GRÜNE Sorgen - und kein Ausweg ?

2.Juli 2017 in GRÜN, heikel, persönlich, sehr ärgerlich

GRÜN in Bewegung

GRÜN in Bewegung

Jetzt ist gerade eine Woche seit dem GRÜNEN Bundeskongress vergangen und es ist Zeit, die Gedanken ein bißl zu sortieren.

Vorweg: ich bin sehr traugig und irritiert über die Entwicklungen und Entscheidungen bei den GRÜNEN auf Bundes- und Landesebene seit einigen Monaten. Nach der Wahl zum Bundespräsidenten, in der wir gezeigt haben, dass wir Bewegungen initiieren und in weiten Bereichen der Bevölkerung Wirkung erzielen können, sind bei manchen vielleicht die Bäume schon in den Himmel gewachsen und sie haben GRÜNE als fixen Teil einer neuen Bundesregierung gesehen. Aber nicht nur ist es nicht gelungen, die Dynamik der VdB-Wahlbewegung mitzunehmen – im Gegenteil. Das ganze Jahr 2017 ist für uns GRÜNE eine einzige Katastrophe. Und alles, was es an Positivem zu berichten gäbe, geht völlig unter: Ökostromnovelle, zB; Bildungsreform; U-Ausschuss zum Eurofighter (wenn etwas heraus kommt). Und nicht zu vergessen, was in vielen Bereichen lokal und regional erarbeitet und erreicht wird. Ich glaub´, dass wir hier in Mödling nach wie vor eine gute Arbeit machen und viel Zuspruch haben, aber natürlich macht uns die allgemeine Stimmung sehr zu schaffen: ich werde in Mödling ununterbrochen auf Peter Pilz angesprochen.

Was sich in allen heiklen Fragen dieses Jahres zeigt, dem Konflikt mit der Jugendorganisation und der Erstellung der Wahllisten auf Bundesebene, aber auch zu Jahresbeginn bei uns in NÖ, ist die Tatsache, dass die Auswirkungen der Entscheidungen auf die politische Stimmung völlig verkannt – unterschätzt – werden.

Auch aus einer Distanz zu den Gesprächen meine ich doch, dass die Art und Weise der Trennung von der GRÜNEN Jugend nicht in der maximal schädlichen Art und Weise erfolgen hätte müssen. Und auch die Abwahl von wichtigen Parlaments-Abgeordneten hätte anders gemanagt werden müssen (wenn die Strategen der Partei irgendwie ihrem Namen gerecht werden wollten). Dabei geht´s nicht nur um Peter Pilz (OK, der Konflikt mit ihm hat den größtmöglichen Schaden angerichtet); mir persönlich tut es um Bruno Rossmann noch mehr leid, einen ganz exzellenten Budgetexperten, der auch nicht mehr im Nationalrat vertreten sein wird.

Mehrere Entscheidungen der vergangenen Monate – und da gehört die Wahl der NÖ Landesliste dazu – erwecken den Eindruck, dass die GRÜNEN nicht (mehr) in der Lage oder willens sind, “schwierige” Menschen in ihren Reihen auszuhalten und dazu neigen, KandidatInnen zu bevorzugen, die in erster Linie loyal und unkompliziert sind. Wenn das stimmt, ist es ein bedenkliches Zeichen, denn ich glaube, dass die GRÜNEN eine so weit wie möglich offene Partei sein sollten, die – auch interne – Diskussion nicht nur zulassen, sondern im Gegenteil fördern sollten. Noch vor Jahren waren an der Erstellung von KandidatInnen-Listen auch Nicht-Parteimitglieder stimmberechtigt. Ob das immer optimal war, sei dahin gestellt, aber wir haben den Dialog auch mit Bürgerinitiativen gesucht – und natürlich auch in unseren Reihen NonkonformistInnen gehabt. Ich glaube, dass das Widerstreiten ein unverzichtbarer Teil der Identität der GRÜNEN ist!

