Buslinie 259 fährt bis bis zur HTL - ganztags!

19.Dezember 2016 in erfreulich, konkret

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Gemeinsame Freude über eine Ausweitung des Bus-Angebots in Mödling: GF Bohrn, BM Hintner, Vize Wannenmacher, GF Schroll.

 

Es war einer der Wünsche im Rahmen des Mobilitätsdialogs für das Neusiedlerviertel in Mödling, die Erschließung mit Öffentlichem Verkehr zu verbessern.

Es gab sogar den Vorschlag, eine Straßenbahnlinie in den Süden der Stadt zu verlegen. OK, Straßenbahn bekommen wir keine, aber es ist doch ein wichtiger Schritt gelungen: der 259er-Bus fährt seit vergangener Woche bis zum Betriebsschluß – also bis knapp vor Mitternacht – auch zur HTL und nicht mehr wie vorher am Abend auf einer verkürzten Route.

Der 259er ist eine der am meisten genutzten Buslinien und auch auf Grund des dichten und regelmäßigen Takts erfolgreich.

Jetzt kommt er täglich 14 mal öfter ins Neusiedlerviertel. Um der Wahrheit genüge zu tun: das hat Bürgermeister Hintner mit dem VOR ausgahendelt. Danke!

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Budget der Stadt Mödling für 2017

20.November 2016 in konkret

Scan_20161120Vergangenen Freitag wurde das Budget der Stadt für 2017 beschlossen. Leider de facto unter Ausschluß der Öffentlichkeit (im vergangenen Jahr wurde die Budgetsitzung im Internet übertragen; das wollte die ÖVP leider nicht wiederholen).

Das Thema ist ein bißl trocken, um nicht zu sagen fad. Aber es ist sehr, sehr wichtig für die Stadt, ihre Menschen und für deren Zukunft.

Das Budget 2017 ist ausgeglichen. Was wie ein no-na-Satz aussieht, ist das Ergebnis harter und zäher Bemühungen und Verhandlungen.

Verantwortlich für die Erstellung des Budgets ist der Finanzstadtrat Ferdinand Rubel (ÖVP). Aber seit 2010 sind wir GRÜNE da auch unmittelbar involviert.
Zwei unserer wichtigsten Prinzipien wurden (wieder) berücksichtigt: 1. Einhaltung des Schuldendeckels (also keine zusätzliche Verschuldung und Darkehensaufnahmen nur maximal im Ausmaß der Tilgungen) und 2. keine Erhöhung der Gebühren für Kanal, Wasser und Abfall. Beides hatten wir im Koalitionsvertrag vereinbart.

Das mit der Gebührenerhöhung war diesmal aber “knapp”: letztlich sind die Einnahmen aus den Gebühren so ziemlich die einzige Schraube, an der Gemeinden einnahmenseitig drehen können. Alle anderen Einnahmen sind so gut wie fix (Eigene Steuern sind der Höhe nach vorgegeben und auch die Ertragsanteile aus den Bundessteuern sind nicht beeinflußbar). Und neue Betriebe siedeln sich kaum an in Mödling…

Ausgabenseitig wurden in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen, die die Voraussetzung sind, dass das Budget überhaupt noch so gut dasteht:

  • Die Öffentliche Beleuchtung wurde in weiten Bereichen auf den aktuellen Stand gebracht. Die damit verbundene Energieeinsparung finanziert die Investition und läßt noch rd. 1/4 Mio jährlich mehr im Budget.
  • Die Neuausstattung der Drucker und Kopierer bringt in einer Sicht über 5 Jahre insgesamt €350.000,-.
  • Die Neuverhandlung der Telefon- und Handyentgelte bringt zig-Tausend EUROs im Jahr.
  • Die Ausschreibung der Straßenmarkierungen vor 5 Jahren spart rd. €80.000,- im Jahr.
  • Auch Verbesserungen bei den Versicherungen bringen einige zig-Tausend im Jahr.
    Auf diese Erfolge können wir GRÜNE stolz sein, denn sie sind in unseren Ressorts erreicht worden.
  • Im Wirtschaftshof und im Kammeramt wurden Abläufe untersucht und verbessert. An vielen Stellen wurden moderne Methoden implementiert.
  • Die Abwicklung der Rechnungen erfolgt seit einigen Monaten ausschließlich elektronisch, sodass weder Rechnungen noch Skonti verloren gehen können.
  • Insgesamt hat die Verwaltungsreform an vielen Ecken Verbesserungen und Professionalisierungen gebracht, auch wenn diese nicht immer in Geldbeträgen ausgedrückt werden können.

