Radumfrage 2017 des VCÖ: bitte mitmachen!

11.April 2017 in wichtig !!!

https://www.vcoe.at/radfahren

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€365,- für ein Jahr unbegrenzte Mobilität in Niederösterreich!

19.Oktober 2016 in GRÜN, konkret, wichtig !!!

indexSehr lange wurde über ein neues Tarifsystem des VOR diskutiert. Sehr lange haben alle, die am Öffentlichen Verkehr interessiert sind, gerätselt, ob vielleicht doch ein deutlicher Impuls für umweltfreundliche Mobilität herauskommt.

Das Ergebnis ist seit Jahresmitte im Einsatz und es ist ein bißl teurer, vielleicht ein bißl gerechter – das neue System ist aber unendlich viel komplizierter und weniger komfortabel zu handhaben: vor allem entfallen außerhalb von Wien  Vorverkaufsfahrscheine und Streifenkarten. Besonders für Menschen, die nicht regelmäßig mit Bus/Bahn fahren (müssen), haben es nun schwerer, denn sie müssen Fahrscheine für jede Fahrt gesondert kaufen. Diese Karten sind dann nur an dem angegebenen Zeitpunkt gültig.

Viele BürgerInnen unserer Stadt haben mich in den vergangenen Wochen um Erklärungen ersucht, weil sie sich nicht auskennen und haben ihren Ärger ausgedrückt, dass das Fahren mit den Öffis nun komplizierter wird. (In Mödling ist es speziell blöd, weil es nur im Bahnhof selbst Automaten gibt: bei den Zugängen von der Bahnbrücke und vom Bach aus gibt es keine Möglichkeit, Fahrkarten zu kaufen. Die Entwerter werden zu Jahresende abgebaut). Ok, man/frau kann Karten auch im Internet erstehen, aber welcher insbesondere ältere Mensch druckt sich einen Fahrschein im WEB aus?

Die Tarifreform des VOR ist KEIN Impuls für eine Verbesserung im Zugang und in der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Dass ein solcher Schritt nötig ist, davon sind wir GRÜNEN überzeugt. Und dass ein solcher Schritt auch angenommen wird, zeigt das Beispiel Wien: die Jahreskarte um €365,- hat Hunderttausende motiviert, auf die Öffis umzusteigen. Der Erfolg ist so groß, dass die Wiener Linien Probleme haben, den gesteigerten Anforderungen nachzukommen. Diese Probleme hätten wir in Niederösterreich gern!

Aber im Ernst: was in Wien (und übrigens auch in Vorarlberg) möglich ist, muss auch in Niederösterreich drin sein!

Wir Niederösterreichische GRÜNE fordern ein Jahresticket um €365,- für das ganze Bundesland! Egal wohin sie fahren, als BesitzerIn einer Jahreskarte sind die Öffis für Sie dann immer die erste Wahl. Die komplizierte Berechnung, der unkomfortable Fahrscheinkauf – alles das wäre Geschichte. Und das Land würde sich (endlich) klar für den Klimaschutz äußern.

Slider - 365€-Jahresticket NÖ

Details:

  • Die €365-Jahreskarte soll neben den bisherigen Karten angeboten werden und ist – logo – kein Muss.
  • Wer nach Wien fährt, zahlt 2 x €365,- Das wäre aber schon von Mödling aus ein finanzieller Erfolg.
  • Und noch mehr unter www.noe.gruene.at/365eur-jahresticket-fuer-noe

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Mödling und die Mobilität: wir sind am richtigen Weg (fast alle)

11.Oktober 2016 in interessant, konkret, wichtig !!!

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Am 17. September haben wir die Haupstraße für die Menschen geöffnet – viele, viele sind unserer Einladung gefolgt und haben die Straße ohne Autos genutzt.

Verkehrsthemen sind immer und seit jeher besonders emotional besetzt und heiss “umkämpft” – nicht nur, aber auch in Mödling.

Allerdings, die Probleme sind evident: Staus, “Parkplatzdruck” – wobei die vorhandenen Autos in Mödling eh schon etwa 70.000 m² Platz benötigen –  und ich rede noch nicht vom Klimawandel, der zu 30% vom Verkehr verursacht ist und vom Feinstaub und vom Ressourcenverbrauch. Ich glaube, die Politik kann da nicht wegschauen und schon garnicht die Menschen mit dem Problem alleine lassen, sondern muss Lösungen anbieten (wozu wäre sie sonst da?).

