Radopening 2017

18.März 2017 in interessant, vermischt

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Am kommenden Freitag, 24. März steigt am Schrannenplatz wieder das heurige Radopening.

Wie jedes Jahr gilt es festzuhalten, dass das Radopening ein symbolisches Ereignis ist, denn auch im vergangenen Winter waren viele MödlingerInnen am Rad unterwegs und warten mitnichten auf einen Startschuß. Und dennoch: so richtig beginnt die Saison erst, wenn auch der Bärlauch wächst 🙂

Also freuen wir uns gemeinsam mit Radhändlern und vielen RadfahrfreundInnen auf die kommende Zeit; die Stadt stellt die nächsten Projekte zur Diskussion – und nicht zuletzt werden auch die nextbikes wieder aktiviert.

IMG_2957Also kommt und schaut und freut Euch mit allen anderen, dass wieder die Zeit des Radfahrens gekommen ist.

Denn Mödling ist eine Stadt des Radfahrens!

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Baustellensommer - Die Mödlinger "Sharrows"

14.September 2016 in vermischt

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Bei der Suche nach optimalen Rahmenbedingungen für das Radfahren stößt man immer wieder auf Straßenabschnitte, wo auf Grund der Enge der Fahrbahn die Errichtung eines Radwegs und nicht einmal die Markierung von Mehrzweckstreifen möglich ist. Oft sollen aber gerade dort Radrouten durchgeführt werden.

Nach Lösungen dafür wird von VerkehrsplanerInnen überall gesucht.

Eine Lösungsmöglichkeit sind sog. „Sharrows“: Markierungen für Strassen im Mischverkehr, die sowohl den Auto- als auch den RadfahrerInnen sagen, dass hier ein stärkerer Radverkehr stattfindet. Diese Markierung hat keine rechtliche Wirkung, d.h., die RadfahrerInnen haben dadurch keinen Vorrang gegenüber den PKWs. Die Markierungen erfolgen aber bewußt in deutlichem Abstand zu den Parkstreifen, weil die RadfahrerInnen animiert werden sollen, einen ausreichenden Abstand zu den Autos – und ihren Türen (!) – zu halten.

Das Wort „Sharrows“ ist zusammengesetzt aus den Begriffen „shared“ (also „gemeinsam genutzt“) und „arrow“ (also „Pfeil“).

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Sharrows in Toronto. c Dylan Passmore, Toronto, Canada

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Sharrows in Santa Monica (USA). c Streetsblog, New York City

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Sharrows in Brookline (MA, USA) c National Association of City Transportation Officials (NACTO)

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Sharrows in Leizig (D). c ADFC Leipzig

In Mödling haben wir eine solche Situation: die HTL und auch das in Entwicklung befindliche Areal der ehem. Gendarmeriezentralschule, also das ganze Neusiedlerviertel, sind vom Bahnhof her mit dem Rad nicht optimal erreichbar: die Weißes-Kreuzgasse ist zu schmal für einen 2-Richtung-Radweg (fast alle nutzen den vorhandenen Radweg in beide Richtungen – rechtlich gilt am Radweg aber die Einbahn in Richtung Schillerstraße) und sonst gibt es zu wenig Platz für einen abgesetzten Radweg; nicht einmal für Mehrzweckstreifen (wie in der Neusiedlerstraße) ist Platz.

Wir wollen den Radverkehr also über das niederrangige Straßennetz führen: vom Bahnhof über die Goethegasse – Schubertgasse – Kürnbergergasse und dann über Bad- und Guntramsdorferstraße in das neue GZS-Areal. Der Beginn und das Ende dieser Route fehlen zwar noch, auch weil bisher die baulichen Voraussetzungen fehlen: geplant ist, den Radweg beim Bahnhof nicht mehr über die Tamussinostraße zu führen, sondern so nahe wie möglich entlang der Gleise über den Parkplatz (dann wäre die Anknüpfung an die Goethegasse gegeben); die Querung über die Bad- und Guntramsdorferstraße auf Höhe der Kürnbergergasse ist im Plan schon fast fertig (die Umsetzung kann aber erst beginnen, wenn das Grundstück westlich der Guntramsdorferstraße erschlossen sein wird: dann wird es dort eine Querung für Fußgänger- und RadfahrerInnen geben).