StR Rubel führt die Finanzen – das muss man ihm zu Gute halten – seit Jahren behutsam, vorausschauend und unter Vermeidung von Risiken. Die Stadt leidet auch heute noch unter den Altlasten seiner Vorgänger.

Insgesamt sieht es aber nicht rosig aus mit unseren Finanzen.

Das drückt sich in mehreren Kennzahlen aus:

  • Der “cash flow” der öffentlichen Budgetierung (es ist nur quasi ein cash flow, denn die kommunalen Budgets kennen wichtige Aspekte der Buchführung in der privaten Wirtschaft nicht) ist zu gering und er sinkt ständig. So sind eigentlich nicht ausreichend Mittel für Investitionen vorhanden. Folgerichtig werden diese von 2016 auf 2017 um rd. 12% sinken. (Das Ausweichen auf eine Neuverschuldung wollen wir definitiv nicht, s.o.)
  • Der Abgang bei den Betrieben steigt kontinuierlich. 2017 wird der Abgang von Stadtbad, Gärtnerei, Forst, Citybus, Tiefgaragen, Beleuchtung, Strassenreinigung, WC-Anlagen, Parks, Wasserversorgung, Kanalbetrieb, Müllentsorgung und noch einige mehr insgesamt 6,4 Mio betragen (-1% gegenüber dem Budget 2016).
    Viele dieser Aufgabenbereiche haben logischerweise keine Einnahmen (Parks, Straßenreinigung), manche machen sogar Gewinne. Aber zB das Stadtbad und der Eislaufplatz sind ewige Sorgenkinder: der jährliche Abgang für 2017 wird hier etwa 1,2 Mio. betragen, ohne dass hier irgendwelche Investitionen vorgenommen werden können.
  • Ein Glück ist das niedrige Zinsniveau. Es lässt und vergessen, dass der hohe Stand an Darlehen ein enormes Risiko für die Stadt ist.
    Mödling hat insgesamt rd. 53,5 Mio Schulden im eigenen Bereich. Dazu kommen Haftungen, wobei alleine die für Mödling Wohnen ca. 7,5 Mio ausmacht.
    Dennoch: seit der Entscheidung für den Darlehensdeckel mit dem ersten Budget der schwarz-grünen Regierung 2011 sind die Verbindlichkeiten auch absolut zurück gegangen (der Rückgang in Relation zum Budget ist deutlicher: noch 2010 war die Überschuldung 110%, heute machen die Verbindlichkeiten nur mehr 87% des Budgetvolumens aus).
  • Ein Dilemma sind die Landesumlagen: fast 14 Mio werden 2017 vom Land für die Krankenhäuser, für Soziales und die Jugendfürsorge eingehalten. Und dieser Posten wird weiter steigen – ohen dass man da irgend etwas unternehmen kann.

Mein Fazit:

Das Budget 2017 wird die gewohnten Leistungen für die Menschen in unserer Stadt gewährleisten können. Wenn uns keine unvorhergesehenen Ereignisse treffen, ist der laufende Betrieb gewährleistet. Das ist gut so und das kann nicht jede Stadt in Österreich von sich behaupten.
Wenn wir allerdings an neue Investitionen denken, wie etwas einen neuen Eislaufplatz, dann sind wir dafür nicht ausreichend gewappnet. Entweder wir finden dafür externe Unterstützung (Förderungen von Land und/oder Bund) oder wir müssen über doch recht stark spürbare Einschnitte im Budget nachdenken. Mit einer Erhöhung der Gebühren für Wasser, Kanal und Müll sollten wir keine Eishalle errichten. Da sind wir GRÜNE nicht dabei.

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€365,- für ein Jahr unbegrenzte Mobilität in Niederösterreich!

