Koalitionsverhandlungen

10.November 2019 in GRÜN, herausfordernd, interessant

Die GRÜNEN haben heute, Sonntag, 10.11.2019, beschlossen, in Koalitionsverhandlungen mit der ÖVP einzutreten.

Als Vizebürgermeister einer Kleinstadt, der seit nun fast 10 Jahren mit der ÖVP koaliert, bin ich froh über diese Entscheidung.

Ja: es ist riskant, in die Zusammenarbeit mit einer Partei zu gehen, die nichts dabei gefunden hat, die vergangenen beiden Jahre mit Rechtsextremen eine Regierung zu bilden.

Ja: es ist riskant, in eine Koalition zu gehen, wenn man 2 Jahre nicht im Parlament vertreten war, viele Abgeordnete und fast alle Mitarbeiter*innen und damit enorm viel Erfahrung, sowie praktisch die gesamte Infrastruktur verloren hat.

Ja: es ist einfacher, Opposition zu machen und bequem gegen eine Regierung Stimmung zu machen.

Ja: die ÖVP ist nicht „einfach“. Selbstgefällig, total machtorientiert, durchaus inhomogen (bis zerstritten) und ohne wirklichen Gestaltungswillen.

Aber die ÖVP wurde bei der Wahl zur stärksten Partei gewählt – wie auch in Mödling.

Und wenn wir das, was uns wichtig ist, umsetzen wollen, müssen wir mit denen zusammengehen, mit denen das möglich ist.

Ja: mit zu regieren ist ein Wagnis.Wir sind in Mödling 2010 das Wagnis eingegangen und ich bin auch nach fast 10 Jahren froh darüber. Ich denke, meine Stadt hat sich in vielerlei Hinsicht zum Positiven geändert. Mobilität ist ein zentrales Thema und sowohl beim ÖV, als auch beim Radfahren ist viel weiter gegangen. Bei der Stadtplanung wird Mödling mittlerweile landesweit geachtet. Seit 10 Jahren gibt es keine schlechte Nachrede wegen zweifelhafter Baugenehmigungen mehr. Die Budgetpolitik ist verantwortungsvoll. Vieles in der Verwaltung ist heute professioneller und weniger beliebig. Insgesamt wurde Mödling auf vielen Gebieten mehr und mehr zu einem Ort, auf den auch die anderen Gemeinden schauen; wir sind „moderner“ geworden und hinken nicht hinter anderen her. In einigen wichtigen Punkten sind wir Vorbild.

Aber natürlich kostet das: in erster Linie Nerven. Oft anstrengende Abstimmprozesse. Loyalität und Verlässlichkeit in den eigenen Reihen.
Und Glaubwürdigkeit. Als Regierungspartner trägt man Entscheidungen mit, die einem selbst – wäre man alleine auf der Welt – so nie und nimmer einfallen würden. Und die durchaus auch weh tun. (Wobei auf kommunaler Ebene sicher viel weniger kritische Themen gegeben sind: Menschenrechte und Migration sind in einer Gemeinde fast nur Indikatoren allgemein politischer Einstellungen – aber auch da gilt es, viel runter zu schlucken…).

Ich wünsche Werner Kogler und seiner Mann-/Frauschaft viel Erfolg bei den Koalitionsverhandlungen und erst recht eine gute Hand, einen Teil der Geschicke des Landes mit zu verantworten.

Und ich bin stolz, dass GRÜNE mit zu den Gestaltern unseres Landes zählen. So wie ich stolz bin, in meiner Stadt gestalten zu dürfen…

Pflanzung eines Baums anlässlich der Angelobung der ersten schwarz-grünen Stadtregierung 
… und Nauauflage 2015 (die Äpfel stammen nicht vom 2010 gesetzten Baum!)

