Wir sind Regierung!

5.Januar 2020 in erfreulich, GRÜN, herausfordernd, interessant, persönlich

Das Ergebnis

Es war ein wirklich spannender Tag in Salzburg – und ein im besten Sinn politischer.

Der Bundeskongress der GRÜNEN hatte über das in den Wochen davor mit der ÖVP ausgehandelte Regierungsübereinkommen zu befinden.

Und die Art und Weise, wie wir an dem Tag debattiert haben, war wirklich echt GRÜN.

Am Vormittag standen die Verhandler*innen allen Teilnehmer*innen am BuKo für Fragen zum Übereinkommen zur Verfügung: das war nicht nur konsensual, sondern manchmal durchaus auch kontroversiell. Aber an allen Tischen wurde in Ruhe und sachlich diskutiert.

Am Nachmittag dann der eigentliche Bundekongress mit der Rede von Werner Kogler und den anderen Verhandler*innen.

Danach die Debatte mit mehr als 50 Beiträgen. Auch die nicht nur positiv.

Und letztlich die Abstimmung mit einem doch sehr deutlichen Votum.
Das ganze Procedere gibt´s so nur bei den GRÜNEN: breite und offene Diskussionen als Grundlage für eine freie Entscheidung der Delegiert*innen.

Und jetzt sind wir erstmals Teil einer Bundesregierung.

Für einen, der seit fast 10 Jahren – ebenfalls gemeinsam mit der ÖVP – eine kleine Stadt regiert, hat der gestrige Tag etwas ganz Besonderes: nicht, dass das in irgendeiner Art vergleichbar wäre. Die Herausforderungen zur Führung von Ministerien werden riesig sein – und auch die Erwartungen und die öffentliche Präsenz und damit die Kontrolle werden sehr anspruchsvoll sein.

Aber ähnlich ist, dass man sich auf eine Zusammenarbeit mit einer anderen Partei einlassen, dass man Kompromisse und eine gemeinsame Sprache finden muss. Das ist für mich der innerste Kern der Demokratie (mit einer absoluten Mehrheit regieren kann man vergleichsweise leicht). Und das ist die unumgängliche Voraussetzung, Anliegen umsetzen zu können und zu gestalten. Das ist nicht einfach: das gestern beschlossene Regierungsübereinkommen ist – weiß Gott – gespickt mit Punkten, die wir eigentlich nicht wollen. Noch ungleich viel mehr, als auf lokaler Ebene.

Aber das ist die Kunst, trotzdem einen gemeinsamen Weg zu finden.

Hier in Mödling machen wir das seit 10 Jahren – mit nicht so schlechtem Erfolg, denk ich.

Ich wünsche Werner Kogler, Leonore Gewessler, Alma Zadic, Rudi Anschober und Ulrike Lunacek viel Kraft, gute Nerven und alles Gute für die große Aufgabe, in Österreich die Weichen in Richtung Klimaschutz zu stellen. Für uns bedeutet Klimaschutz nicht Verzicht, sondern die Umstellung des Lebens und der Wirtschaft in eine umweltverträgliche Richtung und das nützt und verbessert das Leben von allen.

Zum Ende war noch – kurze – Zeit für ein Selfie mit dem ersten GRÜNEN Vizekanzler (und den Mödlinger GRÜNEN, die an diesem denkwürdigen Tag in Salzburg dabei waren).



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Weihnachten 2019

24.Dezember 2019 in persönlich

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Gedenken an das Novemberpogrom

10.November 2019 in dramatisch, gestern & heute, persönlich

Am Abend des 9. November fanden sich Verantwortliche der Stadt und viele Bürger*innen, darunter eine größere Gruppe von Konfirmant*innen der evangelischen Pfarre beim Denkmal der ehemaligen Synagoge zu einem Gedenken ein.

c Willy Kraus
Neben mir StR Schimanova, GR Wildeis, GR.in Mayer, GR.in Drechsler, Alt-Bürgermeister Burg
c Willy Kraus

Hier mein Beitrag:

Bürger*innen – wir – treffen sich jedes Jahr am selben Tag – heute – im Gedenken an den 9. November 1938. Heute vor 81 Jahren brannte die Synagoge auch in Mödling als Symbol jüdischen Lebens auch in dieser Stadt.