Mit kleinen Schritten, aber doch werden in Mödling seit Jahren die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Und die Bevölkerung geht mit.

Seit kurzem liegen die Ergebnisse einer umfassenden Studie zum Mobilitätsverhalten der MödlingerInnen vor. Bereits 2014 wurde vom Büro HERRY eine Untersuchung in ganz Österreich durchgeführt, an die sich auch Mödling angeschlossen hat und die nun erstmals statistisch saubere und mit anderen Städten vergleichbare Werte zeigt:

  • Vor allem anderen: 94% der Menschen in Mödling sind täglich mobil. Das ist ein sehr hoher Wert. Die MödlingerInnen sind also eigentlich sehr viel “unterwegs”

Die spannden Frage ist: wie sind sie unterwegs?

  • PKWs pro Haushalt (bisher ein Thema von Spakulationen): die Haushalte in Mödling haben im Schnitt 1,1 PKWs (zum Vergleich: im Bezirk sind es 1,3 und im Land NÖ 1,5).
  • 27% der Haushalte verfügen über keinen PKW (Bezirk und Land: 15%), nur 5% der Haushalte haben 3 oder mehr Autos (Land: 13%).
  • Einen Führerschein besitzen 78% der erwachsenen Bevölkerung (Bezirk 89%, Land 84%).

So viele Autos und AutofahrerInnen gibt´s als doch nicht in Mödling…

  • Aber: jeder Haushalt hat im Schnitt 1,7 Fahrräder, 17% haben sogar mehr als 4 Drahtesel.
  • Und: 35% der MödlingerInnen haben Zeitkarten für die Öffis! (Bezirk 24%, Land 18%)
  • Kern der Untersuchung ist die Darstellung des modal splits (Aufteilung der Wege auf die unterschiedlichen Verkehrsmittel):
    • 36% der Wege werden mit dem PKW zurück gelegt (Bezirk 63%, Land 64%). Wobei: 38% der Wege, die mit dem Auto gefahren werden, sind kürzer als 2,5km!
    • für 22% der Wege werden Bus oder Bahn benützt (17% im Bezirk, 13% im Land)
    • 27% der Wege werden zu Fuß gegangen (Bezirk 11%, Land 14%)
    • Mit dem Rad werden in Mödling 14% der Wege zurück gelegt (Bezirk und Land: 8%).

Besonders die letzten Werte sind beeindruckend. Mödling ist eine der Städte im Land NÖ mit dem höchsten Radanteil und muss sich auch österreichweit nicht verstecken (obwohl: Innsbruck, Salzburg und Bregenz haben mehr als 20% – da fehlt uns noch ein bißchen; aber Graz weist zur Zeit mit 18% nicht viel mehr aus, Baden hat 9% und Wien lediglich 7% Radanteil).

Die wichtigsten Aussagen geben Hoffnung ist sind ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Mödling ist eine Stadt, in der man sich schon relativ umweltfreundlich fortbewegt – zu Fuß, mit dem Rad oder mit Bus/Bahn. Mödling ist im Vergleich mit vielen anderen Städten schon ziemlich weit. Und der Anteil des Autoverkehrs ist garnicht so hoch, wie oft behauptet.

Ich glaube, dass wir den eingeschlagenen Weg in Mödling weiter gehen sollen: wir werden im Rahmen der Möglichkeiten die Bedingungen für FußgängerInnen verbessern, weitere Routen für den Radverkehr schaffen und auch die Benutzung der Öffis noch einladender machen (in den nächsten Wochen werden 5 neue Wartehäuschen installiert). Alles mit dem Ziel, unsere Stadt für die Menschen und ihre Umwelt attraktiv zu machen bzw. zu erhalten. Und den einen oder die andere überzeugen, doch noch weniger als 36% der Wege mit dem Auto zurück zu legen.

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Am 7. Oktober ein Schritt zurück: die FuZo wurde für Autos geöffnet. Kein gutes Zeichen in einer Stadt, in der vorbildlich viele Menschen schon heute auf das Auto verzichten.

