Baustellen in Mödling 17. August 2018

17.August 2018 in konkret

  • Krankenhaus

Der Abbruch entlang der Restitutagasse hat bereits begonnen. Die Baustelle in diesem Bereich wird insgesamt bis Ende 2019 dauern. Während dieser Zeit sind Weyprecht- und Ungargasse in Richtung zur Grenzgasse Einbahn.

Achtung: die Ungargasse kann mit Fahrrädern gegen die Einbahn befahren werden. Die Weyprechtgasse hingegen nicht! (Da führt die Rad-Umleitung über die Managettagasse).
Und ab 20. August ist das Radfahren gegen die Einbahn auch in der Peyergasse entlang des Krankenhauses erlaubt.

  • Wiener Straße

Die Arbeiten werden doch noch bis Ende August dauern. Nach Beendigung der Arbeiten an der Kanal- und Wasserleitung, sowie einigen Hauszuleitungen wird die Straße wieder asphaltiert.

Die Abzweigung am Mödlinger Spitz ist schon fertig gestellt.

  • Fliegenspitz (GZS-Areal)

Am 30./31.8. erfolgen die Straßenmarkierungen. Dann werden die neu errichteten Straßen und Wege für die Benutzung frei gegeben.

Aktuell wir am östlichen Gehsteig antlang der Grutschgasse gearbeitet.

  • Bahnhof: P&R-Anlage und Pepi-Wagner-Durchgang

Die Arbeiten an beiden Baustellen sind im vollen Gange.

Die P&R-Anlage wird noch bis Ende Oktober brauchen (Bitte beachten Sie, dass der Parkplatz in dieser Zeit nur eingeschränkt verwendbar ist!)

Der Pepi-Wagner-Durchgang entlang des Mödlingbachs wird ab Schulbeginn für die Durchfahrt mit Rädern / für den Durchgang provisorisch geöffnet. Die Radfahrer- und Fußgänger-Umleitung über die Bahnbrücke wird dann aufgehoben.

Die Stiegenaufgänge zu den Bahnsteigen werden aber erst im Lauf des Septembers fertig werden.

  • Hauptstraße

Auf Höhe des Deutschplatzes werden seit Mitte der vergangenen Woche die kleinen Platten, die aus ästhetischen Gründen gelegt worden waren, aber ständig gebrochen sind, durch eine Betonfläche ersetzt.

Die Baustelle wird am Mo., 20.8. fertig sein – und damit auch die „Umleitung“ über den Radweg wieder aufgehoben.

 

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Polizei am Fahrrad - in der Fahrradstadt Mödling

7.August 2018 in erfreulich

Am Foto mit Bez.Insp. Alexander Deutsch und Rev.Insp. David Schubert

Seit 1. August fahren Polizistinnen und Polizisten in Mödling (auch) am Rad Streife.

Ich hab mich lange Zeit dafür eingesetzt: zuletzt wurde darüber im Oktober 2017 beim Radsicherheitsgipfel diskutiert, an dem alle am Radfahren interessierten Organisationen der Stadt vertreten waren (eNu, KfV, Radlobby, Stadtgemeinde und natürlich auch die Polizei). Die Zeit bis heute hat die Genehmigung, die Beschaffung der Räder und die Ausbildung der Polizistinnen und Polizisten benötigt.

Der wesentliche Beweggrund für mich ist, dass in einer Stadt, in der mittlerweile so viele Menschen mit dem Rad unterwegs sind, die Polizei diesen RadfahrerInnen auf Augenhöhe begegnen sollte. Dabei geht´s nicht um eine neue Dimension der Kontrolle (obwohl: auch wir RadlerInnen müssen uns an die Spielregen halten). Aber ein Polizist / eine Polizistin am Rad merkt selbst unmittelbar, wenn ein Radweg verparkt ist oder wenn man am Rad von einem Auto geschnitten wird.  Und auch Gefahrenstellen kann die Polizei nun auch betr. des Radverkehrs feststellen und auf Behebung drängen (wie es schon für den PKW-Verkehr passiert).

