Flüge in Europa - unnötig!

8.August 2019 in ärgerlich, wichtig !!!

Viele stört der Lärm von Flugzeugen. Auch in Mödling.

Wobei die Belastung in Mödling nur ein Bruchteil von Schwechat und Umgebung ist. Aber man hört die Flieger doch und manche Menschen fühlen sich echt belästigt.

Worin wir uns aber alle einig sind, ist die Tatsache, dass das Fliegen ein großer Klimaschädiger ist.

Trotzdem ist das Fliegen extrem billig und verleitet dazu, umweltschädlich zu reisen.

Ich hab vor kurzem eine App gefunden, die die Flugbewegungen in Echtzeit deutlich macht: „flightradar24“.

Und da sieht man, welche Flieger und dazu noch mit welchen Destinationen über unseren Köpfen unterwegs sind: Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Zürich und – besonders pervers – München. Mit dem Railjet fährt man 4:01 Stunden vom Wiener Hauptbahnhof nach München. Ich glaube nicht, dass man es mit dem Flieger in der gleichen Zeit von Stadtzentrum zu Stadtzentrum schafft.

Allerdings: die ÖBB verlangen €113,- wohingegen man mit EUROWINGS um €80,- nach München kommt. (OK: da kommt dann die Fahrt zum/vom Flughafen dazu, also wird es eh auch nicht billiger sein.)

Wir brauchen bessere, leistungsfähigere innereuropäische Zugsverbindungen – vor allem auch über Nacht. Und wir brauchen Preise, die die Umweltbelastung berücksichtigen. Während die ÖBB – laut eigenen Angaben – zu 80% mit Ökostrom unterwegs ist, verbrennen die Flieger Kerosin, das komplett von Steuern befreit ist.

Ich finde: das geht so nicht mehr!

P.S.: wer sich intensiver mit den Flugbewegungen rund um Schwechat beschäftigen möchte, dem sei die WEB-Site flugspuren.at ans Herz gelegt.

P.P.S.: ich war nämlich vor kurzem mit ein paar GRÜNEN KollegInnen aus dem Bezirk in München.

Gruppenbild mit Dame – und dem Fraktionsvorsitzenden der GRÜNEN im Münchner Gemeinderat, Gerhard Roth.

Und die Zugsfahrt war absolut angenehm…

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Nicht Angst machen!

31.Januar 2019 in ärgerlich

Am 30. Jänner schrieb die NÖN zur Betreuung Unbegleiteter Minderjähriger Flüchtlinge in St. Gabriel: https://www.noen.at/moedling/wirbel-nach-stadtchef-posting-maria-enzersdorf-caritas-hans-stefan-hintner-fluechtlinge-133637626

Meine Stellungnahme auf facebook dazu hier:

Also ich finde es nicht gut, Angst zu machen (und schon gar nicht auf Grund vager Informationen und Vermutungen).
Gerade wir PolitikerInnen sollten Emotionen vermeiden helfen und nicht erzeugen.
Die Aufgabe, mit „schwierigen“ Jugendlichen umzugehen, ist nicht einfach – nicht in St. Gabriel und nicht in der Hinterbrühl im Heilpädagogischen Zentrum; wichtig ist, dass dort kompetente und entsprechend ausgebildete BetreuerInnen tätig sind.
Ich habe volles Vertrauen in die Caritas und deren MitarbeiterInnen (ich weiß nicht, wo plötzlich das Miesmachen der Caritas herkommt: ich finde das völlig deplaciert).
Wenn etwas passiert, ist in Österreich für die Sicherheit die Polizei zuständig und für die Konsequenzen von Straftaten die Gerichte. Aus meiner Sicht funktionieren Exekutive und Judikatur bei uns perfekt.
Präventivverwahrung, von der die FPÖ wahrscheinlich träumt, gibt es in einem Rechtsstaat wie Österreich aus guten Gründen nicht.