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Vor diesen Flüchtlingen müssen wir uns in Acht nehmen !

26.Februar 2016 in dramatisch, sehr ärgerlich, wichtig !!!

20160226_090953Die Steuerflüchtlinge sind die wirkliche Pest unserer Zeit!

“Steuervermeidung” hört sich noch zivilisiert an, tatsächlich ist es Diebstahl an den öffentlichen Haushalten und damit auch an unseren Sozialsystemen.

“Mit Hilfe der so genannten “Big Four” (Deloitte, Ernst & Young, PricewaterhouseCoopers und KPMG) nutzen multinationale Konzerne jedes Schlupfloch in Steuergesetzen aus, um die Gewinne von einem Land zum anderen zu verschieben, so lange bis die Steuerzahlungen gegen Null gehen. Ikea ist ein Beispiel für diese Steuervermeidungsstrategie”, sagt Bruno Rossmann, Budgetsprecher der Grünen.

Die Europäischen Grünen haben über den LuxLeaks-Skandal herausgefunden, dass den EU-Mitgliedstaaten durch die “aggressive Steuerplanung” von Ikea seit 2009 etwa eine Milliarde Euro an Steuern entgangen sind. “Allein im Jahr 2014 entgingen dem österreichischen Fiskus etwa vier Millionen an Steuergeld. Das geht auf Kosten aller Bürgerinnen und Bürger und aller Unternehmen, die solche ‘Gestaltungsmöglichkeiten’ nicht haben. Es kann nicht sein, dass sich’s die Großen durch komplizierte Steuerkonstruktionen – oft an der Grenze zur Legalität –  richten”, stellt Rossmann fest.

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Unser Krankenwagen fährt jetzt in Syrien

3.November 2015 in erfreulich, konkret, wichtig !!!

11866404_511791028968473_8184747637608080043_nWeil unser heuriges Weihnachts-Charity bevorsteht (5.12., “die Strottern” in der Bühne Mayer); weil das Thema sowieso ganz aktuell ist; und weil einfach die Information bisher noch gefehlt hat:

Am 4. Dezember 2014 haben wir beim Konzert von Molden & Resetarits in der Bühne Mayer €3.500,- an Nadja Maleh als Vertreterin der Münchner “Orienthelfer” übergeben. Mit diesem Geld sollte ein halber Rettungswagen gekauft und ins Bürgerkriegsgebiet in Syrien transportiert werden.

Obwohl damals viele noch nicht viel mit der Situation in Syrien anfangen konnten: uns war klar, dass die Situation in den Flüchtlingslagern sehr prekär war und vieles fehlte – u.a. auch medizinische Geräte, wie auch Rettungswagen.

Der Rettungswagen Bj 2007 war ursprünglich beim RK Aalen eingesetzt. “Orienthelfer” hat das Fahrzeug 2015 – zur Hälfte mit der Mödlinger Spende – erstanden und komplett ausgerüstet. Unter anderem wurde ein EKG Defibrillator, Perfusoren und ein Beatmungsgerät mit kpl. Sauerstoffversorgung sowie Ferno/Schaufel Trage, Notfallkoffer und Absaugpumpen geladen. Aber auch Rollstühle, Krücken und vieles weitere medizinische Gerät.

Das Fahrzeug wurde im Juni nach Triest gefahren und per Schiff in die Türkei gebracht. Von dort wurde es per LKW an die syrische Grenze gebracht und im August an die zivilen Hilfsorganisationen übergeben.

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DSC_8963Wir haben damals gewußt, wie wichtig und richtig der Zweck dieser Spende war und sind froh, dass wir diese Entscheidung über die Verwendung getroffen haben.

Heute ist die Situation anders, weil viele der Menschen, die vor einem Jahr noch in den Flüchtlingslagern in und um Syrien lebten, bei uns Asyl suchen. So helfen wir den Menschen heute hier in Österreich / Mödling, sich ein neues Leben in Frieden und Sicherheit aufzubauen.

Das Spendenkonto von connect Mödling ist übrigens IBAN: AT472011128646275707…

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9. November: Tag der Schande

9.November 2014 in gestern & heute, wichtig !!!