In Mödling werden bereits 14% aller Wege mit dem Fahrrad zurück gelegt (das ist ein Spitzenwert in Niederösterreich). So ist es nur logisch, dass die Polizei auch die Sichtweise dieser vielen RadfahrerInnen in unserer Stadt hat.

Es ist ein Zeichen für die selbstverständliche Akzeptanz des Radfahrens als alltägliche Mobilitätsform, dass auch die Exekutive am Rad sichtbar ist.

Und, natürlich: mit dem Rad ist man in unserer Stadt einfach schneller unterwegs.

Insgesamt sind 6 Polizistinnen und Polizisten entsprechend ausgebildet und fahren in Mödling ab sofort Streife am Rad.

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Radfahren am Marchfelder Kanal

5.August 2018 in interessant, persönlich

Vergangene Woche hab ich mit zwei Freunden den Radweg am Marchfeldkanal befahren.

OK: es war gefühlt der heisseste Tag des Jahres, aber trotzdem schön 🙂

Dieser Radweg führt im Norden am Rand von Wien in Richtung und schließlich quer durch das Marchfeld. Obwohl er so nahe liegt und bequem erreichbar ist, kennt ihn kaum jemand. Das ist merkwürdig – und schade, denn es ist eine über weite Strecken sehr beeindruckende Tour.

Das Marchfeldkanalsystem wurde in den Jahren 1986 bis 2004 errichtet um die wasserwirtschaftliche und naturräumliche Situation in der Region Marchfeld zu verbessern. Dazu gehören die langfristige Sicherung der Wasserversorgung, die Steigerung der Wasserqualität, die Verbesserung des Hochwasserschutzes und die Revitalisierung der Fließgewässer. Im Kern besteht das Marchfeldkanalsystem aus einem neu geschaffenen Gewässernetz, mit dem Donauwasser in das Marchfeld geführt wird. Durch die naturnahe Bauweise gilt das Projekt als gelungene Verbindung wasserwirtschaftlicher, ökologischer und touristischer Zielsetzungen.

Q: Betriebsgesellschaft Marchfeldkanal

Der Radweg beginnt in Langenzersdorf gleich beim Bahnhof (an der Strecke nach Stockerau) und endet beim Schloß Hof nach 62km. Wir sind – auch wegen der Hitze – nach ca. 45km nach Süden in Rictung Hainburg abgebogen und von dort bequem mit dem Zug wieder nach Wien gefahren.

Im letzten Drittel gibt es nämlich einige Umleitungen, sodass man zur Zeit über weite Strecken nicht mehr am Kanal entlang fahren kann und auf (Neben-)Straßen ausweichen muss. Da sind wir dann gleich abgebogen.

Insgesamt waren es dann von Langenzersdorf bis Hainburg knapp 75km.

Der Marcheldkanal wurde im Zug der Errichtung des Kraftwerks Freudenau gebaut, um dessen Wirkungen auf das Grundwasser im Marchfeld zu kompensieren.

Beeindruckend ist aber die naturnahe Gestaltung dieses eigentlich modernen Bauwerks. Jedenfalls in der westlichen Hälfte des Kanals ist er eingebettet in eine wunderschöne, bunte (und ruhige) Uferlandschaft. Wenn´s dann mehr ins Innere des Marchfelds geht, wird´s dann ein bißl eintöniger. Aber es ist auch interessant, einmal das Marchfeld langsam zu durchqueren.

Der industrielle Charakter der Landwirtschaft im Marchfeld bleibt nicht verborgen…

Das Bahnhofsgebäude steht noch, während die Gleise schon lange nicht mehr vorhanden sind.

Von hier aus ist Kaiser Karl am 23. März 1919 – das letzte Mal im Hofzug – in die Schweiz ausgereist. (Die Nationalversammlung hat ihn später formell des Landes verwiesen).