Noch keine Kommentare Kommentieren

Baustellen in Mödling: update 24. Oktober

24.Oktober 2019 in interessant

Nur noch eine große und zwei kleinere Baustellen lohnen heute einen Bericht:

Resitutagasse

Ein größeres Straßenbauvorhaben kennzeichnet gleichzeitig das nahende Ende einer Riesen-Dauer-Baustelle: vor wenigen Tagen wurde mit der Resitutagasse begonnen, nachdem das Krankenhaus jetzt fast fertig ist (und überraschenderweise ein paar Tage vor der Gemeinderatswahl im Jänner eröffnet werden wird).

Die Restitutagasse vor dem Haupteingang des neuen Krankenhauses gerade im Bau: Die Fahrbahn wird zum größten Teil als Einbahn zur Peyergasse geführt, neben der Straße führt ein Radweg und getrennt davon ein Gehsteig am Krankenhaus entlang.
Heute wurde die Restitutagasse probeweise mit dem Citybus befahren: der Citybus wird ab Dezember eine Haltestelle direkt beim Haupteingang bekommen.
Auch den Haupteingang kann man schon erahnen. Leider ist die Fläche davor asphaltiert und für Autos vorgesehen (ursprünglich sollte das eine Grünfläche werden, während die Autos in einer Tiefgarage verschwunden wären…)

Sokolpromenade

Die Reihenhäuser entlang der Grutschgasse werden voraussichtlich in der zweiten Novemberhälfte an die neuen Eigentümer*innen übergeben. Nun geht´s auch in der näheren Umgebung an´s Fertigstellen.

Die Sokolpromenade zwischen der Grutschgasse und der Zwillinggasse wurde Anfangs dieser Woche asphaltiert – jedenfalls die Zufahrten zur Tiefgarage und zu den Grundstücken. Der Geh- und Radweg in der Mitte wird Anfang November mit einem wasserdurchlässigen Belag („terraway“) überzogen.

Links die Fahrbahn, rechts der Geh- und Radweg.
Auf Höhe der Sokolpromenade gibt´s einen Fahrbahnteiler über die Grutschgasse, der das Überqueren der Straße erleichtern soll.
Von der Sokolpromenade aus in Richtung Osten gesehen ist das Baufeld IV des GZS-Areals, auf dem allerdings voraussichtlich nicht vor 2022 gebaut werden wird. Zur Verbindung von der Sokolpromenade zur Badstraße wird in den nächsten Wochen eine provisorische Geh- und Radverbindung über dieses Grundstück errichtet.

Scheffergasse

Nach jahrelangen „Bemühungen“ und Verhandlungen konnte nun endlich mit dem Bau des Geh- und Radwegs in der Scheffergasse begonnen werden.

Die Scheffergasse wird damit durchgehend von der Höflergasse bis zur Goldenen Stiege zu Fuß begehbar oder mit dem Rad befahrbar sein.

Vom neuen Weg ist noch nichts zu sehen – aber die Arbeiten haben begonnen!

Noch keine Kommentare Kommentieren

Baustellen in Mödling: update 7. Oktober

7.Oktober 2019 in interessant

Nachdem nun die größe Baustelle (Brückenkonstruktion bei der Südbahn zwischen Mödling und Guntramsdorf) fertig ist, wird die Anzahl der Baustellen im Straßenbereich langsam kleiner.

Eine Baustelle wurde aber gerade erst begonnen: die Sokol-Promenade. Das ist der Verbindungsweg zwischen der Grutschgasse und der Zwilliggasse.

Von der Grutschgasse aus ist die Sokol-Promenade auch die Zufahrt zur Tiefgarage der Reihenhausanlage am ehemaligen GZS-Gelände.

Im ersten Stück der Sokol-Promenade haben wir lange mit den Planern diskutiert, ob es möglich ist, die 3 Bäume am nördlichen Rand zu erhalten. Ich glaube, wir haben eine gute Lösung gefunden, wenn auch der Gehsteig am südlichen Rand geopfert werden musste. Aber die drei Bäume können stehen bleiben 🙂

Die 3 „geretteten“ Bäume sieht man hier vorschriftsmäßig eingehaust.

