"Radhighway Südbahn": geht´s bald weiter ???

21.Mai 2017 in herausfordernd, konkret, wichtig !!!

Er wäre ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Verbindungen, die im Bezirk Mödling mit dem Rad bewältigt werden können: der “Radhighway Südbahn”.

Gemeint ist dabei eine möglichst direkte, entsprechend breite und durchgängig klar erkennbare Radverbindung zwischen dem südlichen und dem nördlichen Rand des Bezirks – also zwischen Guntramsdorf und der Landesgrenze zu Wien (mit Anbindung an Liesing und Siebenhirten). Diese Verbindung würde dicht bewohnte Bereiche des Bezirks verbinden und eine Strecke zu vielen Schulen und Arbeitsstätten darstellen. Es wäre ein Rückgrad für einen leistungsfähigen nichtmotorisierten Verkehr, an den andere Verbindungen nach Westen und Osten anschließen könnten.

Einzelne Teilstücke existieren, andere sind schon relativ weit in der Planung, für wieder andere Abschnitte gibt es bisher nur grobe Ideen.

Vergangene Woche haben die Bezirksblätter wieder einen Beitrag gebracht: Radhighway nach Wien geplant.

Der “Highway” sollte in Neu-Guntramsdorf bei der B17 beginnen, führt bereits heute die Guntramsdorfer Viaduktstraße entlang der Mödlinger Müllumladestation, sollte dann vor dem Südbahntunnel entlang des Bahndamms nach Felberbrunn und damit in das Stadtgebiet von Mödling) führen. In Felberbrunn wäre das sog. “Mauseloch” zu passieren. Dann ginge die Route weiter westlich der Gleise der Südbahn und damit hinter dem Wirtschaftshof der Stadt und der Fa. Aichelin, würde beim Schranken die Schillerstraße erreichen. Die Verbindung zum Bahnhof sollte östlich entlang des Park+Ride-Parkplatzes weiter zum Bahnhof führen. Für die Querung des Bahnhofsplatzes müsste wohl – bis zu einer generellen Neuplanung des Bahnhofsplatzes – der Weg entlang der Nebenfahrbahn bis zur Hauptstraße genommen werden. Vom Bahnhof in Richtung Norden steht die Route über den Scheffweg heute schon bis zur Grenzgasse zur Verfügung.
Damit wäre der “Highway” in Ma. Enzersdorf, wo die Weiterfahrt auf der sehr ruhigen Weigel-Promenade bis zur Heugasse heute schon besteht.
Danach wir´s in Richtung Norden allerdings komplizierter (der Weg, wo das spektakuläre Foto mit BM Schuster aus Perchtoldsdorf entstanden ist, wird wahrscheinlich nicht in Frage kommen). Für die Weiterführung über Brunn nach Perchtoldsdorf liegen einige grobe Ideen vor, die jedoch sämtlich nicht verfeinert werden müssen: letztlich ist fraglich, ob der “Highway” westlich oder östlich der Südbahn weiter gehen kann.
Die beiden Ziele sind jedoch wieder klar: Bahnhofsplatz in Liesing und U6-Endstation Siebenhirten. Von dort fährt man dann auf den – ebenfalls noch weiter zu verbessernden – Radweg in Wien weiter.
Hinsichtlich der Anknüpfungspunkte gibt es mit der Wiener Stadtplanung konkrete Gespräche.

Radhighway 2016

Der “Radhighway Südbahn” wurde erst unlängst mit Priorität 1 in das Radlgrundnetz des Landes NÖ aufgenommen.

Die Gemeinden entlang des Wegs ziehen an einem Strang und stehen hinter dem Projekt.

Aktuell werden wir einen Planer als Koordinator der Maßnahmen für die gesamte Strecke einsetzen. Ein Antrag für eine 50%-Förderung durch das Land wird gerade ausgearbeitet.

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Vor gut einem Jahr fand eine Befahrung der Route statt, an der (Vize-)Bürgermeister der Gemeinden, VertreterInnen der Wiener Stadtplanung, die Radlobby, VerkehrsplanerInnen und viele Interessierte teilnahmen.