Die Führung der Nazi-Partei inszenierte das Novemberpogrom als Test für die Bevölkerung: wie weit sie das Drangsalieren / Bestehlen der jüdischen Nachbarn mit zu tragen bereit und sogar für mehr „zu haben“ ist, für die Vernichtung / Ermordung der Juden im Land.

Wir müssen mit Scham erkennen, dass große Teile der Bevölkerung – auch in unserer Stadt – diesen Test mit Bravour bestanden haben: die Synagoge brannte unter Johlen + Klatschen von Menschen, unseren Ur-Großeltern.

Wenn wir uns in den vergangenen Jahren hier beim 2003 errichteten Denkmal für die Synagoge trafen, so taten wir das immer in der Verpflichtung der Erinnerung an die Opfer, uns unserer Geschichte stellen müssen, uns an die unfassbaren Verbrechen erinnern zu müssen, die vor 3 Generationen auch hier an dieser Stelle an Mitmenschen begangen wurden.

Wir schlossen immer wieder mit dem Appell „NIEMALS WIEDER“. Aber seien wir ehrlich: wir taten das mit einem Gefühl, wie „ja eh“. Natürlich. Aber mit dem Gefühl: das Kapitel ist geschlossen.

Heute müssen wir fassungslos erkennen, dass der Antisemitismus wieder eine aktuelle und reale Bedrohung darstellt: Anschläge in Halle, in Pittsburgh, in Frankreich gegen Jüdinnen und Juden; immer dreisterer Hass im Netz. In unserem Land singen erwachsene – und meist akademisch gebildete Männer – Lieder zum Lob für Adolf Hitler und mit Schmähungen und Verhöhnungen gegen „die Juden“ und bleiben im Amt und Würden.

Das „World Jewish Council“ hat unlängst eine Studie veröffentlicht, nach der 27% der Deutschen für Antisemitismus empfänglich sind. Und das wird bei uns bestensfalls nicht anders sein.

Wir müssen erkennen, dass der Antisemitismus nie weg war – er war nur aus schlechtem Gewissen versteckt. Und dieses Gewissen scheint zu verschwinden. In einer Zeit, in der es nicht allen Menschen gut geht, aber doch unvergleichlich besser als in den 30er-Jahren. Der Gedanke, was wäre, wenn heute in Deutschland – wie 1932 – 5,6 Mio. arbeitslos wären und die noch dazu zum großen Teil ausgesteuert, lässt einen erschrecken.

Ich muss gestehen, mich machen diese Entwicklungen fassungslos. Ich bin aufgewachsen und habe bisher gelebt in dem festen Glauben, dass die Verbrechen in der Zeit des NSso ungeheuerlich waren und das Wissen darüber so allgegenwärtig, dass sich diese Form von Denken für immer selbst disqualifiziert hat.

Ich glaube, wir müssen uns darüber klar werden, dass wir an Tagen wie dem 9. November nicht nur über Geschichte reden, sondern dass es HEUTE wieder um die Art und Weise des Zusammenlebens in unserem / unseren Ländern geht. Wir brauchen Mut und Konsequenz. Und wir brauchen sie „rechtzeitig“ (VdB). Wir sind gefordert, antisemitischem Denken und Reden überall entgegen zu treten. Im Wirtshaus, wenn im Suff „Treue als Ehre“ gepriesen wird – so lange man für eine Kritik nur eine blöde Antwort zu gewärtigen hat. Auch auf der politischen Ebene: bitte versucht nicht, mit solchen Leuten einen Teil des Weges gemeinsam zu gehen.

Ich versuch den Appell wieder mit einer aktuellen Betonung: „NIEMALS WIEDER!“

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Mö Mö !

3.März 2019 in persönlich

Mit freundlicher Unterstützung von „Blumen Christine“, Mödling

OK. Wir GRÜNE hatten nicht immer ein ungetrübtes Verhältnis zum Mödlinger Fasching.

Das organisierte Lustigsein ist das eine, aber da waren auch viele Jahre ziemlich „tiefe“ Events mit Witzen, für die der Begriff „politisch unkorrekt“ erst erfunden werden musste. Und jahrelang wurde beim Faschingsumzug von den Traktoranhängern Wein (oder etwas ähnliches) aus Schläuchen in die Menge gespritzt: total lustig…

Aber ich muss ehrlich sagen: zum einen ist das Niveau deutlich gestiegen, bemühen sich die Verantwortlichen im Mödlinger Förderungsverein wirklich und – mit den Jahren lernt man auch viele Leute kennen, die beim Fasching mitwirken. Und man beginnt, ihre Arbeit zu schätzen.