Der Abschnitt zwischen der Kürnbergergasse und der Weißes-Kreuzgasse steht aber schon zur Verfügung und deshalb wurden dort im Sommer die „Mödlinger Sharrows“ aufgemalt. Die hier verwendeten Symbole sind Ergebnis eines längeren Diskussionsprozesses mit VertrterInnen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, den Sachverständigen des Landes und weiteren Verkehrsplanern. Gefragt ist ein Symbol, das nicht leicht mit StVO-relevanten Markierungen verwechselt werden kann, aber doch das Wesentliche aussagt. Zur Zeit wird in österreichweiten Gremien darüber diskutiert, „Sharrows“ österreichweit zu normieren und da ist Mödling mit seinen Symbolen ein Pilotversuch. (Der Einsatz der „Sharrows“ in Mödling wird vom KfV im Rahmen eines Forschungsprojekts beobachtet).

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Sharrows in Mödling

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Sharrows in Mödling

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Sharrows in Mödling

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Sharrows in Mödling

Entscheidender Vorteil in Mödling: die Strassen, die für die Radroute ausgewählt wurden, haben durchwegs 30km/h-Beschränkungen. (Das unterscheidet uns deutlich von den ersten Einsätzen von Sharrows, v.a. in USA und Kanada, wo Sharrows in „normalen“ Strassen aufgebracht wurden und die Erfahrungen dort aus diesem Grund z.T. nicht sehr gut waren).

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Die neuen VOR-Tarife

19.Juni 2016 in konkret, vermischt

IMG_8171Lange wurde gemutmaßt, wurde gemunkelt, vermutet. Man wußte, dass der VOR an einer Tarifreform arbeitet. (Und man wußte, dass die bisherige Kernzonenregelung nicht optimal war). Lange war eine „Wabenlösung“ in Diskussion, die kleinere Zellen zur Berechnung der Fahrpreise vorsehen würde. Wir GRÜNE haben in diesen Debatten immer eine Lösung forciert – so einfach wie möglich – die den ÖV attraktiver machen sollte: ab besten wäre es (gewesen) die 1. Außenzone in die Wiener Kernzone einzugliedern. Das wäre ein deutliches Angebot an die PendlerInnen gewesen, auf die Öffis umzusteigen.

OK. Jetzt liegt die Tarifreform am Tisch und wird überdies schon am 7. Juli in Kraft treten. Keine lange Zeit, sich umzustellen. Aber, was das wichtigste (und traurigste) ist: ich sehe keine Einladung an die Menschen der Region, in Zukunft mehr mit den Öffis zu fahren.

Die Details der neuen Regelung finden Sie unter www.vor.at.

Das neue System ist „einfach“, fair“, „flexibel“, „praktisch“ und „bewährt“ – schreibt der VOR. Tatsächlich zahlt man/frau in Hinkunft nach der tatsächlich gefahrenen Strecke. Das bedeutet, dass man/frau bei jedem Kauf einer Fahrkarte (egal ob für eine Einzelfahrt, ein Tagesticket, eine Wochen-/Monats- oder Jahreskarte) die Strecke angeben muss. Ich hoffe, dass das praktisch machbar ist…
Aber Achtung: mit einer Fahrkarte kann man ein sogenanntes „Persönliches Netz“ nutzen, also eine Reihe von Bus- und Bahnlinien zwischen den angegebenen Zielen. Achten Sie darauf, welches „persönliche Netz“ Ihnen vorgeschlagen wird. (Beispiel: wenn Sie „Wien bis Laxenburg“ angeben, haben Sie einen deutlich geringeren Spielraum, als wenn Sie „Wien nach Mödling“ angeben, obwohl beide Varianten gleich viel kosten und Sie mit beiden nach Laxenburg kommen). Es zahlt sich aus, ein bißchen zu probieren!

