Der Baustellensommer geht dem Ende entgegen - Teil 1

24.August 2016 in konkret

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Jasomirgottgasse – seit 24.8., 15.00h wieder Einbahn in Richtung Babenbergergasse

Heute Nachmittag wurden die Einbahnschilder entlang der Jasomirgottgasse umgedreht: ein erster Schritt in Richtung Normalität im Bereich Schillerstraße.

Diesen Sommer wurden in Mödling nach monatelanger Planung einige größere – und ein paar kleinere – Vorhaben umgesetzt. Es waren in jedem Fall massive Behinderungen für alle VerkehrsteilnehmerInnen: Fußgänger-, Radfahrer-, AutofahrerInnen und Busgäste. Aber bei der engen Strassensituation “gehen” größere Baustellen nur in der Ferienzeit und müssen ohne Spielraum vor dem ersten Schultag abgeschlossen sein.

Das größte Vorhaben war die Sanierung der Schillerstraße zwischen der Neusiedler- und der Badstraße. In diesem Bereich wurde nicht nur die Oberfläche erneuert, sondern wurden auch so gut wie sämtliche Leitungen unter der Oberfläche erneuert. Es gab nicht viel Spielraum für Änderungen, aber es wurden einige, speziell für FußgängerInnen relevante Verbesserungen vorgenommen:

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Die Auftrittsfläche an der Kreuzung Bad-/Schillerstraße vis-a-vis der Post konnte um ca. 1m in der Tiefe verbreitert werden, zudem wurde der Ampel-Mast zurück versetzt. (Das ist leicht geschrieben, war aber eine ganze Menge Arbeit – u.a. musste der zusätzliche Platz vom Eigentümer erworben werden).

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Die Ausfahrt aus dem großen Parkplatz wurde in Richtung Osten verlegt. Damit ist die Sicht insbes. auf den Gehsteig nun wesentlich verbessert – liegt nicht mehr direkt neben der Mauer des angrenzenden Grundstücks.

Bereits zum Ferienbeginn wurde die Kreuzung Grenzgasse / Gabrielerstraße – in Kooperation mit der Gemeinde Ma. Enzersdorf – umgestaltet. Dieser Bereich war in den vergangenen Monaten Schauplatz einiger größerer Unfälle und ist nun – hoffentlich – sicherer:

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Solche Bilder wird es nun hoffentlich nicht mehr geben (können).

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Durch einen Verschwenk des nach Westen (zum Bahnschranken) führenden Teils der Grenzgasse konnte die Haltelinie der “neuen” Gabrielerstraße weiter in die Krezung vorgezogen werden, sodass nun ausreichend Sicht gegeben sein sollte. Zudem wurden die Verkehrszeichen auch auf den Asphalt gemalt…

 

Aber es konnten auch einige kleinere Vorhaben umgesetzt werden:

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Die Krezung der Nebenfahrbahn am Bahnhofsplatz mit der Bachgasse wurde von der Oberfläche her saniert, aber auch farblich so gekennzeichnet, dass nun für Fußgänger- und RadfahrerInnen Klarheit darüber besteht, was Gehsteig und was Radweg ist.

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Die Gärtnergasse kann nun mit Rädern auch gegen die Einbahn befahren werden.

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Auch die Kurze Gasse und In den Krautgärten wurden für Radfahrende gegen die Einbahn geöffnet.

 

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Übrigens: das Radfahren gegen die EInbahn ist nach langjährigen Beobachtungen und Auswertungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit weniger gefährlich als das Fahren in der Einbahnrichtung. Grund ist, dass sich beide – Autofahrer in Einbahnrichtung und Radfahrer gegen die Einbahnrichtung – direkt in die Augen schauen, also sehen.