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Leistung muss sich wieder lohnen! (?)

13.Januar 2019 in ärgerlich, dramatisch, traurig

Es fällt mir wieder ein: die ÖVP hat im letzten Landtagswahlkampf penetrant oft „Leistung muss sich wieder lohnen!“ plakatiert (oder mir ist es halt sehr oft aufgefallen; wahrscheinlich ist der Slogan aber auch schon in vielen vorherigen Wahlen präsent gewesen).

Und ich hab mir damals schon gedacht, diese Ansage ist zwar 1. populär und 2. „no na“, aber damit ist wohl nicht gemeint, dass Arbeit besser bezahlt wird. Dass zwar der Abstand zwischen denen, die arbeiten und denen, die nicht arbeiten größer werden soll, aber eben nicht zu Gunsten der Arbeitenden, sondern zu Lasten der Nicht-Arbeitenden.

Genau das macht die Regierung, seit sie im Amt ist.

Ich hab in den vergangenen Tagen oft das Wort(ungetüm) „Wohlstandschauvinismus“ gelesen. Ich glaub´, das trifft den Nagel auf den Kopf.

Ich halte diese Entwicklung für schrecklich. Und zwar nicht nur wegen der nicht-Berücksichtigung der Umstände, weshalb jemand „nicht“ arbeitet, also keinen Job hat. Die Absicherung aller, die im Land leben, ist nicht nur ein humanitäres Gebot (und damit ein moralischer Anspruch: der auch!). Es geht letztlich auch um das Klima im Zusammenleben, ja – weil von den Rechten immer so viel davon geredet wird – auch um Sicherheit.

Ein zu viel an Unterschieden in den Lebensmöglichkeiten zerstört die Gesellschaft.

Natürlich: es geht auch anders. In Südafrika hab ich sie gesehen und noch ärger ist´s wohl in Mittelamerika (aber von dort hab ich´s nur gehört/gelesen): die Wohlsiedlungen derer, die es sich leisten können. Wohnen hinter Mauern mit einer eigenen Security, natürlich mit eigenen (Elite-)Schulen, eigener medizinischer Versorgung. Aber Ausfahrten aus den Ghettos nur im (gepanzerten) SUV und so schnell wie möglich wieder zurück in Sicherheit.

Ist das ein Leben, das erstrebenswert ist?

Die, die innerhalb der Mauern sitzen, sind sich ihrer Vorherrschaft sicher. Ihre „Leistung“ (worin immer die besteht) wird deutlich sichtbar belohnt. Und die, die draussen leben, sind „sicher“ selbst schuld: sind faul, haben nichts gelernt, verdienen nichts anderes.

Das europäische Sozialmodell – schwer erkämpft von der Arbeiterbewegung, aber auch der christlichen Sozialbewegung – zielt auf Ausgleich, zumindest auf das Verhindern der schlimmsten Armut. Das kostet Geld – und zwar Geld der Leistenden. Aber damit erreichen wir ein offenes Leben in diesem Land. Ja: dass jeder Mann und vor allem jede Frau auch am Abend auf die Straße gehen kann und keine Angst haben muss, zumindest der Geldbörse verlustig zu gehen.

Dieses soziale Netz ist natürlich nicht eine Form der Versicherung. Sonst bräuchte es ja keine staatliche Organisation der Sozialhilfe, sondern könnte sich jedeR selbst versichern. Das können aber die nicht, die nichts verdienen.

Die Mehrheit hingegen sind die „Leistenden“. Und man kann sie polemisch mobilisieren, nicht mehr so viel für die Schmarotzer zahlen zu müssen. Das funktioniert leider offenbar immer wieder. Abgesehen von den paar Euros, die diesen Leistenden am Ende des Monats bleiben, haben sie das Gefühl, mehr wert zu sein. Toll. Auf der Strecke bleibt der gesellschaftliche Zusammenhalt – und letztlich die Sicherheit.