 

 

 

 

 

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Rechtsstaat

9.August 2016 in herausfordernd

Vor ein paar Tagen haben offenbar Betrunkene Frauen in Mödling sexuell belästigt.

Die üblichen Medien haben die Täter identifiziert (Flüchtlinge aus Afghanistan) und waschen ihre Schmutzwäsche mit Genuss, das heisst, sie hetzen. Und in Zeiten wie diesen fallen die “Enthüllungen” auf fruchtbaren Boden und in den sozialen Medien übertreffen sich brave Bürger mit immer ungustiöseren “Lösungsvorschlägen”.

Ich selbst kann zur Aufklärung nichts beitragen, weil ich – wie viele andere – gerade auf Urlaub bin.

Mir scheint es aber wichtig, folgendes festzuhalten:

  • Sexuell motivierte Belästigungen von Frauen sind ein absolutes no-go. Wir haben entsprechende Gesetze und es ist Sache der Polizei, die Täter auszuforschen und die Angelegenheit so abzuhandeln, wie es diese Gesetze vorsehen. Es kann und darf keine Ausnahmen oder Milderungsgründe geben: solche Übergriffe sind zu ahnden – ohne Ausnahme.
  • Aufgabe der politisch Verantwortlichen ist, nach Möglichkeit zur Aufklärung beizutragen und dem Recht zum Durchbruch zu verhelfen. Gleichzeitig ist es auch Aufgabe der für das Gemeinwesen Verantwotlichen, mit Ruhe und Bedacht vorzugehen und insbesondere auf ihre Wortwahl zu achten. Das gilt im übrigen ganz besonders auch für die Presse, der eine ganz besondere Verantwortung zukommt.
  • Verallgemeinerungen jeder Art gibts unter Alkoholeinfluss am Stammtisch genug: VertreterInnen öffentlicher Einrichtungen sollten diese nicht noch weiter mit “Vorschlägen” anheizen, die im Gegensatz zu unserer Rechtsordnung stehen.
  • Als Rechtsstaat und im Sinn einer europäischen politischen Kultur, derer wir uns – zu Recht – rühmen, hat Österreich auch Flüchtlinge aus arabischen Ländern aufgenommen. In korrekten Verfahren wurden ihre Fluchtgründe auf Basis der Menschenrechtskonvention bewertet und vielen von ihnen ein Bleiberecht zugesprochen. Damit genießen sie die gleichen Rechte wie Menschen, die schon ewig in Österreich leben. So ist der Rechtsstaat. Das bedeutet auch, dass sie für Verbrechen/Vergehen zu bestrafen sind. Das bedeutet aber auch, dass sie als unschuldig zu gelten haben, so lange ihre Schuld nicht bewiesen ist. Und die Frage von Schuld oder Unschuld ist immer individuell nachzuweisen und abzuhandeln.

Im übrigen kann die freiwillige Arbeit vieler BürgerInnen auch in Mödling nicht hoch genug bewertet werden, die mit den Flüchtlingen arbeiten und ihnen neben der Sprache auch die Kultur und die erwarteten Verhaltensweisen in Österreich näher bringen. Das ist der einzige Weg, ein gedeihliches Zusammenleben mit Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft und individueller Sozialisation zu gewährleisten.

Andere tun nichts – und warten, bis etwas passiert, um dann ihr schmutziges politisches Geschäft zu betreiben.

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Eine feine Schule 2

25.Juli 2016 in erfreulich, herausfordernd, interessant

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Zufahrts”straße” zum Dorf

In diesem Blog-Eintrag gibt´s (fast) nur Fotos, um einen Eindruck von dem Projekt, aber auch vom Umfeld zu geben, in dem die Schule des Ithuba Community College agesiedelt ist.

Der neue Sanitärtrakt (Trocken-WCs und Waschplatz) wurde geplant vom Projektleiter der beiden Ithuba Community Colleges, Elias Rubin und errichtet heuer von Schüler- und LehrerInnen der HTL Mödling. (Ein bißl durfte ein Vertreter der Stadt mitarbeiten :-)).

