Franz S. Gschmeidler, Redakteur und Antisemit

27.März 2013 in gestern & heute, heikel

Aufmacher in der NÖN vom 27.3.2013

Aufmacher in der NÖN vom 27.3.2013

In den – in dieser Hinsicht unseligen – 70er-Jahren hat die Stadt einen Bürger mehrfach geehrt: mit einem Ehrenring und der Benennung eines Wegs, der Gschmeidler-Promenade.

Im vergangenen Jahr ist der Name nun in einem Zusammenhang Gegenstand der Diskussion im Gemeinderat geworden, der für mehr oder weniger Interessierte immer klar war: Franz Gschmeidler, Herausgeber der Mödlinger Nachrichten vor, während und nach der Nazizeit, war ein bekennender Nazi und rabiater Antisemit.

Dies wurde durch ein historisches Gutachten penibel belegt, das vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands im Auftrag der Satdt erstellt wurde. Das Gutachten liegt seit kurzem vor.

Wie nun entscheiden? Manche teilen zwar die Meinung, dass die belegten Artikel von Franz Gschmeidler ein Graus und im höchsten Maß verwerflich sind; sie haben aber Angst, dass mit einer Umbenennung eine Lawine losgetreten werden könnte. Gibt es nicht noch andere Apologeten der Nazidiktatur, nach denen in Mödling weitere Gassen benannt sind? “Wann hat das dann ein Ende”?

Ich denke, dass die Stadt Mödling während der vergangenen Jahre einige Zeichen gesetzt hat, die belegen, dass man über die Phase des Zudeckens und Vergessens hinaus gekommen ist. Die Stadt hat 2003 durch die Nazis vertriebene MödlingerInnen eingeladen und mit ihnen das Denkmal für die Synagoge eingeweiht. Seither wurden 32 Stolpersteine für von den Nazis ermordete BürgerInnen in Straßen dieser Stadt gesetzt – und zwar nicht heimlich, sondern im Bewußtsein der Verantwortung nicht für die Verbrechen, sondern für die Aufarbeitung der Geschehnisse und durchaus auch für die Rolle, die viele BewohnerInnen der Stadt bei der Demütigung und letztlich der Vertreibung ihrer jüdischen Nachbarn gespielt haben. Ich finde, daß all das ein Zeichen für die selbstbewußte Sicht einer aufgeklärten und weltoffenen Stadt ist, die sich auch den dunklen Kapiteln ihrer Geschichte stellt. (Nicht vergessen werden darf, dass der Jüdische Friedhof in Mödling einer der am besten gepflegten in der ganzen Republik ist).

Jetzt ist das Thema “Gschmeidler” aktuell. Und es wird sichtbar, mit welch bewußter Ignoranz auch unsere Stadt noch in den 70er-Jahren weggeschaut hat.

Ich bin – noch vor einer Entscheidung bei den GRÜNEN und noch lange vor der Entscheidung des Gemeinderats – dafür, die Franz S. – Gschmeidler-Promenade umzubenennen. Das Gedenken an die Kapitulation Nazi-Dutschland gegenüber vor 75 Jahren wäre ein passender Anlass dafür. Wir sollten nicht in der Öffentlichkeit sichbare Ehrungen für Menschen aufrecht erhalten, die mit Hitler nicht nur mitgelaufen sind, sondern sich als besonders ambitionierte Fanatiker hervorgetan und sich nach 1945 nie davon distanziert haben. Und einen Zeitungsherausgeber mit seiner meinungsbildenden Wirkung darf man da sicher besonders bewerten.

P.S.: das Gutachten ist zur Zeit als “vertraulich” bewertet. Ich denke, das ist nicht richtig: man sollte das Ergebnis der Erhebungen möglichst bald der Öffentlichkeit zugänglich machen. Auch das als bewußtes Zeichen der Stadtpolitik.

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Haben wir das nötig?

21.Oktober 2012 in heikel

Bezirksblätter, Ausgabe Mödling, 17./18.10.2012

Bezirksblätter, Ausgabe Mödling, 17./18.10.2012

Es ist natürlich eine Gratwanderung: sicher haben alle SPÖ- und ÖVP-Abgeordneten mit ihrer Stimme den Untersuchungsausschuß abgedreht und damit auch der regionale SPÖ-Nationalratabgeordnete Hannes Weninger. Und demokratiepolitisch ist das ganz einfach ein Skandal, weil es ihnen um die Verhinderung der weiteren Ermittlungen ging. (Zum Glück haben das ziemlich viele Leute klar als solches erkannt).