19.Oktober 2016 in GRÜN, konkret, wichtig !!!

indexSehr lange wurde über ein neues Tarifsystem des VOR diskutiert. Sehr lange haben alle, die am Öffentlichen Verkehr interessiert sind, gerätselt, ob vielleicht doch ein deutlicher Impuls für umweltfreundliche Mobilität herauskommt.

Das Ergebnis ist seit Jahresmitte im Einsatz und es ist ein bißl teurer, vielleicht ein bißl gerechter – das neue System ist aber unendlich viel komplizierter und weniger komfortabel zu handhaben: vor allem entfallen außerhalb von Wien  Vorverkaufsfahrscheine und Streifenkarten. Besonders für Menschen, die nicht regelmäßig mit Bus/Bahn fahren (müssen), haben es nun schwerer, denn sie müssen Fahrscheine für jede Fahrt gesondert kaufen. Diese Karten sind dann nur an dem angegebenen Zeitpunkt gültig.

Viele BürgerInnen unserer Stadt haben mich in den vergangenen Wochen um Erklärungen ersucht, weil sie sich nicht auskennen und haben ihren Ärger ausgedrückt, dass das Fahren mit den Öffis nun komplizierter wird. (In Mödling ist es speziell blöd, weil es nur im Bahnhof selbst Automaten gibt: bei den Zugängen von der Bahnbrücke und vom Bach aus gibt es keine Möglichkeit, Fahrkarten zu kaufen. Die Entwerter werden zu Jahresende abgebaut). Ok, man/frau kann Karten auch im Internet erstehen, aber welcher insbesondere ältere Mensch druckt sich einen Fahrschein im WEB aus?

Die Tarifreform des VOR ist KEIN Impuls für eine Verbesserung im Zugang und in der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Dass ein solcher Schritt nötig ist, davon sind wir GRÜNEN überzeugt. Und dass ein solcher Schritt auch angenommen wird, zeigt das Beispiel Wien: die Jahreskarte um €365,- hat Hunderttausende motiviert, auf die Öffis umzusteigen. Der Erfolg ist so groß, dass die Wiener Linien Probleme haben, den gesteigerten Anforderungen nachzukommen. Diese Probleme hätten wir in Niederösterreich gern!

Aber im Ernst: was in Wien (und übrigens auch in Vorarlberg) möglich ist, muss auch in Niederösterreich drin sein!

Wir Niederösterreichische GRÜNE fordern ein Jahresticket um €365,- für das ganze Bundesland! Egal wohin sie fahren, als BesitzerIn einer Jahreskarte sind die Öffis für Sie dann immer die erste Wahl. Die komplizierte Berechnung, der unkomfortable Fahrscheinkauf – alles das wäre Geschichte. Und das Land würde sich (endlich) klar für den Klimaschutz äußern.

Slider - 365€-Jahresticket NÖ

Details:

  • Die €365-Jahreskarte soll neben den bisherigen Karten angeboten werden und ist – logo – kein Muss.
  • Wer nach Wien fährt, zahlt 2 x €365,- Das wäre aber schon von Mödling aus ein finanzieller Erfolg.
  • Und noch mehr unter www.noe.gruene.at/365eur-jahresticket-fuer-noe

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Mödling und die Mobilität: wir sind am richtigen Weg (fast alle)

11.Oktober 2016 in interessant, konkret, wichtig !!!

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Am 17. September haben wir die Haupstraße für die Menschen geöffnet – viele, viele sind unserer Einladung gefolgt und haben die Straße ohne Autos genutzt.

Verkehrsthemen sind immer und seit jeher besonders emotional besetzt und heiss “umkämpft” – nicht nur, aber auch in Mödling.

Allerdings, die Probleme sind evident: Staus, “Parkplatzdruck” – wobei die vorhandenen Autos in Mödling eh schon etwa 70.000 m² Platz benötigen –  und ich rede noch nicht vom Klimawandel, der zu 30% vom Verkehr verursacht ist und vom Feinstaub und vom Ressourcenverbrauch. Ich glaube, die Politik kann da nicht wegschauen und schon garnicht die Menschen mit dem Problem alleine lassen, sondern muss Lösungen anbieten (wozu wäre sie sonst da?).

Mit kleinen Schritten, aber doch werden in Mödling seit Jahren die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Und die Bevölkerung geht mit.

