Wahlwerbung - voll öko!

15.Januar 2020 in interessant

Wir GRÜNE werben nicht nur für Umweltschutz, wir praktizieren ihn auch in unserer Wahlwerbung.

Auch wir verteilen kleine Geschenke, aber kein Plastik-Glumpert und keine PVC-Luftballons, sondern:

  • Bleistifte statt Kulis
  • Bio-Soja-Knabbereien
  • Sonnentor-Tee
  • Äpfel von PlanBio
  • Sattenschützer aus Recycling-PET
  • Einkaufstaschen „Bio macht schön“ aus Bio-Baumwolle
  • Obstsackerl aus Bio-Baumwolle
  • Rücksäcke „bag to the future“ in Bio-Baumwolle

Wir transportieren unsere Infostände ausschließlich zu Fuß oder mit dem Rad. Dazu haben wir für die Wahl eigene Transportanhänger gebastelt.

Unsere Broschüren und Zeitungen sind natürlich alle nach den Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens „Schadstoffarme Druckerzeugnisse“ hergestellt.

Und – was uns ganz wichtig ist: wir respektieren die Bürger*innen, die keine Werbung in ihren Postkästen haben wollen. Da sind wir die einzigen und es kostet uns wahrscheinlich Resonanz. Aber es ist uns grundsätzlich wichtig.

Das findet man in diesen Tagen in Postkästen, auch wenn man keine Werbung haben möchte 🙁

Ein Kommentar Kommentieren

Wahl ist...

13.Januar 2020 in GRÜN, herausfordernd, interessant

Am 26. Jänner wählen die Bürgerinnen und Bürger unter anderen Orten in Niederösterreich auch in Mödling einen neuen Gemeinderat.

Das bedeutet: auf die Straße und ins (IT-)Netz gehen, argumentieren, reden, schreiben, diskutieren – präsent sein.

Es ist nicht zuletzt eine CO2-freie Wahlwerbung: wir sind immer zu Fuß oder mit unseren Lastenfahrrädern unterwegs.

Wir GRÜNE sind in einer noch nie da gewesenen Zahl von Kandidat*innen, Helfer*innen und Freund*innen unterwegs, um Menschen zu überzeugen und für unsere Ziele zu gewinnen. Das ist schön und macht mich optimistisch und zeigt, welch große Resonanz GRÜNE Politik mittlerweile auch in unserer Stadt hat.

Unsere Ziele sind breit gestreut, weil wir schon lange in der Stadt politisch arbeiten und uns schon mit den meisten Aufgaben der Stadt intensiv beschäftigt haben: im Programm-Folder haben wir 107 Ideen für Mödlings Zukunft aufgelistet.

Unsere Kernanliegen sind allerdings drei: Klimaschutz, Mobilität und Wohnen für junge Menschen.

Beim Klimaschutz geht es um lokale Maßnahmen im Rahmen der Umsetzung der globalen Aufgaben: Reduktion / Rückgängigmachen der Versiegelung, Begrünung, nicht nur durch Bäume, sondern auch auf Fassaden und Dächern, Energieeffizienz und Nutzung nachhaltig gewonnener Energie.

Bei der Mobilität stehen Alternativen zum Auto auf der Tagesordnung: es muss für jede und jeden in unserer Stadt möglich sein, sich auch ohne Auto bequem, kostengünstig und bedarfsgerecht zu bewegen. Neben der Verbesserung für Gehen und Radfahren gilt dabei das Hauptaugenmerk der Verbesserungen im Öffentlichen Verkehr: dichtere Busfrequenzen und Verdichtung des Angebots auch in Tagesrandzeiten und am Wochenende.

Wohnen wurde in den vergangenen Jahren in Mödling deutlich teurer und ist für junge Menschen fast nicht mehr leistbar. Obwohl die Stadt nur wenig selbst bauen kann, haben wir in den vergangenen Jahren bewiesen, dass es Möglichkeiten gibt, Bauträger zur Errichtung von geförderten Wohnungen zu bewegen, wenn man alle Optionen der Raumordnung ausnutzt. In dieser Richtung müssen wir weiter vorgehen. Mödling muss wieder (mehr) Platz für junge Menschen schaffen.

Alle diese unsere Ideen bringen wir in Tagen wie diesen „unter die Leute“.

Es ist eine spannende Zeit. Aber gemeinsam macht es auch Spaß – trotz der Kälte…

Noch keine Kommentare Kommentieren

Wir sind Regierung!

