Traurig und enttäuscht

15.Juni 2016 in ärgerlich, GRÜN

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Das waren wir zehn GRÜNE am Tag der Angelobung am 27. Februar 2015

Am heutigen Tag hat uns Sonja Zimov schriftlich mitgeteilt, dass sie sich nicht mehr als Mitglied der GRÜNEN sieht.

Sie war bei der Wahl im Jänner 2015 als 10. GRÜNE Gemeinderätin in den Gemeinderat gewählt worden. Wir hatten sie auf diesem wählbaren Platz aufgestellt, unter anderem, weil wir ihre persönlichen Erfahrungen als Flüchtling (aus der CSSR vor der Wende) geschätzt haben. Sie hat im Wahlkampf tatsächlich intensiv mitgearbeitet und war zu Beginn der neuen Sitzungsperiode nicht weniger euphorisch als jedeR einzelne andere von uns. Leider hatten wir in Folge in immer mehr konkreten Fragen unterschiedliche Auffassungen und natürlich muss es Aspruch einer (jeder) politischen Partei in ihrem Auftreten und Agieren in den Gremien und in der Öffentlichkeit sein, im wesentlichen einheitlich aufzutreten – bei den GRÜNEN, wenn es sein muss, nach langen Diskussionen.  Sonja Zimov hat diesen Anspruch auf gemeinsames Agieren und Auftreten nicht geteilt und vor dem Hintergrund ihrer Jugend im Kommunismus als unerträglichen Zwang gesehen.

Ihre Entscheidung, bei tatsächlich unterschiedlichen Sichten nicht das Mandat zurückzulegen, sondern dieses als nun „wilde Abgeordnete“ außerhalb der GRÜNEN zu behalten, ist zwar gesetzeskonform, aber nicht in Ordnung und enttäuscht mich persönlich.

Über interne Diskussionen hingegen werde ich nach außen kein Wort verlieren – viele von Ihnen/Euch wissen, wie bei uns diskutiert wird.

Jetzt werden 9 GRÜNE im Mödlinger Gemeinderat die Arbeit von 10 ausführen. Wir werden uns bemühen, weiter erfolgreich unsere Ziele zu verfolgen. Aber schade ist es…

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Darauf können wir nicht stolz sein...

23.Januar 2016 in ärgerlich, jenseits

tmp_27517-FB_IMG_14535426213821095765769Dieses Plakat hing Ende der vergangenen Woche im Mödlinger Stadtbad – und hat zu Recht für große öffentliche  Irritation gesorgt. Es war offenbar eine eigenmächtige Aktion des Direktors des Bads und – bei positivster Betrachtung – ein Ausdruck der Hilflosigkeit. Diese Hilflosigkeit allerdings in der Art und Weise zu formulieren, ist mehr als bedenklich. (Und da rede ich noch nicht vom Gebrauch der deutschen Sprache).

Ja, es gibt Probleme im Zusammenleben mit Menschen, die ihnen vertraute kulturelle, gesellschaftlche und politische Verhältnisse bei ihrer Flucht hinter sich gelassen haben und hier eine Gesellschaft vorfinden, die sie kennen lernen müssen. Das ist im Miteinander der Geschlechter besonders heikel. Nicht umsonst kulminieren die Beschwerden bei Schwimmbädern und Saunen. Und selbstredend haben insbesondere Frauen jedes Recht auf eine sichere und respektvolle Umgebung – überall.

Ich glaube aber, dass es andere Strategien braucht, dem Ziel näher zu kommen, als den Griff in die unterste Schublade der Stammtischrhetorik.

Eine Möglichkeit wäre (gewesen), Kontakt mit den Menschen zu suchen, die sich freiwillig oder beruflich, aber jedenfalls professionell in der Betreuung der Flüchtlinge engagieren und die Zusammenarbeit mit den Organisationen zu suchen, die Erfahrung in der Flüchtlingsbetreuung haben. Zumindest sollten die Regeln, deren Einhaltung zu Recht verlangt wird, für die Flüchtlinge lesbar sein, also übersetzt werden. Aber wahrscheinlich wäre auch sinnvoll, einen Mitarbeiter mit entsprechenden Sprachkenntnissen zu engagieren. Tatsächlich gibt es viel zu tun und eine große Verantwortung für die öffentliche Verwaltung.