Über die publizierten Infos hinaus gibt es ein paar „Geheimnisse“, die für die Öffi-FahrerInnen wichtig sein könnten. Inbesondere das Nebeneinander der Wiener Kernzone und des restlichen VOR-Gebietes macht die richtigen Entscheidungen für die Fahrgäste nicht einfacher.

Hier ein paar Tips aus dem Blickwinkel eines Mödlinger Fahrgastes:

  • Für sämtliche Busse im Stadtbereich – nicht nur den Citybus! – gibt es seit Jahren einen Ortstarif (€1,10 pro Fahrt, €2,20 für die Tageskarte). Im neuen VOR-Tarifsystem gibt es den Ortstarif weiter. Aber für Senioren und Menschen mit Behinderungen ist die Eizelkarte (€1,-) und auch die Tageskarte (€2,-) billiger als mit dem Ortstarif! [besser als bisher]
  • Für die Fahrt nach Wien brauchen Sie eine Karte von Mödling bis zur Stadtgrenze und dann eine Karte für die Kernzone. Die Karte bis zur Stadtgrenze hat bisher €415,- gekostet; die wird nun €418,- kosten. Das ginge noch. In dem neuen „persönlichen Netz“ kann man mit dieser Karte praktisch die ganze bisherige 260-Zone befahren – u.z. inkl. der Busse [besser als bisher].
    Tip: wenn Sie nach Liesing fahren wollen (oder nach Wien und für die Kernzone eine Karte haben), geben Sie von Mödling als Ziel besser „Wien Kernzonengrenze“ statt „Liesing“ ein, dann erweitert sich Ihr Spielraum in der „Außenzone“ beträchtlich: Sie können mit einer solchen (z.B. Jahres-)Karte auch nach Schwechat oder Purkersdorf fahren. [besser als bisher]
  • Für die Fahrt nach Wien haben viele die Überlappungsbereiche genutzt (mit einer Karte für die Zone 260 konnte man bis zum Hauptbahnhof fahren). Die Überlappungsbreiche gibt es nicht mehr [schlechter als bisher]. Wenn Sie aber keine Straßen-/U-Bahn und auch keinen Bus in Wien, also keine Leistung der Wiener Linien in Anspruch nehmen wollen, sondern am Netz der ÖBB bleiben (Regionalzug, S-Bahn) brauchen Sie keine Kernzone für Wien zu bezahlen, sondern können WIEN REGIONAL buchen. Das ist zwar um €120,- für die Jahreskarte teurer als bisher (260+Überlappung) [schlechter als bisher], aber dafür können Sie mit WIEN REGIONAL das gesamte ÖBB-Netz in Wien nutzen (zB bis zum Praterstern oder Floridsdorf).
  • Eine wesentliche Einschränkung ist das Wegfallen der Streifen- und Vorverkaufskarten außerhalb von Wien [viel schlechter als bisher] (Achtung: in Wien gibt es nach wie vor sowohl Streifen- als auch Vorverkaufskarten!). Einzelfahrten gelten am Tag des Kaufs oder an dem Tag, der beim Kauf angegeben wurde. Die Entwerter werden zum Jahresende 2016 außerhalb von Wien sämtlich abgebaut! Streifenkarten können noch bis Ende 2016 genutzt werden.
    Achtung: für Menschen, die selten fahren, bedeutet es, dass am Tag der Fahrt ein Fahrschein gekauft werden muss. Das geht zwar auch im Internet, aber wer keinen Zugang zum WEB hat oder sich damit schwer tut, muss zu einem Automaten oder zum Kassenschalter [viel schlechter als bisher].
  • Unklar ist, wo eine Streifenkarte der Wiener Linien entwertet werden muss, wenn man aus Mödling nach Wien fährt: von Mödling bis zur Kernzonengrenze hat man sich eine Fahrkarte am Bahnhof gekauft, für Wien hat man aber die (praktische) Streifenkarte. Im Zug gibt es keine Entwerter und man wird doch wohl nicht in Liesing aus dem Zug springen und die Streifen entwerten… (Das wurde vom VOR offensichtlich nicht bedacht).
  • Das Land NÖ hat versprochen, „Härten“ aufzugleichen. Es geht um Verteuerungen im Vergleich zu bisher um mehr als €120,- bei der Jahreskarte. Ein entsprechender Antrag ist beim VOR einzubringen.