Alle Teilnehmer aus Österreich haben sich Fahrt und Aufenthalt selbst bezahlt. Das Baumaterial und der Lohn der lokalen Arbeitskräfte werden aus Spenden – überwiegend – aus Österreich bezahlt, wie auch der laufende Betrieb der Schule. Einen kleinen Teil der Spenden trägt die Stadtgemeinde Mödling bei, der größere kommt von der Bank Austria, der Stadt Wien, von der Republik Österreich und Privatfirmen.

Die Schule soll Kindern aus dieser extrem armen Gegend eine Schulbildung ermöglichen, mit der sie die Chance bekommen, den Kreislauf aus Nicht-Wissen und Armut zu durchbrechen. (Es gibt staatliche Schulen in Südafrika, auch für Kinder in Gegenden wie dieser: mit 80 – 90 Kindern je Klassen in Containern. Eine “wirkliche” Ausbildung gibt es normalerweise nur in Privatschulen, oder eben im Rahmen von Projekten, die von reicheren Staaten finanziert werden. Wie die beiden Schulen des Ithuba Community College).

Weiter Infos zu dem Projekt unter www.ithuba.org/

 

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Spielplatz im Projekt

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Arbeit einer Klasse

 

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Basketballkorb ohne Rückwand…

 

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Einer der beiden Baucontainer

 

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Arbeit einer weiteren Klasse

 

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Klassenraum während der Ferien

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Kinder im Projekt (während der Ferien)

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Ventilation der Trocken-WCs

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Mittagessen auf der Baustelle

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Eines der Klassengebäude

 

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Klassengebäude größer

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Ein anderes Klassengebäude

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Und noch eine Klasse

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Jede Klasse hat ihren eigenen kleinen Garten

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Ferien…

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Ferien…

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Hof bei einem Klassengebäude

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Verputzen des Sanitärraums

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Arbeiten am Boden des neuen Waschraums

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vorne die Loschsteine zur (passiven) Beleuchtung der Sanitärräume

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Maurer aus dem Ort – auch auf der Baustelle

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Verschalung einer Stiege

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Betonieren mit Mütze, weil Winter…

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Betonieren der Stiege

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Der Schlußstein wird gesetzt :-)

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Die Baucontainer

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Die Küche (der neue Sanitärraum wurde hinter der Küche errichtet)

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!!!

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Der eckige Rundbau gehört dem Nachbarn. Im Hintergrund der Indische Ozean.

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Das Baustellenfahrzeug

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Schneiden der Bodenplatten für den Waschraum

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Der (zukünftige) Waschraum

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“Arbeitsschutz Spezialist”

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Mittagspause

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Betonmischplatz

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Wassertank, Betonmischpatz, Baustellenfahrzeug, Mittagspause

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Spuren aus Österreich

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Küche mit angrenzendem (neuem) Sanitärtrakt

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Mödling verewigt sich :-)

 

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Nur ein Erkenntnis ... ?

2.Juli 2016 in dramatisch, herausfordernd

Der VfGH hat gesprochen und in einem Rechtsstaat ist damit eine Entscheidung getroffen worden, die es zu respektieren gilt.

(Heute nutzt der VfGH den Rechtsaußen. Sie zögern aber nicht, diese oberste politische Gerichtsbarkeit anzugreifen, wenn es ihnen nicht in den Kram passt, siehe Ungarn und Polen. Und wehe, der VfGH hätte gestern anders entschieden: dann wäre auch er zur Zielscheibe der Polemik von Rechtsaußen geworden).

Die Wahl wird also annuliert und wir werden erneut für Alexander Van der Bellen antreten.

