Radbörse 2017 - ein Tag mit Rekorden

23.April 2017 in erfreulich, GRÜN, konkret

20170422_113744Das Wetter hat´s ja nur bedingt gut mit uns gemeint: OK, kein wirklicher Regen – nur zeitweise Nieseln, ein paar Windböen und nicht mehr so kalt wie an den Tagen davor.

Trotzdem konnten wir die Radbörse am Europaplatz im Freien abwickeln. Und wie! Noch nie waren so viele Menschen dabei, noch nie hatten wir so viele Räder zum Gustieren, zum Kaufen – und zum Verkaufen. 260 waren es insgesamt!

Verkauft wurden dann insgesamt knapp die Hälfte davon. Das bedeutet, dass mehr als 120 Räder neue Besitzer- und NutzerInnen gefunden haben! Ein guter Schritt in Richtung Recycling :-) Einige davon werden nun mehr mit dem Rad zum Bahnhof fahren.

Ein guter Teil der Räder waren aber – wie immer – Kinderräder mit dem Effekt, dass wieder ein paar Kinder mehr ein Rad in ihrer Größe bekommen – und die Eltern sich viel Geld sparen.

Ich bin stolz darauf, dass die Organisation – fast – reibungslos funktioniert hat: es gab keine einzige strittige Situation.
Danke an Gerhard Metz, der die Radbörse wieder vorbildlich vorbereitet hat und Dank an alle GRÜNEN HelferInnen! (Ich glaub´, wir sind schon ziemlich gut im Organisieren, im Zusammenarbeiten und auch beim Improvisieren…).

Beim Verkauf werden 10% von uns einbehalten, die wir für einen sozialen Zweck zur Verfügung stellen. Heuer sind es €1.300,- und die werden dem Notfallfonds des Fachgebiets Sozialarbeit der BH zukommen. (Tatsächlich werden damit unbürokratisch Lebensmittelgutscheine in ganz besonderen Notsituationen vergeben).

20170422_103828

20170422_113720

IMGA5186

IMGA5193

IMGA5201

IMGA5274

IMGA5287

IMGA5311

IMGA5312

IMGA5320

IMGA5342

Noch keine Kommentare Kommentieren

Müll aus dem Mödlingbach

1.April 2017 in erfreulich, konkret

2017_03_31_Mö_016Gestern waren wir wieder Müllsammeln im Mödlingbach. Unglaublich, was da zu finden war!

Danke allen, die mitgemacht haben – insbesondere auch unserem “Gast” und Fotografen Hermann-Josef Düppenbecker.

Noch keine Kommentare Kommentieren

Auch Bäume verlassen uns ...

9.Februar 2017 in heikel, konkret, traurig

20170207_154105Wir haben es schon seit Jahren befürchtet: die Pappeln am Schulweg sind in einem schlechten Zustand, aber jetzt scheint das Risiko wirklich schon groß zu werden.

Pappeln werden seit Jahren nirgends mehr im bewohnten Gebiet gesetzt: sie sind Flachwurzler und auch auf Grund des schnellen und hohen Wuchses nicht sehr standsicher, sie leiden unter schlechter Luft und kommen mit dem Salz des Winterdienstes nicht gut zurecht.

Die 17 Pappeln vis-a-vis der Feuerwehr waren schon 2009 im Visier der städtischen Gärtnerei. Wir haben damals vereinbart, es noch ein paar Jahre zu versuchen. Dazu wurden die Spitzen gekappt, sodass sie weniger stark dem Westwind ausgesetzt sind. So hat das nun einige Jahre funktioniert. Die Bäume wurden allerdings laufend beobachtet  – zum Beispiel wurde der Stammumfang in regelmäßigen Abständen gemessen. Bei 7 Bäumen gibt es nun seit Jahren kein Wachstum mehr und auch auf Grund vermehrten Totholzanfalls scheint es nun wirklich schlecht zu stehen um diese Burschen. Und das ist dann wirklich gefährlich, weil diese Bäume ganz schön Schaden anrichten können, wenn sie umfallen.

Es ist schade um sie, nicht nur weil es um jeden Baum schade ist, sondern hier ganz besonders, weil diese Baumzeile für die Gegend durchaus prägend ist.