5.Januar 2020 in erfreulich, GRÜN, herausfordernd, interessant, persönlich

Das Ergebnis

Es war ein wirklich spannender Tag in Salzburg – und ein im besten Sinn politischer.

Der Bundeskongress der GRÜNEN hatte über das in den Wochen davor mit der ÖVP ausgehandelte Regierungsübereinkommen zu befinden.

Und die Art und Weise, wie wir an dem Tag debattiert haben, war wirklich echt GRÜN.

Am Vormittag standen die Verhandler*innen allen Teilnehmer*innen am BuKo für Fragen zum Übereinkommen zur Verfügung: das war nicht nur konsensual, sondern manchmal durchaus auch kontroversiell. Aber an allen Tischen wurde in Ruhe und sachlich diskutiert.

Am Nachmittag dann der eigentliche Bundekongress mit der Rede von Werner Kogler und den anderen Verhandler*innen.

Danach die Debatte mit mehr als 50 Beiträgen. Auch die nicht nur positiv.

Und letztlich die Abstimmung mit einem doch sehr deutlichen Votum.
Das ganze Procedere gibt´s so nur bei den GRÜNEN: breite und offene Diskussionen als Grundlage für eine freie Entscheidung der Delegiert*innen.

Und jetzt sind wir erstmals Teil einer Bundesregierung.

Für einen, der seit fast 10 Jahren – ebenfalls gemeinsam mit der ÖVP – eine kleine Stadt regiert, hat der gestrige Tag etwas ganz Besonderes: nicht, dass das in irgendeiner Art vergleichbar wäre. Die Herausforderungen zur Führung von Ministerien werden riesig sein – und auch die Erwartungen und die öffentliche Präsenz und damit die Kontrolle werden sehr anspruchsvoll sein.

Aber ähnlich ist, dass man sich auf eine Zusammenarbeit mit einer anderen Partei einlassen, dass man Kompromisse und eine gemeinsame Sprache finden muss. Das ist für mich der innerste Kern der Demokratie (mit einer absoluten Mehrheit regieren kann man vergleichsweise leicht). Und das ist die unumgängliche Voraussetzung, Anliegen umsetzen zu können und zu gestalten. Das ist nicht einfach: das gestern beschlossene Regierungsübereinkommen ist – weiß Gott – gespickt mit Punkten, die wir eigentlich nicht wollen. Noch ungleich viel mehr, als auf lokaler Ebene.

Aber das ist die Kunst, trotzdem einen gemeinsamen Weg zu finden.

Hier in Mödling machen wir das seit 10 Jahren – mit nicht so schlechtem Erfolg, denk ich.

Ich wünsche Werner Kogler, Leonore Gewessler, Alma Zadic, Rudi Anschober und Ulrike Lunacek viel Kraft, gute Nerven und alles Gute für die große Aufgabe, in Österreich die Weichen in Richtung Klimaschutz zu stellen. Für uns bedeutet Klimaschutz nicht Verzicht, sondern die Umstellung des Lebens und der Wirtschaft in eine umweltverträgliche Richtung und das nützt und verbessert das Leben von allen.

Zum Ende war noch – kurze – Zeit für ein Selfie mit dem ersten GRÜNEN Vizekanzler (und den Mödlinger GRÜNEN, die an diesem denkwürdigen Tag in Salzburg dabei waren).



Noch keine Kommentare Kommentieren

Neujahr - am Eichkogel

1.Januar 2020 in GRÜN, interessant, konkret

Wie schon seit vielen Jahren haben wir GRÜNE in Mödling heute zum Sammeln von Silvestermüll aufgerufen: gekommen sind so viele wie noch nie.

Es ist wieder eine ganze Menge Mist zusammen gekommen. Wobei überraschenderweise deutlich weniger Müll aus der Silvesternacht dabei war. Kann es sein, dass Menschen gescheiter werden?

Dafür haben wir große Mengen von Unrat gefunden, der in den Büschen „versteckt“ war, Getränkeflaschen und -dosen, Folien, sonstige Plastikteile. Was „man“ halt so wegwirft im Laufe eines Jahres 🙁

Der Eindruck hat nicht getäuscht: es wurde tatsächlich wesentlich weniger „geschossen“ in der Silvesternacht 🙂

Zum Abschluss blieb noch ein bißchen Zeit für Glücksbringer…

Ein gutes Neues Jahr!

Noch keine Kommentare Kommentieren

Bitte keine Raketen zu Silvester!