Ich will keine Bettler auf den Straßen sehen. Und ich will nicht, dass Menschen sich ihre Gesundheit nicht leisten können (sei das eine gesunde Wohnung oder die Behandlung beim Arzt). Ich will das nicht, auch wenn diese Menschen an ihrem Schicksal 100 Mal selbst Schuld tragen (was in den allermeisten Fällen eh nicht stimmt).

(Auch) dafür zahle ich Steuern: dass ich die Gewissheit habe, dass in meinem Land niemand echte Armut leiden muss. (Auch nicht, wenn er drogenabhängig ist / auch nicht, wenn er kriminell ist / auch nicht, wenn er nicht arbeiten will).

Rechte Politik setzt immer wieder auf die Mehrheit auf Kosten einer Minderheit. In welcher Konstellation immer (gegen Juden, gegen Menschen mit anderer Hautfarbe, gegen Moslems, gegen Arme, gegen Flüchtlinge und so – unendlich – weiter). So auch die rechte Regierung in Österreich. Mit der Mindestsicherung verlieren nicht nur Menschen, die in Österreich einen Aufenthaltstitel haben, ihre Lebensgrundlage. Zum Beispiel verlieren auch Menschen den Anspruch auf diese letzte Masche des sozialen Netzes, die aus dem Gefängnis entlassen werden. (Das muss man sich vorstellen: wie werden die wohl ihren Lebensunterhalt bestreiten – müssen?).

Soziale Ungleichheit ist ein Grundübel und Grund für Kriege und Gewalt – global und im Kleinen.

Die Ungleichheit zu vergrößern und sich dafür den Applaus der Mehrheit zu holen, ist moralisch, sozial und politisch verwerflich. Ich hätte nicht geglaubt, dass sich das in diesem Österreich noch einmal rechnet.

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Autofreier Tag & Wetterunbill: wie weiter?

23.September 2018 in ärgerlich, persönlich, vermischt

Der Infostand von „OpenDoor Mödling“, einem tollen Projekt, im Rahmen dessen viele Winkel der Stadt für einen Tag öffentlich zugänglich gemacht werden. Im Hintergrund die Fahrradtaxis, die man für die Fahrt zu diesen Plätzen nutzen konnte.

Am Samstag, den 22. September war – wieder – AutofreierTag. Nicht nur in Mödling, sondern europaweit.

Wir in Mödling hatten wieder ein breites Programm zusammen gestellt: viel Information über die wichtigsten (Verkehrs-)Planungsvorhaben verbunden mit Musik, einem bunten Mix an Verkaufsständen, spannende Attraktionen für Kinder und Jugendliche – und natürlich die mit 200m längste Frühstückstafel, die von Mödlinger GastronomInnen „versorgt“ werden sollte.

Sollte.

Denn während am Freitag, am Tag davor, ungetrübt blauer Himmel und Temperaturen wie – früher – im Hochsommer die SonnenanbeterInnen erfreuten, habe ich als Verantwortlicher das Fest zum Autofreien Tag abgesagt. Denn alle verfügbaren Wetterberichte sagten für die kommende Nacht einen „dramatischen“ Wetterumsturz voraus und viele der an dem Straßenfest Beteiligten ersuchten um eine frühzeitige Entscheidung – also am Freitag vormittags.

Es hat dann tatsächlich geregnet – bis ca. 8 Uhr. Der Aufbau in der Hauptstraße hätte um 7 Uhr beginnen sollen. Also hätte ich auch noch am Samstag um 7 Uhr für Absage entschieden.

Tatsächlich war es dann den restlichen Tag über trocken, zwar ziemlich kühl und windig, aber das Fest wäre wahrscheinlich machbar gewesen. Allerdings nicht sehr gemütlich…

Übrig geblieben vom Autofreien Tag sind nur die FAXIs, die Fahrradtaxis, die InteressentInnen zu den Orten des OpenDoor-Projekts geführt haben. (Immerhin).