Vor ein paar Tagen gab es ein Gipfelgespräch am Schulweg. Nicht nur die zuständigen Beamten waren dabei, auch Prof. Florineth von der BoKu hat seine Einschätzung abgegeben. Wir haben vereinbart, dass noch ein weiteres externes Gutachten eingeholt wird, bevor endgültig über das Schicksal der Bäume entschieden wird. Dieses Gutachten wird dann im WEB veröffentlicht, sodass jedeR die Beurteilung nachlesen kann.

Gleichzeitig wurde aber besprochen, dass, wenn das Gutachten die Einschätzung der städtischen Gärtnerei bestätigen sollte, die Fällung der ganzen Reihe von Pappeln am Schulweg ein Thema wird. Dann könnte der Grünstreifen unmittelbar neu gestaltet werden: mit einer neue Baumreihe – statt Pappeln Bäume, die für den Straßenraum, für das Klima – und die Salzbelastung besser geeignet sind. Da würde es ein kleines Projekt zur Gestaltung geben, dass dann auch rechtzeitig präsentiert wird.

Aber jetzt warten wir einmal auf das Gutachten…

 

 

7 Kommentare Kommentieren

Radbericht 2016 veröffentlicht

22.Januar 2017 in konkret

Der Radbericht für das abgelaufene Jahr steht auf der WEB-Site der Stadtgemeinde Mödling.

_MG_5799

Schaut ´rein – und schreibt einen Kommentar, wenn Euch etwas dazu einfällt.

oder:

Schauen Sie ´rein – und schreiben Sie einen Kommentar, wenn Ihnen etwas dazu einfällt.

Noch keine Kommentare Kommentieren

Buslinie 259 fährt bis bis zur HTL - ganztags!

19.Dezember 2016 in erfreulich, konkret

259

Gemeinsame Freude über eine Ausweitung des Bus-Angebots in Mödling: GF Bohrn, BM Hintner, Vize Wannenmacher, GF Schroll.

 

Es war einer der Wünsche im Rahmen des Mobilitätsdialogs für das Neusiedlerviertel in Mödling, die Erschließung mit Öffentlichem Verkehr zu verbessern.

Es gab sogar den Vorschlag, eine Straßenbahnlinie in den Süden der Stadt zu verlegen. OK, Straßenbahn bekommen wir keine, aber es ist doch ein wichtiger Schritt gelungen: der 259er-Bus fährt seit vergangener Woche bis zum Betriebsschluß – also bis knapp vor Mitternacht – auch zur HTL und nicht mehr wie vorher am Abend auf einer verkürzten Route.

Der 259er ist eine der am meisten genutzten Buslinien und auch auf Grund des dichten und regelmäßigen Takts erfolgreich.

Jetzt kommt er täglich 14 mal öfter ins Neusiedlerviertel. Um der Wahrheit genüge zu tun: das hat Bürgermeister Hintner mit dem VOR ausgahendelt. Danke!

259_Page_1

Noch keine Kommentare Kommentieren

Budget der Stadt Mödling für 2017

20.November 2016 in konkret

Scan_20161120Vergangenen Freitag wurde das Budget der Stadt für 2017 beschlossen. Leider de facto unter Ausschluß der Öffentlichkeit (im vergangenen Jahr wurde die Budgetsitzung im Internet übertragen; das wollte die ÖVP leider nicht wiederholen).

Das Thema ist ein bißl trocken, um nicht zu sagen fad. Aber es ist sehr, sehr wichtig für die Stadt, ihre Menschen und für deren Zukunft.

Das Budget 2017 ist ausgeglichen. Was wie ein no-na-Satz aussieht, ist das Ergebnis harter und zäher Bemühungen und Verhandlungen.

Verantwortlich für die Erstellung des Budgets ist der Finanzstadtrat Ferdinand Rubel (ÖVP). Aber seit 2010 sind wir GRÜNE da auch unmittelbar involviert.
Zwei unserer wichtigsten Prinzipien wurden (wieder) berücksichtigt: 1. Einhaltung des Schuldendeckels (also keine zusätzliche Verschuldung und Darkehensaufnahmen nur maximal im Ausmaß der Tilgungen) und 2. keine Erhöhung der Gebühren für Kanal, Wasser und Abfall. Beides hatten wir im Koalitionsvertrag vereinbart.