Zwischen den Garagenzufahrt und der Zwillinggasse wird es nur einen Geh-/Radweg geben, der zudem mit einem 100% wasserdurchlässigen Belag (terraway) ausgeführt wird. Dadurch bleibt das Regenwasser im Boden und versorgt die Bäume entlang des Weges. Der Belag wird in einem hellen Farbton ausgeführt, der zudem weniger Hitze speichert, als Asphalt.

Hier ist der Beginn des Geh-/Radwegs in Richtung zur Zwillinggasse zu erkennen.


Ein Kommentar Kommentieren

Baustellen in Mödling: update 1.10.2019

1.Oktober 2019 in interessant

Neusiedlerstraße

Die Baustellen haben eine gefühlte Ewigkeit gedauert, aber jetzt ist alles fertig. Und zuletzt wurden auch die Grünflächen mit Humus, Sträuchern und Bäumen besetzt.

Es wurden genau so viele Bäume gepflanzt, wie möglich (wie bekannt, darf auf verschiedene Leitungen kein Baum gesetzt werden).

Guntramsdorferstraße

Die Brückenkostruktion (vlg. Tunnel) an der Grenze zwischen Guntramsdorf und Mödling ist so gut wie fertig. Jetzt fehlen nur noch Kleinigkeiten (u.a. die Straßenmarkierungen, Verkehrszeichen …).

Die Straße wird / wurde am Mittwoch, 2.10. um 12.00h für den Verkehr frei gegeben.

Blick aus Richtung Mödling
Blick aus Richtung Guntramsdorf

Der neue Geh-/Radweg ist – glaub´ ich – wirklich gut gelungen!

2 Kommentare Kommentieren

DANKE!

30.September 2019 in interessant

Das Ergebnis am Sonntag am Abend – ohne Wahlkarten
(die werden aber nur auf Bezirksebene ausgewertet

Danke allen, die mitgearbeitet haben, dass die GRÜNEN dieses großartige Ergebnis erreicht haben – in Österreich und auch in Mödling!

Es ist nicht nur das beste Ergebnis, das die GRÜNEN jemals bei einer NR-Wahl erreicht haben, es ist mit 20,6% auch das beste Ergebnis in Mödling und wir sind erstmals bei einer Nationalratswahl zweitstärkste Partei in unserer Stadt.

In erster Linie muss der Dank Werner Kogler gelten, der nach dem Desaster von 2017 an das GRÜNE Projekt geglaubt hat und – jedenfalls auf Bundesebene – praktisch alleine die GRÜNEN wieder auf die Beine gestellt hat.

Was wir konnten, haben wir versucht, beizutragen.
Und am Wahltag haben wir uns gefreut – und zwar sehr!

Natürlich hat uns die weltweite Klima-Diskussion geholfen (einen Teil des Erfolgs verdanken wir sicher auch Greta). Aber tatsächlich hatten wir nach 2017 praktisch keine Mittel für eine Wahl – weder personell, noch finanziell: während insbesondere die ÖVP, aber auch die anderen Parteien Millionenbeträge in die Wahlauseinandersetzung geworfen haben, konnten die GRÜNEN fast nur auf Spenden zurück greifen.

Ich glaube aber auch, dass wir uns viel an Glaubwürdigkeit zurück geholt haben, die wir 2017 leichtfertig verspielt haben. Wir haben neue Leute, die sachlich kompeten und engagiert sind – und denen die politische Taktik nicht das Wichtigste ist, sondern die Aufgaben, die vor uns liegen.

Erfreulich ist, dass die FPÖ stark verloren hat und – hoffentlich – nicht mehr für eine Regierungsbeteiligung in Frage kommt. Ein Wermutstropfen bleibt, weil die FPÖler sich immer nur selbst schädigen und nicht wegen ihrer Politik abgewählt werden. Aber auf ihre Fähigkeit zur Selbstzerstörung kann man sich wenigstens verlassen…

Der Abstieg der Sozialdemokraten sollte uns GRÜNE kein Anlass zur Freude oder gar Hähme sein: der Niedergang einer starken und erfahrenen demokratischen Partei ist schlecht für die politische Kultur im Land.