 

Abseits des Marchfeld-Radwegs: ein Blick von der Donaubrücke in die Hainburger Au…

… und auf die Donau selbst (mit Niedrigwasser).

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Baustellen in Mödling 5. August 2018

5.August 2018 in konkret

  • Bahnbrücke

Das ist der neue Belag des Geh-/Radwegs über die Bahnbrücke. Schaut gut aus, oder?

  • Mödlinger Spitz

Beginn der Abbiegespur

Die Kurve wurde so angepasst, dass PKWs abbiegen können. Dazu wurde auch der Lichtmast zurück gesetzt.

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Baustellen in Mödling 2. August 2018

2.August 2018 in konkret

  • Wiener Straße (außerhalb des Mödlinger Spitzes)

Die doppelte Umfahrung wurde heute vormittag aufgehoben – jetzt gilt wieder nur noch die Umleitung stadtauswärts vom Spitz über die Templergasse.

Die Wiener Straße wird, wenn das Wetter halbwegs so bleibt bis Ende nächster Woche – das wär dann der 10. August – fertig sein. Dann haben wir dort neue Wasserleitungen und auch einen neuen Kanal. Und als Folge eine neu asphaltierte Fahrbahn.

  • Bahnbrücke

Seit Dienstag wird der Gehsteig über die Bahnbrücke an der südlichen Seite erneuert. Ich denke, es war höchste Zeit!

  • Fliegenspitz (GZS-Areal)

Die Asphaltierung der neu verschwenkten Guntramsdorferstraße ist so gut wie fertig.

Der nächste Schritt ist der Gehsteig + Parkspur am westlichen Teil der Grutschgasse. Hier wird auch die Öffentliche Beleuchtung neu gemacht (und nicht nur 1:1 ersetzt).

Grutschgasse vom Fliegenspitz in Richtung HTL: die Fahrbahn bergab ist fertig und frei gegeben.

Jetzt werden Gehsteig und Parkstreifen vor dem Restaurant angegriffen.

Das ist die Ecke Guntramsdorfer-/Badstraße: hier wird es eine Radverbindung in die Kürnbergergasse geben (Verbindung zum Bahnhof über Schubert- / Goethegasse: dort, wo es die Sharrows gibt!)

Querung des Radwegs über die Guntramsdorferstraße. (Noch nicht sehr gut zu erkennen: aber es wird schon werden).

Der provisorische Parkplatz vis-a-vis vom Restaurant Juhasz wird schon angenommen.

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Baustellen in Mödling 1. August 2018

1.August 2018 in konkret

Mödlinger Spitz:

Die Arbeiten gehen voran. Und jetzt kann man gut erkennen, woran gearbeitet wird:

Wer von der Stadt die Wiener Straße entlang fährt, kann – wenn alles fertig ist – mit seinem PKW beim Mödlinger Spitz umdrehen.

Übrigens: ich hab sehr darauf geachtet, dass bei der Lösung die Kastanie in der Mittelinsel nicht zu Schaden kommt.

P.S.: der Verkehrsstadtrat kümmert sich um das Radfahren, um das Zu-Fuß-Gehen und um den Öffentlichen Verkehr in Mödling. Aber er sorgt auch für sinnvolle Lösungen für den Autoverkehr. Zum Beispiel jetzt grad am Mödlinger Spitz 🙂

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Baustellen in Mödling 30. Juli 2018

30.Juli 2018 in konkret

Viele Baustellen gibt´s zur Zeit in unserer Stadt.