Das mit der Gebührenerhöhung war diesmal aber “knapp”: letztlich sind die Einnahmen aus den Gebühren so ziemlich die einzige Schraube, an der Gemeinden einnahmenseitig drehen können. Alle anderen Einnahmen sind so gut wie fix (Eigene Steuern sind der Höhe nach vorgegeben und auch die Ertragsanteile aus den Bundessteuern sind nicht beeinflußbar). Und neue Betriebe siedeln sich kaum an in Mödling…

Ausgabenseitig wurden in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen, die die Voraussetzung sind, dass das Budget überhaupt noch so gut dasteht:

  • Die Öffentliche Beleuchtung wurde in weiten Bereichen auf den aktuellen Stand gebracht. Die damit verbundene Energieeinsparung finanziert die Investition und läßt noch rd. 1/4 Mio jährlich mehr im Budget.
  • Die Neuausstattung der Drucker und Kopierer bringt in einer Sicht über 5 Jahre insgesamt €350.000,-.
  • Die Neuverhandlung der Telefon- und Handyentgelte bringt zig-Tausend EUROs im Jahr.
  • Die Ausschreibung der Straßenmarkierungen vor 5 Jahren spart rd. €80.000,- im Jahr.
  • Auch Verbesserungen bei den Versicherungen bringen einige zig-Tausend im Jahr.
    Auf diese Erfolge können wir GRÜNE stolz sein, denn sie sind in unseren Ressorts erreicht worden.
  • Im Wirtschaftshof und im Kammeramt wurden Abläufe untersucht und verbessert. An vielen Stellen wurden moderne Methoden implementiert.
  • Die Abwicklung der Rechnungen erfolgt seit einigen Monaten ausschließlich elektronisch, sodass weder Rechnungen noch Skonti verloren gehen können.
  • Insgesamt hat die Verwaltungsreform an vielen Ecken Verbesserungen und Professionalisierungen gebracht, auch wenn diese nicht immer in Geldbeträgen ausgedrückt werden können.

StR Rubel führt die Finanzen – das muss man ihm zu Gute halten – seit Jahren behutsam, vorausschauend und unter Vermeidung von Risiken. Die Stadt leidet auch heute noch unter den Altlasten seiner Vorgänger.

Insgesamt sieht es aber nicht rosig aus mit unseren Finanzen.

Das drückt sich in mehreren Kennzahlen aus:

  • Der “cash flow” der öffentlichen Budgetierung (es ist nur quasi ein cash flow, denn die kommunalen Budgets kennen wichtige Aspekte der Buchführung in der privaten Wirtschaft nicht) ist zu gering und er sinkt ständig. So sind eigentlich nicht ausreichend Mittel für Investitionen vorhanden. Folgerichtig werden diese von 2016 auf 2017 um rd. 12% sinken. (Das Ausweichen auf eine Neuverschuldung wollen wir definitiv nicht, s.o.)
  • Der Abgang bei den Betrieben steigt kontinuierlich. 2017 wird der Abgang von Stadtbad, Gärtnerei, Forst, Citybus, Tiefgaragen, Beleuchtung, Strassenreinigung, WC-Anlagen, Parks, Wasserversorgung, Kanalbetrieb, Müllentsorgung und noch einige mehr insgesamt 6,4 Mio betragen (-1% gegenüber dem Budget 2016).
    Viele dieser Aufgabenbereiche haben logischerweise keine Einnahmen (Parks, Straßenreinigung), manche machen sogar Gewinne. Aber zB das Stadtbad und der Eislaufplatz sind ewige Sorgenkinder: der jährliche Abgang für 2017 wird hier etwa 1,2 Mio. betragen, ohne dass hier irgendwelche Investitionen vorgenommen werden können.
  • Ein Glück ist das niedrige Zinsniveau. Es lässt und vergessen, dass der hohe Stand an Darlehen ein enormes Risiko für die Stadt ist.
    Mödling hat insgesamt rd. 53,5 Mio Schulden im eigenen Bereich. Dazu kommen Haftungen, wobei alleine die für Mödling Wohnen ca. 7,5 Mio ausmacht.
    Dennoch: seit der Entscheidung für den Darlehensdeckel mit dem ersten Budget der schwarz-grünen Regierung 2011 sind die Verbindlichkeiten auch absolut zurück gegangen (der Rückgang in Relation zum Budget ist deutlicher: noch 2010 war die Überschuldung 110%, heute machen die Verbindlichkeiten nur mehr 87% des Budgetvolumens aus).
  • Ein Dilemma sind die Landesumlagen: fast 14 Mio werden 2017 vom Land für die Krankenhäuser, für Soziales und die Jugendfürsorge eingehalten. Und dieser Posten wird weiter steigen – ohen dass man da irgend etwas unternehmen kann.