Der neue Bundeskanzler Kurz ist in der Darstellung und Rhetorik perfekt und mit einem guten Riecher für das „gesunde Volksempfinden“ gesegnet. Gestaltung und Perspektive kann man sich hingegen von ihm wohl nicht erwarten.

Obwohl er am 29. September ein für ihn fantastisches Ergebnis erreicht hat, ist er im Moment aus meiner Sicht nicht zu beneiden: die vielen Optionen, die ihm theoretisch offen stehen, sehe ich nicht.
Was ihm sicher politisch am liebsten wäre – die Zusammenarbeit mit einer FPÖ ohne die „punktuellen“ Grausligkeiten – wird´s wahrscheinlich nicht spielen. Dazu hat die FPÖ zu viel verloren. Allerdings hat er sich in seinem politischen Profil sehr an die Rechts-Rechten angelehnt und auch in den Vorwahldiskussionen kaum ein Blatt Papier zwischen sich und Hofer erkennen lassen. Das wird nicht so einfach werden, eine Kurve zu kriegen.

SPÖ und GRÜNE hat Kurz mit seiner – offenbar kurzsichtig erfolgreichen – Art, zu polarisieren ziemlich deutlich verärgert. Bei aller Professionalität der Bundespolitiker*innen von grün und rot stell ich mit ein Gesprächsklima mit Kurz ziemlich frostig vor. Außerdem müsste er doch einige substanzielle Zugeständnisse machen und dafür ist Kurz nicht gerade berühmt.

Und wenn er keine Koalition zusammen bringt? Neuwahlen???
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die ÖVP eine weitere Verbesserung ihrer Ergebnisse ausrechnen kann. Wahrscheinlich würden wieder Stimmen zur FPÖ zurück gehen und davon hätte Kurz nichts.

Ich würde tatsächlich darauf wetten, dass Bundeskanzlerin Dr. Bierlein noch ein paar Monate im Amt bleiben wird.

Aber durch die Position der GRÜNEN werden wohl anders als bisher die Herausforderungen durch die Klimakrise auch in Verhandlungen über eine neue Regierung ständig am Tapet bleiben – und das ist gut so. Kurz wird erkennen müssen, dass das Thema vielen, vor allem Jungen wirklich wichtig ist und Wahlen entscheiden kann. Vielleicht werden wir bald einen Schwenk in den Positionen der ÖVP sehen. Zu hoffen wär´s.

Und was bedeutet der 29. September für Mödling? Und im Hinblick auf den 26. Jänner (Gemeinderatswahl)?

Zuerst einmal wohl wenig, weil es eine Bundeswahl war.

Insgesamt gilt aber auch hier, dass der Klimawandel durch den Erfolg der Bundes-GRÜNEN zu einem Thema erster Priorität geworden ist. Und das wird in Zukunft nicht nur in den lokalen Diskussionen und Auseinandersetzungen seinen Niederschlag finden, sondern auch in den Programmen der Parteien.

Und die Frage, wie in Mödling auf die Herausforderungen reagiert werden soll, wird zu einem wichtigen Thema werden. Da wird sich auch die ÖVP ein bissl weiter bewegen (müssen, denk ich): da geht´s tatsächlich um Mobilität und auch um Raumordnung – und nicht nur um Plastiksackerl (so vernünftig die Kampagne gegen Plastikackerl auch ist).

Die SPÖ ist in Mödling erstmals seit 1945 (!) bei einer Bundeswahl nicht zumindest zweite*). Das ist schon eine ziemliche Zäsur. Und da hat ihnen auch die penetrante Demagogie gegen die GRÜNEN nicht geholfen.