Nur: einen Abgeordneten direkt persönlich dafür anzugehen, ist meiner Meinung nach grenzwertig. (Einen, dem in Richtung Korruption selbst kein Vorwurf gemacht wird).

Ich denk einfach, dass wir das nicht nötig haben. GRÜNE Politik hat immer auch Stil. Auch wenn man dabei vielleicht eine Zehntelsekunde auf der Zielgerade “liegen lässt”. Wir zeigen tatsächlich Ecken und Kanten, und in der Korruptionsfrage ganz besonders. Das ist gut und richtig – und ohne die GRÜNEN wäre in diesen Bereichen (s. Kärnten!) überhaupt nichts weiter gegangen. Ich glaub, dass das die Menschen auch ohne persönliche Angriffe wahrnehmen.

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rot-grün??? GRÜNE Handschrift ist gefragt! Persönliche Meinung

26.August 2012 in heikel

Ein Foto macht noch keinen Sommer

Ein Foto macht noch keinen Sommer

Also, dass da kein Missverständnis entsteht: ich bin dafür, mit Repräsentatnten aller (fast aller) Parteien zu jeder sich bietenden Gelegenheit zu reden. Und natürlich auch mit dem Bundeskanzler – noch dazu, wenn er zu Besuch kommt.
An sich ist dieses Treffen also durchaus auch ein Ausdruck eines gewonnenen Gewichts und als solches auch ein persönlicher Erfolg von Eva Glawischnig.

Wozu ich mich als Mitglied einer Schwarz-Grünen Stadtregierung zu Wort melde, ist eine so unterschwellig vermittelte Botschaft, sich als GRÜNE eh am liebsten mit der SP zusammen tun zu wollen.

OK: die SPÖ redet jetzt plötzlich gern mit uns (die Genossen haben uns aber auch schon einiges anschauen lassen, oder?) / in Wien scheint die Koalition besser zu laufen als in Graz / die ÖVP arbeitet nicht gerade sichtbar daran, Perspektiven für eine Zusammenarbeit oder wenigstens ein konstuktives Gesprächsklima zu suchen.

Aber wir wären schön blöd, wenn wir uns parteipolitisch auf bevorzugte Partner festlegen. Das sage ich mit allen Erfahrungen von 2 1/2 Jahren intensiver Zusammenarbeit mit der ÖVP – und die ist nicht nur einfach. Und wahrscheinlich würde ich mir jedenfalls im “wording” und in ein paar Themen gefühlsmäßig leichter mit SPlern reden. Aber wir leben nicht irgendwo, sondern in Österreich. Und in diesem Land ist in mindestens 80% der Parlamente auf den unterschiedlichen Ebenen die Alternative zu einer GRÜNEN Beteiligung KEINE Beteiligung. Wenn wir auch über die Gemeinden zu einem Faktor im politischen Geschehen des Landes werden und mit den Stimmen unserer WählerInnen auch Teile unserer / ihrer Wünsche umsetzen wollen, werden wir aktiv einen Weg suchen und finden müssen, mit der ÖVP zusammen zu arbeiten. Wir können uns die Partner nicht aussuchen, sondern müssen eine Basis mit den vorhandenen suchen. Das ist oft anstrengend, aber kann letztlich auch zu Ergebnissen führen, auf die wir stolz sein können.

Mit anderen Worten: NUR mit GRÜNER Beteiligung wird es möglich, ökologisch und sozial gerechte Politik umzusetzen – und das müssen mir mit jedem möglichen Partner versuchen.

Was mich nicht stört, sind Gespräche und Fotos. Was ich schlecht find, ist der Eindruck, der unterschwellig vermittelt wird. Häupl ist ja sehr schlau, das Thema offen anzusprechen – und uns für die SPÖ “zu verhaften”. Wir wären blöd, wenn wir ihm auf den Leim gehen.

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Mödling, Hauptstraße III

20.August 2012 in heikel

Der letzte Teil der Hauptstraße - leider ohne Radstreifen

Der letzte Teil der Hauptstraße - leider ohne Radstreifen

Also ich find, der 3. und letzte Teil der Hauptstraße, der seit ein paar Tagen – jedenfalls im wesentlichen – fertig gestellt ist, ist durchaus gelungen. Schade, dass es in diesem Abschnitt keinen Radstreifen gibt. Er wäre möglich gewesen – sogar ohne Verlust “heiliger” Parkplätze.