Die GRÜNEN auf Disziplin zu trimmen und so zu glauben, Erfolg bei Wahlen zu haben, ist ein Irrglaube!
Denn es geht beim Werben um unsere Ideen in erster Linie um Authentizität, um Glaubwürdigkeit, darum, für die eigene Meinung einzustehen – und nicht nur um Taktieren um Regierungsbeteiligungen (und die damit verbundenen Jobs). Diese offensichtliche Taktiererei ist ja das, was den Menschen auch in Österreich so unendlich auf die Nerven geht: dieses gegenseitige Belauern, das Einbetonieren am Justament-Standpunkt, dieser “Kampf” um Zehntel-Prozente bei der nächsten Sonntags-Frage. Und ja: das Aufkündigen von Regierungsbündnissen, weil man sich kurzfristig Vorteile verspricht. Dieses Einengen auf eine Linie und deren taktische Verfolgung hat jetzt auch bei uns GRÜNEN Einzug gehalten – gerade zur Unzeit.

In Landes- und Bundeskongressen haben FunktionärInnen und Delegierte abgestimmt. Da gibt es natürlich unterschiedliche Informationsstände und da gibt es Vorschläge für Abstimmungsverhalten und natürlich – Absprachen. Dass jetzt einige meinen, diese Kongresse seien Ausdruck der Basis, die unvoreingenommen die Bewerbung der einzelnen KandidatInnen bewertet, ist eine Beleidigung der Intelligenz der EmpfängerInnen solcher Botschaften. Natürlich gibt´s eine Strategie auf solchen Versammlungen. Und die war sicher – nicht zum ersten Mal, nebenbei – Peter Pilz abzuwählen.

Ja: Peter Pilz ist ein ziemlicher Einzelkämpfer. Ja: er ist eine Diva und ich kenne niemand, der enger mit ihm zusammen gearbeitet hat, der ihn persönlich “aushält”. Und ich glaube auch, dass er seine Abwahl provoziert hat. Aber sein Name steht für vieles, wofür die GRÜNEN als Ganzes stehen. Er ist einer der profiliertesten Politiker Österreichs und er repäsentiert wie kein anderer die Bekämpfung der Korruption – eines unser “heiligen” Ziele. Er war mit seiner Art auch erfolgreich – wenn auch nicht immer so erfolgreich, wie er es verkauft hat. Aber auch, wenn das Geld für die Eurofighter noch nicht wieder an Österreich zurück geflossen ist (wie er es vor Jahren angekündigt hat): seine Recherchen und die entsprechende PR haben die Öffentlichkeit sensibel und hellhörig gemacht. Und alleine dafür gebührt ihm uneingeschränktes Lob.

Er ist ein Mensch, der mit unheimlicher Energie seine Positionen vertritt; der uneingeschränkt für seine “Message” steht; der glaubwürdig Politik als das vertritt, was sie ist: das Überzeugen von Menschen und für den genau diese Art von Politik offensichtlich auch Spaß macht. In diese Sinn war (und ist) Peter Pilz Vorbild für viele, vielleicht nicht nur bei den GRÜNEN.

Für uns in Mödling waren seine Beiträge meistens ein Ansporn und motivierend. (Zu) selten durften wir ihn in Mödling begrüßen, haben seine Besuche aber als politische Highlights immer sehr genossen.

Ob das sympathisch ist, was er jetzt andenkt, selbst und außerhalb der GRÜNEN zu kandidieren? Die StrategInnen der Partei hätten eine solche Reaktion jedenfalls vorher sehen müssen. Und auch den Schaden für die GRÜNEN. Das haben sie nicht getan, sondern ihre Linie durchgezogen. Der Eindruck in der Öffentlichkeit ist – 3 Monate vor der Wahl – verheerend. Und die GRÜNEN vor Ort – zum Beispiel in Mödling – sehen sich ratlos, obwohl sie sich eigentlich auf eine Wahlwerbung vorbereiten sollten. Aber zur Zeit steht der Motivationsbarometer ganz auf “Tief”.