 

 

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Eine feine Schule an der Wild Coast

17.Juli 2016 in erfreulich, konkret

20160713081037Seit 2010 gibt es an der “Wild Coast”, 190 km südlich von Durban in der ärmsten Provinz Südafrikas – Eastern Cape – eine besondere Schule: in einer Gegend größter Armut und Hoffnungslosigkeit hat eine österreichische Initiative begonnen, eine Schule zu errichten, die den Kindern Lernen wie in den – guten – Privatschulen Südafrikas ermöglicht und ihnen damit Perspektiven für ihr Leben eröffnet, die ihnen sonst verschlossen blieben.

Wie auch in der ersten “Ithuba”-Schule bei Johannesburg wird auch die Schule an der Wild Coast Stück für Stück, also Klasse für Klasse von StudentInnen verschiedener Architekturfakultäten in Österreich und Deutschland geplant und dann gemeinsam mit lokalen Arbeitskräften vor Ort errichtet. Alle Student- und LehrerInnen kommen für Fahrt und Aufenthalt selbst auf.

Heuer – und zwar gerade jetzt im Juli – sind Schüler- und LehrerInnen aus der Mödlinger HTL vor Ort und sind dabei, einen dringend erforderlichen Sanitärtrakt zu bauen. Und weil die Arbeit optimal ablief, blieb auch noch Zeit für den Rohbau von zwei weiteren Klassengebäuden. Gebaut wird unter für österreichische Verhältnisse ungewöhnlichen Bedingungen: Wasser gibt es in begrenzter Menge aus Tanks, der Strom fällt öfter einmal aus und das Baumaterial muss über abenteuerliche Wege von weit her transportiert werden. Das erfordert ein hohes Maß an Improvisation – und gibt den Beteiligten die Chace, unbezahlbare Erfahrungen zu sammeln. Auf der Baustelle wird mit Arbeitern aus der Umgebung alles geteilt: die Aufgabe, das Material – und die Verpflegung (das Essen auf der Baustelle wird von Frauen aus dem Dorf für alle gekocht).

Ich durfte heuer eine Woche bei der Arbeit mithelfen: ein wirkliches Erlebnis! Und bevor ich vergesse, darauf hinzuweisen: ich bin stolz darauf, dass unser Land solche Projekte hervorbringt und bin besonders stolz darauf, dass “unsere” HTL sich in einer beeindruckenden Weise auf Baustellen am anderen Ende der Welt bewährt; SchülerInnen und LehrerInnen, die freiwillig, dafür aber mit großem Einsatz mitwirken, dass das Projekt, die Schule an der Wild Coast in Südafrika weiter wächst und Kindern die Chance  auf eine gute Ausbildung und damit bessere Perspektiven ermöglicht.

In Zeiten wie diesen eine seltene, sehr positive Geschichte!

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Die neuen VOR-Tarife

19.Juni 2016 in konkret, vermischt

IMG_8171Lange wurde gemutmaßt, wurde gemunkelt, vermutet. Man wußte, dass der VOR an einer Tarifreform arbeitet. (Und man wußte, dass die bisherige Kernzonenregelung nicht optimal war). Lange war eine “Wabenlösung” in Diskussion, die kleinere Zellen zur Berechnung der Fahrpreise vorsehen würde. Wir GRÜNE haben in diesen Debatten immer eine Lösung forciert – so einfach wie möglich – die den ÖV attraktiver machen sollte: ab besten wäre es (gewesen) die 1. Außenzone in die Wiener Kernzone einzugliedern. Das wäre ein deutliches Angebot an die PendlerInnen gewesen, auf die Öffis umzusteigen.

OK. Jetzt liegt die Tarifreform am Tisch und wird überdies schon am 7. Juli in Kraft treten. Keine lange Zeit, sich umzustellen. Aber, was das wichtigste (und traurigste) ist: ich sehe keine Einladung an die Menschen der Region, in Zukunft mehr mit den Öffis zu fahren.

Die Details der neuen Regelung finden Sie unter www.vor.at.