Nun werden wir eine gute Verbindung zum Radfahren über die Klostergasse und den Freiheitsplatz schaffen.Die wichtigsten Festlegungen sind getroffen und so wie es aussieht, werden die Arbeiten im Oktober gemacht werden.

(Aber ich warte schon auf die Rufe nach einer Radlösung in der Hauptstraße auch im obersten Abschnitt, wenn die KäuferInnen mit dem Radl ständig am Gehsteig fahren).

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Kompromissvorschlag der GRÜNEN zur Hauptstrasse

17.Februar 2012 in heikel

In der Koalitionsvereinbarung im April 2010 war zwischen der ÖVP und den GRÜNEN eindeutig ein Radweg gegen die Einbahn in der Hauptstraße bis zur Badstraße vereinbart worden. Wir haben jedoch in den letzten 1 1/2 Jahren erfahren, dass die ÖVP die Vereinbarung in dem Punkt nicht einzuhalten gedenkt. Zuletzt kam dann von der Landesstraßenverwaltung eine negative Stellungnahme wegen der Schwierigkeit, die Ampel an der Kreuzung Badstraße / Hauptstraße zu regeln, wenn es einen Radweg von der Badstraße in Richtung Bahnhof gäbe.

OK – offenbar ist die Zeit für wirklich gute Radlösungen in unserer Stadt noch nicht reif.

Im Hinblick auf die weitere Zusammenarbeit für die Stadt haben wir uns einen Kompromissvorschlag überlegt (unnötig zu sagen, dass die ÖVP nie irgend eine Idee zur Lösung dieses Konflikts hatte – außer, dass ihre Vorgabe zu 100% akzeptiert wird).

Die Punktation mit dem Kompromissvorschlag wurde dem Bürgermeister vor kurzem übergeben.

Ich denk, es ist ein fairer und konstruktiver Vorschlag. Und er zeigt, dass wir nicht stur sind, sondern immer wieder versuchen, vernünftige Lösungen zu finden. Kurz gesagt geht es darum, die Hauptstraße im letzten Bauabschnitt so auszuführen, dass – wenn sich die Meinung des Landes und/oder die Meinung zum Radfahren in unserer Stadt ändert – der Radweg nachträglich ohne große bauliche Maßnahmen hinzugefügt werden könnte und dass für´s erste die Hauptverbindung für RadfahrerInnen zwischen dem Zentrum und dem Bahnhof im westlichen Teil primär über die Klostergasse führt. Dazu müsste diese Verbindung jedoch noch in einzelnen Punkten verbessert werden.

Doch lesen Sie selbst.

Wir sind gespannt: wenn die ÖVP für konstruktive und sinnvolle Lösungen (und Kompromisse) zu haben ist, werden wir eine gute – wenn auch nicht optimale – Lösung präsentiern können. Wir werden sehen…

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Punktation

einer Lösung als Ersatz für den im Arbeitsübereinkommen vereinbarten, jedoch vom NÖ Straßendienst abgelehnten Radweg in der Hauptstraße:

1) Hauptstraße, Bauteil 3:
wird so geplant, dass die Möglichkeit besteht, nachträglich mit geringem Aufwand einen Radweg einzubauen (nur durch Versetzen des Randsteins und Niveauanhebung um 3 cm für einen Streifen von ca. 1,1 m Breite):

- Fahrbahnkante auf der Nordseite der Hauptstraße in möglichst nördlicher Position (entsprechend der geplanten Radfahrvariante 2)

- Mehrzweckstreifen in Einbahnrichtung (Fahrbahnbreite entsprechend der Hauptvariante 4 m inkl. Mehrzwecksteifen, im westlichen Abschnitt zusätzlich Abbiegestreifen mit 3 m Breite)

- auf der Südseite bleibt die für Parkplätze und Gehsteige vorgesehene Fläche möglichst ungegliedert (bauliche Abgrenzungen bzw. abweichende Oberfläche nur im Bereich von Hauseinfahrten, Parkplätze werden nur mittels Farbmarkierung gekennzeichnet).

- Möblierung und Fahrradabstellplätze so angeordnet, dass sie auch bei nachträglich abgetrenntem Radweg bestehen bleiben können.


2) Klostergasse:

- Straßenoberfläche wird für Radverkehr durch Entfernen der Aufpflasterungen und Sanierung von Pflaster-Unebenheiten geglättet.

- Tempobeschränkung (Schritttempo in Wohnstraße) wird für Radverkehr durch geeignete Maßnahmen aufgehoben.