Was nicht geht, ist als Stadt wegschauen, so tun, als ob einen das alles (das Zusammenleben mit Flüchtlingen) nichts angeht und dann, wenn man nicht weiter weiß, fremdenfeindlich um sich zu schlagen. Auch, wenn dieses Plakat nicht so gemeint war: diese Aktion muss Konsequenzen haben – am besten wäre, wenn auch Maßnahmen getroffen würden, die langfristig helfen. Denn wir werden mit Menschen leben und umgehen lernen müssen, die zu uns fliehen.

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Enzersdorferstrasse: Strassenbau und die Auswirkungen

4.Juni 2015 in ärgerlich, heikel

3809385_1_UmleitungJa, es stimmt: die Kommunikation über die Auswirkungen der Arbeiten in der Enzersdorferstrasse auf die angrenzenden Gassen im Zug der Umleitungen war mehr als mangelhaft. Als zuständiger Stadtrat muss ich dafür um Entschuldigung bitten.

Tatsächlich hat uns in den Tagen vor Baubeginn die Zeit überholt: am 20.5. gab es eine große Verkehrsverhandlung, bei der die Umleitung besprochen wurde. (Es ist nicht einfach, den Verkehr bei einer derart großen Baustelle bei den engen Strassenverhältnissen in Mödling umzuleiten).

Ziel der Stadt war und ist, die Arbeiten möglicht konzentriert abwickeln zu können – also möglichst alles in einer möglichst kurzen Zeit unterzubringen. Als Zeitfenster sollte die Ferienzeit herhalten, weil da mit wesentlich geringerem Verkehrsaufkommen gerechnet werden kann. Bis Schulbeginn soll alles fertig sein.

In den Tagen nach der Verkehrsverhandlung hat uns allerdings in den Detail-Termin-Planungen mit den ausführenden Firmen die Zeit „überholt“: der Tag, an dem spätestens mit den Arbeiten begonnen werden muss, um das Ziel (Schulbeginn) zu gewährleisten, ist ständig weiter nach vorn gerückt. Bis uns dann klar wurde, dass nur mehr 2 Tage zur Verständigung blieben. Es standen zwar schon seit vielen Wochen Ankündigungen über die geplanten Arbeiten, die konkreten Auswirkungen waren den AnrainerInnen – insbesondere entlang der Umleitungsstrecken – aber unbekannt. Wir haben das Vorhaben dann schnell ins Internet gestellt und einen Brief an die AnrainerInnen händisch ausgetragen. Aber das war natürlich zu spät. Und ich kann den Ärger der Betroffenen gut verstehen.

Was wir von Seien der Stadt jetzt machen (können), ist 1. so weit möglich nachzubessern und auf erkannte Probleme zu reagieren (u.a. werden wir Warnschilder schon in der weiten Umgebung des Baustellenbereichs aufstellen, um den Verkehr so weit wie möglich zu großräumigen Umfahrungen zu bewegen). Wir werden auch sehen, ob im Umleitungsbereich ein LKW-Fahrverbot machbar ist. Und wir nehmen jeden weiteren Vorschlag gern entgegen.

Aber 2. werden wir aus dieser Entwicklung zu lernen haben. Auch wenn ein derart großes Vorhaben in Mödling nur selten zu bewältigen ist und die Erfahrungen fehlen: wir hätten uns zur Kommunikation eben KnowHow einkaufen müssen.

Für die aktuelle Situation muss ich die Betroffenen ganz einfach um Verständnis ersuchen.

Aber, auch wenn das unmittelbar nicht hilft: ich glaube, dass die Sanierung der Enzersdorferstraße insbesondere für die FußgängerInnen sehr viele Verbesserungen bringen wird.

 

 

 

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Schlechte Nachricht für KonsumentInnen

16.Februar 2015 in ärgerlich, traurig

IMG_7947Zwei schlechte „Neuigkeiten“ gibt´s dieser Tage:
Erstens schließt das Farbenhaus Mittermayer in der Klostergasse 22. Ich kann nicht von mir behaupten, dass ich sehr oft beim Mittermayer einkaufen war: weder male ich, noch ist Basteln mein Hobby. Aber dieses Geschäft hat ein ganz wichtiges Segment im Angebot des Einzelhandels in Mödling abgedeckt. Leider war die Entwicklung zu befürchten, seit der legendäre Chef im letzten Jahr gestorben ist. Wichtig für alle, die gern beim Mittermayer einkauf(t)en: jetzt wird noch das Lager abverkauft. Das Geschäft ist also noch einige Zeit geöffnet.