Ob das auf das Gesprächsklima und die Formen der Zusammenarbeit Auswirkung hat? Je schwächer die SPÖ ist, desto interessanter ist sie für die ÖVP. Und seit einiger Zeit nimmt die ÖVP ja deutlich sichtbar Rücksicht auf die Genossen. Ein Indiz? Tatsächlich wir haben noch 4 Monate Zeit…

P.S.: wenn Bürgermeister Hintner diesmal ein Nationalratsmandat schafft, gratulier´ ich ihm dazu und wünsch´ ihm viel Glück.

*) Zumeist (11 von 18x) war die SPÖ seit 1945 überhaupt erste in Mödling…

Noch keine Kommentare Kommentieren

Baustelle in Mödling: 22. September 2019

24.September 2019 in interessant

Die größte Baustelle der Stadt ist seit Monaten die Erneuerung des Brückentragwerks im Zug der Landesstraße zwischen Guntramsdorf und Mödling (vlg. „Südbahn-Tunnel“).

Seit Ende Mai wird hier gearbeitet und ich habe den Baufortschritt immer wieder mit Fotos dokumentiert: Ende Juni wurde der Unterbau der Gleise durch ein provisorisches Tragwerk ersetzt, das auf tief in die Erde geschlagenen Stelen lastete. Dadurch konnte „in Ruhe“ am Tunnel unterhalb des Tragwerks gearbeitet werden, ohne den Zugsverkehr beachten zu müssen.

Nun gehen die Arbeiten zu Ende. Der letzte bedeutende Schritt war die Entfernung des provisorischen Brückentragwerks, nachdem der Tunnel selbst fertig gestellt war und der Bahndamm wieder die Gleise zu tragen im Stande war.

Es waren zwei Tragwerke eingebaut gewesen – für jedes Gleis eines. Das letzte am westseitig gelegenen Gleis wurde am 22. September früh morgens entfernt, da für die Arbeiten die Südbahn komplett gesperrt werden musste. Ich hatte mir den Wecker gestellt…

Um 01.30h sollte es losgehen, nachdem der letzte Zug die Baustelle am freien Gleis passiert hat.

Alles war vorbereitet – und ausgeleuchtet. Die beiden Kräne stehen links und rechts vom Tragwerk auf dem Gleis.
…und da war sie, die letzte Schnellbahn vor der Vollsperre am Gleis neben dem mittlerweile von den Schienen befreiten Tragwerk.
Danach kam der Arbeitszug am Nebengleis: das Tragwerk musste nun auf Waggons dieses Zugs gehoben werden.
Es galt, 80t (!) vorsichtig zu heben bewegen.
Mit den beiden riesigen Kränen wurde der Koloss Millimeter für Millimeter angehoben…
…und auf den Waggon gehievt.
Dort musste er ganz exakt eingepasst werden.
Schließlcih konnten die Stahlseile entfernt werden.
Der letzte Schritt war die Entfernung der Aufleger, auf denen das Tragwerk die vergangenen Monate ruhte.
Auch diese beiden Blöcke wurden auf einen Waggon geladen. 

Und das war´s dann: rund 2 1/2 Stunden hat´s gedauert, bis alles verladen war. Tragwerk und Aufleger fuhren in die Betriebsstätte nach St. Pölten, während die Arbeiter sofort begannen, den „normalen“ Gleisunterbau zu errichten.

Bei allen Diskussionen über die ÖBB (Verspätungen, volle Züge, Ausfall von Zügen und noch einiges mehr): ich habe die Arbeit der Ingenieure auf dieser Baustelle schon sehr beeindruckend gefunden und insbesondere des Teams in der Nacht des 22. September unter der Leitung von Dipl.Ing. Anreas Zika, deren Arbeit ich miterleben durfte. Diesen Leuten gehört größter Respekt!

Am Montag war der „normale“ Gleisaufbau schon wieder hergestellt.

2 Kommentare Kommentieren

Stadttheater: auf ein Neues!