Seit kurzem liegen die Ergebnisse einer umfassenden Studie zum Mobilitätsverhalten der MödlingerInnen vor. Bereits 2014 wurde vom Büro HERRY eine Untersuchung in ganz Österreich durchgeführt, an die sich auch Mödling angeschlossen hat und die nun erstmals statistisch saubere und mit anderen Städten vergleichbare Werte zeigt:

  • Vor allem anderen: 94% der Menschen in Mödling sind täglich mobil. Das ist ein sehr hoher Wert. Die MödlingerInnen sind also eigentlich sehr viel “unterwegs”

Die spannden Frage ist: wie sind sie unterwegs?

  • PKWs pro Haushalt (bisher ein Thema von Spakulationen): die Haushalte in Mödling haben im Schnitt 1,1 PKWs (zum Vergleich: im Bezirk sind es 1,3 und im Land NÖ 1,5).
  • 27% der Haushalte verfügen über keinen PKW (Bezirk und Land: 15%), nur 5% der Haushalte haben 3 oder mehr Autos (Land: 13%).
  • Einen Führerschein besitzen 78% der erwachsenen Bevölkerung (Bezirk 89%, Land 84%).

So viele Autos und AutofahrerInnen gibt´s als doch nicht in Mödling…

  • Aber: jeder Haushalt hat im Schnitt 1,7 Fahrräder, 17% haben sogar mehr als 4 Drahtesel.
  • Und: 35% der MödlingerInnen haben Zeitkarten für die Öffis! (Bezirk 24%, Land 18%)
  • Kern der Untersuchung ist die Darstellung des modal splits (Aufteilung der Wege auf die unterschiedlichen Verkehrsmittel):
    • 36% der Wege werden mit dem PKW zurück gelegt (Bezirk 63%, Land 64%). Wobei: 38% der Wege, die mit dem Auto gefahren werden, sind kürzer als 2,5km!
    • für 22% der Wege werden Bus oder Bahn benützt (17% im Bezirk, 13% im Land)
    • 27% der Wege werden zu Fuß gegangen (Bezirk 11%, Land 14%)
    • Mit dem Rad werden in Mödling 14% der Wege zurück gelegt (Bezirk und Land: 8%).

Besonders die letzten Werte sind beeindruckend. Mödling ist eine der Städte im Land NÖ mit dem höchsten Radanteil und muss sich auch österreichweit nicht verstecken (obwohl: Innsbruck, Salzburg und Bregenz haben mehr als 20% – da fehlt uns noch ein bißchen; aber Graz weist zur Zeit mit 18% nicht viel mehr aus, Baden hat 9% und Wien lediglich 7% Radanteil).

Die wichtigsten Aussagen geben Hoffnung ist sind ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Mödling ist eine Stadt, in der man sich schon relativ umweltfreundlich fortbewegt – zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bus/Bahn. Mödling ist im Vergleich mit vielen anderen Städten schon ziemlich weit. Und der Anteil des Autoverkehrs ist garnicht so hoch, wie oft behauptet.

Ich glaube, dass wir den eingeschlagenen Weg in Mödling weiter gehen sollen: wir werden im Rahmen der Möglichkeiten die Bedingungen für FußgängerInnen verbessern, weitere Routen für den Radverkehr schaffen und auch die Benutzung der Öffis noch einladender machen (in den nächsten Wochen werden 5 neue Wartehäuschen installiert). Alles mit dem Ziel, unsere Stadt für die Menschen und ihre Umwelt attraktiv zu machen bzw. zu erhalten. Und den einen oder die andere überzeugen, doch noch weniger als 36% der Wege mit dem Auto zurück zu legen.

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Am 7. Oktober ein Schritt zurück: die FuZo wurde für Autos geöffnet. Kein gutes Zeichen in einer Stadt, in der vorbildlich viele Menschen schon heute auf das Auto verzichten.

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Der Baustellensommer geht dem Ende entgegen - Teil 1

24.August 2016 in konkret

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Jasomirgottgasse – seit 24.8., 15.00h wieder Einbahn in Richtung Babenbergergasse

Heute Nachmittag wurden die Einbahnschilder entlang der Jasomirgottgasse umgedreht: ein erster Schritt in Richtung Normalität im Bereich Schillerstraße.