Die zweite schlechte Nachricht ist gleichzeitig eine ärgerliche: die „Haupt-„Post in der Schillerstraße hat am Samstag nicht mehr offen. OK, man erspart sich das Schlange Stehen :-/, aber wann und wie holt Mensch seine RSBs und Packerln ab, wenn er/sie es während der Woche nicht vor 18.00h ins Postamt schafft?
Was dem ganzen aber die Krone aufsetzt, ist, dass die Post AG auch den Postpartnern verbietet, am Samstag offen zu halten. Wir haben zwei Postpartner in Mödling: einen in der BAWAG in der Hauptstraße (der hat am Samstag aber sowieso zu) und einen in der Buchbergergasse (Fa. Kamill). Ein kleines Lebensmittelgeschäft könnte wenigstens ein bißchen mehr Luft zum Leben bekommen, wenn sie Postleistungen während ihrer Ladenöffnungszeiten anbieten könnte. Aber: nein! wenn schon die Post selbst zu macht, soll auch kein anderer im Namen der Post arbeiten können.
Frage: sind die bei der Post schon total narrisch? Das ist Wasser auf die Mühlen privater Anbieter. Aber das ist den UnternehmensberaterInnen wahrscheinlich eh recht, die höchstwahrscheinlich hinter solchen Entscheidungen stehen 🙁

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FuZo als Auto-Verkaufsraum ???

5.November 2014 in ärgerlich

Das ist die logische Folge von Veranstaltungen, wie der „Automeile“ vor ein paar Wochen:
Die Sache bekommt eine Eigendynamik und die Message wird ernst genommen.IMG_20141104_184645Vergangenen Dienstag abends stand dieses Auto mindestens von 18.00 bis 22.00h seelenruhig in der FuZo vor dem Eingang zur Stadtgalerie in der Elisabethstraße.

Die Genehmigung zur Einfahrt hatte das Auto für Ladetätigkeit. So weit so grundsätzlich akzeptabel. Wenn eine Ladetätigkeit stattgefunden hätte.

IMG_20141104_184634Da lag aber noch etwas anderes hinter der Windschutzscheibe: ein Verkaufsplakat für eben jedes Auto.

IMG_20141104_184623Sollte dieses Auto vielleicht garnicht zu Ladezwecken, sondern zum Zweck seines eigenen Verkaufs in die FuZo eingefahren sein?

Ich hoffe, dass es niemand Verantwortlichen in dieser Stadt gibt, der auch nur einen Gedanken daran verschwendet, die Mödlinger FuZo zum Auto-Ausstellungsraum zu machen – oder das auch nur zuzulassen…!

Wenn aber der eine oder andere Autohändler die Message der „Automeile“ falsch verstanden hat, sollten wir ihm das dringend rückmitteln.

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Eine selten jenseitige Idee: die "Automeile"

4.Oktober 2014 in ärgerlich, jenseits

Eine Fuzo voll mit Autos: soll das ein Test für die Zukunft sein?

Eine FuZo voll mit Autos: soll das ein Test für die Zukunft sein?

Blöder geht´s nicht: die ganze FuZo als Verkaufsraum für Autos. Mödling zeigt sich wieder von seiner provinziellsten Seite.

Wem sowas einfällt?
Es gibt offenbar Leute, die meinen, dass Mödling eigentlich noch nicht genug Autos hat; dass Mödling in Wirklichkeit kein Verkehrsproblem hat; dass natürlich Erdöl bis in alle Ewigkeit und unendlich viel vorhanden ist; dass Feinstaub eine der üblichen Polemiken von Ökofundis ist; dass der Klimawandel eine Erfindung der Ostküste ist; dass aus dem Auspuff eh nur irgend etwas, aber sicher nichts angeblich Schädliches raus kommt; dass ohne den Lärm der Autos die Stadt unnatürlich leise wäre; dass der krankhafte Hass der GRÜNEN gegen die Autos nur gegen die Wirtschaft und die Arbeitsplätze gerichtet ist (weil die GRÜNEN alle überbezahlte Jobs haben und ihnen die Arbeitslosen egal sind); und dass man nicht gegen etwas sein kann, dass es schon immer gibt.