Mein Fazit:

Das Budget 2017 wird die gewohnten Leistungen für die Menschen in unserer Stadt gewährleisten können. Wenn uns keine unvorhergesehenen Ereignisse treffen, ist der laufende Betrieb gewährleistet. Das ist gut so und das kann nicht jede Stadt in Österreich von sich behaupten.
Wenn wir allerdings an neue Investitionen denken, wie etwas einen neuen Eislaufplatz, dann sind wir dafür nicht ausreichend gewappnet. Entweder wir finden dafür externe Unterstützung (Förderungen von Land und/oder Bund) oder wir müssen über doch recht stark spürbare Einschnitte im Budget nachdenken. Mit einer Erhöhung der Gebühren für Wasser, Kanal und Müll sollten wir keine Eishalle errichten. Da sind wir GRÜNE nicht dabei.

Noch keine Kommentare Kommentieren

€365,- für ein Jahr unbegrenzte Mobilität in Niederösterreich!

19.Oktober 2016 in GRÜN, konkret, wichtig !!!

indexSehr lange wurde über ein neues Tarifsystem des VOR diskutiert. Sehr lange haben alle, die am Öffentlichen Verkehr interessiert sind, gerätselt, ob vielleicht doch ein deutlicher Impuls für umweltfreundliche Mobilität herauskommt.

Das Ergebnis ist seit Jahresmitte im Einsatz und es ist ein bißl teurer, vielleicht ein bißl gerechter – das neue System ist aber unendlich viel komplizierter und weniger komfortabel zu handhaben: vor allem entfallen außerhalb von Wien  Vorverkaufsfahrscheine und Streifenkarten. Besonders für Menschen, die nicht regelmäßig mit Bus/Bahn fahren (müssen), haben es nun schwerer, denn sie müssen Fahrscheine für jede Fahrt gesondert kaufen. Diese Karten sind dann nur an dem angegebenen Zeitpunkt gültig.

Viele BürgerInnen unserer Stadt haben mich in den vergangenen Wochen um Erklärungen ersucht, weil sie sich nicht auskennen und haben ihren Ärger ausgedrückt, dass das Fahren mit den Öffis nun komplizierter wird. (In Mödling ist es speziell blöd, weil es nur im Bahnhof selbst Automaten gibt: bei den Zugängen von der Bahnbrücke und vom Bach aus gibt es keine Möglichkeit, Fahrkarten zu kaufen. Die Entwerter werden zu Jahresende abgebaut). Ok, man/frau kann Karten auch im Internet erstehen, aber welcher insbesondere ältere Mensch druckt sich einen Fahrschein im WEB aus?

Die Tarifreform des VOR ist KEIN Impuls für eine Verbesserung im Zugang und in der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Dass ein solcher Schritt nötig ist, davon sind wir GRÜNEN überzeugt. Und dass ein solcher Schritt auch angenommen wird, zeigt das Beispiel Wien: die Jahreskarte um €365,- hat Hunderttausende motiviert, auf die Öffis umzusteigen. Der Erfolg ist so groß, dass die Wiener Linien Probleme haben, den gesteigerten Anforderungen nachzukommen. Diese Probleme hätten wir in Niederösterreich gern!

Aber im Ernst: was in Wien (und übrigens auch in Vorarlberg) möglich ist, muss auch in Niederösterreich drin sein!