Insgesamt scheint das neue System natürlich gewöhnungsbedürftig. Aber wenn man einmal seine Jahreskarte gekauft hat, hat man wohl keine Probleme. (Für NutzerInnen der bisherigen Überlappungsbereiche wird´s allerdings teurer). Ein echtes Problem sind aber die fehlenden Vorverkaufsfahrkarten: das bewirkt, dass man jede einzelne Fahrkarte gesondert kaufen muss. Das ist ein echtes Problem, v.a. für ältere Menschen.

Und schade ist, dass eine Gelegenheit vertan wurde, das System wirklich einladender zu machen: das €365-Jahresticket in Wien hat Hunderttausende zu den Öffis gebracht. Das wäre auch bei dieser VOR-Reform möglich gewesen…

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eCarsharing: ab heute eine praktische Alternative zum eigenen Auto in Mödling

3.Mai 2016 in vermischt

DSC_0531Seit 1. Mai steht ein elektrisch betriebener GOLF als Carsharing-Fahrzeug zur Verfügung. „Nutzen statt besitzen“ ist das Motto.

Der „Gag“ beim Carsharing ist die effizientere Nutzung von Fahrzeugen und die Entlastung des öffentlichen Raums von „Stehzeugen“. Das Auto, das in Mödling verwendet werden kann, hat einen elektrischen Motor und ist so ökologisch – so weit das geht – optimal. Der Stützpunkt für das Mödlinger Auto ist die ehem. 360er-Endstation in der Spronglgasse (ein Zentrum der Elektromobilität – seit Jahrzehnten!).

Probieren Sie!

Anmeldungen unter www.ecarregio.at. Die Kosten sind gering: entweder €10,- fix monatlich und €3,- / Stunde oder €20,- fix monatlich und €2,- / Stunde. Die gefahrene Strecke wird nicht verrechnet.

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Van der Bellen: heute wichtiger, denn je!