Aber Spass beiseite (obwohl: bei manchen bin ich mir nicht sicher, ob sie nicht so denken): heute ein Signal wie dieses zu setzen, bedeutet, dass die, die die Automeile verantworten – die ÖVP Mödling – nichts verstanden haben und einen 50er-Jahre-Blick auf die Welt haben. Ein kleiner Tip: damals gab es kollektive Auto-Weihen. Vielleicht wäre das etwas…?

Und auch zum Thema der BesucherInnen-Frequenz, die angeblich das Maß aller Dinge ist: es ginge sicher noch besser. Was wäre mit einer Open-Air-Sexmesse? Vielleicht gleich eine ganze Woche lang und bis Mitternacht? Oder eine Ausstellung von mittelalterlichen Folterwerkzeugen (für einen entsprechend Teil der Bevölkerung offenbar immer sehr reizvoll)? Vielleicht könnte man die beiden Themen verknüpfen – das wär doch überhaupt genial!

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Oder gibt es besondere Schlaue, die finden, dass Autos in der FuZo garnicht so schlecht passen?

Ich find, dass man kein Auto-Hasser sein muss, um dieses Signal falsch zu finden.

Tatsächlich ist der private Autoverkehr eines Ursache der massivsten Verkehrs- und Umweltprobleme. Die vergangenen Jahrzehnte haben in der Raumordnung die Voraussetzungen geschaffen, dass man heute generell nicht mehr auf´s Auto verzichten kann. Aber es ist die dringende Pflicht der Politik, so weit es irgend geht, Ersatz für den MIV, den Motorisierten Individualverkehr zu finden. *Wir* wissen das eh: Öffentlicher Verkehr, Radfahren, zu Fuß Gehen.

Signale wie die Automeile sind da wirklich jenseits.

Aber vielleicht macht das auch deutlich, wer für welche Art der Politik steht…

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Die Neu-Organisation der Buslinien: eigentlich ein Skandal!

25.Dezember 2013 in ärgerlich

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Auch der amputierte 260er wird mit Bussen aus Frankfurt betrieben: das wär´ noch ein Lächeln wert...

Völlig unbemerkt von der Öffentlichkeit (den betroffenen Gemeinden) hat der VOR den Busverkehr im Süden von Wien neu geordnet und zentral ausgeschrieben. Das war eine riesige Angelegenheit und wurde schon Ende 2012 begonnen; nach x Einsprüchen wurden die Zuschläge gerade noch rechtzeitig vor dem Fahrplanwechsel am 15.12.2013 erteilt (das ist der Grund, weshalb zur Zeit einige Busse mit Frankfurter Autonummern im Bezirk unterwegs sind: einige Busunternehmer haben nicht genug Busse, um die Strecken, die sie „gewonnen“ hatten, zu bedienen. Die blauen Busse sind Leihgaben… Immerhin: wir merken, dass wir in Europa leben und das ist ja an sich erfreulich).

IMG_6363Das Verfahren war auch deshalb so aufwändig, weil es um sämtliche Linienkonzessionen geht, die zum Teil seit vielen Jahren im Auftrag unterschiedlicher Auftraggeber unterwegs waren. Nun gibt´s nur noch einen Auftraggeber, den VOR. Als Verkehrsstadtrat hab ich am Rand immer wieder etwas von dem Verfahren mitbekommen, weil sich die Stadt mit dem Citybus an der Ausschreibung beteiligt hat. An sich ist das eh in Ordnung, die Auftragssituation zu klären und die Vergabe transparent zu machen. Für den Mödlinger Citybus war der Effekt auch, dass die Kosten um 10% sinken (wir wissen, dass der Wettbewerb durchaus Vorteile hat). Nebenbei: bis Mitte 2014 werden die alten Busse in Mödling durch neue EURO-6-Gefährte mit Niederflureinstiegen getauscht. Auch das ist erfreulich.

Aber das ist schon das einzige Erfreuliche (OK: im westlichen Wienerwald gibts offenbar ein paar zusätzliche Verbindungen).

Seit 15.12.2013 gelten einige wesentliche Verschlechterungen für die Nutzer der Regionalbusse:

  • Die Linie 260 wurde amputiert: statt nach Hiezing fährt sie nun – gemeinsam mit einigen anderen Linien (!) – zur U6 nach Siebenhirten.
  • Auch die Linie 265 fährt nun statt zum Südtiroler Platz zur U6.
  • Die Linie 259, ein Erfolgsprojekt, wurde zwar zu bestimmten Zeiten dichter, in anderen Zeiten aber ausgedünnt und beginnt erst später als bisher.