Ein paar Gedanken seien aber doch erlaubt:

  • Was da jetzt als Schlamperei bei der Wahl beschrieben wurde und Grund der Anfechtung war, ist gelebte Praxis seit Jahrzehnten. Die FPÖ weiß darüber so gut Bescheid wie alle anderen Parteien. Wenn es irgend jemand (zB auch der FPÖ) ein Anliegen gewesen wäre, diese Vorgänge abzustellen, hätten sie das seit immer zum Thema machen können – und mit ihren Vertrauensleuten in den Kommissionen jeweils darauf hinweisen können. Aber nein: sie haben es – mit Krokodilstränen – aus der Schublade geholt, um eine Wahl umzudrehen, die sie verloren haben. Sie haben damit Österreich als ganzem großen Schaden zugefügt, das Vertrauen in die Institutionen und die politische Stabilität in diesem Land wieder ein bißchen untergraben. (Dass internationale Wahlbeobachter nach Österreich kommen werden, ist ja wohl eine Schande erster Güte!).
  • Worüber so großes Entsetzen herrscht, sind formale Abläufe. Es wurde keine einzige Manipulation gefunden – sie wurde nicht einmal behauptet. Dass Kuverts zu früh geöffnet wurden, ist doch wohl kein echtes Problem (wenn es vor Zeugen erfolgt ist). Dass in einem Dorf in Niederösterreich Minderjährige wählen durften, ist schon absurd. Aber kann man die Wahlkommission dafür nicht belangen, ohne eine Wahl aufheben zu müssen?
  • Dass (wie schon immer) zu früh weiter gegebene Wahlergebnisse ein Problem seien, dass aber jede Form von “Umfrage-“Ergebnissen bis knapp vor der Wahl keine Beeinflussung der WählerInnen sei, ist meiner Meinung nach ein bißl sehr weltfremd.
  • Was zu einer Volkswahl dazu gehört, wie das gleiche und geheime Wahlrecht, ist die Durchführung der Wahl meist durch ganz normale BürgerInnen als Mitglieder von Wahlkommissionen: Leute, die sich für wenig/kein Geld einen Sonntag lang (und in den Bezirkswahlbehörden auch am Montag) in die Wahllokale setzen und bei der Administration und Auszählung mithelfen. Da kann schon einmal etwas passieren, was sich Juristen nicht vorstellen können oder wollen.
    Noch einmal: es darf niemals auch nur der Eindruck entstehen, dass tatsächlich das Wahlergebnis beeinflußt wird! Das war aber bei der BP-Wahl ohnehin nie Thema.
    Anders als bei einer Gemeinderatswahl in Niederösterreich: dort werden von KandidatInnen persönliche Stimmzettel ausgeteilt und manche BürgerInnen kommen mit diesen Zetteln ins Wahllokal. Sie bekommen dort aber natürlich auch einen offiziellen Stimmzettel mit in die Wahlzelle. Manche Leute stecken dann sowohl den offiziellen, als auch den vorgedruckten, persönlichen Stimmzettel in das Kuvert. Dann sind zwei Stimmzettel in einem Kuvert. Beim Öffnen der Kuverts müssen solche doppelten Stimmen sofort zusammengeheftet werden. Aber in x Fällen funktioniert das nicht (weil die Klammerlmaschine leer ist, weil jemand – hoffentlich nur unbeabsichtigt – daneben klammerlt oder weshalb immer. In solchen Fällen wird aus einer Stimme zwei! Das ist eine wirkliche Verfälschung des Wahlergebnisses!
    (Übrigens: wir GRÜNE verwenden keine privaten Wahlzettel).

Mit dieser Entscheidung zur Aufhebung der Stichwahl sind die Verfassungsjuristen auf der sicheren Seite: niemand kann ihnen vorwerfen, ein Auge zuzudrücken. Und ja: das ist das Gute an diesem Erkenntnis.

Aber wie wird sich die Nachwahl politisch auswirken?

Voraussichtlich wird die Wahlbeteiligung niedriger sein. Wie sieht es mit der politischen Legitimation eines Bundespräsidenten aus, der dann mit weniger Stimmen gewählt wurde, als bei der aufgehobenen Stichwahl? Oder was ist, wenn es auch bei dieser Wahl wieder “Hoppalas” gibt? Und was ist mit allen kommenden Wahlen: werden wir so lange wählen, bis zu keinem Ergebnis in keinem Sprengel mehr irgend ein Haar in der Suppe gefunden werden kann (erheblich oder unerheblich)?