3) Sebastian-Kneipp-Gasse:

- wird für RadfahrerInnen freigegeben

- an der Einmündung der Sebastian-Kneipp-Gasse in die Klostergasse wird durch Markierung/bauliche Maßnahmen ausreichende Sicht für ein gefahrloses Einfahren in die Klostergasse hergestellt.


4) Kreuzung Hauptstraße – Wehrgasse/Zufahrt zur Klostergasse (Josef-Deutsch-Platz):

- Radfahrerüberfahrt über die Hauptstraße

5) Kreuzung der Hauptstraße – Badstraße/Sebastian-Kneipp-Gasse:

- Anpassung der Ampelregelung und Beschilderung für Ausfahrt des Radverkehrs aus der Sebastian-Kneipp-Gasse in die Badstraße und umgekehrt.


6) Freiheitsplatz:
- Radfahrerüberfahrt zwischen Herzoggasse und verlängerter Klostergasse parallel zum bestehenden Fußgänger-Schutzweg


7) Radabstellplätze :
in ausreichender Zahl in der Hauptstraße, in der Badstraße (Kreuzungsbereich Hauptstraße) und in der Sebastian-Kneipp-Gasse.


8) Kreuzung Hauptstraße-Freihofgasse/J.-Thoma-Straße:

- Anpassung der Ampelregelung und Beschilderung für Ausfahrt des Radverkehrs aus der Freihofgasse in die Hauptstraße bzw. J.-Thoma-Straße und umgekehrt.

- Verbesserung der Markierung des Mehrzweckstreifens im Kreuzungsbereich, z. B. durch Farbasphalt.

Mit den Bauarbeiten des 3. Bauteils der Hauptstraße wir erst begonnen, wenn die in den Punkten 1 bis 7 dargestellte Verkehrslösung geplant und – soweit erforderlich – mit den zuständigen Stellen des Landes abgestimmt worden ist.

Finanzierung im 1. NTVA 2012 (Landesförderung für Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs wird beantragt.)

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Krankenhaus: der Beginn der Bauarbeiten steht bevor

12.August 2011 in heikel, konkret

So: jetzt geht´s bald wirklich los.

Heute – am Fr., 12.8. – war die Verkehrsverhandlung für den ersten, kleinen Teil der Arbeiten – und damit auch für die ersten Baufahrzeuge. Es geht um den Abbruch des Schwesternheims in der Payergasse. Zwischen Mitte September und Mitte November werden durchschnittlich 12 LKWs täglich die Baustelle frequentieren.

Heute wurde der zulässige Weg für die Baufahrzeuge besprochen und beschlossen: Zufahrt von der A2 (SCS) über die Wienerstraße und die südliche Payergasse; Abfahrt über die nördliche Payergasse (Einbahn!) zur Grenzgasse und von dort wieder zur A2.(Im Gegenzug zur Einbahn in der Payergasse wird die Haydngasse Einbahn nach Süden).

Diese Variante ist – jedenfalls für diese erste, kurze Zeit – zwar die längste, aber die günstigste.

  • In der Buchbergergasse wird noch am Seniorenheim gearbeitet – mit Baustellenverkehr.
  • Die Gabrielerstraße ist kapazitiv nicht mehr aufnahmefähig und ausserdem primäre Rettungszufahrt.
  • Bliebe noch die Variante, auch über die südliche Payergasse zurück zur Wienerstraße zu fahren. Da gibt´s Probleme mit dem Einbiegen in die Wienerstraße (auch wenn man eine Ampel aufstellen würde) und es müssten alle Parkplätze in diesem Bereich wegfallen; aber für mich ist diese Lösung auch aus Gründen der Gerechtigkeit nicht gangbar: den AnrainerInnen der südlichen Payergasse wird wohl über die gesamte Baudauer die Zufahrt der LKWs zugemutet. Ich halte es nicht für vertretbar, dort auch noch die Abfahrt der LKWs abzuwicklen.

Ich bin überhaupt der Meinung, dass den BewohnerInnen der Schöffelstadt in den nächsten rd. 6 Jahren viel zugemutet wird. Aber wenn das bei einem so großen Bauvorhaben schon nicht zu vermeiden ist, müssen wir uns bemühen, die Last so gerecht wie möglich aufzuteilen.