Diesen Sommer wurden in Mödling nach monatelanger Planung einige größere – und ein paar kleinere – Vorhaben umgesetzt. Es waren in jedem Fall massive Behinderungen für alle VerkehrsteilnehmerInnen: Fußgänger-, Radfahrer-, AutofahrerInnen und Busgäste. Aber bei der engen Strassensituation “gehen” größere Baustellen nur in der Ferienzeit und müssen ohne Spielraum vor dem ersten Schultag abgeschlossen sein.

Das größte Vorhaben war die Sanierung der Schillerstraße zwischen der Neusiedler- und der Badstraße. In diesem Bereich wurde nicht nur die Oberfläche erneuert, sondern wurden auch so gut wie sämtliche Leitungen unter der Oberfläche erneuert. Es gab nicht viel Spielraum für Änderungen, aber es wurden einige, speziell für FußgängerInnen relevante Verbesserungen vorgenommen:

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Die Auftrittsfläche an der Kreuzung Bad-/Schillerstraße vis-a-vis der Post konnte um ca. 1m in der Tiefe verbreitert werden, zudem wurde der Ampel-Mast zurück versetzt. (Das ist leicht geschrieben, war aber eine ganze Menge Arbeit – u.a. musste der zusätzliche Platz vom Eigentümer erworben werden).

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Die Ausfahrt aus dem großen Parkplatz wurde in Richtung Osten verlegt. Damit ist die Sicht insbes. auf den Gehsteig nun wesentlich verbessert – liegt nicht mehr direkt neben der Mauer des angrenzenden Grundstücks.

Bereits zum Ferienbeginn wurde die Kreuzung Grenzgasse / Gabrielerstraße – in Kooperation mit der Gemeinde Ma. Enzersdorf – umgestaltet. Dieser Bereich war in den vergangenen Monaten Schauplatz einiger größerer Unfälle und ist nun – hoffentlich – sicherer:

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Solche Bilder wird es nun hoffentlich nicht mehr geben (können).

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Durch einen Verschwenk des nach Westen (zum Bahnschranken) führenden Teils der Grenzgasse konnte die Haltelinie der “neuen” Gabrielerstraße weiter in die Krezung vorgezogen werden, sodass nun ausreichend Sicht gegeben sein sollte. Zudem wurden die Verkehrszeichen auch auf den Asphalt gemalt…

 

Aber es konnten auch einige kleinere Vorhaben umgesetzt werden:

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Die Krezung der Nebenfahrbahn am Bahnhofsplatz mit der Bachgasse wurde von der Oberfläche her saniert, aber auch farblich so gekennzeichnet, dass nun für Fußgänger- und RadfahrerInnen Klarheit darüber besteht, was Gehsteig und was Radweg ist.

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Die Gärtnergasse kann nun mit Rädern auch gegen die Einbahn befahren werden.

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Auch die Kurze Gasse und In den Krautgärten wurden für Radfahrende gegen die Einbahn geöffnet.

 

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Übrigens: das Radfahren gegen die EInbahn ist nach langjährigen Beobachtungen und Auswertungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit weniger gefährlich als das Fahren in der Einbahnrichtung. Grund ist, dass sich beide – Autofahrer in Einbahnrichtung und Radfahrer gegen die Einbahnrichtung – direkt in die Augen schauen, also sehen.

 

 

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Eine feine Schule an der Wild Coast

17.Juli 2016 in erfreulich, konkret

20160713081037Seit 2010 gibt es an der “Wild Coast”, 190 km südlich von Durban in der ärmsten Provinz Südafrikas – Eastern Cape – eine besondere Schule: in einer Gegend größter Armut und Hoffnungslosigkeit hat eine österreichische Initiative begonnen, eine Schule zu errichten, die den Kindern Lernen wie in den – guten – Privatschulen Südafrikas ermöglicht und ihnen damit Perspektiven für ihr Leben eröffnet, die ihnen sonst verschlossen blieben.

Wie auch in der ersten “Ithuba”-Schule bei Johannesburg wird auch die Schule an der Wild Coast Stück für Stück, also Klasse für Klasse von StudentInnen verschiedener Architekturfakultäten in Österreich und Deutschland geplant und dann gemeinsam mit lokalen Arbeitskräften vor Ort errichtet. Alle Student- und LehrerInnen kommen für Fahrt und Aufenthalt selbst auf.