Das neue System ist “einfach”, fair”, “flexibel”, “praktisch” und “bewährt” – schreibt der VOR. Tatsächlich zahlt man/frau in Hinkunft nach der tatsächlich gefahrenen Strecke. Das bedeutet, dass man/frau bei jedem Kauf einer Fahrkarte (egal ob für eine Einzelfahrt, ein Tagesticket, eine Wochen-/Monats- oder Jahreskarte) die Strecke angeben muss. Ich hoffe, dass das praktisch machbar ist…
Aber Achtung: mit einer Fahrkarte kann man ein sogenanntes “Persönliches Netz” nutzen, also eine Reihe von Bus- und Bahnlinien zwischen den angegebenen Zielen. Achten Sie darauf, welches “persönliche Netz” Ihnen vorgeschlagen wird. (Beispiel: wenn Sie “Wien bis Laxenburg” angeben, haben Sie einen deutlich geringeren Spielraum, als wenn Sie “Wien nach Mödling” angeben, obwohl beide Varianten gleich viel kosten und Sie mit beiden nach Laxenburg kommen). Es zahlt sich aus, ein bißchen zu probieren!

Über die publizierten Infos hinaus gibt es ein paar “Geheimnisse”, die für die Öffi-FahrerInnen wichtig sein könnten. Inbesondere das Nebeneinander der Wiener Kernzone und des restlichen VOR-Gebietes macht die richtigen Entscheidungen für die Fahrgäste nicht einfacher.

Hier ein paar Tips aus dem Blickwinkel eines Mödlinger Fahrgastes:

  • Für sämtliche Busse im Stadtbereich – nicht nur den Citybus! – gibt es seit Jahren einen Ortstarif (€1,10 pro Fahrt, €2,20 für die Tageskarte). Im neuen VOR-Tarifsystem gibt es den Ortstarif weiter. Aber für Senioren und Menschen mit Behinderungen ist die Eizelkarte (€1,-) und auch die Tageskarte (€2,-) billiger als mit dem Ortstarif! [besser als bisher]
  • Für die Fahrt nach Wien brauchen Sie eine Karte von Mödling bis zur Stadtgrenze und dann eine Karte für die Kernzone. Die Karte bis zur Stadtgrenze hat bisher €415,- gekostet; die wird nun €418,- kosten. Das ginge noch. In dem neuen “persönlichen Netz” kann man mit dieser Karte praktisch die ganze bisherige 260-Zone befahren – u.z. inkl. der Busse [besser als bisher].
    Tip: wenn Sie nach Liesing fahren wollen (oder nach Wien und für die Kernzone eine Karte haben), geben Sie von Mödling als Ziel besser “Wien Kernzonengrenze” statt “Liesing” ein, dann erweitert sich Ihr Spielraum in der “Außenzone” beträchtlich: Sie können mit einer solchen (z.B. Jahres-)Karte auch nach Schwechat oder Purkersdorf fahren. [besser als bisher]
  • Für die Fahrt nach Wien haben viele die Überlappungsbereiche genutzt (mit einer Karte für die Zone 260 konnte man bis zum Hauptbahnhof fahren). Die Überlappungsbreiche gibt es nicht mehr [schlechter als bisher]. Wenn Sie aber keine Straßen-/U-Bahn und auch keinen Bus in Wien, also keine Leistung der Wiener Linien in Anspruch nehmen wollen, sondern am Netz der ÖBB bleiben (Regionalzug, S-Bahn) brauchen Sie keine Kernzone für Wien zu bezahlen, sondern können WIEN REGIONAL buchen. Das ist zwar um €120,- für die Jahreskarte teurer als bisher (260+Überlappung) [schlechter als bisher], aber dafür können Sie mit WIEN REGIONAL das gesamte ÖBB-Netz in Wien nutzen (zB bis zum Praterstern oder Floridsdorf).
  • Eine wesentliche Einschränkung ist das Wegfallen der Streifen- und Vorverkaufskarten außerhalb von Wien [viel schlechter als bisher] (Achtung: in Wien gibt es nach wie vor sowohl Streifen- als auch Vorverkaufskarten!). Einzelfahrten gelten am Tag des Kaufs oder an dem Tag, der beim Kauf angegeben wurde. Die Entwerter werden zum Jahresende 2016 außerhalb von Wien sämtlich abgebaut! Streifenkarten können noch bis Ende 2016 genutzt werden.
    Achtung: für Menschen, die selten fahren, bedeutet es, dass am Tag der Fahrt ein Fahrschein gekauft werden muss. Das geht zwar auch im Internet, aber wer keinen Zugang zum WEB hat oder sich damit schwer tut, muss zu einem Automaten oder zum Kassenschalter [viel schlechter als bisher].
  • Unklar ist, wo eine Streifenkarte der Wiener Linien entwertet werden muss, wenn man aus Mödling nach Wien fährt: von Mödling bis zur Kernzonengrenze hat man sich eine Fahrkarte am Bahnhof gekauft, für Wien hat man aber die (praktische) Streifenkarte. Im Zug gibt es keine Entwerter und man wird doch wohl nicht in Liesing aus dem Zug springen und die Streifen entwerten… (Das wurde vom VOR offensichtlich nicht bedacht).
  • Das Land NÖ hat versprochen, “Härten” aufzugleichen. Es geht um Verteuerungen im Vergleich zu bisher um mehr als €120,- bei der Jahreskarte. Ein entsprechender Antrag ist beim VOR einzubringen.