Dient das der Demokratie oder macht es die Demokratie in Konsequenz lächerlich?
Und gibt es möglicherweise eine Strategie einer politische Formation, für die zweiteres durchaus gewünscht ist?

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Ein sensationeller Theaterabend in Mödling

15.Februar 2016 in dramatisch, gestern & heute, herausfordernd

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Im Mödlinger Stadttheater hatte am vergangenen Samstag “In der Löwengrube” von Felix Mitterer Premiere.

Nach Ende der Vorstellung gab es standing ovations, wie ich sie im Stadttheater noch nicht erlebt habe. Und das zu Recht, weil das Stück sehr beeindruckend und die Leistung der SchauspielerInnen sensationell war. Ich glaube, diese Aufführung ist ein wirkliches Highlight, mit dem sich unser Theater auch vor großen Bühnen nicht verstecken müsste.

Es geht in Anlehnung an eine reale Begebenheit um aggressiven Rassismus zu Beginn der Naziherrschaft – in einem Theater und darum, wie sich die verschiedenen Schauspieler und auch der Theaterdirektor (Bernie Feit at his best) positionieren. Rüdiger Hentzschel als Hauptdarsteller brilliert, aber neben ihm auch Wolfgang Lesky als SA-Mann, sowie Christina Saginth, Hermann Kogler, Georg Kusztrich und alle anderen. Alle wurden gefeiert und eine kleine Auszeichnung für das Stadttheater war sicher auch die Anwesenheit des Autors Felix Mitterer bei der Premiere.

Das Stück wird noch am 18.02.-20.02., jeweils um 19:30 Uhr, am 21.02. um 17:00 Uhr, am 23.02., 25.02.-27.02., jeweils um 19:30 Uhr gezeigt.

Lassen Sie sich diesen Theaterabend nicht entgehen. Es wär´ nicht nur wegen des Schauspiels: ich glaube, dass auch der politische Bezug wert ist, sich auf das Stück einzulassen. Unendlich weit weg von der damaligen Atmosphäre sind wir heute nicht…

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Wahl in Wien: die Erleichterung überwiegt

13.Oktober 2015 in dramatisch, herausfordernd, vermischt

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…Mary kommt zur GRÜNEN Wahlparty (g´schwinde Eigenproduktion mit dem Handy)

Zunächst gratuliere ich Silvia Nossek zu ihrer Wahl zur ersten GRÜNEN Bezirksvorsteherin in Währing. (Sie hat uns GRÜNE in Mödling in vielen für uns wichtigen Schritten unterstützt und wir Mödlinger GRÜNEN haben deshalb ein besonderes “Verhältnis” zur neuen Bezirksvorsteherin im 18. Bezirk).

Am Weg zur GRÜNEN Wahlparty in Wien am vergangenen Sonntag Nachmittag hatte ich ein ungutes Gefühl, wie wahrscheinlich viele um diese Uhrzeit. Und zwar nicht nur um das GRÜNE Wahlergebnis. Ich hatte so ein Gefühl, dass es auch um ein Stück “unserer” politischen Kultur ging: mit Demagogen und Hetzern möchte ich in meinem Leben nichts zu tun haben (nicht nur als politische Konkurrrenz), da brauch ich garkeine historischen Vergleiche. (Übrigens: bei den letzten freien Wahlen in Wien errang die NSDAP ganze 17%. Die Nazis hatten damals nie auch nur annähernd eine Mehrheit in Wien).