Heuer – und zwar gerade jetzt im Juli – sind Schüler- und LehrerInnen aus der Mödlinger HTL vor Ort und sind dabei, einen dringend erforderlichen Sanitärtrakt zu bauen. Und weil die Arbeit optimal ablief, blieb auch noch Zeit für den Rohbau von zwei weiteren Klassengebäuden. Gebaut wird unter für österreichische Verhältnisse ungewöhnlichen Bedingungen: Wasser gibt es in begrenzter Menge aus Tanks, der Strom fällt öfter einmal aus und das Baumaterial muss über abenteuerliche Wege von weit her transportiert werden. Das erfordert ein hohes Maß an Improvisation – und gibt den Beteiligten die Chace, unbezahlbare Erfahrungen zu sammeln. Auf der Baustelle wird mit Arbeitern aus der Umgebung alles geteilt: die Aufgabe, das Material – und die Verpflegung (das Essen auf der Baustelle wird von Frauen aus dem Dorf für alle gekocht).

Ich durfte heuer eine Woche bei der Arbeit mithelfen: ein wirkliches Erlebnis! Und bevor ich vergesse, darauf hinzuweisen: ich bin stolz darauf, dass unser Land solche Projekte hervorbringt und bin besonders stolz darauf, dass “unsere” HTL sich in einer beeindruckenden Weise auf Baustellen am anderen Ende der Welt bewährt; SchülerInnen und LehrerInnen, die freiwillig, dafür aber mit großem Einsatz mitwirken, dass das Projekt, die Schule an der Wild Coast in Südafrika weiter wächst und Kindern die Chance  auf eine gute Ausbildung und damit bessere Perspektiven ermöglicht.

In Zeiten wie diesen eine seltene, sehr positive Geschichte!

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Die neuen VOR-Tarife

19.Juni 2016 in konkret, vermischt

IMG_8171Lange wurde gemutmaßt, wurde gemunkelt, vermutet. Man wußte, dass der VOR an einer Tarifreform arbeitet. (Und man wußte, dass die bisherige Kernzonenregelung nicht optimal war). Lange war eine “Wabenlösung” in Diskussion, die kleinere Zellen zur Berechnung der Fahrpreise vorsehen würde. Wir GRÜNE haben in diesen Debatten immer eine Lösung forciert – so einfach wie möglich – die den ÖV attraktiver machen sollte: ab besten wäre es (gewesen) die 1. Außenzone in die Wiener Kernzone einzugliedern. Das wäre ein deutliches Angebot an die PendlerInnen gewesen, auf die Öffis umzusteigen.

OK. Jetzt liegt die Tarifreform am Tisch und wird überdies schon am 7. Juli in Kraft treten. Keine lange Zeit, sich umzustellen. Aber, was das wichtigste (und traurigste) ist: ich sehe keine Einladung an die Menschen der Region, in Zukunft mehr mit den Öffis zu fahren.

Die Details der neuen Regelung finden Sie unter www.vor.at.

Das neue System ist “einfach”, fair”, “flexibel”, “praktisch” und “bewährt” – schreibt der VOR. Tatsächlich zahlt man/frau in Hinkunft nach der tatsächlich gefahrenen Strecke. Das bedeutet, dass man/frau bei jedem Kauf einer Fahrkarte (egal ob für eine Einzelfahrt, ein Tagesticket, eine Wochen-/Monats- oder Jahreskarte) die Strecke angeben muss. Ich hoffe, dass das praktisch machbar ist…
Aber Achtung: mit einer Fahrkarte kann man ein sogenanntes “Persönliches Netz” nutzen, also eine Reihe von Bus- und Bahnlinien zwischen den angegebenen Zielen. Achten Sie darauf, welches “persönliche Netz” Ihnen vorgeschlagen wird. (Beispiel: wenn Sie “Wien bis Laxenburg” angeben, haben Sie einen deutlich geringeren Spielraum, als wenn Sie “Wien nach Mödling” angeben, obwohl beide Varianten gleich viel kosten und Sie mit beiden nach Laxenburg kommen). Es zahlt sich aus, ein bißchen zu probieren!