Insgesamt scheint das neue System natürlich gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man einmal seine Jahreskarte gekauft hat, hat man wohl keine Probleme. (Für NutzerInnen der bisherigen Überlappungsbereiche wird´s allerdings teurer). Ein echtes Problem sind aber die fehlenden Vorverkaufsfahrkarten: das bewirkt, dass man jede einzelne Fahrkarte gesondert kaufen muss. Das ist ein echtes Problem, v.a. für ältere Menschen.

Und schade ist, dass eine Gelegenheit vertan wurde, das System wirklich einladender zu machen: das €365-Jahresticket in Wien hat Hunderttausende zu den Öffis gebracht. Das wäre auch bei dieser VOR-Reform möglich gewesen…

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Das Leben geht weiter!

25.Mai 2016 in erfreulich, konkret

In den Tagen vor der – letztlich sehr erfreulichen – Wahl des Bundespräsidenten wurden endlich die neuen Radständer für den Bahnhofsvorplatz geliefert und montiert.

20160523_121307Es sind 33 Anlehnbügel (“Wiener Bügel”), die sowohl vom Standpunkt der Sicherheit als auch der Handhabung die beste Lösung sind. Die 33 Bügel bieten somit 66 Rädern Platz unter dem Dach in den Bereichen, wo bis vor ein paar Monaten die Waggons gestanden sind. Wir haben uns bemüht, die Radständer so aufzustellen, dass sie den auf Busse Wartenden nicht im Weg sind – ich hoffe, das ist so gelungen. Wir werden die nächsten Wochen hindurch beobachten, ob die alten und eigentlich unbrauchbaren Radständer noch genutzt werden; wenn nicht, werden wir diese Relikte aus einer fahrradfeindlichen Zeit abbauen.

20160523_121248Mödling und sein Bahnhof sind einer der wenigen Teilnehmer bei einem Pilot-Projekt “Bahnhof 2.0″, bei dem es um die fußläufige und radfreundliche Ausstattung von Bahnhöfen geht. Im Zug dieses Projekts werden in den nächsten Monaten konkrete Vorschläge für Fahrradboxen, Schließfächer (für Helme etc.) und auch für kostenpflichtige, aber speziell abgesicherte Stellplätze ausgearbeitet werden. Es soll für alle Bedürfnisse vorgesorgt werden.