Ich werde in den nächsten Tagen und Wochen mit allen, denen dieses Mobilitätsfest ein Anliegen ist, darüber diskutieren, wie wir in Zukunft vorgehen sollen: wollen wir einen Ersatztermin für Schlechtwetter vorsehen (mit dem Risiko, dann aus der europaweiten Koordination herauszufallen)? Oder wollen wir Aktionen setzen, die – abseits des Fests – die Mobilität im Umweltverbund propagieren können? Eine Woche Busse zum Nulltarif, zum Beispiel?

Schreiben Sie mir Ihre Ideen! Ich werde sie gern in die Überlegungen miteinbeziehen.

 

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Traurig und enttäuscht

15.Juni 2016 in ärgerlich, GRÜN

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Das waren wir zehn GRÜNE am Tag der Angelobung am 27. Februar 2015

Am heutigen Tag hat uns Sonja Zimov schriftlich mitgeteilt, dass sie sich nicht mehr als Mitglied der GRÜNEN sieht.

Sie war bei der Wahl im Jänner 2015 als 10. GRÜNE Gemeinderätin in den Gemeinderat gewählt worden. Wir hatten sie auf diesem wählbaren Platz aufgestellt, unter anderem, weil wir ihre persönlichen Erfahrungen als Flüchtling (aus der CSSR vor der Wende) geschätzt haben. Sie hat im Wahlkampf tatsächlich intensiv mitgearbeitet und war zu Beginn der neuen Sitzungsperiode nicht weniger euphorisch als jedeR einzelne andere von uns. Leider hatten wir in Folge in immer mehr konkreten Fragen unterschiedliche Auffassungen und natürlich muss es Aspruch einer (jeder) politischen Partei in ihrem Auftreten und Agieren in den Gremien und in der Öffentlichkeit sein, im wesentlichen einheitlich aufzutreten – bei den GRÜNEN, wenn es sein muss, nach langen Diskussionen.  Sonja Zimov hat diesen Anspruch auf gemeinsames Agieren und Auftreten nicht geteilt und vor dem Hintergrund ihrer Jugend im Kommunismus als unerträglichen Zwang gesehen.

Ihre Entscheidung, bei tatsächlich unterschiedlichen Sichten nicht das Mandat zurückzulegen, sondern dieses als nun „wilde Abgeordnete“ außerhalb der GRÜNEN zu behalten, ist zwar gesetzeskonform, aber nicht in Ordnung und enttäuscht mich persönlich.

Über interne Diskussionen hingegen werde ich nach außen kein Wort verlieren – viele von Ihnen/Euch wissen, wie bei uns diskutiert wird.

Jetzt werden 9 GRÜNE im Mödlinger Gemeinderat die Arbeit von 10 ausführen. Wir werden uns bemühen, weiter erfolgreich unsere Ziele zu verfolgen. Aber schade ist es…

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Darauf können wir nicht stolz sein...

23.Januar 2016 in ärgerlich, jenseits

tmp_27517-FB_IMG_14535426213821095765769Dieses Plakat hing Ende der vergangenen Woche im Mödlinger Stadtbad – und hat zu Recht für große öffentliche  Irritation gesorgt. Es war offenbar eine eigenmächtige Aktion des Direktors des Bads und – bei positivster Betrachtung – ein Ausdruck der Hilflosigkeit. Diese Hilflosigkeit allerdings in der Art und Weise zu formulieren, ist mehr als bedenklich. (Und da rede ich noch nicht vom Gebrauch der deutschen Sprache).

Ja, es gibt Probleme im Zusammenleben mit Menschen, die ihnen vertraute kulturelle, gesellschaftlche und politische Verhältnisse bei ihrer Flucht hinter sich gelassen haben und hier eine Gesellschaft vorfinden, die sie kennen lernen müssen. Das ist im Miteinander der Geschlechter besonders heikel. Nicht umsonst kulminieren die Beschwerden bei Schwimmbädern und Saunen. Und selbstredend haben insbesondere Frauen jedes Recht auf eine sichere und respektvolle Umgebung – überall.