IMG_5478Heute, am 9. November fand  – wie jedes Jahr – die Gedenkfeier der Stadtgemeinde für die Pogromnacht beim Denkmal für die Synagoge in der Enzersdorferstraße statt.

Geredet haben StR Paul Werdenich, Alt-BM Werner Burg als Augenzeuge, Otto Rezac jun. für die JVP und ich als Vize-Bürgermeister im Namen der Stadt. Danach wurde ein Kranz der Stadt nieder gelegt.

Ich finde, die Zerstörung der Synagoge es ist eine wichtige Angelegenheit, die in unserer Stadt die entsprechende Beachtung finden muss. Mödling war bis in die 30er-Jahre eine der Städte mit einem großen Anteil an jüdischen BürgerInnen. Die Synagoge war das Zentrum ihrer kulturellen Identität. Die Vernichtung der jüdischen Gemeinde in Mödling bedeutet auch das Auslöschen eines Teils des Lebens in dieser Stadt. Und viele MödlingerInnen haben mit Feuereifer bei der Drangsalierung der jüdischen BürgerInnen mitgemacht – und auch der Brand der Synagoge vor 76 Jahren wurde von einer großen Menschenmenge begeistert gefeiert. Wir müssen uns heute noch für unsere Verwandten schämen, wenn sie damals dabei waren, sich in die Hetzpolitik einspannen ließen – und freudig mitgemacht haben.

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"Leistbares Wohnen" - was ist das?

28.September 2014 in wichtig !!!

Heute fest verschlossen: der Eingang in eines der Gebäuder der ehemaligen Gendarmeriezentralschule

Heute fest verschlossen: der Eingang in eines der Gebäude der ehemaligen Gendarmeriezentralschule

Nicht nur in Mödling schwirrt der Begriff des “leistbaren Wohnens” durch die Zeitungen und die Sonntagsreden – auch in Mödling (und das wird noch lauter werden).

Was ist “leistbares Wohnen”?

Für mich ist das ein komischer Begriff, der zwar irgendwie die Richtung angibt, ohne aber deutlicher zu werden.

Klar ist, dass “leistbar” für jeden etwas anderes bedeutet. Wer einen guten Job hat und vielleicht noch das Glück, nicht nur statistisch der Erbengeneration anzugehören, sondern auch praktisch etwas davon hat, für den sind vielleicht sogar die heute in Mödling angebotenen frei finanzierten Wohnungen “leistbar”.

Die anderen sind auf Banken und/oder die Wohnbauförderung angewiesen. Und auch wenn man kreditwürdig/förderungswert ist: da ist es dann in Mödling schon sehr bald zu Ende, was konkrete Möglichkeiten betrifft.

Ich meine, dass Mödling ganz dringend Wohnungen braucht, die sich junge Menschen leisten können, die gerade dabei sind, eine Familie zu gründen und sich beruflich zu entwickeln. Mödling darf keine Stadt werden, in der zunehmend nur noch Menschen leben, die sich Wohnungen mit €4.500,- pro m² leisten können. Ich liebe diese Stadt und empfinde Mödling als einen sehr, sehr feinen Ort zum Leben mit einer Infrastruktur, die insbesondere für junge Familien ideal ist. Dennoch müssen die meisten jungen Menschen wegziehen, weil die Preise für sie jenseits sind.

“Leistbar” bedeutet für mich, dass das Wohnen in dieser Stadt für junge Familien mit einem mittleren Einkommen (plus ein bißl Darlehen) möglich sein sollte.

Nun ist es für eine Stadt normalerweise recht schwierig, etwas zur Erreichung dieses Ziel beizutragen – außer Appellen: die Orte haben meist keine eigenen Grundstücke und der Wohnungsmarkt spielt ein anderes Spiel.

Wir haben aber in Mödling im Moment tatsächliche – seltene – Chancen: am Gelände der alten Gendarmeriezentralschule stehen 40.000 m² für Bebauung an. Der Eigentümer würde die Gründe natürlich gern zu Höchstpreisen verkaufen, aber die Stadt sitzt bei den Voraussetzungen auf einem relativ langen Ast: Voraussetzung, dass dort irgend etwas gebaut werden darf, ist eine Umwidmung – und die ist eine Entscheidung des Gemeinderats.