Hier ein paar aktuelle Entwicklungen:

  • Wiener Straße / Mödlinger Spitz
    Die Wiener Straße ist ja weiterhin vom Mödlinger Spitz stadtauswärts Einbahn. Grund sind Arbeiten an Kanal und Wasserleitung. In Richtung B17 läuft die Einbahn bis zur Templergasse über die Neudorferstraße.
    Neu seit heute sind die Arbeiten am Mödlinger Spitz selbst. Die Arbeiten erfolgen im ohnehin abgesperrten Bereich und es gibt somit keine weiteren Beeinträchtigungen. Ich will aber trotzdem erklären, was da passiert, weil – so glaube ich – ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung geht: es wird eine Abbiegespur errichtet, sodass man am Mödlinger Spitz legal „umdrehen“ kann.



  • Bei der Park&-Ride-Anlage entlang der Tamussinostraße haben heute die (Vor-)Arbeiten begonnen: ein Teil des alten Parkplatzes wurde bereits abgesperrt. Hier wird bis zum 7. September der Parkplatz saniert.
    (Ab 10. September und voraussichtlich bis Ende Oktober wird dann der südliche Bereich des Parkplatzes gesperrt: dort wird dann der Untergrund komplett hergestellt – bisher war da ja ein Provisorium mit entsprechend schlechter Ausführung).

Die Sperre, die von einigen noch nicht wahrgenommen wurde…

Der Zugang zum Bahnhof ist noch (!) ungestört über die kleine Verbindungsbrücke möglich.

Allerdings wird gerade auch am Pepi-Wagner-Durchgang gearbeitet. Und auch die Brücke wird erneuert (verbreitert). Deshalb wird in den nächsten Wochen der Zugang vom P&R-Platz zum Bahnhof nur noch über die Tamussinostraße möglich sein.

Der Stiegenabgang von der Verbindungsbrücke zum Pepi-Wagner-Durchgang ist bereits entfernt

Auch am Bahnhofsplatz selbst wurde der südliche Teil bereits eingezäunt. Dort werden der neue Stiegenabgang und eine – größere – Radabstellanlage errichtet.

  • Am Fliegenspitz gehen die Arbeiten an der Verlegung der Guntramsdorferstraße weiter.
    Entgegen der Hoffnung, dass die Gehsteige schon Mitte der vergangenen Woche hätten asphaltiert werden können, wird´s nun erst eine Woche später (also um den 1. August).

Die Grutschgasse hat in ihrem untern Teil schon einen neuen Belag

Und auch der neue Teil der Guntramsdorferstraße nimmt schon Gestalt an

Auf diesem Grundstück (links neben dem weißen Kombi) wird es rd. 12 provisorische Parkplätze geben. Das Grundstück wird erst in weiterer Zukunft (2 -3 Jahre) bebaut werden.

Der zukünftige provisorische Parkplatz. (Voraussichtlich wird es eine Kurzparkzone mit max. 3 Std. Parkmöglichkeit werden)

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Neues von den Baustellen in Mödling 24. Juli 2018

24.Juli 2018 in konkret

  • Fliegenspitz / GZS: morgen, 25.7. wird mit dem Asphaltieren des Gehsteigs entlang der Grutschgasse vom Fliegenspitz bis zur neuen Einmündung der Guntramsdorferstraße begonnen. Dann kann man auch wieder von der Höflergasse in Richtung zur Badstraße gehen.

Ab Montag, 30.7.  gibt´s ein paar Neuerungen

  • Krankenhaus: die Weyprecht- und die Ungargasse sind ab 30.7. bis ca. Ende 2019 Einbahn in Richtung zur Grenzgasse. Es beginnt der 3. Bauabschnitt der Krankenhausbaus. Dafür wird der Citybus/Linie 2 (endlich) wieder normal fahren, u.zw. durch die Buchberger- und die Payergasse.
  • P+R-Anlage Tamussinostraße: am 30.7. beginnt die Sanierung des P+R-Platzes westlich der Bahn. Die Arbeiten werden bis ca. Ende Oktober dauern. Dabei wird vor allem der bisher provisorische (südliche) Teil asphaltiert, mit Bäumen versorgt, beleuchtet und markiert. Während der Arbeiten sind immer wieder Teile des Parkplatzes gesperrt. Bitte überlegen Sie während der Bauphase andere Wege zum Bahnhof, als mit dem PKW.