Ich glaube aber, dass es andere Strategien braucht, dem Ziel näher zu kommen, als den Griff in die unterste Schublade der Stammtischrhetorik.

Eine Möglichkeit wäre (gewesen), Kontakt mit den Menschen zu suchen, die sich freiwillig oder beruflich, aber jedenfalls professionell in der Betreuung der Flüchtlinge engagieren und die Zusammenarbeit mit den Organisationen zu suchen, die Erfahrung in der Flüchtlingsbetreuung haben. Zumindest sollten die Regeln, deren Einhaltung zu Recht verlangt wird, für die Flüchtlinge lesbar sein, also übersetzt werden. Aber wahrscheinlich wäre auch sinnvoll, einen Mitarbeiter mit entsprechenden Sprachkenntnissen zu engagieren. Tatsächlich gibt es viel zu tun und eine große Verantwortung für die öffentliche Verwaltung.

Was nicht geht, ist als Stadt wegschauen, so tun, als ob einen das alles (das Zusammenleben mit Flüchtlingen) nichts angeht und dann, wenn man nicht weiter weiß, fremdenfeindlich um sich zu schlagen. Auch, wenn dieses Plakat nicht so gemeint war: diese Aktion muss Konsequenzen haben – am besten wäre, wenn auch Maßnahmen getroffen würden, die langfristig helfen. Denn wir werden mit Menschen leben und umgehen lernen müssen, die zu uns fliehen.

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Enzersdorferstrasse: Strassenbau und die Auswirkungen

4.Juni 2015 in ärgerlich, heikel

3809385_1_UmleitungJa, es stimmt: die Kommunikation über die Auswirkungen der Arbeiten in der Enzersdorferstrasse auf die angrenzenden Gassen im Zug der Umleitungen war mehr als mangelhaft. Als zuständiger Stadtrat muss ich dafür um Entschuldigung bitten.

Tatsächlich hat uns in den Tagen vor Baubeginn die Zeit überholt: am 20.5. gab es eine große Verkehrsverhandlung, bei der die Umleitung besprochen wurde. (Es ist nicht einfach, den Verkehr bei einer derart großen Baustelle bei den engen Strassenverhältnissen in Mödling umzuleiten).

Ziel der Stadt war und ist, die Arbeiten möglicht konzentriert abwickeln zu können – also möglichst alles in einer möglichst kurzen Zeit unterzubringen. Als Zeitfenster sollte die Ferienzeit herhalten, weil da mit wesentlich geringerem Verkehrsaufkommen gerechnet werden kann. Bis Schulbeginn soll alles fertig sein.

In den Tagen nach der Verkehrsverhandlung hat uns allerdings in den Detail-Termin-Planungen mit den ausführenden Firmen die Zeit „überholt“: der Tag, an dem spätestens mit den Arbeiten begonnen werden muss, um das Ziel (Schulbeginn) zu gewährleisten, ist ständig weiter nach vorn gerückt. Bis uns dann klar wurde, dass nur mehr 2 Tage zur Verständigung blieben. Es standen zwar schon seit vielen Wochen Ankündigungen über die geplanten Arbeiten, die konkreten Auswirkungen waren den AnrainerInnen – insbesondere entlang der Umleitungsstrecken – aber unbekannt. Wir haben das Vorhaben dann schnell ins Internet gestellt und einen Brief an die AnrainerInnen händisch ausgetragen. Aber das war natürlich zu spät. Und ich kann den Ärger der Betroffenen gut verstehen.