Ich halte es generell für nötig, einen Plan für den Baustellenverkehr über die volle Bauzeit auszuarbeiten und den Menschen so reinen Wein einzuschenken. Die AnrainerInnen müssen sich einstellen können. Und so finde ich, dass wir die drei praktisch möglichen Routen für die Abfahrt vom LKH für die Baudauer nutzen sollten: ein Drittel der Zeit Abfahrt über die nördliche Payergasse, ein Drittel Abfahrt über die Buchbergergasse und das letzte Drittel der Zeit über die Weyprecht-/Ungargasse. Und immer zur Grenzgasse.

Auf Grund der fehlenden Breite der Straßen werden jeweils Einbahnen eingerichtet werden. Bei diesen Plänen könnten die meisten Parkplätze erhalten werden.

Die ersten 2 Monate werden ein Probelauf werden. Die Anrainer wurden eingeladen, gemeinsam mit Bauleitung, LKH-Direktion, Polizei und Stadtgemeinde die Situation genau zu beobachten. Es wird ein Jour Fixe im LKH eingerichtet werden, wo wir monatlich über die Erfahrungen und die weiteren Ausblicke diskutieren werden. Und wir werden die Erfahrungen für die Gesamtplanung heranziehen.

Darüber hinaus wurde heute auch vereinbart, eine neue Idee konkret zu untersuchen: nämlich die Verladung von bauschutt und Aushub auf die Bahn bei den Schleppgleisen südlich des Bahnhofs. (Die von mir lange forcierte Variante für die Verladung auf die Bahn auf Höhe des Leiner-Gebäudes scheint sich nicht realisieren zu lassen).

Alles in allem sind die Spielräume für Entscheidungen ziemlich eng. Und die Chancen, “grüne” Handschrift zu zeigen, auch. Aber ich denke, dass ein Höchstmaß an Transparenz und Ehrlichkeit helfen sollte, die Situation erträglicher zu machen. Leider ist ein Bau von dieser Größe nicht ohne massiven Transportaufwand zu realisieren.

Übrigens: am 8.9. gibts die nächste BürgerInnenversammlung. Um 17:00 im Speisesaal des Krankenhauses.

Abschließend eine Einladung: wenn Sie / Ihr Ideen und Fragen habt ==> bitte schreibt mir. Im Blog oder als Mail: gerhard.wannenmacher@moedling.at

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Elisabethstraße ab 1. August wieder ohne Fahrräder

25.Juli 2011 in ärgerlich, heikel

Viele Räder im Zentrum unserer Stadt

Viele Räder im Zentrum unserer Stadt

Die provisorische Aufhebung des Radfahrverbots wird nach dem 31.7.2011 nicht verlängert.

Die Stimmung wurde in den letzten Wochen immer schlechter, weil doch zu viele RadfahrerInnen rücksichtslos unterwegs waren: jedenfalls waren sie ausreichend schnell unterwegs, um FußgängerInnen zu schrecken.

Aber es war natürlich eine heikle Initiative, denn die Elisabethstraße ist schmal und zudem vom Schrannenplatz her steil. Also lag die Latte wahrscheinlich sehr (zu?) hoch.

Tatsächlich haben die vergangenen 4 Monate aber viele Erfahrungen gebracht und nicht nur negative. Für mich birgt die aktuelle Entscheidung auch die Möglichkeit, das Thema “Radfahren in der Elisabethstraße” zu einem späteren Zeitpunkt wieder zum Thema zu machen, ohne die Konfrontation auf die Spitze getrieben zu haben.

Ich habe bei der Diskussion über das weitere Vorgehen mit dem Bürgermeister vereinbart, dass wir so bald wie möglich verbesserte Radabstellmöglichkeiten an beiden Enden der Elisabethstraße schaffen werden.

Und unabhängig von der Lösung in der Elisabethstraße: wir werden die Bedingungen für das Radfahren in der Stadt weiter verbessern. Als nächstes durch das Öffnen von Einbahnen für das Radfahren gegen die Einbahnrichtung in der Goethegasse, der Pfandlbrunngasse, der Schürffgasse und – vielleicht – auch der Haydngasse (letzteres hängt noch aber an der Festlegung der Verkehrsströme in der Umgebung des Krankenhauses). Und in der Liechtensteinstraße haben wir auch eine gute Lösung gefunden und werden auch dort eine vernünftige Verbindung zur Hinterbrühl schaffen.

P.S.: wenn alle, die sich über das Radfahren in der Elisabethstraße gefreut haben, das auch deutlich gesagt hätten, hätte das die Entscheidung sicher beeinflusst. Auch das sollten wir uns merken.