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Prost …

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Dieter Brosz und Peter Pilz in Mödling.

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Ein paar Tage was Anderes sehen

9.April 2017 in persönlich

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Auch das ist Grado (oder zumindest die Umgebung): Naturschutzgebiet an der Isonzo-Mündung

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Und das kaum mehr als 500km von Mödling entfernt

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Das ist schon eher das gewohnte Bild von Grado

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Vor Beginn des großen Wahnsinns

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“Hafen” im Naturschutzgebiet

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St. Euphemia

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Offenbar wenige Autos

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Es gibt auch ganz, ganz ruhige Ecken in der Umgebung von Grado

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Und RadfahrerInnen gibt´s genug :-)

 

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Fotografieren im hohen Norden ...

21.Januar 2017 in interessant, persönlich

IMG_1364Ein bißl ´was Privates zwischendurch: Fotoworkshop im Stift Geras. Bei ganz, ganz tiefen Temperaturen, Schnee und voller Sonne: besser geht´s nicht!

IMG_1435Organisiert und durchgeführt wurde der Workshop von zwei professionellen Fotografen aus Schwarzenau: Subhash und Pramesh.

IMG_1496Viel gearbeitet, Unmengen von Anregungen bekommen und sehr viel gelernt.

IMG_1669Gewohnt haben wir im Gästehaus des Stifts Geras: sehr zu empfehlen!

IMG_1664Dort finden auch regelmäßig Fastenkurse statt. Das Fasten haben wir ausgelassen :-) Wen´s interessiert: www.fasten.at

IMG_1263Motive gab´s genug in der Umgebung, dazu wunderschöne Effekte durch den Schnee und die gleissende Sonne.

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Die Gegend um Mödling ist herrlich ...

2.Januar 2017 in persönlich

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Happy New Year !

1.Januar 2017 in persönlich

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Ich wünsche Euch allen ein gutes, weil gesundes, friedliches, harmonisches, aber auch spannendes und weiterbringendes und in der Rückschau in 365 Tagen erfolgreiches Neues Jahr!

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Schöne Weihnachten !

22.Dezember 2016 in persönlich

IMGA3672Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein wunderschöndes Weihnachtsfest im Kreis der Liebsten. Mögen die Hektik und die Sorgen ein paar Stunden in den Hintergrund treten und das Beisammensein und die gemeinsame Freude im Vordergrund stehen.

Weihnachten ist ja eigentlich kein unproblematisches Ereignis (geworden): bei vielen sind die Erwartungen auf Harmonie, auf Freundschaft, auf Dankbarkeit und und und sehr hoch, was das Risiko beinhaltet, dass sie enttäuscht werden. Es ist ein Spagat, den jedeR für sich selbst definieren und gehen muss. Wenn dieses Fest aber gut läuft, kann es wundervoll sein, Grund für große Freude und Zufriedenheit und Kraft geben für lange Zeit.

Ich hoffe, dass es Euch allen gelingen möge, den Abend und die Tage so zu gestalten, dass Ihr und die Euren sich noch lange mit Freude an Weihnachten 2016 erinnern werden.

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Bärlauch und überhaupt: Frühling !

20.März 2016 in persönlich

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Bärlauch “satt” am 20. März im Prießnitztal

Hier ganz privat – und nur, weil heute ein so schöner Tag war / ist und weil wir alle schon so sehr darauf gewartet haben. Und obwohl alle MödlingerInnen so ein Bild eh kennen. Aber es ist einfach schön, dass jetzt wirklich der Frühling zu kommen scheint…

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Schöne Weihnachten!

22.Dezember 2015 in persönlich

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Unser heuriges Weihnachtsplakat vis-a-vis vom Hofer

Ich wünsche allen (die meinen Blog lesen) friedliche, ruhige, angenehme Weihnachten im Kreis der Familie oder von Freunden. Wenn es sich machen läßt, mit möglichst wenig Hektik und Kommerz (wünschen darf ich das!). Und dazu ein paar Tage Abstand vom Alltag – es geht eh früh genug wieder “los”.