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Nachdenken! (Parkpickerl in der Schöffelstadt?)

19.Juli 2018 in herausfordernd

Es gibt ein Problem mit dem ruhenden Verkehr in der Schöffelstadt / Umgebung des Krankenhauses.

Das Problem besteht schon ohne Spital: bei rd. 3.400 Haushalten haben wir in dem Stadtteil rd. 1.250 öffentliche (kostenlose) Parkplätze. Einige PKWs stehen am Eigengrund, aber das macht das Kraut nicht fett: es gibt einfach ein eklatantes Missverhältnis.

Grund ist u.a., dass die Genossenschaftshäuser, in denen ein guter Teil der „SchöffelstädterInnen“ wohnt, keine Tiefgaragen haben. (Das war zum Zeitpunkt der Errichtung noch nicht erforderlich).

Nun liegt aber in diesem Teil der Stadt auch das Krankenhaus und das bringt zusätzlichen (hauptsächlich: PKW-)Verkehr. Ursprünglich war eine – kostenpflichtige – Tiefgarage vorgesehen, die aber aus Kostengründen vom Errichter des Spitals wieder gestrichen wurde. OK: es gibt – kostenpflichtige – Parkplätze vor und hinter dem Leiner-Gebäude, insgesamt etwa 210, die als Pflichtstellplätze dem Krankenhaus angerechnet werden (sonst könnte es das Spital an dem Standort nicht geben). Aber die sind jedenfalls bei weitem zu wenig.

Die Folge der Misere ist, dass viele Menschen (Anrainer- / BesucherInnen, Beschäftigte) im ganzen Viertel lange nach Parkplätzen suchen; dass jeder Meter öffentlichen Grundes für Parkplätze herangezogen wird, oft auch Einfahrten verparkt werden und praktisch kein Platz für Gestaltungsmöglichkeiten bleibt. Und das ärgert die AnrainerInnen – zu Recht.

Für zusätzliche Parkplätze – zumal kostenlose – fehlt der Platz.
Das Leiner-Gebäude wird aktuell zum Verkauf ausgeschrieben. Gehen wir davon aus, dass dort in absehbarer Zeit etwas Neues entsteht und dabei u.a. auch neue Parkplätze errichtet werden (in einer Teif- oder Hochgarage). Die werden aber zum überwiegenden Teil wieder den NutzerInnen der dort neu entstehenden Wohn- und Büroeinheiten zur Verfügung stehen. Und: sie werden auf keinen Fall gratis sein…

Fahrzeugen, die nicht aus Mödling stammen, das Parken in der Schöffelstadt ganz einfach verbieten, geht rechtlich nicht.

Also: was tun?

Eine (einfache) Möglichkeit für mich als verantwortlicher Verkehrsstadtrat wäre, auf die Rahmenbedingungen (s.o.) hinweisen, die Leute bedauern und ihrem Schicksal überlassen.

Ich glaube aber, dass man, wenn man schon Verantwortung hat, auch Lösungen suchen soll.
Eine – und ich glaube die einzig realistische – ist eine Parkraumbewirtschaftung mit Anrainerpickerl in der Schöffelstadt.

Die Idee:

  • Fläche: das ganze Vietel, begrenzt durch Grenzgasse, Wiener Straße und Südbahn.
    Bei der Parkraumbewirtschaftung ist nämlich immer das Problem, dass Menschen auf der Suche nach kostenlosen Parkplätzen in die Nachbarschaft ausweichen (das ist aus Wien zur Genüge bekannt).
    Bei der Schöffelstadt schaut das allerdings relativ gut aus: nach Norden, West und Osten gibt´s keine Ausweichmöglichkeit und auch südlich der Wiener Straße gibt´s nur wenige Gassen, die betroffen sein könnten.
  • Kosten: für die AnrainerInnen (Hauptwohnsitz) sollten wir den Preis so gering wie möglich halten. €0,- geht aus rechtlichen Gründen nicht: das würde dem Prinzip der Bewirtschaftung wirdersprechen. Aber mit €30,- (oder vielleicht €40,-) im Jahr müsste das möglich sein.
    Die ganze Schöffelstadt wäre Kurzparkzone (MO – FR, 8.00 – 18.00h). Maximale Parkdauer 3 Stunden. Kosten je Stunde gleich wie auch sonst in den Kurzparkzonen in Mödling (derzeit €1,-/Std.)