Ein gewisses Maß an Prominenz ist selbstverständlich beim Mödlinger Fasching: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Hans Stefan Hintner und LH-StV. Franz Schnabl (c Mayer-Cech).

Und letztlich geht es mit zunehmender Verantwortung in der und für die Stadt nicht mehr leicht, sich von Veranstaltungen fern zu halten, die für viele BürgerInnen unserer Stadt wichtig sind.

Und so haben wir uns zunehmend beim Fasching gezeigt – und in unterschiedlicher Weise eingebracht. Ich habe vor Jahren mit Christine Katzenberger („Blumen Christine“) in der Mödlinger FuZo diskutiert, ob ein „grünes“ Kostüm möglich wäre – also mit Affinität zu uns GRÜNEN (und ein bißchen etwas Besonderes).

Es war ihre Idee, einen groben Jutestoff als Umhang zu verwenden und ihn mit Grünem zu behängen. Und so machen wir das jetzt schon viele Jahre: jedes Jahr Unikate mit echten Pflanzen. Auch so etwas wie eine Message gegen Polyesther-Gewänder…

Ich find es nett, gemeinsam und irgendwie speziell aufzutreten

Heuer war das Wetter optimal: warm und wenig Wind. Und so war der heurige Faschingsumzug eine insgesamt sehr nette und angenehme Veranstaltung. Wer dabei war, kann das – sicher – bestätigen!

In Summe werden wohl wieder an die 50.000 Menschen den Faschingsumzug besucht haben.

Eines möchte ich noch besonders betonen:

Nach einem solchen Massenevent bleibt eine Unmenge Müll auf der Straße zurück 🙁

Aber die Mödlinger Straßenreinigung ist mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz und schon kurz nach dem letzten Teilnehmer ist alles wieder sauber. Vielen Dank an die KollegInnen vom Wirtschaftshof!

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Ein gutes Neues Jahr!

31.Dezember 2018 in persönlich

Alles Gute uns allen im Neuen Jahr!

Ich weiß schon: der Pessimismus ist allgegenwärtig. Auf der politischen Ebene sowieso. Aber auch insgesamt. Es ist insgesamt so ein Gefühl des umsichgreifenden Total-Egoismus, der einem Angst macht.

Heute hat die seit Jahren pensionierte Kellnerin im Stammlokal, die jetzt nur noch hie und da aushilft, geklagt, dass die Leute „unpackbar“ anmaßend seinen. „In dem Klima hätte ich keine 50 Jahre im Wirtshaus ausgehalten“, sagt sie.

Was braucht es, um wieder mehr Gefühl für die Umgebung, die Nachbarn, die Gemeinschaft zu bekommen?

Ist es das Handy / das Facebook / „die Zeit“, die das Menschliche in uns verschwinden lässt?

Aber wo ein Trend, entsteht auch Gegenläufiges.

Wollen wir für das beginnende Jahr hoffen (und unseren Teil dazu beitragen!), dass es wieder Grund zu Hofnung gibt; dass wir die Stimmung ein Stück weit drehen können; dass wieder mehr darüber nachgedacht wird, was für uns alle – gemeinsam – und für die Zukunft gut und wichtig ist. Und nicht, wie jedeR alleine – und sei es auch auf Kosten der anderen – am schnellsten ans Ziel kommt.

Hoffen wir, dass uns das Neue Jahr positiv überrascht!

In dem Sinn also mit Optimismus in´s Neue Jahr!

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Schöne Weihnachten Euch allen!

23.Dezember 2018 in persönlich

Ich stell ein Foto in den Weihnachts-Blog-Eintrag ohne Tanne oder Weihnachtsmann. Es sind Räder am Rad der Demo am 15. Dezember in Wien.

Und ganz bewusst mit diesem Bild wünsch ich Euch / Ihnen allen ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise Eurer Familien und/oder Freunde und einen positiven Ausblick ins kommende Jahr.