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VdB for President

10.April 2016 in konkret

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Alexander Van der Bellen im Kreis seiner Mödlinger FreundInnen

Donnerstag, 7. April 2016: Alexander Van der Bellen kommt zu seinem einzigen öffentlichen Auftritt in Niederösterreich nach Mödling. Als location haben wir den Biomarkt “PLAN Bio” ausgewählt – auch weil die BesitzerInnen, Johanna Alff und Markus Hubegger sich auf diesen besonderen Betriebsbesuch gefreut haben.

Es wurde eine Stunde für die Medien:
Der ORF war da, der Standard auch, viele Zeitungen, aber auch Jugendgruppen und das Jugendrotkreuz.

Die Stimmung war gut und entspannt: ich denk, so eine Aura umgibt einen, der tatsächlich Präsident werden kann…

 

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Die GRÜNE Radbörse 2016: ein voller Erfolg!

3.April 2016 in erfreulich, konkret

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Das Team vor dem großen Ansturm

Bei insgesamt sehr schönem Wetter haben wir am 2. April die 8. Radbörse organisiert und durchgeführt.

Und sie war ein großer Erfolg!

Mehr als 160 (alte) Räder wurden gebracht und 90 von ihnen fanden ein neues Zuhause. Und ärgste Wehwehchen konnten von den beiden Radmechnikern schon vor Ort behoben werden.

10% vom Verkaufspreis wurden für einen sozialen Zweck einbehalten: heuer können wir somit €1.008,- an das Mödlinger Frauenhaus übergeben.

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20160402_110035Resumee: alles Organisatorische hat funktioniert, kein Rad kam abhanden, kein Rad blieb über, viele Räder kommen nun neu auf die Strassen. Und die Stimmung an diesem Tag war (wieder) ausgezeichnet. Ein schöner und sinnvoller Tag für die Mödlinger RadfahrerInnen :-)

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Jetzt geht´s los: eCarsharing in Mödling

18.März 2016 in erfreulich, interessant, konkret

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Auftaktveranstaltung am 17. März 2016 abends in Mödling: Interessenten mit dem eGolf

In der Verkehrs- und Klimapolitik setzen verantwortliche PolitikerInnen / PlanerInnen auf den Umweltverbund (ÖV, Rad, zu-Fuß-Gehen).

Dennoch: der MIV (Motorisierter Individualverkehr) hat einen Platz im Spektrum der Mobilitätsbedürfnisse. Aber es ist höchste Zeit, die PKW-Nutzung auf die Bereiche zu konzentrieren, wo sie tatsächlich benötigt werden. Tatsächlich stehen die “Fahr”-Zeuge im statistischen Schnitt rd. 23 Stunden am Tag – meist im öffentlichen Raum – herum. Oder sie werden auch für an sich unsinnige Fahrten genutzt, weil sie schon da sind (und vor der Haustür stehen).

Es ist zweckmäßig, PKWs genau dann zur Verfügung zu haben, wenn man sie braucht – dazu braucht man sie aber nicht zu besitzen.

Carsharing wird diesem Prizip gerecht: ein PKW steht zur Verfügung und man zahlt für die konkrete Nutzung. (Dass sich das nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell auszahlt, ist evident).

Es geht aber noch eine Spur umweltfreundlicher: Carsharing mit elektrisch betriebenen Autos. Die sind nämlich die ökologisch sinnvollste Art von PKWs und die beschränkte Reichweite ist im Fall von Carsharing erfahrungsgemäß kaum störend. (Niemand wird mit einem Carsharing-Auto zum Urlaub nach Sizilien fahren).

Wir GRÜNE haben eCarsharing seit einiger Zeit im Visir und so wurde eCarsharing auch Teil des Regierungsprogramms in Mödling. Es gibt auch eine vernünftige eMobilitäts-Initiative der NÖ Landesregierung, die von der eNu (der Energie- und Umweltagentur) verfolgt wird. In NÖ gibt es mittlerweile fast 40 lokale eCarsharing-Projekte.

