrens beschäftigt (OK: sich oberflächlich einliest wäre richtiger, denn es gibt unendlich viel Literatur und soweit geht mein Interesse dann doch nicht). Also, wenn man ein bisschen über das Wallfahren liest, bekommt man schnell den Eindruck, dass es bei vielen Kulturen und Religionen jeweils spezielle Formen gegeben hat, wie man kollektiv und mit Glauben oder auch Hoffnung Strapazen auf sich genommen hat, um Gott oder einzelne Heilige durch seine Anstrengungen und Leiden milde zu stimmen / ihnen zu gefallen. Oder auch ganz allgemein: kollektiv Ziele verfolgt hat. Das waren oft gemeinsame Wanderungen zu „heiligen“ Plätzen.

Es ist nun nicht meine Sicht auf die Welt, etwas von „oben“ zu erwarten.

Aber wenn seit Jahrhunderten zig-tausende Menschen aus einer Gegend, in der jetzt auch ich zu Hause bin, gemeinsam Wege gegangen sind und das in einem festen Glauben und früher unter großen Entbehrungen, dann hat dieser Weg wohl so etwas wie eine Aura, denk ich. Dann haben die Wiesen und Äcker und die Wälder schon viel von menschlichem Denken und Fühlen, von Hoffnung und Verzweiflung mitbekommen. Und dann war die Landschaft entlang des Weges wahrscheinlich immer auch Teil dieses – heute sagt man – Projekts. Und das auf den gleichen Wegen seit Jahrhunderten.

Also hab ich schon eine Prise Respekt vor diesem Weg (nicht nur vor den Kilometern).

Aber schon auch vor den Kilometern! Denn ich war nicht sehr in Form und bin eigentlich vor allem Spazierwege rund um Mödling gewohnt.

Wegweiser am Schutzhaus am Unterberg

Um es kurz zu machen: wir sind den Wiener Wallfahrerweg gegangen.
Am ersten Tag von Mayerling nach Weissenbach (14 km – kein Problem). Am zweiten Tag entlang der Steinwandklamm und über den Unterberg nach Rohr (34 km – eine echte Herausforderung!). Am dritten Tag von Rohr nach St. Aegyd am Neuwalde (24 km – trotz Muskelkaters machbar). Und dann am dritten Tag über Gscheid, Walstertal und Habertheuersattel nach M. (29 km – mit dem Ziel vor Augen ist auch dieser Weg machbar).

Gewohnt haben wir in Gastäusern, die wir vorsorglich Wochen zuvor gebucht hatten (sonst ist´s eng mit Unterkünften entlang des Weges).

Wir hatten Glück mit dem Wetter (anfangs recht kühl und nur am letzten Tag heiß; kein Regen).

Um die Motorräder kommt man nicht herum
Solche Wiesen stimmen dann aber wieder versöhnlich

Alles in allem eine sehr anspruchsvolle Strecke durch zum Teil wunderschöne Landschaften (zum Teil aber auch entlang von Straßen, und oft mit ziemlich viel (Motorrad-)Verkehr). Man trifft viele Leute – auch Bekannte aus Mödling und KollegInnen aus dem Büro.

Und es ist insgesamt ein Erlebnis. Ich hab die Tage genossen – und bin ein ganz kleines bisschen stolz. Weil es doch manchmal sogar ziemlich anstrengend ist (eben auch mit einem Rücksack für 4 Tage), weil man sich die Kräfte gut einteilen muss, weil man seinen Ehrgeiz zügeln muss und auf Pausen achten muss. Und weil man – wenn man das alles beachtet – dann halbwegs entspannt und ruhig an sein Ziel kommt. Ja: das ist´s wohl. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.

Der Hubertussee
Nicht ganz unwichtig auf langen Wegen…



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