Obwohl, gerade der Optimismus ist so eine Sache: ich fürchte, wir müssen etwas dazu tun, dass der Ausblick in die Zukunft Hoffnung verspricht. Ich will jetzt knapp vor Weihnachten nicht alles in Erinnerung rufen, was genügend Grund zu Pessimismus, ja fast schon Verzeiflung ist. Aber das gemeinsame Auftreten mit vielen anderen, denen es genauso geht, hilft sehr!

Ich hoffe, dass es uns gelingen möge, gemeinsam die dunkeln Wolken zu vertreiben, die unseren Horizont verdunkeln…

P.S.: ein kleines Weihnachtsgeschenk an die RadfahrerInnen in Mödling gibt es – die neue Radabstellanlage beim Bahnhof.

Die Beleuchtung wird nach Weihnachten installiert.

 

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Autofreier Tag & Wetterunbill: wie weiter?

23.September 2018 in ärgerlich, persönlich, vermischt

Der Infostand von „OpenDoor Mödling“, einem tollen Projekt, im Rahmen dessen viele Winkel der Stadt für einen Tag öffentlich zugänglich gemacht werden. Im Hintergrund die Fahrradtaxis, die man für die Fahrt zu diesen Plätzen nutzen konnte.

Am Samstag, den 22. September war – wieder – AutofreierTag. Nicht nur in Mödling, sondern europaweit.

Wir in Mödling hatten wieder ein breites Programm zusammen gestellt: viel Information über die wichtigsten (Verkehrs-)Planungsvorhaben verbunden mit Musik, einem bunten Mix an Verkaufsständen, spannende Attraktionen für Kinder und Jugendliche – und natürlich die mit 200m längste Frühstückstafel, die von Mödlinger GastronomInnen „versorgt“ werden sollte.

Sollte.

Denn während am Freitag, am Tag davor, ungetrübt blauer Himmel und Temperaturen wie – früher – im Hochsommer die SonnenanbeterInnen erfreuten, habe ich als Verantwortlicher das Fest zum Autofreien Tag abgesagt. Denn alle verfügbaren Wetterberichte sagten für die kommende Nacht einen „dramatischen“ Wetterumsturz voraus und viele der an dem Straßenfest Beteiligten ersuchten um eine frühzeitige Entscheidung – also am Freitag vormittags.

Es hat dann tatsächlich geregnet – bis ca. 8 Uhr. Der Aufbau in der Hauptstraße hätte um 7 Uhr beginnen sollen. Also hätte ich auch noch am Samstag um 7 Uhr für Absage entschieden.

Tatsächlich war es dann den restlichen Tag über trocken, zwar ziemlich kühl und windig, aber das Fest wäre wahrscheinlich machbar gewesen. Allerdings nicht sehr gemütlich…

Übrig geblieben vom Autofreien Tag sind nur die FAXIs, die Fahrradtaxis, die InteressentInnen zu den Orten des OpenDoor-Projekts geführt haben. (Immerhin).

Ich werde in den nächsten Tagen und Wochen mit allen, denen dieses Mobilitätsfest ein Anliegen ist, darüber diskutieren, wie wir in Zukunft vorgehen sollen: wollen wir einen Ersatztermin für Schlechtwetter vorsehen (mit dem Risiko, dann aus der europaweiten Koordination herauszufallen)? Oder wollen wir Aktionen setzen, die – abseits des Fests – die Mobilität im Umweltverbund propagieren können? Eine Woche Busse zum Nulltarif, zum Beispiel?

Schreiben Sie mir Ihre Ideen! Ich werde sie gern in die Überlegungen miteinbeziehen.

 

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Flohmarkt der FAIRteiler: wieder ein mega-Erfolg

15.September 2018 in erfreulich, konkret, persönlich

Heute, am 15. September haben Elisabeth Engel und ihre FreundInnen wie jedes Jahr ihren Charity-Flohmarkt am Mödlinger Schrannenplatz veranstaltet. Alle angebotenen Gegenstände und Kleidungsstücke wurden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Ergebnis = €3.319,-

Der gespendete Betrag kommt dem Projekt OMO CHILDREN Ethiopia zu Gute, einem Kinderprojekt in einer besonders armen Region in Äthiopien.

Danke Elisabeth und allen, die mitgeholfen und die gespendet haben (Waren, aber auch Geld).