Als dann die erste Hochrechnung über das Fernsehen kam, war ich ziemlich erleichtert. Und ich sag´s – eh nur hier: Respekt für den Bürgermeister! Und ich glaub´, ich bin ihm sogar ein bißl dankbar…

Meine FreundInnen waren sichtbar auch glücklich. Obwohl das Ergebnis für die GRÜNEN nicht so gut ist. Das mit den Leihstimmen halt´ ich – um ehrlich zu sein – für eine Chuzpe: erstens stimmt es nicht, weil das bedeutet hätte, dass die Tendenz in den Bezirksergebnissen anders aussieht, was nicht zutraf und zum anderen ist das eine auch grundsätzlich nicht sehr glückliche Strategie, anderen Parteien die Wähler strittig zu machen. Nein: die, die ihr Kreuz bei der SPÖ gemacht haben, gehören schon der SPÖ. (Hoffentlich wählen viel das nächste Mal die GRÜNEN. Und auch dann werden das keine Leihstimmen für uns sein…).

Auch die “Erklärung” mit dem Duell Häupl gegen Strache ist schon ein bißl ausgelutscht: als kleinere Partei hat man bei allen Auseinandersetzungen zwischen den Großen einen schweren Stand, sich zu Wort zu melden. Obwohl das Flüchtlingsthema ja eigentlich eines ist, wo wir Profil zeigen.

Also bleibt ein Verlust. Abgesehen von der Bezirksvorsteherin im XVIII :-)
Das ist nicht gut, denn ich hab schon den Eindruck, dass die GRÜNEN in Wien während der letzten 5 Jahre eine gute Politik gemacht haben. Und das gegen eine – um es ganz milde auszudrücken – machtbewußte SPÖ. Jetzt steht es mir nicht zu, den Wahlkampf zu kritisieren und ich erlebe Entwicklungen in Wien heute aus viel größerer Entfernung, als noch vor ein paar Monaten (weil ich nicht mehr in Wien arbeite). Aber eine “feel-good”-Kampagne in Zeiten zu fahren, die von dramatischen Entwicklungen geprägt sind, ist schon heikel. Ohne politischer Aggressivität das Wort zu reden (ich hasse Polemik, auch wenn sie von der eigenen Partei kommt), aber deutliche politische Aussagen müssen nicht polemisch sein. Und vielleicht müssen wir auch Perspektiven in den Mund zu nehmen wagen, die wir nicht umsetzen können (weil es im Land dafür keinen Konsens gibt), wie eine gerechtere Verteilung von Einkommen und Arbeit/Arbeitszeit und auch der leidige Föderalismus. Ob wir dafür in Simmering – oder auch in unseren Hochburgen (?) – mehr gewählt werden, soll damit nicht gesagt werden. Aber es würde unser politisches Denken deutlicher machen. In der Verkehrspolitik wissen die Leute, glaub ich, wofür wir stehen. In anderen Bereichen wahrscheinlich nicht.

Aber einen anderen Eindruck hab ich noch mitgenommen an dem Abend: auch der Professor war da und natürlich von vielen Medienleuten umringt. Weshalb ist er immer noch so populär, obwohl er seit Jahren aus der Bundespolitik und weitgehend auch aus der Medienlandschaft verschwunden ist? Kann es sein, dass er jemand ist, der nicht auf jede Frage eine – oberflächliche – Antwort parat hatte (und noch hat). Und der sich auch getraut hat, zuzugeben, wenn er sich bei einem Thema nicht auskennt. Reicht das für eine jahrelange Reputation? Vielleicht liegt´s ja wirklich auch an den Personen in der Politik. Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit. Ein Stück hat in den Wochen vor dem letzten Sonntag auch Michael Häupl auf diesem Klavier gespielt.

P.S.: die Rücktrittsgeschichte von Mary V., die ich im übrigen persönlich sehr schätze, war ein voller Verhau und hat ihrer Glaubwürdigkeit garnicht gut getan. Zumal sie sich am Sonntag immer stärker in einen Wirbel hineinmanövriert hat (“wir bekommen noch das 11. Mandat und dann ist´s eh kein Verlust”). Ich wünsch mir, dass sie bleibt, aber dass sie das ausgelassen hätte…

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Sonnenkraft für Mödling :-)))

14.Mai 2015 in herausfordernd

DSC_0044Vor einiger Zeit hat die Stadtgemeinde Mödling das Energiepotenzial der Stadt erheben lassen.