Während die lokalen Projekte allerdings die Herausforderung der Suche nach geeigneten Trägerorganisationen (Verein, gemGmbH) haben und hatten, fand sich im Bezirk Mödling mit der Fa. Europcar ein kommerieller Träger, der bei uns testen möchte, ob sich für ihn Carsharing als Geschäftsfeld rechnet. Das ist zwar weniger “basisdemokratisch” als ein lokaler Verein, aber wir ersparen uns die Suche nach einem – ehrenamtlichen – Vereinsvorstand, die Konstruktion von Statuten – und letztlich auch die Betreuung des / der Autos.

So “steht” nun die Organisation hier im Bezirk und das eCarsharing startet mit 1. Mai 2016:

Es gibt ein Netz von 5 Elektroautos in 5 Orten des Bezirks (P´dorf, Brunn, Ma. Enzersdorf, Mödling und G´dorf). Das Pilotprojekt läuft vorerst bis Ende 2016. Auf Grund der Erfahrungen wird im Herbst entschieden, wie´s weiter gehen wird. Ich persönlich bin vom Erfolg überzeugt und hoffe, dass die Anzahl der Fahrzeuge auszuweiten sein wird. Aber jetzt müssen wir einmal sehen, dass das Projekt gut startet. Anmelden kann man sich ab sofort auf der Plattform www.ecarregio.at, wo man auch die Eckpunkte der Nutzungsbedingungen vorfindet.

In Mödling wird der eGolf am 1. Mai in der Norbert-Spronglgasse stehen und einen exklusiven Ladepunkt haben.

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Der Mödlingbach wird wieder schöner

4.Februar 2016 in erfreulich, konkret

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Do., 4.2.2016

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Do., 4.2.2016

Alles schaut noch ein bißl unwirtlich aus, aber es wird schon…

Die Arbeiten an der nächsten Etappe der Renaturierung des Mödlingbachs haben wieder begonnen. Die Baustelle reicht heuer schon bis fast an die Bahnhofsbrücke heran: insgesamt sind es wieder 240m Länge.

In einem ersten Schritt werden die unter der – dünnen – Grasnabe verborgenen Beton- und Steinblöcke herausgeholt, um wieder bessere Versickerungsbedingungen zu schaffen. Gleichzeitig wird die Sohle eingetieft (heuer um bis zu 80cm). Letzteres dient dem Hochwasserschutz: der Mödlingbach wird so auch auf besondere “Starkregenereignisse” vorbereitet. Und letztlich werden wieder Holzbuhnen gesetzt und der Bachlauf so mit vielen Verschwenkungen gebremst. Und dadurch entsteht auch wieder Lebensraum für kleine bis größere Wassertiere, die auch Ruhezonen vorfinden. Nicht nur zur Freude des Auges der BetrachterInnen, sondern auch zur Freude des “städtischen” Graureihers…

Als Nebeneffekt wird ein echter Bachzugang bei den beiden “Enzis” (den Betonliegen der HTL) hergestellt, sodass auch Kinder dort Platz zum Spiele bekommen werden. (Bitte an die HundebesitzerInnen: nutzen Sie bitte nicht gerade diesen Bereich zum Äußerln…).

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Fr., 5.2.2016

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Mi., 17.2.2016

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Mi., 17.2.2016

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So., 6.3.2016

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So., 6.3.2016

 

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So., 6.3.2016

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So., 6.3.2016

 

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Fr., 18.3.2016

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Fr., 18.3.2016

 

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Solarenergie für alle!

10.Januar 2016 in erfreulich, konkret

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Spatenstich vor den Bauarbeiten.

 

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Das ist das Kraftwerk, das ausschließlich mit der Kraft der Sonne betieben wird – auf dem Foto schon fast fertig.

Was macht man/frau, wenn man/frau die Energiewende wichtig ist, wenn man/frau inbesondere die Photovoltaik sympatisch findet, wenn aber kein geeignetes Dach vorhanden ist, um dort Solarpanele anzubringen? Oder auch nur, wenn man das nötige Kleingeld dafür nicht hat?