Über die publizierten Infos hinaus gibt es ein paar “Geheimnisse”, die für die Öffi-FahrerInnen wichtig sein könnten. Inbesondere das Nebeneinander der Wiener Kernzone und des restlichen VOR-Gebietes macht die richtigen Entscheidungen für die Fahrgäste nicht einfacher.

Hier ein paar Tips aus dem Blickwinkel eines Mödlinger Fahrgastes:

  • Für sämtliche Busse im Stadtbereich – nicht nur den Citybus! – gibt es seit Jahren einen Ortstarif (€1,10 pro Fahrt, €2,20 für die Tageskarte). Im neuen VOR-Tarifsystem gibt es den Ortstarif weiter. Aber für Senioren und Menschen mit Behinderungen ist die Eizelkarte (€1,-) und auch die Tageskarte (€2,-) billiger als mit dem Ortstarif! [besser als bisher]
  • Für die Fahrt nach Wien brauchen Sie eine Karte von Mödling bis zur Stadtgrenze und dann eine Karte für die Kernzone. Die Karte bis zur Stadtgrenze hat bisher €415,- gekostet; die wird nun €418,- kosten. Das ginge noch. In dem neuen “persönlichen Netz” kann man mit dieser Karte praktisch die ganze bisherige 260-Zone befahren – u.z. inkl. der Busse [besser als bisher].
    Tip: wenn Sie nach Liesing fahren wollen (oder nach Wien und für die Kernzone eine Karte haben), geben Sie von Mödling als Ziel besser “Wien Kernzonengrenze” statt “Liesing” ein, dann erweitert sich Ihr Spielraum in der “Außenzone” beträchtlich: Sie können mit einer solchen (z.B. Jahres-)Karte auch nach Schwechat oder Purkersdorf fahren. [besser als bisher]
  • Für die Fahrt nach Wien haben viele die Überlappungsbereiche genutzt (mit einer Karte für die Zone 260 konnte man bis zum Hauptbahnhof fahren). Die Überlappungsbreiche gibt es nicht mehr [schlechter als bisher]. Wenn Sie aber keine Straßen-/U-Bahn und auch keinen Bus in Wien, also keine Leistung der Wiener Linien in Anspruch nehmen wollen, sondern am Netz der ÖBB bleiben (Regionalzug, S-Bahn) brauchen Sie keine Kernzone für Wien zu bezahlen, sondern können WIEN REGIONAL buchen. Das ist zwar um €120,- für die Jahreskarte teurer als bisher (260+Überlappung) [schlechter als bisher], aber dafür können Sie mit WIEN REGIONAL das gesamte ÖBB-Netz in Wien nutzen (zB bis zum Praterstern oder Floridsdorf).
  • Eine wesentliche Einschränkung ist das Wegfallen der Streifen- und Vorverkaufskarten außerhalb von Wien [viel schlechter als bisher] (Achtung: in Wien gibt es nach wie vor sowohl Streifen- als auch Vorverkaufskarten!). Einzelfahrten gelten am Tag des Kaufs oder an dem Tag, der beim Kauf angegeben wurde. Die Entwerter werden zum Jahresende 2016 außerhalb von Wien sämtlich abgebaut! Streifenkarten können noch bis Ende 2016 genutzt werden.
    Achtung: für Menschen, die selten fahren, bedeutet es, dass am Tag der Fahrt ein Fahrschein gekauft werden muss. Das geht zwar auch im Internet, aber wer keinen Zugang zum WEB hat oder sich damit schwer tut, muss zu einem Automaten oder zum Kassenschalter [viel schlechter als bisher].
  • Unklar ist, wo eine Streifenkarte der Wiener Linien entwertet werden muss, wenn man aus Mödling nach Wien fährt: von Mödling bis zur Kernzonengrenze hat man sich eine Fahrkarte am Bahnhof gekauft, für Wien hat man aber die (praktische) Streifenkarte. Im Zug gibt es keine Entwerter und man wird doch wohl nicht in Liesing aus dem Zug springen und die Streifen entwerten… (Das wurde vom VOR offensichtlich nicht bedacht).
  • Das Land NÖ hat versprochen, “Härten” aufzugleichen. Es geht um Verteuerungen im Vergleich zu bisher um mehr als €120,- bei der Jahreskarte. Ein entsprechender Antrag ist beim VOR einzubringen.