Wir Niederösterreichische GRÜNE fordern ein Jahresticket um €365,- für das ganze Bundesland! Egal wohin sie fahren, als BesitzerIn einer Jahreskarte sind die Öffis für Sie dann immer die erste Wahl. Die komplizierte Berechnung, der unkomfortable Fahrscheinkauf – alles das wäre Geschichte. Und das Land würde sich (endlich) klar für den Klimaschutz äußern.

Slider - 365€-Jahresticket NÖ

Details:

  • Die €365-Jahreskarte soll neben den bisherigen Karten angeboten werden und ist – logo – kein Muss.
  • Wer nach Wien fährt, zahlt 2 x €365,- Das wäre aber schon von Mödling aus ein finanzieller Erfolg.
  • Und noch mehr unter www.noe.gruene.at/365eur-jahresticket-fuer-noe

Noch keine Kommentare Kommentieren

Mödling und die Mobilität: wir sind am richtigen Weg (fast alle)

11.Oktober 2016 in interessant, konkret, wichtig !!!

IMG_6916

Am 17. September haben wir die Haupstraße für die Menschen geöffnet – viele, viele sind unserer Einladung gefolgt und haben die Straße ohne Autos genutzt.

Verkehrsthemen sind immer und seit jeher besonders emotional besetzt und heiss “umkämpft” – nicht nur, aber auch in Mödling.

Allerdings, die Probleme sind evident: Staus, “Parkplatzdruck” – wobei die vorhandenen Autos in Mödling eh schon etwa 70.000 m² Platz benötigen –  und ich rede noch nicht vom Klimawandel, der zu 30% vom Verkehr verursacht ist und vom Feinstaub und vom Ressourcenverbrauch. Ich glaube, die Politik kann da nicht wegschauen und schon garnicht die Menschen mit dem Problem alleine lassen, sondern muss Lösungen anbieten (wozu wäre sie sonst da?).

Mit kleinen Schritten, aber doch werden in Mödling seit Jahren die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Und die Bevölkerung geht mit.

Seit kurzem liegen die Ergebnisse einer umfassenden Studie zum Mobilitätsverhalten der MödlingerInnen vor. Bereits 2014 wurde vom Büro HERRY eine Untersuchung in ganz Österreich durchgeführt, an die sich auch Mödling angeschlossen hat und die nun erstmals statistisch saubere und mit anderen Städten vergleichbare Werte zeigt:

  • Vor allem anderen: 94% der Menschen in Mödling sind täglich mobil. Das ist ein sehr hoher Wert. Die MödlingerInnen sind also eigentlich sehr viel “unterwegs”

Die spannden Frage ist: wie sind sie unterwegs?

  • PKWs pro Haushalt (bisher ein Thema von Spakulationen): die Haushalte in Mödling haben im Schnitt 1,1 PKWs (zum Vergleich: im Bezirk sind es 1,3 und im Land NÖ 1,5).
  • 27% der Haushalte verfügen über keinen PKW (Bezirk und Land: 15%), nur 5% der Haushalte haben 3 oder mehr Autos (Land: 13%).
  • Einen Führerschein besitzen 78% der erwachsenen Bevölkerung (Bezirk 89%, Land 84%).

So viele Autos und AutofahrerInnen gibt´s als doch nicht in Mödling…

  • Aber: jeder Haushalt hat im Schnitt 1,7 Fahrräder, 17% haben sogar mehr als 4 Drahtesel.
  • Und: 35% der MödlingerInnen haben Zeitkarten für die Öffis! (Bezirk 24%, Land 18%)
  • Kern der Untersuchung ist die Darstellung des modal splits (Aufteilung der Wege auf die unterschiedlichen Verkehrsmittel):
    • 36% der Wege werden mit dem PKW zurück gelegt (Bezirk 63%, Land 64%). Wobei: 38% der Wege, die mit dem Auto gefahren werden, sind kürzer als 2,5km!
    • für 22% der Wege werden Bus oder Bahn benützt (17% im Bezirk, 13% im Land)
    • 27% der Wege werden zu Fuß gegangen (Bezirk 11%, Land 14%)
    • Mit dem Rad werden in Mödling 14% der Wege zurück gelegt (Bezirk und Land: 8%).