Der Effekt wäre, dass viele BesucherInnen und v.a. auch Beschäftigte auf andere Verkehrsmittel als auf´s Auto ausweichen würden; aber auch, dass AnrainerInnen, die ohnehin einen Parkplatz auf Eigengrund haben, ihn aber bisher nicht/selten genutzt haben, ihr Auto nun am Grundstück abstellen und Platz im öffentlichen Raum frei wird.

Was bekommen die AnrainerInnen für „ihre“ €30,-? Keinen garantierten Parkplatz (der kostet in Mödling in etwa €100,- im Monat), aber einen deutlich geringeren Parkplatzdruck in der Umgebung. Und auch weniger Verkehr im Viertel – nämlich von den Suchenden.

Vorteil für die Stadt: ein geringeres Verkehrsaufkommen in Richtung zur Schöffelstadt. „Geschäft“ für die Stadt wird das sicher keines werden. (Aber vielleicht können wir die Einnahmen für die Errichtung eines Stegs über die Bahn verwenden, mit Abgängen + Liften zu den Bahnsteigen, um die Wegstrecke vom Krankenhaus zur Bahn kürzer und bequemer zu machen).

Was spricht gegen die Idee? Die Vorstellung, dass Parken nichts kosten darf? Warum darf dann eigentlich Benzin etwas kosten? Und weshalb dürfen dann bei der Errichtung von Gebäuden Parkplätze vorgeschrieben werden, die sich nicht unwesentlich auf die Wohnkosten auswirken? (Das ist nämlich eine m.E. krasse Ungleichheit: Menschen, die in Wohnungen ohne (Pflicht-)Garage leben, sparen sich viel Geld! Da scheinen ein paar EUROs für das Parken am öffentlichen Grund durchaus vertretbar).

Das ist im Moment nur eine Idee. Und wenn jemand eine bessere hat, wie man der Situation gerecht werden kann, dann diskutieren wir die andere Idee. Nur: ich glaub´, es ist die einzige Möglichkeit, die Parkplatzsituation in der Schöffelstadt zu lösen.

Schreiben Sie mir, was Sie davon halten: entweder als Kommentar zu diesem BLOG-Eintrag, oder als Mail an gerhard.wannenmacher@moedling.at.

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gerettete Pappel

22.Juni 2018 in interessant, konkret

Es gibt immer wieder Klagen, dass (alte) Bäume im Stadtgebiet gefällt werden; und zwar nicht nur auf privaten Gründen (dort kann man in Niederösterreich fast nichts dagegen unternehmen), sondern auch auf öffentlichen Flächen.

Das stimmt und es tut jedes Mal weh. Wir suchen in jedem Fall nach Alternativen, aber es gibt Vorhaben, die sich mit einem bestehenden Baum einfach nicht vertragen (wie zB jetzt gerade am Fliegenspitz). Und natürlich: auch wenn mehr neue Bäume an Stelle der gefällten alten gesetzt werden – es dauert wieder viele Jahre, bis sie groß sind und wieder Schatten und Sauerstoff bringen.

Jetzt will ich aber von einem Erfolg im Ringen um einen Baum erzählen – der Pappel am Freiheitsplatz. Und damit gleichzeitig von einer drohenden Baumfällung, von der kaum jemand in unserer Stadt gewusst hat.