23.April 2016 in vermischt

Niemand wird sich wundern, dass ich für Alexander Van der Bellen werbe.
Aber ich möchte doch gern ein bißchen genauer ausdrücken, dass für mich nicht die Parteidisziplin ausschlaggebend ist.
Ich bin nun auch schon ein paar Jahre politisch aktiv und habe VdB als Sprecher der GRÜNEN kennen gelernt. Tatsächlich hatte ich auch die Gelegenheit, ihn zu der einen oder anderen Veranstaltung in Mödling begrüßen und sogar ein paar Diskussionen mit ihm moderieren zu dürfen.
Er ist für mich die Verkörperung eines Politikers, wie ich ihn mir wünsche. Ich meine damit nicht, dass er gescheit ist und eloquent. Er hat sich – so weit ich das beurteilen kann – nie in Schemata pressen lassen. (Das war auch für die Partei manchmal nicht einfach, zu akzeptieren). Er hat sich auch nie die 08/15-Verhaltensweisen einreden lassen, die für PolitikerInnen heutzutage angeblich unerlässlich sind. Er spricht oft und oft gegen den Mainstream – und meist aus gutem Grund. Er vermittelt den Eindruck, dass er überlegt, bevor er eine Frage beantwortet. Er ist kein „Blender“, der den billigen Erfolg sucht. Dem Volk „auf´s Maul schauen“ (das heisst meist, sich hinter den Stammtischen verstecken) ist nicht seines.
Ich halte alle diese Eigenschaften für sehr erfrischend in einer Welt der gestylten Phasendrescher.
Gerade heute, wo der Eindruck von Tag zu Tag stärker wird, dass nur noch Polemik und Emotionen in der Politik zählen, wo der Effekt im Mittelpunkt steht, egal, was damit angerichtet wird, ist es ganz, ganz wichtig, jemanden in einer wichtigen Position des Staates zu wissen, der sich diesen Tendenzen entgegen zu stellen bereit und fähig ist.
Nationalismus ist nicht, war und wird nie eine Lösung, nicht einmal eine politische Perspektive sein. Gerade in Europa hat die Polemik der Herrscher und der Staaten untereinander in den vergangenen Jahrhunderten unendliches Leid über die Menschen gebracht und in Wirklichkeit gesellschaftlichen Fortschritt ver- oder zumindest behindert. Es kann nur das Europa der Zusammenarbeit als sinnvolle Perspektive geben. Wenn heute Repräsentanten auch von Parteien, die sich „europafreundlich“ nennen, die Karte der gegenseitigen Beschuldigungen ziehen, dann ist ein konsequentes Eintreten für das einheitliche Europa wichtiger als wahrscheinlich jemals zuvor.
Wenn heute im Verdrängen der österreichischen Geschichte mit Notstandsverordnungen spekuliert wird, ist das für mich eine unerträgliche, gefährliche, aber bewußte Ignoranz – mehr noch: ein selbstgefälliges Spiel mit dem Feuer.
Wenn zum Leid und Elend von Millionen in einer Entfernung von wenigen Flugstunden von Wien nur Strategien einfallen, uns mit „unserem“ Wohlstand mit allen Mitteln einzubunkern, statt wirkliche Lösungen für die brennenden Probleme und deren Ursachen zu suchen und das Schicksal der Menschen im Auge zu behalten; wenn nicht ansatzweise versucht wird, für sinnvolle Strategien die Menschen im Land zu gewinnen, sondern im Gegenteil Emotionen noch zu schüren, dann braucht es dringend PolitikerInnen, die in verantwortlichen Positionen ihr Wort für eine andere Sicht auf die Welt und die aktuellen Herausforderungen erheben.
Ich kenne Alexander Van der Bellen als einen Menschen, der keine einfachen und billigen Antworten gibt – weil es keine einfachen und billigen Antworten gibt.
Auch deshalb hoffe ich, dass er unser neuer Präsident wird.

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die Mödlinger Handwerkstatt: eine vorbildliche Initiative

30.Januar 2016 in erfreulich, vermischt

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Ein paar Besucher im Repair Café: Lukas Brunbauer, Organisator der Handwerkstatt, Dani Jordan, unermüdliche Abfallberaterin im Abfallverband, Karin Wessely, Kultur-Stadträtin, Teresa Voboril, GRÜNE Gemeinderätin und Harald Stopfer, Besucher aus Ma. Enzersdorf.

Die Handwerkstatt in der Mödlinger Haßlingerstraße #3 feierte heute – wieder 🙂 – ein Repair Café.
In allen Werkstatt-Räumen war high life: Elektronik wurde wieder in Stand gesetzt, Räder repariert, Kleider geflickt. Und das bei Kaffee und Kuchen und vielen netten (und hier besonders hilfreichen) Gesprächen.

Die hand.werk.statt ist in kurzer Zeit zu einer Institution geworden und zu mehr als einem Fingerzeig in die richtige Richtung: Wiederinstandsetzen statt Wegschmeissen.

Was in der Handwerkstatt und auch wann möglich ist, kann man auf ihrer homepage nachlesen.
…ab sofort gibt es keine Ausreden mehr :-/

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Ein gutes Neues Jahr uns allen!