Die Daten liegen seither als Grafik vor und zeigen die Eignung jedes Dachs der Stadt für die Nutzung als thermische Solaranlage oder für eine Photovoltaikanlage.

Nun haben wir die Details je Grundstück auch in Zahlen hinterlegt. Zu sehen sind:

  • die Dachfläche insgesamt in m²
  • das – elektrische – Potenzial des Daches in KWp
  • die Aufteilung der Gesamtfläche in Teilflächen mit entsprechender Eignung.

Zu finden ist die Seite im WEB der Stadt unter www.moedling.at/solarpotenzial. In der Menüleiste oben unter “Auswahl” den Punkt “Solarpotential” wählen. Dann braucht man nur noch sein Grundstück finden…

Übrigens: Auf der selben Seite findet man auch den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan der Stadt mit allen Details.

Die Solar-Daten stammen aus 2011, aber die Leistungen der Solaranlagen sind in den letzten Jahren sämtlich leicht gestiegen.

Die Stadtgemeinde Mödling fördert übrigens die Errichtung sowohl von thermischen als auch von Photovoltaik-Solaranlagen. Details zu der Förderung finden Sie im WEB der Stadt.

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Eine neue Regierung hat die Stadt

3.März 2015 in herausfordernd

Am vergangenen Freitag wurde die neue Stadtregierung in Mödling angelobt.

Mittlerweile hatten alle Gremien der GRÜNEN und der ÖVP das Arbeitsübereinkommen bestätigt, womit der Weg frei war für die neue (alte) Koalition.

Ich glaub´, dass wir ein gutes Programm für die Stadt verhandelt haben; nicht nur, aber doch deutlich mit “GRÜNER Handschrift”. Wer die Vereinbarung nachlesen möchte: auf unserer WEB-Site steht der volle Wortlaut.

Ich hab´ auch bei meiner Antrittsrede darauf hingewiesen, dass wir – ÖVP und GRÜNE – unterschiedliche Sichten auf viele politische Themen haben. Das soll nicht klein geredet werden. Wenn aber beide ihre Vorstellungen nicht alleine umsetzen können, wenn man also auf einen Kompromiss angewiesen ist; und wenn man es schafft, einander mit Respekt zu begegnen, kann man versuchen, Unterschiede als Ergänzungen zu sehen. Dann gibt´s die Möglichkeit, dass eine gemeinsame Vorgehensweise mehr sein kann als die Summe der einzelnen Positionen. OK: das ist ein sehr hehres Ziel und es ist uns in den vergangenen Jahren auch nur da und dort gelungen, es umzusetzen. Aber ein Optimist versucht sich immer, an den positiven Zielen zu orientieren :-)

Begonnen haben wir die neue Regierungszeit mit Äpfeln: beim Klosterbauer wurde ein Apfelbaum angeschafft und wird in einem Kindergarten eingesetzt werden. Und ab sofort gibt´s im Gemeindeamt, gleich beim BürgerInnenservice eine Schale mit täglich frischem (Bio-) Obst für Mitarbeiter- und BürgerInnen. Die neue Regierungsperiode beginnt also gesund :-)150227koalition Schlechta bearbeitet

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Ideen für Mödling: Querverbindung 5

21.Januar 2015 in herausfordernd, jenseits

Momentan kein Weg zwischen der Rupprecht- und der Bernhardgasse

Momentan kein Weg zwischen der Rupprecht- und der Bernhardgasse

Es ist eigentlich keine Idee, denn der Vorschlag, einen Weg entlang der Scheffergasse zu errichten, liegt klar auf der Hand. Die Sache ist aber kompliziert und fast ein Symbol für Mödling – wie es früher war und wie die Geschichte noch bis heute nachwirkt.

Die Scheffergasse ist zwischen der Rupprecht- und der Bernhardgasse auf nicht viel mehr als 40m unterbrochen.