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In eigener Sache: BLOG & Copyright

10.Juli 2011 in heikel

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

in den vergangenen Tagen musste ich erfahren, dass der Anspruch auf Transparenz nicht von allen gleich gesehen wird.

Ich musste einen mir wichtigen Beitrag (Baustellenverkehr beim Krankenhaus) vom Netz nehmen, nachdem mir zu verstehen gegeben wurde, dass der Plan, der dort zum Download verlinkt war, im Auftrag des Landes erstellt wurde und ich kein Recht hätte, den Plan öffentlich zugänglich zu machen.

Das stimmt – formal. Und ich werd mich in Hinkunft auch daran halten. Nur: ich hab die Planung bei mir veröffentlicht, weil das Land es nicht tut – ich wäre sehr froh, wenn die Anrainer des Krankenhauses vom Bauherren des Krankenhauses ausreichend informiert würden. Ich halte das nämlich für ganz wesentlich, denn die Menschen in der Schöffelstadt werden in den kommenden Jahren den Bau stark zu spüren bekommen. Und das mindeste wäre, ihnen reinen Wein einzuschenken…

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Fasching is´...

7.März 2011 in heikel

Meine "Verkleidung" - und die "art directorin"

Meine und meines Fahrrads "Verkleidung" - und die "art directorin"

...und dann im vollen Einsatz...

...und dann im vollen Einsatz...

Um ganz ehrlich zu sein: seit meiner Angelobung hab ich mich schon hie und da mit der Frage beschäftigt, wie ich den Fasching anlegen soll. Es war ja nie ein Geheimnis, dass wir GRÜNE uns da bisher dezent im Hintergrund gehalten haben, weil solche Massen-Lustigkeiten nicht unseres sind. Aber tatsächlich bewegt der Fasching in Mödling viele Menschen – und da kann man als Vize nicht völlig abwinken.

Also bin ich zur Blumen Christine gegangen und hab sie um ein passendes Outfit gebeten. Und, weils ja auch symbolisch sein soll: auch gleich für mein Radl. (Letzteres war immer dabei beim Umzug: auch wenn ich dem Neudorfer BM Wöhrleitner damit ungefähr 10 Mal über den Fuß gefahren bin).

Wie es war? Ja eh! Nein, ehrlich: es war eigentlich ganz OK. (Die Saufereien nach dem Umzug hab ich dann aber doch ausgelassen). Einige Gruppen waren wirklich originell und – das muss man einfach festhalten – da machen sich Leute eine unendliche Arbeit und haben gemeinsam offenbar Spass daran.

Also ich werd nächstes Jahr wieder dort sein. Und am Samstag vorher wieder zur Christine gehen und mein “Kostüm” abholen.

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SchülerInnen am Weg zur HTL

16.Januar 2011 in heikel, interessant, konkret

In der Früh Gerangel - aber nicht nur...

In der Früh Gerangel - aber nicht nur...

In letzter Zeit war der Busverkehr zur HTL oft Thema – auch in den Medien (hinter dem Foto ist ein Bericht des ORF anzuklicken) und nicht zuletzt wegen der Parkplatzsituation rund um die HTL (weil viele eben nicht mit den Öffis, sondern mit dem Auto kommen).

Um uns selbst ein konkretes Bild zu machen, sind der – neue – Leiter der HTL, Mag. Hrdlicka und ich am Fr., 14. Jänner zwischen 7:00 und 8:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz gestanden. Was wir gesehen haben, war zwar bei einigen Bussen durchaus Gerangel, bei den meisten Bussen bot sich jedoch ein ziemlich friedliches Bild. Uns sind aber schon ein paar Verbesserungsvorschläge eingefallen, die wir bei einem Gipfelgespräch in den nächsten Wochen diskutieren wollen (z.B. bessere Busse mit breiten Einstiegen; regelmäßigere und auf die Ankunftszeiten der Züge abgestimmte Intervalle). Aber auch die Möglichkeit zur Abfertigung der Busse zur HTL ein Stück weiter südlich, an der Schillerstraße, sollte wieder geprüft werden. Und Herr Mag. Hrdlicka hat für das kommende Shculjahr gestaffelte Beginnzeiten angekündigt.

Resumée des Lokalaugenscheins: wir finden beide – der Direktor und ich – dass es durchaus Möglichkeiten zur Verbesserung und zur Berühigung der Situation gibt. Daran wollen wir jetzt ganz konkret arbeiten. Und dann sollten die Kapazitäten auch ausreichen, SchülerInnen zu ihrer Schule zu transportieren, die vom Autofahren umsteigen.

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