1.Januar 2016 in vermischt

20151231_125257Ich wünsche Euch / Ihnen ein gutes, weil gesundes, friedliches, interessantes, erfolgreiches und insgesamt jedenfalls zufriedenstellendes Neues Jahr.

Insgesamt wäre es schön, wenn wir heute in einem Jahr sagen könnten, dass Europa wieder ein bißchen mehr zusammen gefunden hat und sich auf eine humane Vorgehensweise im Umgang mit Menschen geeinigt hat, die aus ihrer jeweiligen Heimat flüchten mussten; dass – im Gespräch zwischen allen Beteiligten – Wege gefunden wurden, die Kriege im arabischen Raum zu beenden oder zumindest zu reduzieren; dass der Klimagipfel in Paris auch in der politischen Praxis – sogar in Österreich – Niederschlag gefunden hat; dass uns größere Katastrophen – Kraftwerksunfälle, Terror, Unwetter – erspart geblieben sind; die Beschäftigungslage besonders für junge Menschen sich in ganz Europa gebessert hat – und Österreich einen Bundespräsidenten oder eine Bundespräsidentin gewählt hat, auf den / die wir auch im Ausland stolz sein können.

OK, das alles ist ein bißl viel und bei den meisten Phantasien weiß ich, dass sie nicht sehr realistisch sind. Also werden wir uns auf die realistischeren, weil für die Einzelnen erreichbaren Ziele konzentrieren. Dass das Engagement Einzelner Auswirkungen auf einer globalen Ebene haben kann, zeigt die Arbeit der vielen Tausenden in vielen Ländern in Europa, die in der Betreuung der Flüchtlinge die Regierungen beschämen und ein unüberhörbares Signal in eine richtige, weil menschliche Richtung weisen. Wahrscheinlich birgt dieses Engagement „der Zivilgesellschaft“ den Keim für eine positive Entwicklung auch auf anderen Gebieten. Und da läuft ja schon sehr viel. Vielleicht sollten wir die unzähligen Initiativen mehr vor den Vorhang holen, das würde Mut machen – z.B. die Initiative für eine Bank für Gemeinwohl oder die Plattform respekt.net oder …

Insgesamt gibt es viel mehr Grund zu Optimismus als zur Resignation!

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Ein wundervoller (und auch sinnvoller) Abend im Advent...

6.Dezember 2015 in vermischt

Strottern Marco StixGestern, Samstag, 5. Dezember haben wir zu unserem – GRÜNEN – Weihanchtscharity-Konzert eingeladen. Reiner Praschak hat die Strottern engagiert, Ulla Binder hat das Konzert unter der Goldfisch-Dachmarke organisiert und Edda Mayer, die Wirtin des „Mauts“ hat die Bühne Mayer zur Verfügung gestellt.

Es war ein – für mich – fast schon sensationeller Auftritt der beiden Wiener: DAS ist das Wien, das wir (?) lieben, Melancholie gepaart mit Chuzpe, offen für (musikalische) Einflüsse von was-weiß-ich-woher, Poesie, Selbstironie, urbane Offenheit. Die „Strottern“ spielen ihre Wienerlieder perfekt und mitreissend. Ein wirklich sehr, sehr schönes Konzert.

Wie jedes Jahr spenden die GRÜNEN die Einnahmen ohne Abzug – im Gegenteil: aufgerundet – für ein soziales Projekt. Diesmal war die Entscheidung nicht schwer: die Spende im Ausmaß von €3.000,- geht an Connect Mödling für die Prüfungsgebühren bei Deutschkursen von Flüchtlingen. (Das BMI zahlt zwar die Deutschkurse – Zeugnisse gibts dafür aber normalerweise keine, was ein massives Manko bei einer Jobsuche ist). Den Scheck durfte ich auf der Bühne an Barbara Kreuzer und Frederike Demettio, stellvertretend für die vielen MödlingerInnen, die sich in Mödling für die Betreuung der Flüchtlinge engagieren, übergeben. Worauf Klemens Lendl und David Müller, die „Strottern“ eben, die Hälfte des Verkaufspreises ihrer CDs an dem Abend d´rauf legten.