Und zwar von privaten Garagen und Zäunen. Für eine der Garagen gibt es eine Baugenehmigung aus dem Jahre “Schnee”, aber auch diese Garage steht am öffentlichen Grund und *dafür* lässt sich keine Berechtigung finden. Und alle anderen Anlagen auf Straßengrund sind “historisch gewachsen”. Da wird wohl einer der Vorgänger des jetzigen Bürgermeisters ganz fest weggeschaut haben…

Im Grund ist es ein Skandal und es wäre höchst an der Zeit, hier dem Recht zum Durchbruch zu verhelfen. Doch, was ein früherer Bürgermeister einmal geduldet hat, traut sich ein aktueller nicht gern in Zweifel zu ziehen.

Egal. Ich bin der Meinung, dass die Stadt dort die Situation bereinigen sollte. Vielleicht könnte man darauf verzichten, die Scheffergasse in der vollen Breite auszubauen. Aber zumindest ein Geh- und Radweg auf diesem öffentlichen Grund wäre zweckmäßig: erstens könnten Umwege – insbesondere für FußgängerInnen – vermieden werden und auch die evangelische Kirche und das Lichthaus könnten besser erreicht werden.

Hier beginnt der - illegal - privat genutzte Abschnitt der Scheffergasse (Blickrichtung nach Süden)

Hier beginnt der - illegal - privat genutzte Abschnitt der Scheffergasse (Blickrichtung nach Süden)

Die Scheffergasse von der Bernhardgasse aus in Richtung Norden gesehen: abgesehen von der privaten Nutzung nicht gerade ein Schmuckkasterl´...

Die Scheffergasse von der Bernhardgasse aus in Richtung Norden gesehen: abgesehen von der privaten Nutzung nicht gerade ein Schmuckkasterl´...

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Ideen für Mödling: Querverbindung 4

19.Januar 2015 in herausfordernd

Verbindung von GuntramsdorfDie Verlängerung der vor ein paar Tagen vorgeschlagenen Querverbindung “3” zwischen der Schiller- und der Südtirolerstraße in Richtung Süden bietet sich östlich des Bahndamms an.

Gleich hinter dem Tunnel (“Mauseloch”) ginge es – von Mödling aus gesehen – nach rechts entlang der gerade erst sanierten Straße Im Felberbrunn bis knapp vor die Fa. Wallner&Neubert. (Bei der Planung im Vorfeld der Sanierung wurden Radstreifen an beiden Seiten der Straßentrasse vorgesehen). Vor dem Betriebsgelände ginge die Verbindung rechts weiter zwischen dem Betrieb und der Kleingartenanlage (der Weg ist momentan mit einem Tor abgesperrt; der Weg ist aber im Eigentum der Stadt: das Tor kann ohne weiteres entfernt werden). Der weitere Weg bis zur Guntramsdorfer Viaduktstraße ist vorhanden und müsste nur entsprechend hergerichtet werden.

In Kombination wären die Wege “3” und “4” eine direkte Verbindung von Neu-Guntramsdorf zum Mödlinger Bahnhof.

Dieser Vorschlag steht nicht in Widerspruch zur längst fälligen Querung des Bahndamms für Fußgänger- und RadfahrerInnen im Zug der Viaduktstraße in Richtung zur Mödlinger Guntramsdorferstraße: Auch diese Verbindung ist wichtig, weil sie den Süden von Mödling und auch die HTL in Richtung Guntramsdorf und der Badner Bahn anschließt.

Die Aufwände zur Herstellung dieser Verbindung wären nicht gigantisch, der Effekt wäre aber doch enorm…

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Hinter dem Tunnel gehts rechts entlang Im Felberbrunn

Vor dem Betriebsgelände von Wallner & Neubert gehts rechts zwischen Firmenareal und Kleingartenanlage weiter.

Vor dem Betriebsgelände von Wallner & Neubert gehts rechts zwischen Firmenareal und Kleingartenanlage weiter.

Von Süden her gesehen wäre das der Anfang der vorgeschlagenen Route (mit Sanierungsbedarf!)

Von Süden her gesehen wäre das der Anfang der vorgeschlagenen Route (mit Sanierungsbedarf!)

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