11.September 2019 in interessant

Am 9. September hat Bruno Max das Programm für die kommende Spielzeit vorgestellt.

Die gesamte Programmvorschau ist im WEB nachzulesen.

Feier zur Verleihung des Stadttheaterdrachens am Ende der letzten Spielzeit

Ich freu´ mich einfach wieder auf die neue Saison. 9 Produktionen warten auf uns, es werden wieder Aufführungen werden, von denen man hingerissen ist, vielleicht auch die eine oder andere, die einem nicht so gut gefällt, Abende, die zum Nachdenken anregen, die Diskussionsstoff bieten.

Seit nun 22 Jahren bietet das Stadttheater wunderbares Schauspiel. Wir, das heisst die Stadt kann stolz sein, eine derartige Bühne in Mödling zu haben.

Als – glaub ich – einziger Teilnehmer beim Hearing für die Übernahme des Stadttheaters 1997, der noch in der Lokalpolitik aktiv ist, hab ich die Intendanz von Bruno Max durchgehend miterlebt. Ich glaub´, es war ein wirkliches Glück, Bruno Max gewonnen zu haben. Er hat damals gegen Georg Mittendrein und Frank Hoffmann „gewonnen“, obwohl der damalige Bürgermeister und auch sein Vize sehr von Frank Hoffmann angetan waren…

Bruno Max hat erwähnt, dass seit 22 Jahren an die 450 SchauspielerInnen am Stadttheater tätig waren. Aber es gibt viele SchauspielerInnen, die man schon Jahre lang „verfolgt“, aber die man auch in Mödling auf der Straße trifft und mit denen man – wenn man Glück hat – in einem Lokal über ihre Arbeit reden kann. Nicht nur das Theater selbst wächst einem an´s Herz, es sind auch einzelne Akteure…

Und durch viele lokalhistorische Produktionen, wie im vergangenen Jahr im Herbst anlässlich des Novemberpogroms, hat das Theater eine Funktion in der Stadt eingenommen, wie eine Art Dreh- und Angelpunkt der städtischen Kultur im weitesten Sinn.

Freuen Sie sich auf ein weiteres Jahr Stadttheater!

Noch keine Kommentare Kommentieren

Flieger über Mödling

23.August 2019 in interessant

Ich gebe es ehrlich zu: während einige BürgerInnen schon seit längerem über den Fluglärm klagen, hab ich zwar hie und da einen Flieger über Mödling gehört, aber es hat mich nicht wirklich gestört.

Mir haben die Menschen in Schwechat und Umgebung leid getan, aber wir sind ja eh privilegiert, weil wir weit weg vom Flughafen leben.

Ich weiß gar nicht, wann sich meine Wahrnehmung geändert hat, aber es war vor einigen Wochen: da haben die Flüge über Mödling deutlich zugenommen. Seither sprechen mich alle möglichen Leute auf die Flieger an, seither frage ich andere, ob es sie stört. Und die einhellige Antwort ist: ja, bei der aktuellen Frequenz ist es nicht mehr lustig. (Die Frage ist auch, ob die Flieger heute niedriger fliegen, als früher.)

Es gibt eine App (wofür nicht?) mit der man die Flugbewegungen ganz aktuell beobachten kann: flightradar24. Da sieht man, welche Flieger mit welchen Destinationen und in welcher Höhe fliegen – zB auch über Mödling.

Und mit Hilfe dieser und dem WEB-Service flugspuren.at kann man ein bisschen genauer analysieren. Ich hab mir einfach einmal den Zeitraum vom letzten Sonntag zu Mittag bis Montag Mittag genommen – ganz zufällig und ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

In diesem Zeitraum sind 291 Flugzeuge von Schwechat gestartet. 255 von diesen hatten ein Ziel in Europa. 138, d.s. 47,5% der insgesamt gestarteten Flugzeuge sind über Mödling geflogen.