Der VOR bringt aber die Umstellungen insgesamt nicht sauber über die Bühne: bei vielen Haltestellen sind nach wie vor falsche Fahrpläne ausgehängt, Fahrgäste berichten von ausgefallenen Kursen usw.

Knapp vor Weihnachten war noch Hiezing als Ziel ausgewiesen (auch das ist eigentlich frech...)

Knapp vor Weihnachten war noch Hietzing als Ziel ausgewiesen (auch das ist eigentlich frech...)

Beide Linien 260 und 265 haben bisher Wohnbereiche mit abgedeckt, die nun völlig unversorgt sind (Rosenhügel bzw. die Wohnbereiche an der B17/Computerstraße). Statt dessen stauen sich die Busse nun in Richtung Siebenhirten. Argumentiert wird, dass die Busse die nächsten hochrangigen ÖV-Knoten anfahren. Ich halte diese „Überlegung“ für nicht nachvollziehbar und höchst oberflächlich (vielleicht steht diese Leitlinie in irgend einem Lehrbuch oder Skriptum für Erstsemestrige). Wenn der VOR auch nur ein minimales Interesse an der stärkeren Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel hat (wovon ich leider nicht mehr ausgehen kann), dann muss auch Ziel sein, schlecht erschlossene Gebiete zu erreichen und Querrelationen anzubieten. Die dumme und schematische Zentralisierung erreicht, dass man die Fahrgäste so schnell wie möglich am nächsten großen Übergabepunkt los wird. Dann muss sich die – chronisch überlastete – U6 mit den Leuten abgeben, „aber wir sind sie los“.

Proteste gab´s ständig während der vergangenen WOchen: hier mit LAbg.e Amrita Anzinger (GRÜNE NÖ)

Proteste gab´s ständig während der vergangenen Wochen: hier mit LAbg.e Amrita Anzinger (GRÜNE NÖ)

Und hier mit der Hietzinger Bezirksvorsteherin, Mag.a Silke Kobald

Und hier mit der Hietzinger Bezirksvorsteherin, Mag.a Silke Kobald

Gerade diese beiden Busse hatten aber bis zum 15.12. eine ganz spezielle Aufgabe – als Zubringer zu Schulen und dabei besonders zur HTL. Gerade die HTL hat ein großes Einzugsgebiet und entsprechend groß ist die Empörung: auch Direktion und Elternverein der HTL haben massiv gegen die Verschlechterung protestiert. Bis heute umsonst. So wie auch die 2.600 Unterschriften von Fahrgästen des 260ers, die dem VOR und der zuständigen Wiener Vizebürgermeisterin Renate Brauner übergeben wurden.

(Zum Medienecho: s. Artikel im Standard am 28.12.2013).

Ich halte auch das Vorgehen des VOR für unverantwortlich: nur durch Zufall wurden die Pläne schon vor der Veröffentlichung am 23.10. publik. Der VOR hat mit keiner Gemeinde / Bezirksvertretung Kontakt gesucht, sondern hat versucht, vollendete Tatsachen zu schaffen. Das soll die Offensive für den Öffentlichen Verkehr sein?

P.S.: ich persönlich glaub´, dass der 260 geopfert wurde, weil er oft in der Maxinggasse im Stau gestanden ist und den Fahrplan nicht einhalten konnte. Da ist die Einstellung natürlich eine einfache Lösung … 🙁

Ein Bild für die ÖV-Chronik?

Ein Bild für die ÖV-Chronik?

Dabei war der 260er auch schon in der Vergangenheit Opfer von Reduktionen: die durchgehende Linie zwischen Hietizng und Mödling wurde schon vor Jahren an Wochenenden eingestellt und auch die Tagesrandkurse wurden deutlich reduziert.Sprich: das Service wurde deutlich verschlechtert!

Die Forderungen der Initiativen für den 260er sind:

  • Schüler-Busse 260 zwischen Hietzing und Mödling in der Früh, zu Mittag und am Abend, damit zumindest die Schulen an der Strecke bedient werden
  • Konzept zur baldigen wieder Einrichtung des echten 260ers Hietzing – Mödling (hatte ca. 1000 Fahrgäste am Tag) und bessere Intervalle – 15 Minuten Takt.
  • Bessere Fahrpläne auch am Wochenende und ausweiten der Fahrten über 20 Uhr hinaus.

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Der 260er muss bleiben!