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Radfahren am Marchfelder Kanal

5.August 2018 in interessant, persönlich

Vergangene Woche hab ich mit zwei Freunden den Radweg am Marchfeldkanal befahren.

OK: es war gefühlt der heisseste Tag des Jahres, aber trotzdem schön 🙂

Dieser Radweg führt im Norden am Rand von Wien in Richtung und schließlich quer durch das Marchfeld. Obwohl er so nahe liegt und bequem erreichbar ist, kennt ihn kaum jemand. Das ist merkwürdig – und schade, denn es ist eine über weite Strecken sehr beeindruckende Tour.

Das Marchfeldkanalsystem wurde in den Jahren 1986 bis 2004 errichtet um die wasserwirtschaftliche und naturräumliche Situation in der Region Marchfeld zu verbessern. Dazu gehören die langfristige Sicherung der Wasserversorgung, die Steigerung der Wasserqualität, die Verbesserung des Hochwasserschutzes und die Revitalisierung der Fließgewässer. Im Kern besteht das Marchfeldkanalsystem aus einem neu geschaffenen Gewässernetz, mit dem Donauwasser in das Marchfeld geführt wird. Durch die naturnahe Bauweise gilt das Projekt als gelungene Verbindung wasserwirtschaftlicher, ökologischer und touristischer Zielsetzungen.

Q: Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal

Der Radweg beginnt in Langenzersdorf gleich beim Bahnhof (an der Strecke nach Stockerau) und endet beim Schloß Hof nach 62km. Wir sind – auch wegen der Hitze – nach ca. 45km nach Süden in Rictung Hainburg abgebogen und von dort bequem mit dem Zug wieder nach Wien gefahren.

Im letzten Drittel gibt es nämlich einige Umleitungen, sodass man zur Zeit über weite Strecken nicht mehr am Kanal entlang fahren kann und auf (Neben-)Straßen ausweichen muss. Da sind wir dann gleich abgebogen.

Insgesamt waren es dann von Langenzersdorf bis Hainburg knapp 75km.

Der Marcheldkanal wurde im Zug der Errichtung des Kraftwerks Freudenau gebaut, um dessen Wirkungen auf das Grundwasser im Marchfeld zu kompensieren.

Beeindruckend ist aber die naturnahe Gestaltung dieses eigentlich modernen Bauwerks. Jedenfalls in der westlichen Hälfte des Kanals ist er eingebettet in eine wunderschöne, bunte (und ruhige) Uferlandschaft. Wenn´s dann mehr ins Innere des Marchfelds geht, wird´s dann ein bißl eintöniger. Aber es ist auch interessant, einmal das Marchfeld langsam zu durchqueren.

Der industrielle Charakter der Landwirtschaft im Marchfeld bleibt nicht verborgen…

Das Bahnhofsgebäude steht noch, während die Gleise schon lange nicht mehr vorhanden sind.

Von hier aus ist Kaiser Karl am 23. März 1919 – das letzte Mal im Hofzug – in die Schweiz ausgereist. (Die Nationalversammlung hat ihn später formell des Landes verwiesen).

 

Abseits des Marchfeld-Radwegs: ein Blick von der Donaubrücke in die Hainburger Au…

… und auf die Donau selbst (mit Niedrigwasser).

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Fotos im Biosphärenpark Wienerwald

16.Mai 2018 in konkret, persönlich

Eine kleine persönliche Geschichte:

Ich fotografiere – so weit ich halt dazu komm´ und sicher recht amateurhaft. Aber mit viel Freude…

Vor ein paar Monaten gab es eine Ausschreibung für einen Fotowettbewerb durch den Biosphärenpark Wienerwald.

Mit dem Foto vom Liechtensteinischen Amphitheater in Ma. Enzersdorf hab ich eine Kategorie gewonnen.

Preis war eine Fotoworkshop mit einem der besten Natur-Fotografen Österreichs, mit Marc Graf, der auch bei dem sensationellen Projekt „Wiener Wildnis“ mitgearbeitet hat.

Mit Marc waren wir (5 Preisträger) u.a. auf der Perchtoldsdorfer Heide und haben versucht, seine Tips umzusetzen.

Ein paar Beispiele:

Der Workshop war sehr interessant, informativ und spannend.

Aber vor allem: beim Fotografieren sieht man erst, wie schön die Landschaft bei uns ist!

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