28.Dezember 2019 in interessant

Es ist jedes Jahr das selbe Thema: während weniger Stunden werden Feuerwerkskörper und andere „Spaßbringer“ abgefeuert, die viel Geld kosten (rd. €10 Mio), aber vor allem die Umwelt und die Tiere massiv schädigen.

OK: es ist nicht so, dass die Feuerwerke nicht auch schön sein können.

ABER:

In der Silvesternacht steigen die Feinstaubwerte in Bereiche weit jenseits der Grenzen der Gesundheitsgefährdung.

Feinstaub PM10 – also gröbere Stoffe – während der letzten Silvesternacht in Mödling

Feinstaub PM2,5 – also feinere Stoffe – während der letzten Silvesternacht in Wr. Neudorf

Bei der Explosion der Feuerwerkskörper werden neben Feinstaub zudem Schwermetalle, wie Strontium, Arsen, Blei, Selen und Cäsium, freigesetzt. Sie erzeugen erst die schönen Farben der Feuerwerke.

Zudem ist der große Lärm ein extremer Stressfaktor vor allem für Tiere.

Wer mehr über das Ärgernis der Silvesterkanllerei lesen möchte: das Umeltbundesamt hat dem Thema eine sehr informative Seite gewidmet.

Und dort kann man auch erfahren, welche riesigen Müllmengen in dieser Nacht erzeugt – und liegen gelassen werden.

Wir GRÜNE organisieren seit vielen Jahren – und nicht nur wenn´s Wahlen gibt (!) – eine Sammlung am Neujahrstag am Eichkogel. Treffpunkt ist um 14.00h beim Haus an der Weinstraße. Handschuhe und Säche sind vorhanden und im Anschluss gibt´s heissen Tee (mit und ohne).

Kommt einfach vorbei: es ist sinnvoll – und ein bißl Bewegung tut auch gut nach der Silvesternacht, die wir alle (?) ohne die umweltschädliche Knallerei gefeiert haben.

Ergebnis der Sammlung am Eichkogel (ein paar Reifen sind dann auch dabei).


Noch keine Kommentare Kommentieren

Weihnachten 2019

24.Dezember 2019 in persönlich

Noch keine Kommentare Kommentieren

"Ausflug" in die Seestadt

20.Dezember 2019 in interessant

Jedes Jahr vor Weihnachten laden die drei GRÜNEN Stadträt*innen – Teresa Voboril, Rainer Praschak und ich – die Mitarbeiter*innen des Bauamts ein – und das alles meist zu einem „Ausflug“ mit Lerneffekt.

Heuer waren wir in der Seestadt im 22. Bezirk in Wien.

Wolfgang Dvorak vor dem Modell der Seestadt

Die Seestadt ist ein vor allem international sehr beachtetes Stadtentwicklungsvorhaben: auf einer völlig grünen Wiese entsteht eine Stadt in der Größe von Mödling. Vorbildlich ist schon die Anbindung an den Öffentlichen Verkehr: schon Jahre vor dem Bezug der ersten Wohnung fuhr die U2 zur Seestadt und heute brauchen die bisher rd. 6.500 Bewohner*innen kaum mehr als 20 Minuten in die Wiener City.

Auf dem Reissbrett entstanden, wurde versucht, so viel internationale Planungs-Erfahrungen wie möglich in die Konzeption einfließen zu lassen: Verdrängen des Individualverkehrs durch den Bau zentraler Garagen, Nahversorger statt Großmärkte, ausreichende Flanierbereiche, ein Schulkampus mit Volksschule, NMS und Gymnasium in fußläufiger Entfernung von allen Wohnbereichen und vor allem anspruchsvolle und verschiedenartige Architekturen: kaum ein Haus gleicht dem anderen. Bauherren sind und waren unterschiedliche Genossenschaften, private Entwickler, aber – bewußt geplant – auch Baugruppen, also private Gruppen, die ihre Häuser eigenständig geplant haben.

Und ganz wichtig: eine kontinuierliche Gebietsbetreuung!

Zur Zeit ist die Seestadt schon zu ca. 1/4 bezogen und es gibt noch viele Baustellen im Seestadt-Gebiet. Für alle, die sich mit Stadtplanung beschäftigen, ist ein Besuch in der Seestadt allemal faszinierend.