Besonders die letzten Werte sind beeindruckend. Mödling ist eine der Städte im Land NÖ mit dem höchsten Radanteil und muss sich auch österreichweit nicht verstecken (obwohl: Innsbruck, Salzburg und Bregenz haben mehr als 20% – da fehlt uns noch ein bißchen; aber Graz weist zur Zeit mit 18% nicht viel mehr aus, Baden hat 9% und Wien lediglich 7% Radanteil).

Die wichtigsten Aussagen geben Hoffnung ist sind ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Mödling ist eine Stadt, in der man sich schon relativ umweltfreundlich fortbewegt – zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bus/Bahn. Mödling ist im Vergleich mit vielen anderen Städten schon ziemlich weit. Und der Anteil des Autoverkehrs ist garnicht so hoch, wie oft behauptet.

Ich glaube, dass wir den eingeschlagenen Weg in Mödling weiter gehen sollen: wir werden im Rahmen der Möglichkeiten die Bedingungen für FußgängerInnen verbessern, weitere Routen für den Radverkehr schaffen und auch die Benutzung der Öffis noch einladender machen (in den nächsten Wochen werden 5 neue Wartehäuschen installiert). Alles mit dem Ziel, unsere Stadt für die Menschen und ihre Umwelt attraktiv zu machen bzw. zu erhalten. Und den einen oder die andere überzeugen, doch noch weniger als 36% der Wege mit dem Auto zurück zu legen.

IMG_6720

Am 7. Oktober ein Schritt zurück: die FuZo wurde für Autos geöffnet. Kein gutes Zeichen in einer Stadt, in der vorbildlich viele Menschen schon heute auf das Auto verzichten.

Noch keine Kommentare Kommentieren

Der Baustellensommer geht dem Ende entgegen - Teil 1

24.August 2016 in konkret

20160824_155051

Jasomirgottgasse – seit 24.8., 15.00h wieder Einbahn in Richtung Babenbergergasse

Heute Nachmittag wurden die Einbahnschilder entlang der Jasomirgottgasse umgedreht: ein erster Schritt in Richtung Normalität im Bereich Schillerstraße.

Diesen Sommer wurden in Mödling nach monatelanger Planung einige größere – und ein paar kleinere – Vorhaben umgesetzt. Es waren in jedem Fall massive Behinderungen für alle VerkehrsteilnehmerInnen: Fußgänger-, Radfahrer-, AutofahrerInnen und Busgäste. Aber bei der engen Strassensituation “gehen” größere Baustellen nur in der Ferienzeit und müssen ohne Spielraum vor dem ersten Schultag abgeschlossen sein.

Das größte Vorhaben war die Sanierung der Schillerstraße zwischen der Neusiedler- und der Badstraße. In diesem Bereich wurde nicht nur die Oberfläche erneuert, sondern wurden auch so gut wie sämtliche Leitungen unter der Oberfläche erneuert. Es gab nicht viel Spielraum für Änderungen, aber es wurden einige, speziell für FußgängerInnen relevante Verbesserungen vorgenommen:

20160824_154643

Die Auftrittsfläche an der Kreuzung Bad-/Schillerstraße vis-a-vis der Post konnte um ca. 1m in der Tiefe verbreitert werden, zudem wurde der Ampel-Mast zurück versetzt. (Das ist leicht geschrieben, war aber eine ganze Menge Arbeit – u.a. musste der zusätzliche Platz vom Eigentümer erworben werden).

20160824_154817

Die Ausfahrt aus dem großen Parkplatz wurde in Richtung Osten verlegt. Damit ist die Sicht insbes. auf den Gehsteig nun wesentlich verbessert – liegt nicht mehr direkt neben der Mauer des angrenzenden Grundstücks.

Bereits zum Ferienbeginn wurde die Kreuzung Grenzgasse / Gabrielerstraße – in Kooperation mit der Gemeinde Ma. Enzersdorf – umgestaltet. Dieser Bereich war in den vergangenen Monaten Schauplatz einiger größerer Unfälle und ist nun – hoffentlich – sicherer:

20160515_165925

Solche Bilder wird es nun hoffentlich nicht mehr geben (können).