Die Destinationen sind meiner Meinung nach eine besondere Beachtung wert: 14 flogen während dieser 24 Stunden nach Berlin, 13 nach Zürich, 12 nach Frankfurt, 11 nach Düsseldort und Amsterdam, 10 nach Paris, 9 nach Hamburg und Stuttgart, 8 nach Brüssel. Immerhin 6 flogen nach München (41 min!), 3 nach Salzburg (37 min!), 4 nach Prag (38 min), 3 nach Innsbruck, 4 nach Klagenfurt, 3 nach Budapest, 3 nach Graz, 2 nach Nürnberg, 3 nach Lubjana.

Ich finde, wenn Fliegen schon sein muss, dann nicht zu Zielen, die man problemlos mit dem Zug erreichen kann. Die ganz kurzen Strecken erreicht man mit der Bahn wahrscheinlich sogar schneller. Nach Berlin dauert es halt ein paar Stunden länger, aber man kommt mit sehr wenig CO2-Ausstoß an´s Ziel. (Die ÖBB decken seit 2018 ihren Strombedarf zu 100% aus nachhaltiger Produktion.)

Tatsache ist: was uns – und erst recht die Menschen, die näher am Flughafen leben – immer mehr stört, sind zum größten Teil Flüge, die ersetzt werden könnten!

Aber: das Fliegen ist billig, weil subventioniert.

Ich finde: das gehört geändert! Und zwar bald…

2 Kommentare Kommentieren

Baustellen: update 25. Juli

25.Juli 2019 in interessant

Im Moment sind zwei Baustellen in der Stadt dominierend: die Guntramsdorferstraße und die Gabrielerstraße. Während auf der Baustelle des BG Keimgasse bis jetzt noch nicht viel passiert.

Guntramsdorferstraße

Die Arbeiten an der Brückenkonstruktion / Tunnel gehen zügig voran.

Zwischen dem 19. und dem 30. August wird die Guntramsdorferstraße von der Ortsgrenze bis zur Weißes-Kreuzgasse asphaltiert. Und zwar wird jeweils eine Fahrbahn bearbeitet, sodass die Zufahrt bis zur Sperre vor dem Tunnel jederzeit gewährleistet ist.

Vom alten Tunnel ist nichts mehr zu sehen

Gabrielerstraße

Auch hier wird fleißig gearbeitet. Die Baustelle wird bis voraussichtlich Ende August fertig sein.

Vor dem Neubau entlang der Wiener Straße wird ein Platz für 45 Fahrräder geschaffen – Baubeginn Anfang September. Die Wiener Straße selbst wird nicht beeinträchtigt werden.

Noch keine Kommentare Kommentieren

Neuer Cityjet der ÖBB für den Nahverkehr

16.Juli 2019 in erfreulich, interessant

Es war ein bissl ein Zufall: vorletzter Urlaubstag und am Bodensee. Im fb hab ich vom GRÜNEN Landesrat Johannes Rauch erfahren, dass heute der neue Nahverkehrszug in Dornbirn vorgestellt wird. Entwickelt von der Fa. Bombardier im Auftrag der ÖBB.

Also: nichts wie hin.

Auch gekommen ist unser HBP, Alexander van der Bellen!

Großer Bahnhof für den Präsidenten

Der Zug selbst sieht sehr beeindruckend aus: viel Platz, vor allem auch für Rollstühle und für Fahrräder.

https://vorarlberg.orf.at/stories/3004695/

Platz für 2 Dutzend Räder!

Wenn man grad in der Schweiz erlebt hat, wie es aussieht, wenn konsequent in den Zugverkehr investiert wird, freut man sich über zukunftsweisende Impulse auch in Österreich.

Weshalb die neue Modellreihe grad in Vorarlberg vorgestellt wurde? Ich glaub, das ist kein Zufall: die Xi-berger haben bei ziemlich allen ökologisch sinnvollen Vorhaben in Österreich die Nase vorn…

Kelin im Hintergrund: VdB…

Noch keine Kommentare Kommentieren