Insgesamt scheint das neue System natürlich gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man einmal seine Jahreskarte gekauft hat, hat man wohl keine Probleme. (Für NutzerInnen der bisherigen Überlappungsbereiche wird´s allerdings teurer). Ein echtes Problem sind aber die fehlenden Vorverkaufsfahrkarten: das bewirkt, dass man jede einzelne Fahrkarte gesondert kaufen muss. Das ist ein echtes Problem, v.a. für ältere Menschen.

Und schade ist, dass eine Gelegenheit vertan wurde, das System wirklich einladender zu machen: das €365-Jahresticket in Wien hat Hunderttausende zu den Öffis gebracht. Das wäre auch bei dieser VOR-Reform möglich gewesen…

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Das Leben geht weiter!

25.Mai 2016 in erfreulich, konkret

In den Tagen vor der – letztlich sehr erfreulichen – Wahl des Bundespräsidenten wurden endlich die neuen Radständer für den Bahnhofsvorplatz geliefert und montiert.

20160523_121307Es sind 33 Anlehnbügel (“Wiener Bügel”), die sowohl vom Standpunkt der Sicherheit als auch der Handhabung die beste Lösung sind. Die 33 Bügel bieten somit 66 Rädern Platz unter dem Dach in den Bereichen, wo bis vor ein paar Monaten die Waggons gestanden sind. Wir haben uns bemüht, die Radständer so aufzustellen, dass sie den auf Busse Wartenden nicht im Weg sind – ich hoffe, das ist so gelungen. Wir werden die nächsten Wochen hindurch beobachten, ob die alten und eigentlich unbrauchbaren Radständer noch genutzt werden; wenn nicht, werden wir diese Relikte aus einer fahrradfeindlichen Zeit abbauen.

20160523_121248Mödling und sein Bahnhof sind einer der wenigen Teilnehmer bei einem Pilot-Projekt “Bahnhof 2.0″, bei dem es um die fußläufige und radfreundliche Ausstattung von Bahnhöfen geht. Im Zug dieses Projekts werden in den nächsten Monaten konkrete Vorschläge für Fahrradboxen, Schließfächer (für Helme etc.) und auch für kostenpflichtige, aber speziell abgesicherte Stellplätze ausgearbeitet werden. Es soll für alle Bedürfnisse vorgesorgt werden.

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VdB for President

10.April 2016 in konkret

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Alexander Van der Bellen im Kreis seiner Mödlinger FreundInnen

Donnerstag, 7. April 2016: Alexander Van der Bellen kommt zu seinem einzigen öffentlichen Auftritt in Niederösterreich nach Mödling. Als location haben wir den Biomarkt “PLAN Bio” ausgewählt – auch weil die BesitzerInnen, Johanna Alff und Markus Hubegger sich auf diesen besonderen Betriebsbesuch gefreut haben.

Es wurde eine Stunde für die Medien:
Der ORF war da, der Standard auch, viele Zeitungen, aber auch Jugendgruppen und das Jugendrotkreuz.

Die Stimmung war gut und entspannt: ich denk, so eine Aura umgibt einen, der tatsächlich Präsident werden kann…

 

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Die GRÜNE Radbörse 2016: ein voller Erfolg!

3.April 2016 in erfreulich, konkret

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Das Team vor dem großen Ansturm

Bei insgesamt sehr schönem Wetter haben wir am 2. April die 8. Radbörse organisiert und durchgeführt.

Und sie war ein großer Erfolg!

Mehr als 160 (alte) Räder wurden gebracht und 90 von ihnen fanden ein neues Zuhause. Und ärgste Wehwehchen konnten von den beiden Radmechnikern schon vor Ort behoben werden.

10% vom Verkaufspreis wurden für einen sozialen Zweck einbehalten: heuer können wir somit €1.008,- an das Mödlinger Frauenhaus übergeben.

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20160402_110035Resumee: alles Organisatorische hat funktioniert, kein Rad kam abhanden, kein Rad blieb über, viele Räder kommen nun neu auf die Strassen. Und die Stimmung an diesem Tag war (wieder) ausgezeichnet. Ein schöner und sinnvoller Tag für die Mödlinger RadfahrerInnen :-)

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