Ein wirklich schöner Abend…

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Wahl in Wien: die Erleichterung überwiegt

13.Oktober 2015 in dramatisch, herausfordernd, vermischt

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…Mary kommt zur GRÜNEN Wahlparty (g´schwinde Eigenproduktion mit dem Handy)

Zunächst gratuliere ich Silvia Nossek zu ihrer Wahl zur ersten GRÜNEN Bezirksvorsteherin in Währing. (Sie hat uns GRÜNE in Mödling in vielen für uns wichtigen Schritten unterstützt und wir Mödlinger GRÜNEN haben deshalb ein besonderes „Verhältnis“ zur neuen Bezirksvorsteherin im 18. Bezirk).

Am Weg zur GRÜNEN Wahlparty in Wien am vergangenen Sonntag Nachmittag hatte ich ein ungutes Gefühl, wie wahrscheinlich viele um diese Uhrzeit. Und zwar nicht nur um das GRÜNE Wahlergebnis. Ich hatte so ein Gefühl, dass es auch um ein Stück „unserer“ politischen Kultur ging: mit Demagogen und Hetzern möchte ich in meinem Leben nichts zu tun haben (nicht nur als politische Konkurrrenz), da brauch ich garkeine historischen Vergleiche. (Übrigens: bei den letzten freien Wahlen in Wien errang die NSDAP ganze 17%. Die Nazis hatten damals nie auch nur annähernd eine Mehrheit in Wien).

Als dann die erste Hochrechnung über das Fernsehen kam, war ich ziemlich erleichtert. Und ich sag´s – eh nur hier: Respekt für den Bürgermeister! Und ich glaub´, ich bin ihm sogar ein bißl dankbar…

Meine FreundInnen waren sichtbar auch glücklich. Obwohl das Ergebnis für die GRÜNEN nicht so gut ist. Das mit den Leihstimmen halt´ ich – um ehrlich zu sein – für eine Chuzpe: erstens stimmt es nicht, weil das bedeutet hätte, dass die Tendenz in den Bezirksergebnissen anders aussieht, was nicht zutraf und zum anderen ist das eine auch grundsätzlich nicht sehr glückliche Strategie, anderen Parteien die Wähler strittig zu machen. Nein: die, die ihr Kreuz bei der SPÖ gemacht haben, gehören schon der SPÖ. (Hoffentlich wählen viel das nächste Mal die GRÜNEN. Und auch dann werden das keine Leihstimmen für uns sein…).

Auch die „Erklärung“ mit dem Duell Häupl gegen Strache ist schon ein bißl ausgelutscht: als kleinere Partei hat man bei allen Auseinandersetzungen zwischen den Großen einen schweren Stand, sich zu Wort zu melden. Obwohl das Flüchtlingsthema ja eigentlich eines ist, wo wir Profil zeigen.

Also bleibt ein Verlust. Abgesehen von der Bezirksvorsteherin im XVIII 🙂
Das ist nicht gut, denn ich hab schon den Eindruck, dass die GRÜNEN in Wien während der letzten 5 Jahre eine gute Politik gemacht haben. Und das gegen eine – um es ganz milde auszudrücken – machtbewußte SPÖ. Jetzt steht es mir nicht zu, den Wahlkampf zu kritisieren und ich erlebe Entwicklungen in Wien heute aus viel größerer Entfernung, als noch vor ein paar Monaten (weil ich nicht mehr in Wien arbeite). Aber eine „feel-good“-Kampagne in Zeiten zu fahren, die von dramatischen Entwicklungen geprägt sind, ist schon heikel. Ohne politischer Aggressivität das Wort zu reden (ich hasse Polemik, auch wenn sie von der eigenen Partei kommt), aber deutliche politische Aussagen müssen nicht polemisch sein. Und vielleicht müssen wir auch Perspektiven in den Mund zu nehmen wagen, die wir nicht umsetzen können (weil es im Land dafür keinen Konsens gibt), wie eine gerechtere Verteilung von Einkommen und Arbeit/Arbeitszeit und auch der leidige Föderalismus. Ob wir dafür in Simmering – oder auch in unseren Hochburgen (?) – mehr gewählt werden, soll damit nicht gesagt werden. Aber es würde unser politisches Denken deutlicher machen. In der Verkehrspolitik wissen die Leute, glaub ich, wofür wir stehen. In anderen Bereichen wahrscheinlich nicht.