Dann gibt es die Möglichkeit, sich an Bürgerbeteiligungs-Kraftwerken zu beteiligen.

Die Stadtgemeinde Mödling errichtet gerade jetzt ein solches Solar-Kraftwerk auf einem Teil des Geländes der Kläranlage am Gemeindegebiet von Wr. Neudorf gemeinsam mit WienEnergie. Die Anlage ist auf eine Maximalleistung von 185 KWp ausgelegt und wird im Jahr ca. 210MWh Elektrizität liefern – ausschließlich, indem sie Sonnenstrahlen auffängt. Ohne Abgase zu erzeugen. Ohne Lärm zu machen. Ohne Rohstoffen zu verbrauchen.

Die Energieausbeute ist in etwa der Jahres-Stromverbrauch von 75 Familien. Der Strom “unserer” neuen Anlage bleibt aber auf der Kläranlage und wird einen Teil ihres Strombedarfs abdecken.

WienEnergie baut in Mödling die 22. Anlage mit BürgerInnenbeteiligung.

Das bringt den Interessierten zwei Vorteile: einmal unterstützt man ein zukunftsweisendes Energieprojekt und andererseits ist es eine vernünftige Geldanlage, denn 2,25% jährlich an Ertrag werden von WienEnergie garantiert.

Für alle, die das Projekt und auch die Beteiligung interessiert, gibt es am Fr., 15. Jänner eine Informationsveranstaltung im evangelischen Lichthaus in der Scheffergasse 8. Beginn ist um 18.30h. Bei dieser Veranstaltung können Sie auch direkt Anteile zeichnen. (Anmerkung: nach der Veranstaltung wird WienEnergie die Beteiligung im Internet anbieten und bei den letzten Projekten waren die Anteile innerhalb weniger Minuten ausverkauft).

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Radfahren im Winter

6.Januar 2016 in konkret

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Malerisch – aber nicht ideal…

Es gibt keine Jahreszeit zum Radfahren: man/frau kann sich immer mit dem Rad fortbewegen. Auch bei Kälte und Schnee ist das Radfahren angesagt. Gesundheitsmäßig wär´s sogar besonders angesagt, gerade in dieser Jahreszeit Bewegung in der frischen Luft zu machen.

Man sollte aber auf ein paar Details achten:

  • Die richtige Kleidung: Jacke und Hose sollten Wärme spenden und wasserabweisend sein. Schuhe warm und wasserabweisend. Mütze nicht vergessen! (Wenn man mit Helm unterwegs ist: es gibt ganz dünne, aber sehr wärmende Hauben, die man unter dem Helm tragen kann). Schals für den Hals. Und: gute Handschuhe!
  • Gesehen werden: Reflektoren an allen Stellen, wo das möglich ist. Und eine gute Lichtanlage: Nabendynamos sind bei Schnee von Vorteil und eine Standlichtfunktion hilft auch. Achtung bei Lichtern, die über Akkus betrieben werden: Batterien verlieren bei Kälte stark an Leistung!
  • Beim Fahrrad selbst zu beachten: Reifen mit gutem Grip. (Manche RadfahrerInnen haben extra Mäntel für den Winter – warum sollte das nur beim Auto normal sein?). Schutzbleche / Kotschützer sind im Schnee-/Salzmatsch besonders angesagt.
  • Wartung und Reinigung: regelmäßig mit warmem Wasser säubern, um insbes. das Salz los zu werden; bewegliche Teile mit – wenig – Öl versorgen. Achtung beim Fahrradschloß: die Öffnung des Schlosses sollte im Freien nach unten zeigen. Sonst friert das Schloss leicht ein :-(

Übrigens: wenn ein Radweg nicht oder nur unzufreichend gesäubert ist, fällt die Benützungspflicht weg.

Mehr Infos gibts bei ARGUS  bzw. der RADLOBBY und dem bmvit.

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