Alle, die sich für das Thema interessieren, wissen, dass seit nun fast 10 Jahren um eine Lösung gerungen wird. Tatsächlich rückt der Zeitpunkt der Entscheidung immer näher. Und das bedeutet, dass die Stadt ihre Wünsche durchsetzen kann (wenn sie wirklich will). Wir GRÜNE wollen die – seltene – Gelegenheit nützen, auf diesem Areal eine anständige Anzahl von Wohnungen zu schaffen, die sich dort auch solche junge Familien leisten können, die erst dabei sind, sich familiär und beruflich zu settlen. Ich finde, das Ziel muss sein, dort – neben frei finanzierten Wohnungen – auch solche zu errichten, die nicht verkauft, sondern zu einem vernünftigen (geförderten) Preis vermietet werden. Und ich bin darüber hinaus der Meinung, dass diese Wohnungen nicht nach 10 Jahren den MieterInnen zum Kauf angeboten werden sollen; sonst sind sie nämlich nur ein einziges Mal verfügbar (jetzt). Wenn es Mietwohnungen bleiben, können sie als solche für junge Menschen zur Verfügung stehen, die auch in 10 Jahren eine “leistbare” Wohnung in Mödling suchen. (Die, die in den Jahren finanziell “Land unter den Füßen” gefunden haben, werden ausziehen, um sich Eigentum zu schaffen: ihre Wohnungen stehen dann wieder zur Miete zur Verfügung).

Eine “anständige Zahl” wäre aus meiner Sicht: mehr als 60. Das wären dann sicher eher kleine Wohnungen, aber wir hätten seit langem wieder einmal ein nennenswertes Angebot an junge Menschen (auch MödlingerInnen, die sonst wegziehen müssten).

Ich hoffe sehr, dass wir das durchsetzen. Solche Chancen gibt es nicht oft.

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Alfred Hermann Fried: Pazifist und Friedensnobelpreisträger

18.August 2014 in wichtig !!!

Alfred Hermann Fried (11.11.1864, Wien - 4.5.1921, Wien)

Alfred Hermann Fried (11.11.1864, Wien - 4.5.1921, Wien)

Wer kennt heute Alfred Fried?

Vielleich Philatelisten, denn Alfred Fried wurde 1989 eine Briefmarke gewidmet. Anlass war der 125. Geburtstag des Freidensnobelpreisträgers.scaled-230x300-RedakII_891110a_1

Mittlerweise ist er in Österreich in Vergessenheit geraten (als wenn wir so viele Nobelpreisträger hätten). Vielleicht – auch – weil er Jude war?

Fried zu vergessen ist schlecht.

In einer Zeit, in der dem Ausbruch des 1. Weltkriegs, dieses Völkerschlachtens gedacht wird, ist es wichtiger, sich der Menschen zu besinnen, die versucht haben, diesem sich abzeichnenden Wahnsinn zuvor zu kommen – anstatt dem Kaiser zu huldigen…

Alfred Fried war eine der zentralen Persönlichkeiten der pazifistischen Bewegung im Europa der vorletzten Jahrhundertwende. Ab 1892 gab er gemeinsam mit Berta von Suttner die Zeitschrift “Die Waffen nieder!” heraus. Während seiner Zeit in Berlin gründete er 1892 die Deutsche Friedensgesellschaft, war regelmäßiger Teilnehmer der Internationalen Friedenskongresse, ab 1903 Mitglied des Internationalen Friedensinstituts. Fried war eine treibende Kraft im Versuch, die Friedensbewegung zu internationalisieren. Fast logischerweise war Fried ein vehementer Befürworter der Einigung Europas. Ihm war klar, dass gerade der Gegensatz zwischen Frankreich und Deutschland der Motor der Kriegstreiber war: die Aufhebung der Gegensätze besonders zwischen diesen beiden Staaten seien die Voraussetzung für den Frieden in Europa. Heute wissen wir es – nach Millionen Toten an den Fronten zwischen Frankreich und Deutschland. Und heute nehmen wir das Ergebnis der “Aussöhnung” der großen Gegener in Europa ganz selbstverständlich hin. Alfred Fried musste davon träumen.