Alles Liebe!

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Elektrisch - sowieso !

11.Dezember 2015 in persönlich

20151211_103047Ich hab´s letztlich doch getan!

Einige Zeit hab ich überlegt, (auch längere Zeit das Konto beobachtet), viele Leute gefragt (vor allem solche, die schon ein elektrisch betriebenes Auto fahren), selbst alle solchen Gefährte ausprobiert…

Und dann hab ich mir einen KIA SOUL ev bestellt. Und vor ein paar Tagen hab ich ihn beim Autohändler meines Vertrauens abgeholt. Gleichzeitig hab ich meine eigene Tankstelle montiert bekommen – die wird natürlich mit Ökostrom versorgt (sonst wäre der ökologische Effekt dahin).

Warum fahr´ ich jetzt auch im Auto mit Strom (nicht nur in der Straßen-, Eisen- oder U-Bahn)?

Es gibt ein paar nüchtern-sachliche Gründe: die Umweltbilanz ist bei Nutzung von Ökostrom – trotz der Herstellung der Batterie – weit positiv: kein CO2, kein NOx, kein SO2, kein Feinstaub; der Wirkungsgrad ist wesentlich besser, als bei fossil betriebenen Autos (fast 100% bei den elektrischen gegen maximal 20% bei den Autos mit Verbrennungsmotor); die Rekuperation ist ein im praktischen Betrieb beeindruckender Vorgang;  geringere laufende Kosten – Ölwechsel ist sehr, sehr selten:-); und wenn man sich für innovative Mobilitätslösungen einsetzt, muss man auch bereit sein, selbst ein bißchen den Vorreiter abzugeben…

Die Reichweite ist Problem und Chance zugleich: das Problem ist offenkundig. Aber gerade die geringe Reichweite birgt die Chance auf einen quasi “qualitativen Sprung” in der MIV-Mobilität: das Fahren mit dem Auto erfordert bewußtes Nachdenken, wohin und wie man am effizientesten zu seinem Ziel fährt, es wird bewußt, wie groß Entfernungen sind, wie man am besten sparsam fährt (!) – und man denkt automatisch in Alternativen zur Nutzung des eigenen Autos.

Aber es gibt auch gefühlsmäßige Gründe für die Entscheidung: das Fahren mit einem Elektromotor ist unvergleichlich. Kontinuierlich, ohne Ruckeln – und leise. Dieses ungeahnt entspannte Fahren bedeutet auch, irgendwie automatisch langsamer zu fahren.

P.S.: ich weiß, dass auch elektrisch betriebene PKWs Platz brauchen und den gleichen Stau produzieren, wie Autos mit Verbrennungsmotor. Und dass die wirklichen Alternativen ÖV, Rad und die Füße sind… Aber wenn schon Auto, dann elektrisch!

Unbenannt

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Nicht nur in der Politik fliegen die Hack´ln tief...

1.Februar 2015 in persönlich

Nicht sehr scharf, weil von einem Handy aufgenommen

Nicht sehr scharf, weil von einem Handy aufgenommen

Politik macht Freude. Meistens.

Weniger Freude macht die Politik, wenn “Hack´ln” fliegen. Das konnten wir im Mödlinger Gemeinderat zuletzt auf ein erträgliches Ausmaß reduzieren und das ist gut so.

Arg wird´s aber, wenn statt dessen im Stadttheater die Säbel fliegen. Das war beim Ball am vergangenen Freitag der Fall. “Freiwilliges Opfer” war ich selbst, als im Zug der Mitternachtseinlage zwei Burschen als Jongleure auftraten und sich vor, hinter und über mir Messer zuwarfen. Die Messer waren zwar nicht scharf, aber ziemlich groß – und sehr spitz. Es ist zu meinem Glück nichts passiert. Aber vielleicht war´s eine gute Einstimmung, wenn nächste Woche Koalitionsverhandlungen beginnen sollten :-)

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