Was wir von Seien der Stadt jetzt machen (können), ist 1. so weit möglich nachzubessern und auf erkannte Probleme zu reagieren (u.a. werden wir Warnschilder schon in der weiten Umgebung des Baustellenbereichs aufstellen, um den Verkehr so weit wie möglich zu großräumigen Umfahrungen zu bewegen). Wir werden auch sehen, ob im Umleitungsbereich ein LKW-Fahrverbot machbar ist. Und wir nehmen jeden weiteren Vorschlag gern entgegen.

Aber 2. werden wir aus dieser Entwicklung zu lernen haben. Auch wenn ein derart großes Vorhaben in Mödling nur selten zu bewältigen ist und die Erfahrungen fehlen: wir hätten uns zur Kommunikation eben KnowHow einkaufen müssen.

Für die aktuelle Situation muss ich die Betroffenen ganz einfach um Verständnis ersuchen.

Aber, auch wenn das unmittelbar nicht hilft: ich glaube, dass die Sanierung der Enzersdorferstraße insbesondere für die FußgängerInnen sehr viele Verbesserungen bringen wird.

 

 

 

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Schlechte Nachricht für KonsumentInnen

16.Februar 2015 in ärgerlich, traurig

IMG_7947Zwei schlechte „Neuigkeiten“ gibt´s dieser Tage:
Erstens schließt das Farbenhaus Mittermayer in der Klostergasse 22. Ich kann nicht von mir behaupten, dass ich sehr oft beim Mittermayer einkaufen war: weder male ich, noch ist Basteln mein Hobby. Aber dieses Geschäft hat ein ganz wichtiges Segment im Angebot des Einzelhandels in Mödling abgedeckt. Leider war die Entwicklung zu befürchten, seit der legendäre Chef im letzten Jahr gestorben ist. Wichtig für alle, die gern beim Mittermayer einkauf(t)en: jetzt wird noch das Lager abverkauft. Das Geschäft ist also noch einige Zeit geöffnet.

Die zweite schlechte Nachricht ist gleichzeitig eine ärgerliche: die „Haupt-„Post in der Schillerstraße hat am Samstag nicht mehr offen. OK, man erspart sich das Schlange Stehen :-/, aber wann und wie holt Mensch seine RSBs und Packerln ab, wenn er/sie es während der Woche nicht vor 18.00h ins Postamt schafft?
Was dem ganzen aber die Krone aufsetzt, ist, dass die Post AG auch den Postpartnern verbietet, am Samstag offen zu halten. Wir haben zwei Postpartner in Mödling: einen in der BAWAG in der Hauptstraße (der hat am Samstag aber sowieso zu) und einen in der Buchbergergasse (Fa. Kamill). Ein kleines Lebensmittelgeschäft könnte wenigstens ein bißchen mehr Luft zum Leben bekommen, wenn sie Postleistungen während ihrer Ladenöffnungszeiten anbieten könnte. Aber: nein! wenn schon die Post selbst zu macht, soll auch kein anderer im Namen der Post arbeiten können.
Frage: sind die bei der Post schon total narrisch? Das ist Wasser auf die Mühlen privater Anbieter. Aber das ist den UnternehmensberaterInnen wahrscheinlich eh recht, die höchstwahrscheinlich hinter solchen Entscheidungen stehen 🙁

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FuZo als Auto-Verkaufsraum ???

5.November 2014 in ärgerlich

Das ist die logische Folge von Veranstaltungen, wie der „Automeile“ vor ein paar Wochen:
Die Sache bekommt eine Eigendynamik und die Message wird ernst genommen.IMG_20141104_184645Vergangenen Dienstag abends stand dieses Auto mindestens von 18.00 bis 22.00h seelenruhig in der FuZo vor dem Eingang zur Stadtgalerie in der Elisabethstraße.

Die Genehmigung zur Einfahrt hatte das Auto für Ladetätigkeit. So weit so grundsätzlich akzeptabel. Wenn eine Ladetätigkeit stattgefunden hätte.

IMG_20141104_184634Da lag aber noch etwas anderes hinter der Windschutzscheibe: ein Verkaufsplakat für eben jedes Auto.