Das Gymnasium der Seestadt
Die Aula des Gymnasiums
Die NMS der Seestadt (Jedes Klassenzimmer hat einen eigenen Zugang nach draussen)

Wir Mödlinger hatten das Glück, von einem besonderen Kenner der Seestadt geführt zu werden: Wolfgang Dvorak war bis vor kurzem über Jahrzehnte Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Stadtplanung in Wien und ist „intimer“ Kenner aller Details, besonders auch zu diesem Projekt. Er hat uns einen kleinen Einblick in die Überlegungen vor Beginn der Arbeiten und in die (bisherigen) Erfahrungen gegeben. Vielen Dank!

Ein besonderer „Nervenkitzel“: die Fahrt mit dem selbstfahrenden Bus in der Seestadt

Eine besondere Attraktion ist der selbstfahrende Bus in der Seestadt: 2 davon gibt es und sie fahren – sicherheitshalber – mit einem Fahrer, der bei heiklen Situationen eingreift. Heikel ist dabei übertrieben: wann immer der Bus eine ungewohnte Situation erkennt, bleibt er – einfach stehen.

Der Fahrer setzt die Fahrt dann – per Joystick! – fort.

Maximalgeschwindigkeit übrigens 10km/h.

3 Kommentare Kommentieren

Scheffergasse: Geh-/Radweg eröffnet

13.Dezember 2019 in erfreulich, interessant, konkret

Es hat ziemlich lange gedauert, aber heute haben wir den Geh-/Radweg in der Scheffergasse für die Benutzung frei gegeben.

Das ist der Weg – ungeräumt… – in Blickrichtung Süden
Und so sieht der Weg in Richtung Norden aus

Die Scheffergasse war seit vielen Jahrzehnten auf ca. 40m unterbrochen. Die Anrainer*innen hatten zwar – zum Teil vor mehr als 100 Jahren – die Flächen in das öffentliche Gut abgetreten, aber weiter privat genutzt. Das war nicht illegal und auch nicht unüblich. Allerdings kann die Stadt auf derartige Flächen zurück greifen, wenn der Bedarf gegeben ist.

Und so hat´s vorher ausgesehen: von der Bernhardgasse kommend war bald Schluss…

Und die Stadt wollte nun einen Weg, zumindest für zu-Fuß-Gehende und für Radfahrer*innen. Ich versteh´ schon, dass das für die Anrainer*innen ein bissl hart war, einen Teil des von ihnen seit Ewigkeiten genutzten Grundes herzugeben. Aber ich möchte mich bei diesen Anrainer*innen hier für die letztlich positive Zusammenarbeit bei der Realisierung des Projekts bedanken.

„Eröffnung“ heute früh gemeinsam mit Bürgermeister Hans Stefan Hintner, Herrn Geissler (Fa. ABO), und links die beiden evangelischen Pfarrer Heinz Lintner und Anne Tikkanen-Lippl.

Tatsächlich ist es ein neuer „kurzer Weg“ in unserer Stadt, während man vom Neusiedlerviertel (also aus der Umgebung von Zwillinggasse, Quellenstraße und den neuen Reihenhäusern entlang der Grutschgasse) am Weg in´s Stadtzentrum (oder zur evangelischen Kirche) bisher Umwege über die Rieger- oder die Neusiedlerstraße in Kauf nehmen musste.

Ich freu mich wirklich!

3 Kommentare Kommentieren

Baustellen in Mödling: update 6. Dezember

6.Dezember 2019 in interessant, konkret

Nur zur Orientierung: an sich hatten wir am Bauamt des Ziel, mit Jahreswechsel mit allen Straßenbau-Baustellen in der Stadt fertig zu sein. Es ist sich nicht ganz ausgegangen…

Grenzgasse / Gabrielerstraße

Diese Kreuzung ist erst relativ spät zur Umsetzung angestanden. Ende Juni gab´s die ersten Besprechungen, nachdem die Kreuzung – zum wiederholten Mal – als Unfallhäufungsschwerpunkt ausgewiesen wurde.

Am 5. Dezember war die neue Lösung dann – nach ca. 2 Wochen Bauzeit – fertig.

Natürlich wurde der neue Kreisverkehr entsprechend eröffnet: Vize Stöhr aus Ma. Enzersdorf, BM Hintner aus Mödling, Vize Haidvogel (Ma. Enzersdorf), Vize Wannenmacher (Mödling), Ing. Grill (Infrastruktur Ma. Enzersdorf)
Zur Sicherheit wurde die Krezung nun als Mini-Kreisverkehr ausgeführt: in der Mitte ist eine runde Fläche etwas pombiert, sodass LKWs und Busse sie überfahren können.
Ein bissl ungewohnt ist, dass alle 4 Zufahrtsstraße zu dem Kreisverkehr STOP haben. Das soll die heikle Situation unterstreichen. (In den USA hat jede ungeregelte Kreuzung 4 STOPs…).