1903 zog Fried von Berlin wieder nach Österreich – genauer gesagt nach Mödling, wo er einige Monate in der Rathausgasse 6 wohnte, bevor er nach Wien übersiedelte.

Im Jahr 1911 wurde ihm für sein unermüdliches Engagement für die Friedensbewegung der Nobelpreis verliehen.

Während des Krieges, den auch die Pazifisten nicht zu verhindern vermochten, wohnte und arbeitete er gezwungenermaßen in der Schweiz und versuchte, sich dem gegenseitigen Abschlachten jedenfalls medial entgegen zu stellen. In seiner Heimat wurden seine Bücher verboten, nach 1938 übrigens auch verbrannt.

Alfred Hermann Fried starb am 4. Mai 1921 im Rudolfsspital in Wien.

© Copyright by Museen der Stadt Wien

© Copyright by Museen der Stadt Wien

Es gibt eine Initiative für eine Gedenktafel an seinem Wohnhaus in Mödling. Ich finde, gerade 100 Jahre nach dem Beginn des Weltkriegs wäre das ein gutes Zeichen in unserer Stadt.

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Europa wählt - wir wählen!

16.Mai 2014 in erfreulich, wichtig !!!

Überall in Mödling: die GRÜNEN Europa-Plakate

Überall in Mödling: die GRÜNEN Europa-Plakate

Die Wahl zum Europäischen Parlament steht an: Europa wählt den politischen Weg in die nächsten Jahre.

Es ist unser Europa – und es ist *ein* Europa! Die GRÜNEN in Europa stellen sich als einzige Partei gesamteuropäisch auf: u.a. mit einer einheitlichen Plakatkampagne.

Wir haben uns in Mödling entschieden, auf den uns zustehenden Plakatflächen – auch – diese europäischen Plakate zu verwenden. Wenn Sie also in diesen Tagen in Berlin, in Kopenhagen oder in Warschau sind: Sie werden die gleichen Plakate  finden wie auch in Mödling. Auch das ist ein bißl Europa, wie wir es sehen!

Dass Sie von den verschiedenen GRÜNEN Parteien in Europa die gleichen politischen Forderungen finden wird Sie dann nicht mehr wundern.

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Europäische Initiative für Tempo 30

9.Juli 2013 in wichtig !!!

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Europäische Bürgerinitiative “30 km/h – macht die Straße lebenswert!”

Der VCÖ ist gemeinsam mit mehreren Organisationen aus verschiedenen Ländern für Tempo 30 im Ortsgebiet aktiv. Tempo 30 ist eine kostengünstige Möglichkeit um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, Verschmutzungen und Lärm zu reduzieren und die Bedingungen fürs Gehen, Radeln und die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs so zu verbessern, dass das Umsteigen erleichtert wird. Der Verkehr fließt besser und die Stauanfälligkeit sinkt. Alle können angstfreier und sicherer auf den Straßen unterwegs sein. Das will die Initiative jetzt EU-weit erreichen, mit Tempo 30 als standardmäßiger Höchstgeschwindigkeit in den Städten und Dörfern.

Eine “Europäische Bürgerinitiative (EBI)” ist ein Volksbegehren auf EU-Ebene. Damit kann direkt Einfluss auf die Gesetzgebung der EU genommen werden, wenn innerhalb eines Jahres mindestens 1 Million Unterstützungserklärungen aus sieben oder mehr Mitgliedsländern der EU gesammelt werden. Gelingt das, ist die EU-Kommission verpflichtet, das Thema aufzugreifen, eine Lösung vorzuschlagen und gegebenenfalls gesetzgeberisch tätig zu werden.

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Soweit der Text des VCÖ. Auf dessen WEB-Site und erst recht auf der Site der Initiative gibts eine ganze Menge Material zum Thema “Tempo 30″.

Ich unterstütze dieses Vorhaben, weil es ein wichtiger und richtiger Schritt ist, die Stadt für alle Menschen ähnlich gleich nutzbar zu machen. Tempo 30 ist einfach eher das “menschliche Maß” – ganz abgesehen von den Argumenten für die ökologische / klima- und verkehrspolitische politische Bedeutung.

Bitte unterstützen auch Sie diese EU-Initiative!

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