Aber einen anderen Eindruck hab ich noch mitgenommen an dem Abend: auch der Professor war da und natürlich von vielen Medienleuten umringt. Weshalb ist er immer noch so populär, obwohl er seit Jahren aus der Bundespolitik und weitgehend auch aus der Medienlandschaft verschwunden ist? Kann es sein, dass er jemand ist, der nicht auf jede Frage eine – oberflächliche – Antwort parat hatte (und noch hat). Und der sich auch getraut hat, zuzugeben, wenn er sich bei einem Thema nicht auskennt. Reicht das für eine jahrelange Reputation? Vielleicht liegt´s ja wirklich auch an den Personen in der Politik. Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit. Ein Stück hat in den Wochen vor dem letzten Sonntag auch Michael Häupl auf diesem Klavier gespielt.

P.S.: die Rücktrittsgeschichte von Mary V., die ich im übrigen persönlich sehr schätze, war ein voller Verhau und hat ihrer Glaubwürdigkeit garnicht gut getan. Zumal sie sich am Sonntag immer stärker in einen Wirbel hineinmanövriert hat („wir bekommen noch das 11. Mandat und dann ist´s eh kein Verlust“). Ich wünsch mir, dass sie bleibt, aber dass sie das ausgelassen hätte…

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Flüchtlingsnetzwerk in Mödling im Entstehen: refugees welcome!

15.September 2015 in vermischt

12027815_897079170341731_6235602776722712865_nGestern Abend sind 150 MödlingerInnen zu einer Informationsveranstaltung der Initiative connect.mödling ins Schöffelhaus gekommen: es war sehr schön, dass bei einer Veranstaltung mit der Zielrichtung, gemeinsam Menschen in Not zu helfen, zu wenige Sessel da waren…

Die Hilfsbereitschaft in Mödling ist seit Wochen ungebrochen und riesig und macht stolz auf unsere Stadt: viele sammeln, viele helfen zu verteilen, viele tragen mit Zeit, Ideen und Geld bei. (Auch die WEB-Site von connect.mödling ist ein privater Beitrag von Gerald Puschner und Anna Teichgräber). Nun geht es darum, die vielen Initiativen und Aktivitäten zu vernetzen, um (noch) schlagkräftiger zu werden. Und ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingen wird: dass alle in Mödling an einem Strang ziehen, vor allem auch im Hinblick darauf, dass in den nächsten Wochen noch mehr Flüchtlinge nach Mödling kommen werden und unsere Unterstützung brauchen. Der Abend war ein guter erster Schritt zu einem BürgerInnen-Netzwerk.

Gestern durfte ich am Podium folgende Frauen begrüßen, die sich professionell um die Betreuung von Flüchtligen kümmern: Alef Korun (Abg. z. NR, Migationssprecherin der GRÜNEN), Mag.a Ulla Binder (Leiterin Betreuungsstelle für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, Mödling), Barbara Ferraris (Fluchtlingsnetzwerk Perchtoldsdorf). Ich hoffe, dass die wichtigsten Fragen beantwortet werden konnten und auch ein bißl Eindruck von der Arbeit in der unmittelbaren Flüchtlingsbetreuung vermittelt werden konnte.

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