20.November 2013 in ärgerlich

Protest auf der Kennedybrücke - 50 Jahre nach ...

Protest auf der Kennedybrücke - 50 Jahre nach ...

Der VOR hat entschieden, den 260er zu amputieren: ab 15. Dezember fährt diese traditionelle Buslinie von Mödling aus nicht mehr nach Hietzing (sondern parallel zu 3 anderen (!) Bussen nach Siebenhirten zur U6).

Das ist schlecht, weil die bisherige Tangentialroute für viele eine sehr gute Verbindung war.

Deshalb haben sich viele BürgerInnen entlang der 260er-Route über diese Entscheidung empört. Und auch der Elternverein und die Direktion der HTL sind enttäuscht: der 260er hat viele SchülerInnen aus dem Westen von Wien zur HTL gebracht.

Die vom VOR als Verbesserung gepriesenen Alternativen bedeuten mehrmaliges Umsteigen und damit Verlust an Komfort und das Risiko, die Anschlüsse nicht zu erreichen – und damit wesentliche Verlängerungen der Fahrzeit. Vom Warten gar nicht zu reden.

Der VOR begründet die Entscheidung mit der geringen Zahl von Fahrgästen zwischen NÖ und Wien: angeblich wären es nur 40 im Tagesschnitt. Wir sind heute zur Kundgebung in Hietzing gefahren und haben in einem einzigen Bus an der Stadtgrenze 15 Fahrgäste gezählt – ohne uns selbst. (Ich glaub die 40 nicht).

...der leere Bus ...

...der leere Bus ...

Es ist einfach ärgerlich: in Zeiten, in denen der ÖV – angeblich – forciert wird, Linien zu streichen, ist ein no-go. Und die Begründung ist eine besondere Chuzpe. Gegen die Streichung des 260ers in seiner gewohnten Form haben sich alle Gemeinden im Bezirk Mödling und die Bezirksvertretungen Liesing und Hietzing ausgesprochen. Aber mit den Betroffenen hat niemand gesprochen…

Fahrgäste warten in Mödling auf den 260er

Fahrgäste warten in Mödling auf den 260er

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Jenseitig :-(

4.Oktober 2013 in ärgerlich

Nichts als Autos in der FuZo

Nichts als Autos in der FuZo

Heute und morgen ist Automeile in Mödling. Und, eh klar: in der FuZo. (Weil sonst Parkplätze verloren gingen).

IMG_5142Es ist schlimm und im schlechtesten Sinn „retro“. Jetzt fehlt nur noch eine Autoweihe. Das hat´s in den 50er- und 60er-Jahren gegeben, in einer Zeit der Heiligsprechung der Autos.

IMG_5153Mittlerweile wissen wir, dass in Österreich 30% der CO2-Emissionen vom motorisierten Individualverkehr kommen – mit stark steigender Tendenz.

IMG_5150P.S.: irgendwo hab ich in den letzten Tagen gelesen, dass die ÖVP sich den Kopf zerbricht, weshalb sie so provinziell ´rüberkommt und in den Städten kaum mehr WählerInnen hat. *Ich* frag mich nicht.

IMG_5151P.P.S.: wenn heute in Mödling die Frage anstehen würde, im Zentrum eine FuZo zu errichten: ich denk, dieser Plan hätte *heute* keine Chance.

Eingentlich ungehörig...

Eingentlich ungehörig...

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Radfahrumfrage: wichtige Daten

25.August 2013 in ärgerlich, erfreulich, interessant

VCÖ

Vor kurzem hat der VCÖ die Ergebnisse der heurigen RadfahrerInnenumfrage veröffentlicht.

Für alle, die sich mit dem Radfahren als Teil des Umwelt-Mobilitätsverbunds beschäftigen, sind die Resultate nicht wirklich überraschend.

Wichtig für uns (und mich…) ist aber die Meinung von immerhin 68% der Teilnehmer, dass Fahrradabstellanlagen fehlen. Da werden wir auch in Mödling nachlegen!

Dass hingegen 48% bereits auf das Rad als Alltagsfortbewegungsmittel umsteigen / umgestiegen sind, freut doch sehr 🙂

In dem Zusammenhang ist aber interessant, was die RADLOBBY NÖ herausgefunden hat: dass nämlich Vorarlberg um etwa 10% mehr in den Radverkehr investiert als Niederösterreich. Das macht wieder ein bißl traurig (und ärgerlich).

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