Sr. Maria Restitutagasse

Auch die Resitutagasse ist uns im Herbst noch „hereingeschneit“. Wir hatten nicht erwartet, dass das Krankenhaus noch heuer fertig werden würde…

Entlang der gesamten Restitutagasse und damit vor dem Haupteingang wurden ein Geh- und ein Radweg geschaffen. Unmittelbar vis-a-vis des Haupteingangs kommt eine Bushaltestelle.
In der Weyprechtgasse war heute eine Baustelle des Wasserwerks, die aber am Montag fertig sein wird.

Danach wird die Einbahn, die für den LKW-Verkehr erlassen worden war, wieder aufgehoben.

Hauptstraße

Viele fragen sich, wozu 2 Betonplatten am Parkstreifen westlich der Thomastraße errichtet wurden.

Es sind Ersatz-Bus-„Bahn“steige. Wegen der Baustelle vis-a-vis vom LIBRO kann die bisherige Bus-Haltestelle nicht (voll) genutzt werden

Die Haltestelle ist für 2 Busse ausgelegt. Das geht sich neben der Baustelle nicht mehr aus…


Noch keine Kommentare Kommentieren

Energiebericht 2018

1.Dezember 2019 in interessant, konkret

Mödling bezieht seit Jahren zertifizierten Ökostrom mit Umweltzeichen UZ46

Seit kurzem liegt der Energiebericht der Stadtgemeinde für das Jahr 2018 vor.

Energieberichte gibt es in Mödling erst seit kurzem – wie überhaupt die Befassung mit dem Thema „Energie“ bis vor kurzem sehr unterbelichtet war. Im Fokus standen ggf. einzelne Projekte, wie neue PV-Anlagen oder die Öffentliche Beleuchtung. Aber niemand hat sich um die Details des Netzes und auch nicht um den Energieverbrauch gekümmert.

Das ist nun anders.

In sehr detaillierter Form wird der Energieverbrauch (Strom & Wärme) für alle Objekte der Stadtgemeinde dargestellt.

In Summe zeigt sich, dass der gesamte Stromverbrauch im Vergleich der vergangenen 5 Jahre mit 8.800 MWh praktisch konstant geblieben ist.
Die größten Verbraucher sind mit Abstand Stadtbad und Kläranlage mit in Summe rd. 4.500 MWh.

Erfreulich, wenn auch ausbaufähig ist der Ertrag der PV-Anlagen: 390 MWh und damit so viel wie rd. 4,5% des Stromverbrauchs.

Der Wärmeverbauch lag 2018 bei 7.400 MWh, wobei die Jahreswerte stark schwanken. Größter Verbraucher ist hier das Stadtbad alleine mit 2.400 MWh.

Im Energiebericht werden auch die CO2-Emissionen ausgewiesen: 2018 waren es 1.270t. Interessant ist die hypothetische Berechnung, wie die CO2-Emissionen aussehen würden, wenn die Maßnahmen der letzten Jahre (Umstellung auf Ökostrom und Einsatz der Fernwärme in den meisten Gebäuden) nicht erfolgt wären: Mödling hätte im Vorjahr 4.800 t emittiert – also genau doppelt so viel.

Im Energiebericht 2018 ist erstmals auch ein Vergleich des Energieverbrauchs von Schulen und Kindergärten, aber auch von Verwaltungsgebäuden mit ähnlichen Gebäuden in anderen Städten in Niederösterreich ausgewiesen. Durch die Einführung der Energiebuchhaltung in beinahe sämtlichen Gemeinden in NÖ wird dieser Vergleich möglich.

Die Daten des Energieberichts sind eine gute Grundlage, Entscheidungen zu treffen. Wir wissen jetzt genau, wo wir dringend ansetzen müssen, nämlich wo die Effizienz in der Energienutzung besonders schlecht ist. Der vorliegende Bericht ist Ergebnis professioneller Befassung mit den Energiefragen der Stadt.

Schauen Sie ihn sich an: er ist sehr interessant.

Viele Dächer der Stadt liefern bereits Strom – wie hier das Dach der VS Babenbergergasse

Noch keine Kommentare Kommentieren