In den vergangenen Jahren gab es ein paar Unfälle am Schutzweg zwischen Freiheitsplatz und Herzoggasse: leider wurden Menschen dort von Autos angefahren und kamen zu Schaden. Aber jeder Unfall mit Personenschaden wird in Österreich dokumentiert. Und das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) erstellt aus diesen Daten regelmäßig Dokumentationen von Gefahrenpunkten. Die Gemeinden werden dann aufgefordert, die Ursachen der Gefährdung(en) zu beseitigen. So weit so (sehr) gut.

Bei den Unfällen am besagten Schutzweg gab es in einigen Einvernahmen der Beschuldigten die Aussage, dass man den/die Passanten nicht rechtzeitig gesehen hätte, weil der Baum im Weg steht. Nun ist es nicht erforderlich, dass eine solche Aussage zwingend nachvollziehbar ist – der Baum war einmal als „Ursache“ aktenkundig und damit waren die weiteren Schritte vorgezeichnet: Auftrag der BH Mödling an die Stadtgemeinde Mödling, den Baum zu entfernen.

Üblicherweise kommt man einer solchen Aufforderung rasch nach, denn wenn nicht und wenn wieder ein Unfall passiert und der Eindruck entsteht, dass die Ursache nach wie vor die selbe ist und der Unfall vermieden hätte werden können, wenn der behördlichen Aufforderung nachgekommen worden wäre – dann schaut das für die Gemeinde nicht gut aus (und kann zum Shadenersatz und für den Bürgermeister auch in Richtung Amtsmissbrauch gehen). Das ist also ziemlich heikel.

Dennoch: ich wollte nichts unversucht lassen, diese massive Pappel, die noch dazu vom städtischen Gärtner als völlig gesund eingestuft wurde, zu retten. Es gibt in diesem Teil der Stadt ohnehin wenig grün und gerade dieser Baum ist für das Ensemble am Freiheitsplatz prägend (und verdeckt zudem den Blick auf ein hässliches Hochhaus in der Nähe). Es gibt also einige gewichtige Gründe, den Baum nicht so ohne weiteres zu opfern.

Wir haben mit einem unserer Verkehrsplaner viele Ideen verfolgt, wie zB die Straße in Richtung Herzoggasse verschoben werden könnte, sodass die Sicht auf Fußgänger, die vom Freiheitsplatz kommen, besser wird. Und bevor jemand „aufdeckt“, was das gekostet hat: es waren schon ein paar Tausender, die  in das Unternehmen „Rettung der Pappel & Sicherheit am Schutzweg“ geflossen sind. Alle diese Überlegungen waren aber letztlich nicht erfolgreich: immer hat irgend etwas doch nicht gepasst.

Die Lösung war letztlich relativ einfach: für die B12 wurde im Abschnitt von der Lerchengasse bis zur Badstraße Tempo 30 verordnet. Damit ändern sich die errechneten Sichtwinkel so weit, dass PassantInnen auch im ungünstigsten Fall rechtzeitig erkannt werden können. Diese Maßnahme musste jetzt „nur“ noch den Sachverständigen schmackhaft gemacht werden und dazu brauchte es wiederum Geschwindigkeitsmessungen, die während der vergangenen Monate durchgeführt wurden.

Vor ein paar Tagen gab es nun eine Verkehrsverhandlung, bei der die Geschwindigkeitsreduktion in diesem Abschnitt der B11 beschlossen wurde. Die Tafeln werden in den nächsten Wochen aufgestellt und dann ist die Gefahr für Pappel und PassantInnen erst einmal gebannt.

Bleibt die Hoffnung, dass sich die Autofahrer an die neue Geschwindigkeits-Vorgabe halten…

Ich freu mich, dass die Pappel am Freiheitsplatz weiter leben kann und dass eine Lösung gefunden wurde, wie auch den Anforderungen der Sicherheit Genüge getan werden konnte. Manchmal hat man mit Beharrlichkeit auch Erfolg…

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