IMG_20141104_184623Sollte dieses Auto vielleicht garnicht zu Ladezwecken, sondern zum Zweck seines eigenen Verkaufs in die FuZo eingefahren sein?

Ich hoffe, dass es niemand Verantwortlichen in dieser Stadt gibt, der auch nur einen Gedanken daran verschwendet, die Mödlinger FuZo zum Auto-Ausstellungsraum zu machen – oder das auch nur zuzulassen…!

Wenn aber der eine oder andere Autohändler die Message der „Automeile“ falsch verstanden hat, sollten wir ihm das dringend rückmitteln.

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Eine selten jenseitige Idee: die "Automeile"

4.Oktober 2014 in ärgerlich, jenseits

Eine Fuzo voll mit Autos: soll das ein Test für die Zukunft sein?

Eine FuZo voll mit Autos: soll das ein Test für die Zukunft sein?

Blöder geht´s nicht: die ganze FuZo als Verkaufsraum für Autos. Mödling zeigt sich wieder von seiner provinziellsten Seite.

Wem sowas einfällt?
Es gibt offenbar Leute, die meinen, dass Mödling eigentlich noch nicht genug Autos hat; dass Mödling in Wirklichkeit kein Verkehrsproblem hat; dass natürlich Erdöl bis in alle Ewigkeit und unendlich viel vorhanden ist; dass Feinstaub eine der üblichen Polemiken von Ökofundis ist; dass der Klimawandel eine Erfindung der Ostküste ist; dass aus dem Auspuff eh nur irgend etwas, aber sicher nichts angeblich Schädliches raus kommt; dass ohne den Lärm der Autos die Stadt unnatürlich leise wäre; dass der krankhafte Hass der GRÜNEN gegen die Autos nur gegen die Wirtschaft und die Arbeitsplätze gerichtet ist (weil die GRÜNEN alle überbezahlte Jobs haben und ihnen die Arbeitslosen egal sind); und dass man nicht gegen etwas sein kann, dass es schon immer gibt.

Aber Spass beiseite (obwohl: bei manchen bin ich mir nicht sicher, ob sie nicht so denken): heute ein Signal wie dieses zu setzen, bedeutet, dass die, die die Automeile verantworten – die ÖVP Mödling – nichts verstanden haben und einen 50er-Jahre-Blick auf die Welt haben. Ein kleiner Tip: damals gab es kollektive Auto-Weihen. Vielleicht wäre das etwas…?

Und auch zum Thema der BesucherInnen-Frequenz, die angeblich das Maß aller Dinge ist: es ginge sicher noch besser. Was wäre mit einer Open-Air-Sexmesse? Vielleicht gleich eine ganze Woche lang und bis Mitternacht? Oder eine Ausstellung von mittelalterlichen Folterwerkzeugen (für einen entsprechend Teil der Bevölkerung offenbar immer sehr reizvoll)? Vielleicht könnte man die beiden Themen verknüpfen – das wär doch überhaupt genial!

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Oder gibt es besondere Schlaue, die finden, dass Autos in der FuZo garnicht so schlecht passen?

Ich find, dass man kein Auto-Hasser sein muss, um dieses Signal falsch zu finden.

Tatsächlich ist der private Autoverkehr eines Ursache der massivsten Verkehrs- und Umweltprobleme. Die vergangenen Jahrzehnte haben in der Raumordnung die Voraussetzungen geschaffen, dass man heute generell nicht mehr auf´s Auto verzichten kann. Aber es ist die dringende Pflicht der Politik, so weit es irgend geht, Ersatz für den MIV, den Motorisierten Individualverkehr zu finden. *Wir* wissen das eh: Öffentlicher Verkehr, Radfahren, zu Fuß Gehen.

Signale wie die Automeile sind da wirklich jenseits.

Aber vielleicht macht das auch deutlich, wer für welche Art der Politik steht…

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