20160823_110302

Durch einen Verschwenk des nach Westen (zum Bahnschranken) führenden Teils der Grenzgasse konnte die Haltelinie der “neuen” Gabrielerstraße weiter in die Krezung vorgezogen werden, sodass nun ausreichend Sicht gegeben sein sollte. Zudem wurden die Verkehrszeichen auch auf den Asphalt gemalt…

 

Aber es konnten auch einige kleinere Vorhaben umgesetzt werden:

20160706_104959

Die Krezung der Nebenfahrbahn am Bahnhofsplatz mit der Bachgasse wurde von der Oberfläche her saniert, aber auch farblich so gekennzeichnet, dass nun für Fußgänger- und RadfahrerInnen Klarheit darüber besteht, was Gehsteig und was Radweg ist.

20160725_121550

Die Gärtnergasse kann nun mit Rädern auch gegen die Einbahn befahren werden.

20160725_120953

Auch die Kurze Gasse und In den Krautgärten wurden für Radfahrende gegen die Einbahn geöffnet.

 

20160725_121132

Übrigens: das Radfahren gegen die EInbahn ist nach langjährigen Beobachtungen und Auswertungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit weniger gefährlich als das Fahren in der Einbahnrichtung. Grund ist, dass sich beide – Autofahrer in Einbahnrichtung und Radfahrer gegen die Einbahnrichtung – direkt in die Augen schauen, also sehen.

 

 

Noch keine Kommentare Kommentieren

Eine feine Schule an der Wild Coast

17.Juli 2016 in erfreulich, konkret

20160713081037Seit 2010 gibt es an der “Wild Coast”, 190 km südlich von Durban in der ärmsten Provinz Südafrikas – Eastern Cape – eine besondere Schule: in einer Gegend größter Armut und Hoffnungslosigkeit hat eine österreichische Initiative begonnen, eine Schule zu errichten, die den Kindern Lernen wie in den – guten – Privatschulen Südafrikas ermöglicht und ihnen damit Perspektiven für ihr Leben eröffnet, die ihnen sonst verschlossen blieben.

Wie auch in der ersten “Ithuba”-Schule bei Johannesburg wird auch die Schule an der Wild Coast Stück für Stück, also Klasse für Klasse von StudentInnen verschiedener Architekturfakultäten in Österreich und Deutschland geplant und dann gemeinsam mit lokalen Arbeitskräften vor Ort errichtet. Alle Student- und LehrerInnen kommen für Fahrt und Aufenthalt selbst auf.

Heuer – und zwar gerade jetzt im Juli – sind Schüler- und LehrerInnen aus der Mödlinger HTL vor Ort und sind dabei, einen dringend erforderlichen Sanitärtrakt zu bauen. Und weil die Arbeit optimal ablief, blieb auch noch Zeit für den Rohbau von zwei weiteren Klassengebäuden. Gebaut wird unter für österreichische Verhältnisse ungewöhnlichen Bedingungen: Wasser gibt es in begrenzter Menge aus Tanks, der Strom fällt öfter einmal aus und das Baumaterial muss über abenteuerliche Wege von weit her transportiert werden. Das erfordert ein hohes Maß an Improvisation – und gibt den Beteiligten die Chace, unbezahlbare Erfahrungen zu sammeln. Auf der Baustelle wird mit Arbeitern aus der Umgebung alles geteilt: die Aufgabe, das Material – und die Verpflegung (das Essen auf der Baustelle wird von Frauen aus dem Dorf für alle gekocht).

Ich durfte heuer eine Woche bei der Arbeit mithelfen: ein wirkliches Erlebnis! Und bevor ich vergesse, darauf hinzuweisen: ich bin stolz darauf, dass unser Land solche Projekte hervorbringt und bin besonders stolz darauf, dass “unsere” HTL sich in einer beeindruckenden Weise auf Baustellen am anderen Ende der Welt bewährt; SchülerInnen und LehrerInnen, die freiwillig, dafür aber mit großem Einsatz mitwirken, dass das Projekt, die Schule an der Wild Coast in Südafrika weiter wächst und Kindern die Chance  auf eine gute Ausbildung und damit bessere Perspektiven ermöglicht.

In Zeiten wie diesen eine seltene, sehr positive Geschichte!

"Alle

Noch keine Kommentare Kommentieren